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Zu mir selbst finden im Erkennen was meine Wahrnehmung antreibt und steuert.

„Erzähl mir nicht, dass der Mond scheint. Zeig mir seinen Schimmer auf einem Stück zerbrochenen Glas“ Anton P. Tschechow

Die Wahrnehmung ist trügerisch, gefiltert, getrübt, verklebt mit der Interpretation. Durch meine Deutung der Umwelt bestimme ich den Raum in dem ich lebe. Die Welt verändert sich, wenn ich mich verändere. Es ist ein immer wieder klar entscheiden und hinzuschauen: Will ich in der Welt sein und mich verstricken oder will ich mit der Welt und still sein? Wie kann ich aufhören etwas zu wollen, was nicht da ist? Kann ich von jeder Deutung Abstand nehmen und zurücktreten? Ja, immer wieder Energetik und Gefühle von Informationen sprich Gedanken trennen. Energetiken bejahend fühlen löst Wertigkeiten aus dem System. Das ist eine Chance, um klar zu werden und schaudernd erkennen: Aus Angst vor dem Echten umarme ich die Fälschungen. Es ist eine Idee, dass es Ursache und Wirkung gibt. Alles ist wie es ist ohne Wertigkeit, einfach nur Gefühle, Energetik, Gedanken so wie sie jetzt da sind. Ich bin nicht Gedanke oder Gefühl und sie gehören auch nicht zusammen.

Gefühle fühlen und Gedanken separat betrachten führt in die Leere allen Seins und in somit in die Jenseitigkeit.

Gefühle, Energetik und Information gemeinsam wahrnehmen führt in die Selbstannahme, das Erwachen des Herzens, die (Selbst)Liebe und somit in die Fülle des Diesseits.

Ich kann immer in die Scheiße gehen, genauso außen rum und auch beides sein lassen, weil beide Versionen ein Überlebensprogramm sind. Schmerzen machen eine Ichwahrnehmung! Ich greife nach dem Leid, nur um etwas zu fühlen und nicht leer zu sein. Es reicht ich habe genug gelitten. Ein mächtiger Dämon in mir ist der Teil, der glaubt, dass es Dämonisches in mir gibt und der mich regelmäßig daran erinnert, da mit ich in diesem Glauben bleibe. Er taucht meine Welt in Ängste, die nicht die letzte und schon gar nicht die einzige Wahrheit sind. Die Traumafelder sind ein Gefängnis individuell und kollektiv, sie reichen so tief, dass nichts mehr halt- und fühlbar ist. Darin spüre ich das absolut Böse, falle zusammen, kapitueliere in großer Not, wieder und wieder und … erkenne, egal was ich tue es ist sinnlos bzw. treibt mich in noch tiefer Not. Versinken in Unbewusstheit in einem Zustand von pure Ohnmacht und Erstarrung. Bleiben und den Tod erleben, alle Identifikationen fallen, wen ich im Dunklen stehen bleibe. Im Sein löst sich letztlich alles. Dasein reicht!

Unbewusste Projektionen machen uns zur Marionetten. Projektionen sind Schutzmechanismen, um eine Schuld, Mangel, Leere, (schambesetzte, verbotene) Gefühle zu meiden. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf Andere und verhindern die eigenen Bewusstwerdung. Lerne deine Projektionen kennen (wie denkst/fühlst du über andere, warum denkst/fühlst du so, was ist der Ursprung dieser Art zu denken/fühlst?), lenke das Licht der Wahrnehmung zu dir zurück und entwickle ein Verständnis für dich. Damit ziehst du die Energie zu dir zurück, die du mit der Projektion wegschickst, und rückst näher an dich heran, an deine Bedürftigkeit, Bedürfnisse und Wahrheiten. Bleib bewusst und bekomme die Lücken, Phantasien, Träumen, Sehnsüchte, Frustrationen mit. Komme dir selbst aus freien Stücken näher und lass dich auftauchen. Verdrängen verschiebt den Schmerz nur in die Zukunft. Geh den Weg des Schmerzes zurück, um dich zu entdecken.

Immer wieder meine Leere konfrontieren, halten und dableiben im Nichts. Ich darf nicht nur der Wahrnehmung sondern auch jeder Erfahrung vertrauen lernen. Es braucht meine Bereitschaft die Vollkommenheit in jeder Erfahrung inklusive der Abwesenheit von Allem/n so wie es ist zu sehen. In der Lage sein oder dazu kommen in der Überforderung und Todesangst zu stehen, den Blick nicht abwenden, die Wahrheit ertragen, zur Gänze berührt werden und loslassen in der Einsamkeit wie auch in Begegnung. Der Tod weiß viel vom Leben, weil er es beendet und somit gleich dem Schöpfer ist. Auf Augenhöhe mit dem Schicksal langsam und vorsichtig lerne ich den Pausen zu vertrauen und entspanne im Nichts. Schlichte grundlose Gelassenheit – es gibt keinen Grund gelassen zu sein.

Glückseligkeit braucht keinen Grund, Daseinsfreude hat einen Grund. Daseinsfreude und Todesangst sind Geschwister. Darunter ist die grund- und besinnungslose Glückseligkeit. Zu ihr gibt es keinen Weg und auch kein entkommen, es ist unser innerster Kern. Jeder spirituelle Weg, jedes Tun und jedes Ziel ist eine Falle. Das wo wir hin wollen sind wir schon, nur verschleiert durch viele viele Identifizierungen. Alle Ideen, Ichgefühle, Körperempfindungen, Konzepte, Wollen, Abwehren kommt und geht, wenn es da sein und bleiben darf tritt es in den Zentralkanal ein, erfüllt und löscht uns aus, nur die Wahrnehmung bleibt. Direkte Gotteserfahrung! Für die braucht es ein weit offenes Herz, im engen Herzen blicken wir nur Gottesbilder. Die eigenen direkte Erfahrung ist die wichtigste Orientierung im Leben. Mir erlauben ins Herz zu fallen. In Liebe zum Raum, der mich immer offen empfängt, um zu atmen und zu leben. Leben sein! Die große Richtung ist Leben.

Wie kann ich mich heute geschehen lassen? Eine neue Entscheidung treffen und verkörpern! Ich wähle es zu lieben, auch wenn ich die Liebe nicht spüren und fühlen kann. Ich wähle unter allen Umständen in der Liebe (zu mir, ehrliche Liebe fängt immer bei mir selbst an) zu bleiben. Liebe ist eigentlich kein Ergebnis, sondern ein ständiger Zustand in dem ich auch sagen kann, dass ich gerade keine Liebe erleben, sondern die Liebe mich erlebt.

Meine Willenserklärung: ICH BIN BEREIT IN MIR ZU SEIN und mir mir verbunden zu bleiben. Ich kündige mich in meinen Zellen an. Ich möchte mir nichts mehr vormachen. Ich will und kann mit mir sein. ICH VERBINDE MICH MIT MIR und komme in mir an. Ich möchte, dass mehr von meinem wahren Selbst da ist. Was passiert, wenn ich da bin? Ja ich spüre und fühle intensiver, sensitiver, bewusster. OKAY ICH BIN BEREIT IN MIR ZU BLEIBEN. So lange bis ich mich genießen kann mit was auch immer kommt, ist, geht an wahrgenommener Erfahrung. Weil ich leiden kann, kann ich auch lieben. Eigenes Dasein offen für Anderes. Alles durchs Herz rein, da und wieder raus lassen. Bis ich sagen kann: ICH BIN SICHER IN MIR UND IN GOTT. Ich bin Versagen vor dem Herrn, ein zerstoßenes Herz auf undurchsichtigen Wegen. Ich selbst und nichts mehr sonst. Anfang und Ende sind mir selbst zu vertrauen. Was brauche ich um zu vertrauen? Meine Anwesenheit, Langsamkeit, Wohlwollen, Erlaubnis, Kontakt halten ein fortwährendes „es ist okay wie ich erscheine“. Mir selbst den Raum aufmachen und zum Leben geben. Mit meinem ganzen Zeug mit mir in Beziehung gehen, sein, bleiben. Ich kann in mir nicht mehr finden als da ist. Das ist zu akzeptieren! Es macht keinen Sinn mich zu zwingen und damit zu verletzten. Den Körper loswerden zu wollen bedeutet aus dem Leben gehen wollen. So wie das Leben (nicht) gelingt ist es. Gott hat mich genau so hier hergesetzt. Der göttliche Raum der Annahme ist verfügbar. In Verbindung (gehen) mit Gott ist die Quelle der Liebe am Fließen die das eigene Herz nährt, um in größtmöglicher Liebe den (eigenen) Schmerz ebenso wie Freude zu fühlen wie sie da sind. Wenn alle Muster entmachtet sind, reagiert allein die Liebe Gottes inklusive dem darin enthaltenen freien Willen. Ich habe immer die Möglichkeit im Herzen Gottes zu sein, wenn ich es will. Das Wollen ist das Elementarste in unserem Wesen. Gemeinschaft kommt aus dem gemeinsamen Wollen; auch die Gemeinschaft mit Gott.

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Unter der Wasseroberfläche, in der Trauer die nicht da sein darf in dieser Kultur von Trauer, bin ich.

Es ist gerade scheiße? Jaaa! Ist es final scheiße? Nein.

„Die fühlbare Wahrheit in sich zu unterdrücken, ist die schlimmste Untreue die es gibt“
(Albert Schweitzer)

Lieber Gott bitte erlöse mich von mir. Ich komme kaum zu Rande und bin mit mir überfordert. Mein Leid managen und mich in Beziehung bringen ist erschöpfend. Ich muss ständig weinende verletzte innere Kinder in mir halten. Dazu laufen missbrauchte Anteile mit und je erschöpfter ich bin, umso weniger kann ich sie handhaben. Dann sind da noch die fremden Stimmen die mir mitteilen wie falsch und böse ich bin. So ein inneres Chaos und aufpassen welcher Anteil von mir übernimmt mich gerade und beschäftigt meine Wahrnehmung. Wie kann ich mein Inneres sortieren, integrieren und mich als ganz wahrnehmen? Ich bin für mich ein undurchsichtiges Mysterium. Mein Schmerz braucht einen sakralen Raum und mein Leib den Atem Gottes. Es gibt ein Fehlen, einen Mangel und schmerzende Wunden, die niemand anders als Gott ausfüllen und damit heilen kann. Vollständig entspannen kann ich nur im Absoluten.

Ich kam auf die Welt mit „bitte liebe mich und sei zärtlich mit mir“ und viel in ein Loch erfüllt von Schmerzen. Ein seltsam wirres System der Kompensation voller Anstrengung und mir nicht glauben entfaltet sich daraus. Meine Angst mich geschehen zu lassen, ist gespeist aus der Angst dadurch zukünftig noch unglücklicher und schmerzerfüllter zu werden, weil ich mir grundsätzlich nicht vertraue. Das Ich hat für sich übernommen, was eigentlich automatisch abläuft. Es sorgt dafür, dass ich in die Überlebensprogramme komme, treibt mich an und erhält sich selbst. Über Ängste und Zweifel greift es auf meine Überlebensprogramme zurück und ich glaube mich schützen zu müssen. Es fängt an eine Notwendigkeit zu kreiieren und plappert wartend bis sich Gefühle anschließen. Dem habe ich erlaubt mich zu retten und so hat es gleich mein ganzes System übernommen. Das ist eine Frechheit! Das will ich nicht mehr.

In mir braucht es immer wieder die Anerkennung meiner Selbst! Das Weghalten ist die eigentliche Plage! Ich passe mitunter wie ein Gefängniswärter auf meine Gedanken und Gefühle auf. Alles was ich in Wahrheit verändern will, kann ich nicht annehmen. Fallen lassen, mich in das was da ist fallen lassen. Die Ohnmacht, meist zuunterst der Gefühle (bei mir), dasein lassen. Das dem Leben ausgeliefertsein anerkennen. Erinnert werden an den eigenen ohnmächtigen im Großen geborgnen Seelenfunkten. Erkennen, dass die unbewusste Schuld mich an die Situationen binden. Versuche über Versuche mir meine gedachte/gefühlte Schuld zu vergeben, um Stück für Stück heiler im Sinne von ganzer zu werden. Anerkennen, dass alles ohne Ausnahme was ich in der Welt erlebt habe und erlebe dasein darf und meine Zustimmung bekommen hat, sonst wäre es nicht passiert und würde nicht geschehn. Wenn ich mich so ganz auf mein Menschsein in der Welt sein einlasse, ist es wie ein ersticken. Innere Anteile wollen weg, auch diesen Impuls erlauben und sie ziehen lassen in die geistige Welt. Sie sterben lassen und freier werden erfahren. Zuhause sein löst sich von heil/ganz sein. Da war, ist und wird immer etwas Größeres sein, das mehr ist als Ohnmacht, Schuld, Schmerz. Ich kann das Herz davon brechen lassen und blicke auf all das gleichzeitig. Wenn ich keine Macht mehr habe, erkenne ich welche Mächte mich ergreifen und halten. Für die kann es sich lohnen ohnmächtig zu sein.

Den Körper den wir haben und der Leib der wir sind.

Es wagen niemand zu sein als ein Bewusstsein.

Dualität und Nondualität sind nicht voneinander getrennt. Die Illusion ist die Trennung von Dies- und Jensseits. Das persönliche im Unpersönlichen ist kein Widerspruch sondern ein Funktionszusammenhang. Es ist die Voraussetzung für Wahrnehmung und Erfahrung. Wahrnehmung selbst ist so transparent, dass sie selbst nicht wahrgenommen werden kann. Dualität ist eine eingenommene Perspektive des Bewusstseins selbst. Aus der Nichtperspektive von Bewusstsein gibt es keine Trennung. Dualität und Nondualität enthalten einander gleich wahr und unwahr. Ich bin gleichzeitig Erscheinung und Nichterschienene. Schmerz und Verzweiflung sind ein Hinweis darauf, dass ich etwas nicht erfasse, verengt bin in Einseitigkeiten und gefangen in einer Limitierung der an sich unbgerenzten Wahrnehmung. Jede Enge/Angst ist dafür da hinzuschauen wo es weh tut, denn nur die Wahrnehmung dessen was ist ermöglicht Heilung. Ohne Ich gibt es keine einzige Erfahrung! Entspanne dich und erlebe alles voll und ganz. Die vollständige Wahrnehmung ist das zu Hause und sie kann alles einladen. Nichts muss vor der Tür stehen bleiben, kein Schmerz, keine Angst, weil es vor der Tür in diesem Zuhause nicht gibt. Je weniger du ausschließt, umso weiter öffnest du dich. Die Schleier des Mangels und Ungenügen lüften sich durch bewusste Wahrnehmung, die ja Liebe ist. Das Hinschauen UND Fühlen erschließt die scheinbare Vergangenheit die jetzt noch wirksam ist. Damit erscheint sie in der Gegenwart realisiert sich über die Integration und erscheint geklärt als vorbei, als Prägung die mich gebaut hat ohne mich weiter bestimmen zu müssen. Im Jetzt sein am Fundament des eigenen Lebens und durch Zeit und Raum hindurch schauend das Ganze sehen. Mich als Wahrnehmung erkennen: Ich bin nicht gedacht mich zu halten, ich bin gechaffen um zu fließen. Vielleicht ist die Ganzwerdung im Fühlen die Heilung aller Vorstellungen.

Ich versuche mich so zu sehen, wie der Schöpfer (Gott) mich geschaffen hat, und das annehmen lernen, statt so werden/sein zu wollen wie ich meine es sei richtig für mich und andere. Gehen und gegangen werden. Kann ich (mit-)entscheiden wem oder was ich mich ausliefere und wenn ist es überhaupt hilfreich? Entscheiden kann ich zumindest ob ich mich einer Problematik (dem Leben) stelle oder es über mich ergehen lasse. Es ist eine scheinbare freie Wahl, das ohnehin auftauchende anzunehmen, oder damit in Rebellion zu leben. Damit ist Entscheiden gar nicht so eine große Sache, weil man gar nicht fehl gehen, es sich nur schwer machen kann, im geschehnden Leben. Ich bin hier und lebe etwas Unmachbares das zusammenhalten von Widersprüchen. In diesem Paradoxie spannt sich die Welt auf. Darin zerreißen, verzweifeln, kapitulieren, die Widersprüche stehen lassen, aufbrechen, die Not im Körper erfahren und rausgedrückt werden. So entsteht Platz fürs Leben (Gott) und vom freien Willen nichts mehr übrig. Der Auftrag ist viel weniger wichtig als der Auftraggeber!

Trauer ist mehr als ein Gefühl – Trauer ist der Spiegel des Reichtums. Jede Träne aus Trauer ist eine Träne der Liebe. Wenn vor lauter Tränen kaum die Umrisse der Welt draußen wahrnehmbar sind … wie tröstlich zu wissen, dass es Ausdruck von unermesslicher Liebe ist. Die Liebe bleibt. Voll angekommen in meiner Traurigkeit verweilend durfte ich erfahren: Ich sehne mich nach meiner eigenen Liebe! Es ist möglich Liebe aus mir in mich fließend zu erfahren. Da ist mehr als nur Leere. Der Himmel fällt mir auf den Kopf und offenbart wie immer wieder mehr da ist als ich zu denken in der Lage bin. Bitte Gott halte mich, so dass ich fühlen kann und nicht (mehr) verdrängen muss. Bitte finde mich überall auf, lass mich deine Liebe fühlen und spüren, dass du es gut mit mir meinst. Lass mich spüren, dass du da bist, damit ich nicht alleine bin im Körper, im Geiste und im Herzen. Gottvater ich preise dich für alles was du an mir getan hast. Jesus Christus bitte lass meine Seele mit dir vereint sein, hülle sie in deine Barmherzigkeit. Heile meinen Geist und führe mich aus dem Alptraum der selbsterschaffenen Hölle. Hilf mir mehr zu lieben und segne mich mit deiner Liebe heiliger Geist. Dein Wille geschehe in mir als mein Wille.

Wenn wir die dunkle Nacht der Seele, die tiefste Krise und den inneren Tod durchstanden haben, also quasi lebend aus der „Nummer“ rausgekommen sind, beginnt etwas vollkommen Neues. Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen, in dem wir in unser authentisches Sein, unsere Würde neu entdecken und leben. Die alten Trigger, Schwächen und Versuchungen und natürlich auch Urängste, die dir zuvor Mühe gemacht haben, dich haben innerlich ringen lassen: Sie greifen nicht mehr und greifen dich nicht mehr an, denn das Thema ist durch. Du hast es innerlich verbrannt, kompostiert und in die Auflösung gebracht. Dann kommt der Aufstieg in die Tiefe. Der Weg Nachhause. Von da an ist eine Umkehr unmöglich. Du kannst es eventuell hinauszögern, aber du kannst es nicht aufhalten.

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Wer die Seele eines Menschen berührt betritt heiligen Boden.

Worte für das Unschreibbare – Schreiben über meine Prozesse am Weg – es ist ein mich ins Leben schreiben:

Eine Stimme sagt schweig, wehe wenn du redest.

Sie kommt aus einem fernen Mund, nur um die Verbrechen zu verstecken.

Die Stimme zieht mich zu sich hin in einem Moment der mir entgeht.

Ich höre sie durch fremde Haut. Es gibt einen Weg, sagt sie.

Ich schaue in ihre Kehle, die Stille atmet im Wort.

In der Stille, sagt die Stille, berührt der Boden den Mund.

Die Stimme kriecht durch die Lungen nach außen und lässt Töne in die Luft.

Die Stimme holt Luft und sagt wir tragen sie aus.

Sie spricht und ich spüre den Mund. Die Stimme berührt meine Lippen.

Im stilles Chaos sieht der Himmel wie Haut aus.

Sie reißt und macht mich grenzenlos verfügbar.

Verbrannte Erde bin ich. Wer hat mich angezündet, abgefackelt und meine Asche zurück gelassen? Der Teufel war am Werk. Ohne Glut und Funken bin ich staubig, friedlich am kälter Werden. Aufgekrazt, zerkratzt mich in Furchen legend. Mich als Wasserdampf von Industrieabfall verkrümmeln und frieren. Ich will nichts mehr von dem schmerzhaften Lebenswandel.

Von den Gebirgen an Traumata kenne ich einige Gipfel. Mir das Traurigsein erlauben und hinschauen: Ja so verzweifelt bin ich. Fühlen und das Risiko eingehen, dass die Traurigkeit für immer bleibt. Mich mit der Traurigkeit haben wollen. Das Geschenk der Traurigkeit ist Heilung und Mitgefühl mit mir. Mein hautumschlossenes Ich braucht Heilung. Mein Körper zeigt mir die Grenzen auf. Das Geschenk des Selbsthasses ist die Erinnerung an die bedinungslose Liebe. Nur wenn wir geliebt haben, können wir hassen. Hass und Liebe sind zwei Seiten derselben Medaille. Mein Geist hat meinen Körper beauftragt die Grenzen zu ziehen wo er es aus Feigheit nicht vermag. Das Geschenk der Bitterkeit ist die Schönheit. Nur wenn wir die Schönheit und Harmonie des Lebens schon erfahren haben, können wir sie vermissen.

Wenn ich mit mir in einer guten Gesellschaft bin, dann habe ich auch eine gute Gemeinschaft um mich herum. Auf jeden Fall kann ich dann nicht mehr so einsam sein wie zuvor, weil ich mir selber zugewandt fühlen, spüren, hören und sehen kann. So lange ich mich noch vor meinen Gefühlen schütze, fühle ich mich noch nicht bejahend. Ich versuche keine Interpretation und möchte mir selbst verzeihen. Ich möchte nicht das Trauma haben, aber ich möchte mich mit den Traumata haben. Traumaheilung bedeutet, mich dem Leid zuzuwenden, die unfassbare Lieblosigkeit, die erlebt wurde und in mir trage, dadurch zu beenden, dass ich mich mir selbst zuwende. Wenn dadurch Liebe dahin kommt, wo bislang Lieblosigkeit war, dann geschieht ein Umbruch. Ein posttraumatisches Wachstum in ein Liebevollsein hinein und von da aus in eine immer grundsätzlicher werdende Erfahrung von Liebe, die alles umschließt und durchdringt. Ich habe die Macht durch Selbstbejahung dem Ohnmachtserleben eine schützende Hülle zu geben. Es braucht meine Bereitschaft mich bejahend fühlen zu wollen, damit meine Gefühle mich schützen können. Erleben was da ist und mich angesichts dessen fürs Anvertrauen entscheiden.

Der Schuld- und Suchtverschiebungsbahnhof der Welt ist keine Option mehr für mich. Ich will wirklichen Frieden im Körper, in der Seele und im Geist. Ich will, dass die Schuldgefühle und die Sehnsucht nach Strafe und Tod ein Ende haben. Mein Körper ist die Projektionsfläche meines Selbsthasses. Die Egofalle des Selbsthasses macht sich erkenntlich als: „Du bist schuldig, des Todes würdig und nun stirb langsam und qualvoll.“ und sie kommen nicht von Gott! Sie sind des Teufels und legen meinen Urschmerz der Trennung von Gott frei. Mein Grundkonflikt mit Gott ist eine Erleben von ihm ohnmächtig ausgeliefert sein und potentiell für Fehler von ihm heimgesucht grausam bestraft zu werden. Dennoch brauche ich ihn in meinem Leben. Die Gottesverlassenheit wirft mich auf mich allein gelassen isoliert in tiefste Verzweiflung. Die Versuche einen Ersatz für Gottes Liebe und Frieden zu finden sind alle gescheitert. Ich verzeih mir immer wieder selbst. Schuld kennt nur das Ego. Für Gott existiert Schuld nicht. Das Ego gebraucht die Schuld und führt zum Tod. Gott jedoch ist ewig.

Bewusstsein ist der Anfang von allem, von jeder Schöpfung. Wir Menschen sind in der Lage ein schöpferisches Bewusstsein zu entwickeln. Bitte ich im Namen der Wahrheit, um die Erweiterung der Bewusstheit, so geschieht sie. Das höchste Bewusstsein ist die Einheit mit dem Schöpfer. Der Geist Gottes ist der heilige Geist. Glauben meint immer mehr Raum dem heiligen Geist zu geben und damit dem göttlichen Willen der durch mich wirkt. Wenn du Gott erfährst brauchst du keine Religion mehr. Lieb sein ist auch eine Art zu schlafen in der Andere mit mir machen können was sie wollen. Gott hat uns nicht zum Liebsein erschaffen da wir die Liebe Gottes in uns tragen. Die Liebe wird uns wie das Einschlafen geschenkt. Genau in dem Moment wo wir die Kontrolle loslassen wie der Augenblick zu sein hat. Aufhören Einfluss auf den Moment zu nehmen. Bestätigung von außen weist mich auf die Unsicherheit hin, in der ich mir selbst nicht traue. Weltbezug ohne (Selbst-)Zwang. Ein fragiles gewolltes gewaltsames Abenteuer des freien Lebens erfahren. Es geht um meine innere Haltung! Darum mir die Möglichkeit zu erlauben, einzuräumen und zuzumuten grundlos, zwecklos die Wahrhaftigkeit des eigenen Seins zu erfahren. So absurd es mir auch erscheint anzunehmen geliebt zu sein wie ich bin. Mich von Gott tragen lassen und dem Leben vertrauen, dass es mir alles schenkt was ich brauche. Gott sucht mich auch. Ich übergebe ihm meine Asche und erhalte nichts zurück. Danke fürs alles von mir nehmen, welch eine Erleichterung leer zu sein. Null ist die Zahl Gottes. Null ist die Leere aus der alles entsteht.

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Auf- und Abstieg fallen im Inneren zusammen zum Einstieg ins Selbst.

Worte zur Kunst der Zerstörung – am Ende fängt alles an und ich fange beim Ende an.

Im Leben sterben … spirituelles Burnout … ich hab an mir gearbeitet bis nichts mehr ging.

Strampeln gegen den eigenen Strom, um mit den anderen zu schwimmen. Angehalten werden war die einzige Möglichkeit meiner Seele. Planung ist nur so lange sinnvoll, wie sie Wachstum fördert und nicht behindert. Und kein Konzept zu haben wird auch zum Konzept mit dem oft unbewussten Ziel, das Schwert der Unterscheidung zu konterkarieren. Um alles in der Welt wollte ich der tiefen Depression entfliehen. Bis zuletzt wollte ich nichts mit ihr zu tun haben. Kämpfen und arbeiten damit und dagegen. Mich anders haben wollen als ich bin. Mit einem müssen oder sollen gebe ich mir jedes Mal eine Dosis Schmerz und Selbstabweisung. Das Ich drückt sich selbst weg und erzeugt sich selber noch größer. Das Müssen und Sollen gibt meinem Wollen nicht nur nichts, es schadet und vertreibt jedes Wollen. Mich mehr zu motivieren hat immer weniger funktioniert. Das hat mich immer tiefer in die Depression getrieben. Das Müssen und Sollen ist nicht aufgegangen und das Wollen war untergetaucht, um mir nicht noch mehr Schmerz zuzufügen. Bis ich aufgegeben in der Depression verweilte. In ihr bleiben, mich darin sein lassen und nichts tun. Unendlich schwer und der einzige Weg mich anzunehmen. Alles im Herzen sein lassen so lange es möchte. Die Leere aushalten bis sie friedlich ist. Es ist nie bedrohlich wahrzunehmen! Hinschauen und differenzieren: „Bin ich depressiv oder willenlos im Frieden?“. Das Geschenk der Antriebslosigkeit ist die Ruhe. Wenn man die findet und genießen kann, stellt sich vielleicht wieder Lebensenergie ein.

Mein endender Weg flüstert: „Lass dich sein. Nichts anderes bringt dich in Ordnung. Vertraue der Stimmer der Stille.“. Am tiefesten Punkt sind wir handlungsunfähig. Bei mir ging es darum endgültig bereit zu sein es nicht zu schaffen und komplett zu versagen. Das brechen meines Willens. Da bleibt nur mehr Hingabe an das große Ganze. Wesentliches passiert in den Momenten wo es still wird. Da öffnet sich der Raum des Bewusstseins voller Liebe und natürlicher Intelligenz. Die Rückkehr zum Wesenskern erkennt mich als Leere in vollkommener Ordnung ohne Ordnende, ohne eine die glaubt zu wissen was Ordnung ist. Mein Wasserwesen will nichts als sich selbst. Es lauscht still und ist in allem was sich zeigt. Es gibt keinen Bauplan, keine Vorgaben. Nur ein mir selbst folgen und im Erleben anwesend sein. Ein Gesamtspektrum des Seins aus Gefühlen, Körperempfindungen, Gedanken, Energetiken, Trieben, Abwehren, Manipulationen, Abwegen, Umwegen und Auswegen, ein mäanderndes Labyrinth des Seins. Alles wird anerkannt was da ist, es soll sich den Raum nehmen den es braucht. Es ist ein fortwährender Akt mich selbst wieder zurückzunehmen. Ich wähne mich oft fremd in mir und auf einem andauernden Heimweg.

Sucht ist eine permanente Ablenkung von Gefühlen und Körperempfindungen, die ich nicht wahrnehmen möchte. Süchtige sind voller Kontrolle. Wer wie ich das Leben kaum genießen kann, will meist nur flüchten. Alles „brauchen“ ist eine Abhängigkeit und es sind zahlreiche unbewusste Süchte im Leben. Oft wird Suchtverhalten oder der Suchinhalt verändert, aber der Kreislauf des Zwanges bleibt aufrecht. Das ist zermürbend und täuscht immer wieder vor keine Wahl zu haben. Es brauch immer wieder meine Entscheidung jetzt hier sein zu wollen wo ich bin und wie ich bin. Für (statt gegen mich) arbeiten und annehemen was ich in mir trage, weil es gleich ist ob ich gegen mich gewinne, verliere oder verstecke, alles ist Unterdrückung. Jede Anhaftung hindert am Weitergehen. Je weniger verbotene, verachtete und angezweifelte Gebiete ich in mir habe, umso eher kann ich entspannen, weil ich mich nicht mehr mit Angst vor mir selbst einenge.

Wo bin ich am verletzlichsten und gleichzeitig in meiner Essenz? Im Sichtbarsein mit meiner Wahrheit, wenn ich in der Begegnung ganz ehrlich bei mir bleibe und meine Absichten/Begierden/Wollen/Vermeiden/Kontrollieren offenlege.

Mein Nadelohr ist die Isolation. Es mit mir allein ausmachen ist ein qualvolles Programm. In der Schau und im Angesicht wacher offener Menschen zerbröseln meine Lügen. Ich bin ein berührbarer verletzter Mensch. Der Schmerz physisch wie psychisch ist mein großter Lehrer. Ein Teil der Spiritualität ist die Wege der Schmerzen zurückzugehen. Er führt mich an die Orte, an die ich nie freiwillig gehen würde. Aufgeben gegen Wände der Isolation zu rennen und eingestehen „ich schaffe es nicht alleine“. Ich darf das Leben berühren und das Leben darf mich verletzen. Wenn ich mich selbst nicht wertschätze, werde ich nie erfahren wer ich bin und auch nicht den Raum einnehmen. Aller Anfang ist die Wertschätzung für alles was in mir ist. Vor allem die Gefühle, sie werden zu Energiequellen, wenn ich sie zulasse und wertschätze. Ich habe begonnen eine Kerze für mich selbst anzuzünden. Zuerst mit der Scham des inneren Kindes, dem dafür Egoismus eingeimpft wurde. Später erleichternd wärmend das ferne Ziel der Selbstlosigkeit verwerfen zu dürfen.

Vielleicht meint Erleuchtet sein mit allem was ich bin annehmend einverstanden sein. Jede Kritik an meinen Gefühlen, Körperempfindungen und Gedanken ist ein Hindernis mich wahrzunehmen wie ich bin. Wer auf Erfahrungen baut beleidigt die Gegenwart. Wo ist Lüge in meinem Leben? In jedem Trennen. Lüge bewirkt (fiktive) Spaltung! Unehrlichkeit quält. Ich möchte mich selbst und dafür muss ich ehrlich sein. Wirkliche Freiheit ist es frei von Geheimnissen zu sein. Die Rückseite der Freiheit ist das Nichts ein Dasein als leeres Blatt Papier.

Ich bin es die in der dunklen Nacht der Seele gekreuzigt wird. Mein System kann wie die größeren bis zum gesamten System nicht repariert werden, es muss zusammenbrechen, vernichtet und ausgelöscht werden, um zu einem leeren Raum zu werden in dem Gottes Lebendigkeit willkommen ist. Stückweise geleert und ausgelöscht werden bis nur mehr Gott (Wahrheit und Liebe) präsent ist. Mein Tod ist seine Geburt. Alles was ich habe und bin kommt von Gott und kehrt zu Gott zurück. Gott ist allmächtig und alles in allem allgegenwärtig, warum sollte er etwas wollen? Gott ist kein antreibender zu Arbeit zwingender, drohender, angstmachender Chef. Seine Macht lässt uns frei, wenn wir selber machen wollen und ihn abweisen. Genauso bringt er sich ein, wenn wir offen sind und um seine Nähe bitten. Gott ist die Überraschung des Lebens. Er hat mich so geschaffen wie ich bin, also möchte er mich so wie ich bin. Er verlangt nichts, weil er nichts braucht. Alles Eigene läuft sich als belanglos tot und der Feierabend des Lebens hat in dem Moment begonnen, wo ich ihn mir erlaube.

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Es muss einen Himmel geben, gibt es doch die Hölle schon.

Ich bin es selbst die sich sichtbar macht – UND – Ich bin mein eigener blinder Fleck.

Ich bin am Ende und bereit, dass die Welt in mir zusammenbricht, wenn es sein soll. Vollkommene Akzeptanz auch wenn ich alles verliere. Ich will nicht mehr weiter machen wie bisher, mich zum Weiterleben motivieren, in meinem Wahnsinn schwimmen, kranksein oder arbeiten für Geld, kämpfen gegen oder für mich, angestrengt Begegnungen kontrollieren und mühsam meine Bedürfnisse befriedigen. Untergehen dürfen, loslassen, aufgeben erlauben mich frei leben lassen und als Konsequenz alles annehmen was ich bin.

Ich habe selbst immer über mich geurteilt, dass ich noch nicht tief genug bin, dass ich versagt habe, dass ich noch dieses oder jenes lösen und anschauen muss. Das macht viel Druck. Ich will dann sosehr etwas anders oder weg haben. Ein täglicher Kampf mit dem Leben wie es ist. Oft beobachte ich wie es schon im Kleinsten beginnt. Manchmal erwache ich am Morgen mit einem „nein“ wenn „ich“ wieder wahrgenommen wird. Letztlich ist es die Angst vor dem Verlust des Ichs. Jegliche Identifikation loszulassen ist ängstigend, befreiend und leer zugleich. Mich an nichts mehr festzuklammern, sondern den völligen Kontrollverlust zuzulassen.

An den Stellen wo ich am schwersten verwundet bin, kann ich am wenigsten vertrauen. Im Kern dehnt mich die Angst. Die Angst vor wahrhaftiger Berührung gemeinsam mit der Sehnsucht nach Gehalten werden. Ebenso wie die Angst vor ohnmächtiger Überwältigung und der Sehnsucht nach gelöster hingebungsvoller Liebe. Kann ich mich immer wieder ganz auf mich einlassen? Bin ich in der Lage vollständig wahrzunehmen?

Im wirklichen Leben kann ich Vertrauen und Anvertrauen lernen. Dennoch fällt es mir schwer mich immer wieder für Vertrauen zu entscheiden und das Risiko einzugehen wieder verletzt zu werden inklusive der Aktivierung alter Verletzungen. Was fang ich mit dem zersplitterten Spiegel meiner Selbst an? Mein halbgefrorenes halbbrennendes Sein. Noch kann ich mich nicht ganz auf mich in jeder Situation einlassen und mich in Gemeinschaft gleich frei leben lassen wie wenn ich allein bin.

Es kommt immer wieder die Verlockung gar nicht wahrzunehmen und mich wie automatisiert zu schützen. Die Angst die in mir wirkt mitbekommen. Angst fühlen ist anders als Angst denken. Die Angst fühlen und fühlen, auch weil das Nichtspüren schmerzhafter ist. Die Angst nicht fühlen macht eng und hart. Mich erinnern an die Freiwilligkeit des Erfahrens und Zustimmens. Das frustrierend Schmerzhafte kommt, wenn ich nicht dem Drama „ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr“ folge. Also am Fühlen bleiben auch wenn es den Tod bedeutet. Ganz eintauchen und mich von der Angst zerreißen lassen.

Unter der Angst eröffnet sich in meinem Herzen oft ein Kern von tiefem Schmerz. Darüber sind Schichten an Mustern, Verhalten und Ablenkungen, um diesen Schmerz zu vermeiden. Und die Vermeidung dieses emotionalen Schmerzes ist ein Leben im Schmerz! Die Schmerzvermeidung bestimmt mein Leben. Diese Schmerzvermeidung hat viele Schichten der Empfindlichkeit erzeugt. Mir ist es nicht möglich in der Welt zu leben ohne Schmerz zu empfinden, also muss ich lernen damit in Frieden zu sein. Angesichts des Schmerzes präsent bleiben. Der Schmerz fließt aus und durch mich hindurch, bahnt sich Wege durch den Widerstand. Die Welt weckt nur den in mir gespeicherten Schmerz. Der Schmerz ist der Preis der Freiheit. Hinter dem Schmerz ist ein Ozean an Liebe.

Leere ist auch eine Möglichkeit von ganz vielem zu dissoziert zu sein. Leere als Insel wo ich Frieden habe kann. Die ich zum Ausruhen als Angebot nehmen, mich hinflüchten und dort bleiben kann. Leere als ein Mittel, um dem Leben zu entkommen enthält die Unlebendigkeit. Ein verführerischer Dämon der die echte Stille als Leere kopiert. Ich bitte darum die Leere wieder verlassen zu können voller Angst, um in den Wassern, Wirbeln, Strudeln des Lebens zu sein und zu wachsen. Ich kann das nicht alleine. Ich kann noch nicht alleine ganz ohne das Dissozieren und ohne den Rückzug in die Leere leben. Mich nicht mehr rausnehmen und alles in der Welt erfahren und sein, erfüllt mich mit Ängsten. Ich fühlte mich bisher wie die Billardkugel am Tisch des Lebens und die Leere hat mir Auszeiten und Anhalten ermöglicht. Ohne die gehe ich unter, verliere die Kontrolle. Ich bitte um einen Zustand wo ich aus Sicherheit und Freude loslassen kann – mich selbst in die Welt. Bitte verbinde mich mit der geheilten Welt der Liebe am Leben.

Ich möchte vollkommen ehrlich zu mir sein und bin bereit fühlend hinzuschauen. Alle Gefühle und Energien mögen sich in ihrer ganzen Wucht zeigen, koste es was es wolle. Ehrlich nicht heilig sein, nichts mehr weghalten und irgendwann vielleicht nicht mehr von Ängsten gesteuert leben. Warten, spüren, fühlen, lauschen und nach zeitloser Leere war er wieder da der Tod. Mein Bewusstsein öffnete und verschob sich. Ich verharrte in diesem Moment an diesem Fleck und es fühlte sich so an als zog mich etwas aus dem Leben nach oben. Ich kannte dieses Gefühl von meinem Nahtoderlebnis.


Dieser Moment war befreiend, ein unglaublicher Druck fiel von mir ab. Klar erkennend: Ich muss nicht gesund werden, auch, wenn ich mein Bestes gebe, denn ich weiß nicht, was meine Seele vor hat. Mir wurde klar und das Leben lehrte mich, mich nicht mit dem Tod zu identifizieren genauso wenig mit der Selbstheilung. Ich spüre, dass ich der Raum dazwischen bin. Zwischen Selbstheilung und Tod. Zwischen ALLEN Möglichkeiten, verbunden mit ALLEM. Nichts glauben auch nicht, dass ich sterbe oder ich mich selbst heile. Nur sein und dem Herzschlag lauschen.

Es geht darum das zu fühlen was da ist und nicht etwas Bestimmtes. Manche Gefühle fühlen sich halt scheiße an und trotzdem sind sie wahr. Mein Innenleben so wie es ist nicht haben wollen ist ein Kampf den wir verlieren. Alles ganz nehmen darum geht es im Leben, das ist auch Schattenarbeit und eine Konfrontation mit allem was ist. Hinschauen, fühlen, das wohlfühlen Wollen und die Überlebensmechanismen sein lassen, reinfallen, die Wahrheit wichtiger nehmen als alles andere, fühlen und als letzten Schritt innerlich erlauben, dass es ziehen und gehen darf.

Die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit lehrt mich liebevoll und langsam mit mir zu sein. Ich will mich für das sehen was ich bin, für mein Wesen, mein Selbst – die stille lebendige Leere. Mein Herz trägt den Wunsch in Einheit zu leben jenseits der Zeit mit und in der Welt. Eine große Sehnsucht nach tiefen Beziehungen, wo anvertrauen, getragen und geliebt werden geschieht ohne mich dafür anstrengen und selbst überwinden zu müssen.

Es ist bitter aber wahr, ich kontrolliere meine (Nicht-)Beziehungen, damit ich mich sicher fühle. Die Leiden und Krankheiten dienen dem üblen Zweck Distanz herzustellen, sie schützen mich vor intensivem Kontakt inklusive der Gleichzeitigkeit von Bedürfnissen und Abgrenzungsbewegungen die mich überfordern. Ich nähere mich den Bedürfnissen und fühle mehr und mehr die Gefühle, die die Krankheiten für mich unterdrücken und hoffe so etwas mehr mit mir in Kontakt zu sein. Ich weis nicht wie viel Schmerzen und Einschränkungen für das Wachtum der Seele nötig sind. In der spirituellen Szene ist es weit verbreitet, dass man, nur wenn die Ursache gelöst wurde, Heilung erfahren wird. Das vermute ich auch, doch manchmal ist es ein Weg dorthin und manchmal will eine Seele auch etwas ganz anderes erfahren.

Frei von Hoffnung zu sein ist etwas anderes als Hoffnungslosigkeit. Ich bin verantwortlich für alle meine Gefühle. Da ist etwas radikal Destruktives in mir, das das Morgen zerstört. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass es jemals besser wird. Und in diesem Zustand bemerke ich, dass wenn jede Hoffnung aufhört ein ungeahntes Freiheitsgefühl entsteht. Nur jetzt wahrnehmen, nichts mehr anders wollen als es ist. Das ist die wirkliche Freiheit in der jede Hoffnung aufgehört hat, weil es kein Morgen mehr gibt.

Gott stirbt nicht, Gott wird nicht krank und Gott fürchtet nichts. Gott hat sich nie als getrennt erfahren. Die Lüge des Getrenntseins von mir und Gott hat mich tief fallen und zusammenbrechen lassen auf vielen Ebenen. Ich wurde angehalten, weil mein Nervensystem zusammenbrach und nichts mehr ging. Liegen in meiner getrennten Leere viele Stunden hat offenbart: Es gibt nichts an mir zu verbessern. Wenn ich anfange mich zu lieben wie ich bin, weil ich annehme Liebe und gewollt zu sein, geht es mir gut. Da sind meine Schatten und mein Licht bejaht und willkommen. Immerzu spüren und fühlen was jetzt dran ist und mir erlauben das zu leben. Erlauben der Wahrheit von inne und außen durch mein Bewusstsein strömen zu lassen. Es werden keine Konzepte benötigt, nur die direkte Wahrnehmung. Ich kann sowieso nicht viel tun, also entspannen!

Gott liebt mich, weil ich seine Schöpfung bin. Kann und will ich das fühlen? Ich spüre das Wollen und fange an zu glauben. Jesus ich habe Mühe und Nöte im Menschsein. Bitte bleibe bei mir und lass mich spüren, dass ich in dir sicher bin. Ich spüre die Erleichterung mir nicht zu gehören. Es ist viel leichter Sorge für meine Ausrichtung auf Gott zu tragen, als für mich selbst.

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Menschliche Begrenztheit und spirituelle Unendlichkeit gleichzeitig – innerer Aufstieg im äußeren Abstieg!

Die Einzelhaft meines Lebens erklärt mir, dass mein Mensch letztlich vollkommen allein ist. In den Abgrund der meine Einsamkeit gräbt blicken. Alleinsein sieht nichts als sich selbst. Ich grabe mir selbst mein Grab und ziehe jede Grenze einzeln hoch. Alleine sein abgetrennt von der Liebe in einem kalten Universum, das mich vergessen hat und gleichgültig alles in sich hineingebären und -sterben lässt. Meine Dunkelheit die sich erkennt als Verachtung für das schwache, elende Wesen, die nackte, hilflose Kreatur, die ich bin. Ein verlorener Vogel, der aus dem Nest gefallen ist und dazu verurteilt auf dem harten Boden zum Tode verurteilt nach langem Leiden die Augen zu schließen. Durch die Angst hineinfallen in meine Einsamkeit. Alleinsein ohne Widerspruch, Hadern, Groll und Alternative.

Trennung ist Finsternis und Leben ist Kontakt, Verbindung und Austausch. Das Herz kennt keine Differenzierung, das kann nur der Verstand. Immer wenn ich ja sage wird es einfacher. Mit jedem nein breche ich das Vertrauen. Das häufig Gefühl unzufrieden zu sein frisst mich auf. Da ist reichlich Ablehnung der eigenen Existenz aus Angst vor dem schmerzhaften, unsichern Menschsein. Wie kann ich in Freiden sein mit der Unzufriedenheit? Aufhören etwas dagegen zu tun, kein Handeln nur um die enorme Angst nicht zu fühlen. Innehalten, den Schritt zurück aus dem Verstand ins Herz machen, fühlend ehrlich sein und eingestehen: Oh Gott da laufen Lawinen von Angst durch mich. „Ich bin mein Tod“ steigt hoch. Übel zittrig mir selbst hilflos feindlich ausgeliefert sein. Meine Angst spürt sich selbst nicht gerne. Tränen bezeugen, dass ich den Kampf gegen mich nicht gewinnen kann, nur meine abgrundtiefe Schlechtigkeit annehmen. Hernehmen und fühlen „ich hasse mich“, den Selbsthass im Körper spüren, alles ekelig Destruktive heben was so lange unterdrückt im Verborgenen in mir wirkte. Ich bin allein nicht in der Lage Frieden zu finden und wahrhaftig zu lieben. Schauen der Mechanismen die mich entwerten, die Not herunterspielen oder ein Drama darauß machen.

Wie kann ich ein Stück mehr vertrauen und direkter offen sein? Warum riskiere ich nicht, dass nichts ist und nichts mehr kommt? Warum ist es unangenehm, wenn nichts passiert? Was macht mir da eine solche Angst immer wieder Ansprüche an mich zu generieren etwas zu sollen? Wie schaffe ich Raum in mir für das leere Ich? Warum ist die Freude blockiert, wenn nichts ist? Auch jetzt und schon wieder weiß ich es nicht. Also still sein, leer sein. Es muss nichts da sein. Mich im guten Sinne in Ruhe lassen. Meine Seele ist Stille zu Gott, der mir hilft. Der Eingang und der Ausgang sind von Gott bewacht. Ein und ausatmen geschieht. Mit Gott ist es wie mit dem Atem er ist immer da. Ich werde gesehen und bin geliebt. Alles darf sein und entspannt sich in diesem Seindürfen. Mit so viel Mitgefühl wie möglich mit mir mitgehen durch alles. Nur wenn ich liebe und mit dem Herzen fühle, kann ich heilen. Sicherheit kann vielleicht in der Liebe Gottes gefunden werden, wenn ich glauben darf, dass Gott einen allumfassenden Schutz für meine Seele (nicht meinen Körper) gewährt. Ja Liebe und die darin auffindbare Göttlichkeit kann verzögert, aber niemals aufgehalten werden. Ja ich bin dazu da immer tiefer in den Glauben zu finden. Das Sein, das Göttliche ist mir das Wichtigste. Ich kann meine Prioritäten setzen und die Aufmerksamkeit lenken, mehr nicht. Ich kann nichts beschleunigen, nur offen sein. Schauen was ist wenn ich nichts dazu tue. Gott bitte verändere mich, ich schaffe es nicht aus mir heraus.

Lieber Gott ich kann den Kampf gegen mich nicht beenden, nie gewinnen, nur verlieren. Bitte kämpfe du für meine Seele. Mein inneres allein und verloren Sein ist übermächtig. Mein Selbstbild wie ich mich sehe lehne ich ab. Ich kann nicht anders sein als ich bin und prügle mich denoch irgendwo hin. Die Selbstablehnung annehmen. Mich den Verwundungen zuwenden und die Vergeblichkeit der Heilung spüren. Auf das Feld der Verwundungen, die ich mir selbst zugefügt habe, schauen und tief bereuen. Meine Schuldhaftigkeit und Verantwortlichkeit für mein Sein lastet schwer. Ich bin voller abgelehnter Bedürfnisse. Mich mit meiner Bedürftigkeit annehmen schmerzt. Jedes Brauchen empfinde ich als Anmaßung. Jedes Wollen stand und steht mir mehr im Weg als es hilft, weil es typischerweise etwas anderes will als das was ist. Was bindet mich da alles, was bin ich noch immer nicht bereit loszulassen und wem möchte ich nicht vergeben? Das Leben als Täter an mir als Opfer. Aufgeben anzuklagen und vergeben. Es ist okay wie du bist Leben mit allen und allem. Freundlicher werden mit meiner Abwehr und meinen Widerständen. Sie zeigen meine Kapazitätsgrenzen mich auf das was geschieht einzulassen. Die Selbstbeziehung stückweise wohlwollender gestalten.

Wahrnehmen bedeutet etwas für wahr zu nehmen. Was bedeutet es der eigenen Wahrnehmung (nicht) zu trauen? Unsicherheit, Verletzlichkeit, Offenheit, Offenbarung! Ich sehne mich so sehr danach ganz offen zu sein und wirklich zu empfangen anstelle des Kontrollzwanges des Vorausdenkens des Zukünftigen. Ich möchte, dass die Anderen vorsichtig mit mir umgehen, weil ich mich selbst nicht schützen kann. Ich mache mich selbst dunkel und krank, damit sich jemand um mich kümmert. Dafür schäme ich mich und bereue. Ich will kein menschenunwürdiges System in und um mich mehr! Raus aus den Programmen der Selbstunterdrückung und des Impulse Übergehens! Es geht um meine Würde als Mensch. Ich bin bereit die Verantwortung für das unbekannte Selbst zu tragen und in meinen Kosmos zu reisen. Das Verstecken und Lügen als Notprogramm ist vorbei. Ich hab mich hier total verrannt. Ich darf mich zeigen wie ich bin auch wenn ich mich nie gut genug bzw. falsch bis fremd fühle.

Eine Lebensanleitung für mich: Der eigenen Wahrnehmung trauen im Bewusstsein, dass es eine Täuschung sein kann. Du kannst davon ausgehen, dass du etwas verdrängst. Das Unbewusste einladen und bitten sich frei(er) zugeben und alles Falsche und Kranke sichtbar zu machen. Komplett deine Lügen enttarnen. Wahrheit steht für sich alleine, manchmal schmerzt sie, immer heilt sie. Lügen werden mit (staatlicher, gesellschaftlicher, elterlicher) Gewalt eingeprügelt. Lügen auf Dauer unterdrücken geht nicht. Schau hin! Egal was war und ist du bist in Ordnung! Auch in der größten Finsternis gibt es Nuancen die weniger dunkel sind. Einen neuen Umgang mit Verletzungen ermöglichen. Öffnen und dem Leben erlauben dich zu lieben. Gib nicht auf mit dem dir vertrauen und wahrhaftig sein. Glaube daran, dass es möglich ist das weite, freie Seelenselbst zu sein. Dann kann das was dich quält vielleicht gehen. Und wenn wir es nicht wieder holen auch abgeschlossen bleiben.

Die grundsätliche Bejahung des menschlichen Daseins, bejaht auch wie sich das Leben entwickeln, wachsen und zerfallen will. Ebenso ist die eigene Begrenztheit auch in Bezug auf die Heilungsmöglichkeiten anzunehmen. Die Schmerzen, die das Leben mitsichbringen, sind zu akzeptieren so wir sie nicht beseitigen können. Sonst erzeugen wir viel Leid für uns. Der Wirklichkeit wie sie ist Raum zu geben ist ansich schon heilsam. Solange man möchte, dass es einem besser gehen soll, ist man unfrei. Die enge Beschäftigung mit dem eigenen Befinden ist Teil des Dramas. Wenn die Idee „wie es mir besser gehen könnte oder sollte“ fallen gelassen werden kann, entspannt und weitet sich der Blick auf das Ganze und ein Hauch von Frieden erfasst einen mitten im Elend. Man verliert dabei nichts und gewinnt ein Stück Freiheit. Je mehr ich aufgebe wer zu sein, umso mehr bin ich. Meinem Nervensystem einen Raum geben in dem es entspannen und ich leben kann eröffnen die schönsten Lebensmomente. Meine Beziehungen sind so wie meine innersten Denkmuster es erlauben und die äußeren Handlungen es nachfolgend gestalten. Wenn ich bereit bin, die Menschen jederzeit gehen zu lassen, haben sie vielleicht einen Grund zu bleiben ohne sich gezwungen zu fühlen. Echte Bereitschaft zu empfangen bedeutet auch bereit zu sein, nicht zu empfangen.

„Gib den Menschen Hoffnung und halte keine Hoffnung für dich zurück.“ meinte ein weiser Unbekannter und berührte mich damit tief. Ein Ende der Regelsysteme und jeder moralischen Überhebung. Annehmen, dass ich sein darf wie ich bin. Ein ewiges Ja zu allem in mir. Es findet alles in mir statt von Depression bis Manie, alle Stimmen und Wesen aus allen Welten, völliger Unsinn und totale Klarheit. Die Widersprüche vereinen sich, nur so kann ich im Frieden mit mir sein. Heilung im Anerkennen der Paradoxien. Ich darf so sein wie ich bin auch zutiefst sündig. Die Erlaubnis alles spüren zu dürfen und anspruchslos verschmelzen, um dann immer wieder zurückzukehren aus der Verschmelzung mit Zuständen zum Wahrnehmen an sich. Ruhen in der Wahrnehmung an sich. Die offenen Fragen im Herzen tragen. Nichts mehr so wichtig nehmen. Reine Wahrnehmung und einfaches Bewusstsein reicht. Das Leben loslassen und in Gottes Schoß fallen. Die heilige Seele sieht mit den Augen der Vollkommenheit. Ich bitte in der Hingabe an Gott zu reifen! In meiner Seele leben und Gottes Schöpfung sein darum bitte und bete ich für alles was lebt egal ob sichtbar oder unsichtbar.

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Das Leben loslassen und in Gottes Schoß fallen … erlöschen in der Allmacht Gottes!

Die Haltung und das Erleben ändern ist ein Prozess sprich ein Weg mit auf und ab. Wirkliche Entwicklung braucht Jahre. Verkörperung der Ganzheit im Leben ist kein Wochenendworkshop. Unstimmigkeiten zeigen sich und das ist gut so. Das Leben gibt mir Menschen und Umstände, die zeigen wo ich nicht frei bin. Jeder Widerstand, jede Angst und jede Sorge ist eine Anregung für Wachstum im Sinne von innerer Befreiung. Alles wird nach und nach von Wahrhaftigkeit durchdrungen. Trennung muss nicht schlecht sein. Sie macht das und den Einzelnen klarer spürbar. Die Trennung macht Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Lüge und Wahrheit, Bewusstes und Unbewusstes klarer sichtbar.

In Sanskrit ist das Wort für „fühlen“ das selbe wie für „Bewusstheit“. Es ist wichtig abwarten und erwarten zu unterscheiden! Erwarten ist absolutes Vertrauen und freudig. Abwarten ist bestenfalls Zweckoptimismus. Haltung meint die Entscheidung wem ich folge. In der Erfahrung stehen bleiben und Gefühle fühlen, wahrnehmen und genau hinschauen was da ist und erkennen was notwendig ist im Moment. Ein waches Bewusstsein ist absolut notwendig.

Im Selbsthass fühle ich mich unendlich weit weg von mir. Selbsthass macht blind für die Weichheit von Leben. Wenn ich hasse, kann ich nicht lieben. Wenn ich aufhöre mir selbst die Schuld zu geben, höre ich auf zu hassen. Mein Körper wirft sich dazwischen. Jede Störung macht wach, die Krisen stören die Abläufe im Kopf. Mit Trauma fühlt sich das Leben nicht wohlig an. Das Leben nimmt mich durch die Störungen zu sich zurück. Der Weg rückwärts ist der Weg vorwärts ins Verlernen meiner Unkultur im Verstand. Ich habe keine Ahnung wie man in der Krise sein kann ohne sich zu hassen. Ich habe Selbsthass und die Schnauze voll davon. Fremdgesteuert sein von mir selbst durch diverse Programme und Gewohnheiten.

Mein Ego ist mein Beschützer. Es baut Geschichten bewusst und unbewusst, um mich zu schützen. Danke Ego fürs Dasein als Türöffner meines Lebens. Und ich will Veränderung. Liebes Ego ich spüre unsere Unlust Muster zu ändern, auch weil Schmerz spüren mir Lebendigkeit gibt. Ich will es bewusst wissen, weil ich leben und das Licht in mir erwecken möchte. Deshalb mein Ego gebe ich uns den Auftrag die Schutzschilde zu lösen und freizugeben was es braucht um zu heilen. Was ich machen kann ist zustimmen lernen und bereit sein, da wo ich ums Überleben kämpfe, loszulassen.

Wer geboren werden will muss eine Welt zerstören. Wachstum ist immer auch schmerzhaft und Hinschauen unangenehm. In der Dunkelheit fällt es schwer zu mir zu kommen. Das ist es was im Licht gesehen wird. Deshalb braucht es die Dunkelheit, die nur im Licht auftauchen kann. Der Friede meiner dunklen Nacht der Seele hat etwas Geborgenes an dem ich festhalte. Ich möchte nicht in dem alten Elend bleiben. Soviel was ich fühle ist schmerzhaft (Leere, Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit). Das Licht des Lebens kann nicht vollständig in mein Leben, wenn da noch Tabuthemen sind. Deshalb ist alles goldrichtig was meine Egoringe sprengt.

Was ist hinter dem Schmerz? Ist die Quelle von allem unendlicher Schmerz oder etwas anderes? Etwas was mich nicht bedroht, einschränkt, verletzt oder überfordert? Etwas liebevolles und andauernd Zugewandtes? Etwas das mich ganz annimmt egal was ich bringe? Jemand der mich liebevoll beantwortet und mir dadurch hilft die Liebe wieder wahrzunehmen? Jemand mit dem ich offen und zugewandt bleiben kann, um meine permanente Selbstabwertung stoppen zu lernen. Jemand der mich ganz annimmt und da bei mir ist wo ich nicht mehr bei mir sein möchte. Ich sehne mich so sehr nach tiefer Verbundenheit und Geborgenheit. Ein Mensch vermag all das nicht, es braucht wohl höhere Mächte. Gibt es so etwas wie eine Art Atem Gottes der mich überall berührt und dort hin fließt, wo ich abwesend und leer bin.

Wir werden durch Informationen an die wir glauben kontrolliert. Jede Erfahrung will auftauchen um bewusst zu werden. Es braucht Zeit um Glauben zu entwickeln. Es ist ein Weg hinein ins reine Herz bei vollem Bewusstsein. Viele Fähigkeiten sind die Frucht eines langen Weges. Es geht wie immer und für jeden ein Schritt nach dem anderen. Das was die Gedanken am meisten beschäftigt wird dein Gott. So lange bis ich raus falle rein in Gottvater. Die Gedanken Jesus zuzuwenden hilft mir die Bindungen und Muster zu lösen. Ich ehre die Momente in denen die Liebe stärker ist als innere und äußere Gesetzmäßigkeiten.

Alles beginnt bei mir. Frieden beginnt bei mir. Liebe beginnt bei mir. Wach sein für die Liebe! Glauben heißt das Herz geben und es ist eine Wahl meine Energie der Liebe in etwas hineinzugeben oder abzuziehen. Die wahre Natur des Menschen kann nicht aufhören zu lieben. Egal wie dunkel es ist ich kann jederzeit alle Verantwortung für mein Leben übernehmen. Niemals kann mir ein anderer die Würde nehmen, nur meine Angst und die nimmt mir dafür jede Würde. Ich bitte darum alles was mich beschäftigt hergeben zu können. Dem Unabänderlichen zustimmen auch dem kein gutes Ende haben. Anerkennen, dass das Leben kein Märchen ist und es mir so wie es ist zugemutet wird. Ich darf Bedürfnisse und Wünsche haben und kann den Schmerz der Nichterfüllung spüren. Es hört irgendwann auf, wenn es sein soll und solange es so ist, bin ich damit da. Selbstverwirklichung bedeutet für mich das unmittelbare Erleben Gottes.

Gott schuf Himmel und Erde (nicht die Hölle) so steht es geschrieben. Es muss einfach einen Himmel geben, gibt es die menschliche Hölle doch schon. Jesus lädt uns ein mit ihm zu wandern. Er achtet unseren Widerstand. Jeder darf selbst entscheiden wie der Weg zurück in Gottes Frieden vor sich geht. Jesus schaut freundlich auf uns mit allen Widerständen und Wendungen. Alles darf so sein wie es ist. Erwärme dein Herz für das Versehrte und Verletzte in dir! Lehne dich zurück in dein Vertrauen und falle in dein Inneres.

Begib dich zu Gott mit allem was du festhältst. Oh Gott ich bereue mein ganzes Leben. Ich fühle mich so dunkel, schmutzig und sündig an. Oh komm du Geist der Wahrheit und kehre bei mir ein. Wenn Gedanken mir nie mehr zur Verfügung stehen, bin ich damit einverstanden. Leben und Sterben bezeugen. Die Sterbestunde wird ein Hochzeitsfest. Ich möchte einfach nur Gottes Schöpfung sein. Ich gebe alles in die Hand der göttlichen Energie. Der Raum der Lobpreisung Gottes ist mein tiefster Sehnsuchtsort. Ich bin bereit für das ewige Leben. Gottvater danke für alles.

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Die die im Dunklen schreibt …

segnet den nächsten Atemzug …

begleitet das Wunder in sich …

kapituliert und fordert doch alles …

Mein Körper und meine Psyche sind krank. Es ist eine Hinrichtung auf Raten und gleichzeitig repariert der Organismus sich ununterbrochen. Mein Schmerz zwingt mich Dinge zu verändern und immer wieder heimzukommen in den Selbstkontakt. Nichts was ich mir wünsche wird real, wenn ich nicht alles für die Gesundung meines Körpers tue. Gleichzeitig brauche ich ein Wunder, um irgendwann einmal meinen Körper und meine Gedanken nicht mehr als prolongierte Folter zu erfahren.

Da krankt etwas in meinem System. Vieles hat mit meiner Unzufriedenheit zu tun. Wut auf das Leben verbittert die innere Beziehung zu mir selbst. Sind meine Krankheiten kleine Selbstmorde und Ausdruck einer unterschwelligen Todessehnsucht? Oder wird der Stecker gezogen, damit ich meinen Ballast zurücklasse und die Veränderung möglich wird, die mich in die Freiheit führt?

Es ist vielleicht ein gutes Zeichen, wenn ich krank bin, falls die Alternative wäre mich selbst zu zwingen etwas auszuhalten, was schlecht für mich und andere ist. Es gibt nichts Gutes im Schlechten und kein richtiges Leben im Falschen. Ich bin bereit, das mir der Dreck um die Ohren fliegt, der mich benebelt hat. Ich bin gegen das krank Sein und tue es trotzdem aus Liebe zur Wahrhaftigkeit. Ich brauche die destruktiven Energien nicht bekämpfen, sondern nur in Wahrhaftigkeit auf das Licht ausgerichtet sein. Wahrnehmung bedeutet etwas für wahr zu nehmen. Welcher Wahrnehmung kann ich den nur trauen?

Ehrlichkeit bedeutet oft auch bittere Wahrheit. In den Tiefen schürfen und der Verzweiflung folgen. Meine Trauer findet mich. Trauer ist die Reaktion der Liebe. Prolongierte Trauer ist oft eine Trauerbeziehungsstörung. Die Trauer durch das Weinen nach außen treten lassen. Jede Träne eine Perle der Liebe. Durch das Leiden komme ich immer tiefer bei mir an. Es ist unfassbar leidvoll nicht glauben und vertrauen zu können.

Die Enge ist da und wird gesehen. Alles was damit einhergeht aufsteigen lassen und mir zumuten. Gefühle fühlen entwickelt das Zustimmen lernen und sich klar mitbekommen. Je mehr ich mich spüre, umso mehr habe ich meine Existenz angenommen. Mich in meiner inneren Existenz sicher fühlen scheint wie ein ferner Traum. Anerkennen und annehmen der Not des Verlassenseins, zurückgewiesen Fühlens, in Isolation verhaftet Seins. Das erfahren des getrennt Seins letztlich von Gott mit den Qualen des „mein Gott warum hast du mich verlassen“ als Ausdruck des Lebensgefühls und Anerkennung des momentanen Körpergefühls. Das eigene Nervensystem will kollabieren dürfen. Bei intensiven Schmerzen und Kontrollverlust kann etwas Neues entstehen.

Mein Herz offen halten für die innere Wahrheit. Für die offenen Fragen im Herzen und immer tiefer in die eigene Wahrnehmung hinein entspannen. Ruhe und Raum für das traurige Kind in mir lässt mich angekommen am tiefsten und wahrhaftigsten Punkt des Lebens. (Innere) Kinder sind nah dran an sich und an der Wahrheit. Meine inneren Kinder suchen im Dunklen der Nacht die Sonne. Den Fluchtmechanismen nicht folgen, hinspüren trotz der Spaltungen und die tiefe Not fühlen. Dableiben wo die Seele rausgegangen ist aus dem Körper. In den Gefühlen sein offenbart alle Geheimnisse des Menschseins. Alles Verdrängte will gefühlt, gespürt und gesehen werden. Das Herz ist meine Identität und Bezugspunkt (nicht die Gefühle) voller enormer Schmerzen und strahlender Liebe. In der tiefsten Not bringt das Herz die bedingungslose Liebe hervor.

Alles was ich tue ist ein Platzhalter für Liebe. Ich beginne und ende immer wieder ganz in der Liebe sein zu wollen. Die Erweckung der Liebe macht nur Sinn, wenn sie ohne jeden Zwang ganz freiwillig ist. Freiwilliges Lieben braucht die Möglichkeit der Verweigerung. Ich kann beides Wahrnehmen die Liebe und die Verweigerung. Die Seite der Liebe wendet keine Gewalt an, jene der Verweigerung ist bewaffnet und mit Macht ausgestattet. Es ist möglich die Verweigerung mit und als Liebe zu beantworten. Die Verweigerung der Liebe richtet sich nach außen und nach innen und aus ihr entsteht das Böse (Kränkung, Unterdrückung, Lebensfeindlichkeit, Zerstörung, Gewalt, Selbsttötung). Das Böse ist der Preis für die Liebe. Und kein Preis ist für die Liebe zu hoch.

Es geht bei Liebe nicht um lieb sein! Liebe ist, wenn ich und mein Gegenüber mit allem da sein darf. Echte Liebe ist ohne Bindungen, Erwartungen und Verpflichtungen. Unsere Schmerzen und Verwirrungen sind heilige Informationen, die warten ausgepackt zu werden. Mein Schmerz wird von Liebe gespeist und führt zurück zur Quelle. Der Kelch kann nicht an mir vorüber gehen. Es braucht eine nackte Konfrontation und letztlich ein mit allem in mir in Kontakt sein. Annehmen und fühlen ist der Keim der Heilung inklusive aller Ehrenrunden im Schlechtgehen.

Da ist so viel Leid in dieser Welt, weil wir uns eingeschlossen haben und nicht glauben. Warum kann ich nicht glauben (getragen, geliebt, sicher zu sein)? Diese Frage in mir ergebnisoffen forschend im Herzen halten. Wenn menschlich gesehen nichts mehr geht, alles hoffnungslos erscheint, bleibt nur mehr die Zuflucht in Gott zu suchen. Alles Gebrochene, Kranke, Verweigerte, Mangelhafte breite ich auf meinen Bettlacken vor dir Jesus aus. Hier bin ich ein Seelenraum von Unwürde voller Verwerfungen und Wundnähte. Verletztheit und Schmerz leben neben Zartheit und Schönheit. Karges kostbares Leben dir Jesus zu Ehren weiter gelebt. Ich zapple unter deinem liebevollen Mantel. Mich aufgeben kenne ich gut und verwechsle es mit Hingabe.

Da ist ein Teil in mir der sterben will. Den ganz rein lassen, da bei mir halten. Der Teil der mich töten will ist ein Aspekt des inneren Kritikers und programmiert von jenen die mich missbraucht haben. Direkt daneben ist das Opferselbst, das so sehr gerettet werden will. Die Rettungslosigkeit bejahen, die Unerfüllbarkeit der Sehnsucht im Körper spüren und den unermesslichen Schmerz völlig zulassen wie er in Wellen hochsteigt; wenn ich Angst habe und damit wirklich leben kann; wenn ich dem Tod in jedem Moment zustimme und damit frei bin. Bemerke ich, dass ich viel mehr unter Menschen zum Dasein eingeladen bin, wenn der Tod mit eingeladen ist.

Leben ist ein unsicherer, komplexer, offener Prozess. Es geht darum sich selbst zu finden und in sich zu gründen. Dann kann alles wegbrechen und ich bin dennoch voll präsent da mit allen körperlichen, emotionalen, intellektuellen und spirituellen Prozessen. Wenn die eigene Hütte bis zu den Grundmauern niederbrennt, so ist das vielleicht das Rauchsignal, das die göttliche Gnade herabruft.

Wenn du alles sein lässt, kommt das Sein zu dir.

Pures Dasein im reinen Herzen.

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Spiritueller Tod und menschliches Leben

Jeder Wahrheitssucher muss offen sein. Nur wenn du offen bist lässt du jede Möglichkeit zu. Und wenn du jede Möglichkeit zulässt, kann sich dir das Wahre zeigen. Offenheit ist eine Grundvoraussetzung. Wenn du offen bist und preis gibst was dich bedrückt, ist das nie beliebig. Niemand der ehrlich ist hat ein beliebiges Problem.

Bin ich bereit mich ganz zu öffnen für das Unvorhersehbare – und damit für das Leben wie es sich zeigt? Wie viel kann ich umarmen? In der Welt sein mit reichlich Angst vor Vernichtung, Auslöschung, Auslieferung und Willkür. Wo die Knie schlottern da geht es lang. Der schrecklichste Drache hütet das Wertvollste. Wer in den Abgrund hinabsteigt findet die Schätze des Lebens. Ich spüre eine Grundanspannung, eine Angst in den Zellen vorm Leben, festgehaltene Angst, zelluläre Angst die nicht und nicht gehen will. Völlige Hingabe schaffe ich noch nicht, ich spüre die Grenzen des ertragen Könnens an Freiwilligkeit, Willkür, Unsicherheit und Offenbleiben. An der Grenze der Angstenergie zustimmen und die Angst freiwillig erfahren. Erleichterung und leichte feine Traurigkeit, die nicht in die Tiefe, sondern ins Herz führt.

Vor mir selbst immer wahrhaftiger werden. Sehnsucht – Verletzlichkeit – Aufrichtigkeit – Entbildung! Bewertung (Ab- wie Aufwertung) passiert, wenn der absolute Wert (ich bin) in einen relativen Wert verwandelt wird. Ich vertraue darauf, dass die Wahrheit erscheint. Die Negativität erkennen und zugeben. Loslassen ohne Erwartungen und Hoffnungen. Dem inneren Zerfall zustimmen. Ich schneide mich ab von der Intensität des Lebens. Und (durch Medikamente) kappe (ich) das Feedback des Körpers aus meiner Wahrnehmung. Wie kann ich mir direkt begegnen ohne zerstört zu werden? Schuldwellen und Selbstbestrafung in Form von Krankheit, Opferdasein, Widerstand gegen die Intensitäten des Lebens berühren mich. Überhöhung im Sinne von „ich wähle meine Pein“ aus Angst vor dem realen unkontrollierbaren Schmerz die ein herzoffenes Leben in unserer Gattung bereitstellt. Die Angst bricht mit ungeahnter Wucht aus meinen Zellen, pure Lebensenergie wird mit Gewalt frei. An so vielen Stellen agiere ich angstgeleitet und treffe angstbasierte Entscheidungen, eine automatische Dominanz der Angst. Kontrolle hat sich in und um mich gegen Lebendigkeit gerichtet. Die Enge spüren, anhalten und mein verloren Sein bemerken, atmen und das Herz fühlen. An die Orte der Nichtliebe in mir gehen und die dortigen Energien und Gefühle befreien.

Ich bin bereit das identitätsbildende Opferdasein loszulassen. Was habe ich zu verlieren? Alles, die Welt so wie sie für mich ist. Ich bin dann so verloren, alle normal existierenden Grenzen sind verletzt und durch Terror ersetzt. Meine Identität fehlt, pure Not prozessiert und ich verliere alles. Es steht an jede Energetik und alle Gefühle fortwährend zu tragen und die Seele zu verkörpern, um aus der Seelendepression herauszuwachsen. Gefühle fühlen, Körperempfindungen als Führungselement der Schöpfung, schauen auf die Muster/(Überlebens-)Programme und ihre Mechanismen und Funktion erkennen, Entscheidungen treffen und ihnen treu bleiben, die Aufmerksamkeit auf Jesus ausrichten – sein Allmacht anerkennend die Barmherzigkeit die er in die Welt gebracht hat -, die echte Not vor ihn auf den Altar legen und voll bewusst abgeben, mehr braucht es eigentlich nicht. Darf und kann ich es für möglich halten, dass ich nicht immer mit all den Nöten leben muss?

Es braucht die Bereitschaft die Not der Situation wirklich zu fühlen und nicht in eine Bewertung zu gehen. Die echte Not liegt hinter/unter den Programmen und Prozessen, da wo die Überlebensmechanismen stoppen zeigt sich der wahre Abgrund. Die eigenen Zwänge ermöglichen die darunter liegenden Ängste nicht fühlen zu müssen. Programme sind Prozesse, die von der echten Not ablenken und sie verschleiern. Die inneren Dramen dürfen laufen, es reicht ihnen nicht mehr zu folgen. Es ist essentiell die Muster nicht zu vermeiden, sondern sie zu erkennen, bekennen und stückweise loszulassen. Die Not ist immer da. Wenn wir anhalten, das weglaufen und ablenken unterlassen und stehen bleiben zeigt sie sich. Deutlich und klar, weil nichts so laut und erlösend ist wie die Wahrheit, wenn sie endlich ans Licht kommt. Der jetzige Moment ist unvermeidlich. Immerzu zerschlagen sich Illusionen und eröffnen sich Möglichkeiten. Mehr und mehr erlerne ich die echte Not von den Dramen der Prozesse zu unterscheiden. Die bodenlose kindliche Bedürftigkeit da sein lassen, anerkennen, fühlen und bei meiner Not bleiben ohne sie zu sein. Als Erwachsene kann ich unerfüllbare Bedürfnisse fühlen und erfüllbaren Bedarf in Kontakt möglicherweise in Erfüllung bringen.

Versuche das Heilige in meine Animalität zu bringen. Wie kann ich erfahren was es heißt jetzt auf der Erde Liebe zu leben? Wo kann ich tiefen Kontakt, Vertrauen und wohlwollende Zuwendung erfahren? Wahrheit und Vertrauen zwischen mir als Frau und dir als Mann leben. Wahrheit in Beziehungen mit Anteilnahme! Mir und dir ohne Absicht begegnen, mich mit Ansprüchen zeigen und sie offen legen, zweckfrei zusammenkommen und wahrnehmen was ich im Sein empfinde. Wenn der Zweck der Beziehung und damit die Bindung wegfällt, dann kann Beziehung heilen und heilsam sein.

Die komplette Struktur fallen lassen ist die Chance und das Geschenk. Es löst sich alles, weil es da sein darf. Jeder Zustand löst sich irgendwann. Mein sexueller Nachholbedarf mit Begegnung ohne Lüge, erlösen meines Eros, Gemeinschaft mit mutiger Wahrhaftigkeit, einander erkennend in der Qualität des Zusammenkommens und seien in einem Heilfeld in dem meine gequälte Seele Herzkraft entwickeln kann und ich immanent in Gott leben. Du Gott als immanenter Baustein in allem was lebt bitte hilf mir und durchdringe mich. Hilf mir neue Möglichkeiten im Heil schwingend zu empfangen. Höhere Mächte aller Sphären bitte heilt mein Herz, die Konflikte, den Körper und die Seele auf das Frieden und Liebe mich lebt. Möge mir Jesus geben und nehmen was er für richtig hält. Ich bin bereit für immer mein Kreuz zu tragen – Jesus zu ehren.

Es ist ein Geschenk beten zu dürfen. Liebesfähigkeit die auf meiner Unwürdigkeit gegründet ist erfahre ich als Gnade. Gnade bedeutet, dass es nicht von meiner Würdigkeit abhängt. Ich fühle meine Unwürdigkeit und die Entspannung in dieses Unwürdigsein hinein. Ich kann nichts tun, die Suche nach einem Ausweg endet, auch kein Anderer kann etwas tun. Nichts kann für oder gegen Gnade getan werden. Es wird etwas von mir genommen, wann und wie lange ist ungewiss, nur das es geschehen ist und geschehen wird.

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Was hat die Welt wie ich sie erlebe mit mir zu tun?

Alles, die Welt ist mein Spiegel. Sie zieht sich im Moment zurück und läuft ruhiger. Auch ich lerne mir die Ruhe zu geben den ich brauche. Immer wieder jetzt gebe ich mir Raum so gut ich es vermag. Endliche liege ich mir am und im Herzen. Mich da abholen wo ich bin inklusive der unverbundenen Aspekten und den Seiten die mit Gott und der Welt hadern. Die verbotenen, verwaisten Seiten in mir heiße ich wieder willkommen. Mit den Prozessen mitgehen mit allen auch mit den Widerständen und dem nicht Wollen. Den Widerstand ganz da sein lassen und damit bleiben. Mit dem was ich mir am meisten wünsche bin ich in Wahrheit im größten Widerstand. Es war und ist sehr wertvoll durch andere damit in mir konfrontiert zu sein. Flüchten ist mein Lebensinhalt, wenn nicht äußerlich, dann innerlich (kontrahieren, taub sein oder ganz nervös wo das ganze Nervensystem flirrt und äußerlich alles ruhig erstarrt angepasst ist) oder gleich raus aus dem Körper gehen. Mit der Angst da sein und unter Menschen sein ist gerade dran bei mir. Angst verhindert das Leben (nicht den Tod).

Da ist Angst und ein Teil der die Angst nicht haben will und in diesem Spannungsbogen bin ich. Ich habe reichlich Angst davor die Kontrolle über mich zu verlieren. Alle möglichen Ängste in Beziehungen genauso wie davor alleine nicht mehr klarzukommen. Die Angst fühle ich am schwersten, obwohl viel davon da ist. Auf meinem bewussten Fühlweg der letzten Jahre ist die Trauer, Schmerz, Wut, Ohnmacht klar zugänglich und meist unmittelbar präsent. Die Angst habe ich tief versteckt, vergraben, übergehe sie, verliere mich woanders. Jetzt gibt es kein mich aus der Misere rausholen, auch weil ich erfahre wie die Lösung Teil des Problems ist. Das Leiden entsteht dadurch, dass ich das Symptom nicht haben will. Mit den Symptomen da sein. Die Ohnmacht geht ins Unermessliche. Halt gibt mir nur die Gewissheit, dass ich so nicht weitermachen will wie zuvor. Es geht darum nicht mehr nur isoliert die Gefangene meiner Programme zu sein.

Die Scheuklappen kommen von der Angst. Eine Situation ist nur dann bedrohlich, wenn die Gedanken über die Situation bedrohlich sind. Alle meine Widerstände entstehen aus dem Widerstand zu dem wie es jetzt ist. Wenn ich bereit bin in jedes Gefühle und jede Energetik hineinzusterben, fallen alle Wünsche weg. Mein Nervensystem ist dafür gemacht durch die Todesangst zu gehen. Leben ist sterben üben. Alles sein lassen wie es ist. Nicht nichts tun, sondern nicht tun im Sinne von ganz präsent sein. Akzeptanz meines Naturells, meines geworden Seins, meiner Möglichkeiten. Sehen was ist und Barmherzigkeit mit mir selbst. Selbstgnade! Es könnte sein, dass Gnade immer präsent ist und heilende Prozesse immerzu in meinem Körper stattfinden. Was wäre wenn das Leben gut, weise und schön ist? Kann sich mir das offenbaren? Wie möchte ich wahrnehmen? Was will ich erleben und bin ich bereit dafür?

Ja sie hat mich ganz die dunkle Nacht der Seele und wir werden Freunde. An den dunklen tiefen Orten in mir schlagen zarte Funken ein Licht. Angesichts der Verspannungen hinabsinken ins Unbewusste und es erfahren. Es geht um das bewusst(er) Werden warum es mir wie geht. Mich angesichts der Anspannung entspannen und lernen, so dass Anstrengung nicht automatisch mit Kontrolle verbunden ist. Einlassen und hingeben an die Erfahrungen. Zustimmen, erfahren und aufgeben ist der Bewusstwerdungsprozess hinein in die Glaubensfähigkeit.

Ich hab den Glauben an meine Schöpferkraft verloren. Mein Unterbewusstsein stellt mir fast keine Energie zur Verfügung. So wie ich bin, bin ich oft unerträglich. Die ganze Bedürftigkeit, all das was nie entstehen und wachsen durfte klopft mich durch. Die Selbstwahrnehmung zu viel Negatives und zu wenig Positives zu sein, meine gefühlte Machtlosigkeit und Nichtigkeit halten mich immer wieder davon ab in Kontakt zu gehen. Wie kann ich die Strukturen, in denen ich gefangen bin, loslassen? Wie kann ich Verhaftungen in der Tiefe nachhaltig lösen? Ist es möglich die Räume die ich beschreite auszuwählen und eine entsprechende Empfängerfrequenz auszustrahlen? Ist es auch eine Entscheidung wie ich wahrnehmen möchte?

Ich bin am heilen und übernehme die Verantwortung dafür Heilsames in mein Leben zu lassen, Widerstände, Ängste, Verdrängtes, Quälendes, Abgelehntes, Unruhiges in mir da sein zu lassen mitsamt der Überforderung und dem Kontrollverlust. Ich bin da, um den Schmerz zu fühlen den ich mir ausgesucht habe. Jeder Schmerz ist auch ohne Auslöser in mir. Ich verletze nicht, meine Wahrheit tut weh. Das Ausmaß von meinem Leiden entspricht der Menge an fehlender abwesender Liebe. Mein gespürtes Leid würdigen und die fehlende Mutterliebe ganz zu mir lassen und bejahen. Die Liebe scheint so weit weg zu sein und ihr Erfahren in mir so abhängig von anderen Menschen.

Die Gewalt kommt aus dem Inneren aus der enttäuschten, zurückgewiesenen, fehlenden Liebe. Die Sehnsucht ertränkt mich in fließendem Erleben des lieben Wollens. In jeder Körperzelle steckt Verwundung. Meine Haut ist der Seismograph für die tieferen nichtsprachlichen traumatischen Beziehungserfahrungen und damit einhergehenden unbewussten Anliegen. Immer wieder Heilungsantworten auf meine Hautnot finden und scheitern. Wund sein, offen sein, flirrendes Nervensystem, verzweifelt versuchen die Kontrolle zu behalten im Umgang mit mir selbst. Nicht mehr wollen und und nicht mehr können fühlen. Meine Haut ist ein Zeitzeuge meiner Beziehungsverletzungen und reagiert unmittelbar, rätselhaft, unkontrolliert. Der Schmerz der Welt konzentriert sich in mir durch Krankheit, Zerfall und Zerstörung. Was ist geschehen, dass all das in meine Leben kommen musste? Ich bin für alle anderen krank. Der ganze Wahnsinn kommt aus meinem Inneren, ich bin liebeskrank und eine gequälte Seele.

Kämpfe ich womöglich gerade um meine Heilung? Jedes recht haben wollen loslassen und anvertrauen an Gott. Es geht nicht ums denken oder umdenken; es geht ums spüren und fühlen. Sehenden Auges dem Unrecht zustimmen und bewusst für die Liebe entscheiden. Schmerz ist Energie die aufsteigen, fließen und angenommen werden will. Krankheit ist keine Privatsache. Die Krankheit wächst im Dunklen der Geheimnisse und stirbt im Licht der Enthüllungen. Leben im globalen Irrtum. Mich darin erkennen tut sehr weh, quälender Liebeskummer. Die ganze Welt leidet an Liebeskummer.

Erst die Bewertung macht jede Sache so schlimm. Mir selbst einen bewertungsfreien Raum erschaffen und gestalten. Mehr zustimmen können. Mich so fehlbar wie ich bin hingeben. Lauschen und spüren ohne Erwartungen. Der Körper ist richtig, er drückt meine Not, all das Verdrängte, die frühkindlichen Verletzungen aus. Meinen Körper als richtig zu spüren und zu fühlen verwandelt mich. Schmerz und Widerstand erlebe ich als Leid. Schmerz mit Freiwilligkeit offenbart mir die Gnade. Ich bin dann der Mensch der in dem Moment fühlen kann was da ist. Alles was da ist. Das ist Ganzsein und hier fallen Stärke(n) und Schwäche(n) in Eins zusammen. Hier erfahre ich Stärke im ganz schwach sein.

Wir sind ein Bewusstsein, das Erfahrungen machen möchte. Oft gehört nie ganz erfasst. Klar bekomme ich nur, dass alles was in meinem Bewusstsein auftaucht mein Leben ist. Bewusstsein beginnt wo die Kontrolle abgegeben und Ehrfurcht zur Schöpfung erlebt wird. Wir müssen unser Potenzial erblicken, um Leidenschaft zu entwickeln. Hineinwachsen in den inneren Anspruch mit Phantasie und lauschen auf die Herzenswünsche. Mich für die kleinen Schritte würdigen, die Fehler verzeihen, einen liebevollen Entwicklungsraum für mich kreieren und dankbar sein für meine Nöte, Widerstände und Schmerzen, weil sie mir helfen bewusst und mehr liebesfähig und liebenswürdig zu werden und zu sein.

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