Traumaheilung

Traumaheilung – Brückenbau zum Selbst – das Herz bricht auf und nicht zusammen

An dieser Stelle gebe ich Einblicke in die Versuche zu heilen, um eine Orientierung zu geben was ich als wirksam erfahren habe und wo Energie, Zeit und Geld verschwendet wurde. Zu Beginn gibt es eine knappe begriffliche Einführung worum sich Traumatisierungen drehen. Dann teile ich kurz die Sackgassen am Heilungsweg, um anschließend den wirklich hilfreichen Routen viel Raum einzuräumen. Hier finden sich Möglichkeiten die jedem sofort zugänglich sind und angewandt Veränderungen bewirken. Am Ende fließen noch ein paar Zeilen in die Richtung der Spiritualität und ich erlaube mir eine Utopie in Form einer Fusion der beiden mir wichtigsten Lebensinhalte: Traumaheilung und Transzendenz.

Trauma wird erfahren, wenn die Bewältigungsmechanismen nicht ausreichen. Trauma meint eine (oder mehrere) Verletzung(en), die den Verlust des Vertrauens und der Verbindung zu mir, zu anderen Menschen, zur Erde, zur Natur, zur Liebe, zu Gott bewirken und diese Trennung bewirkt Isolation, Anspannung, Unsicherheit, Depression, Ängste, Energielosigkeit, Süchte, Schmerzen, Gewalt, Zerstörung und vieles mehr. Die Lebensbewegung hat mir neun von zehn möglichen Kategorien an Traumatisierungen nach ICD-10 zugemutet und nach langer Zeit der Verdrängung (durch zu viel Sport, Nichtessen, Lernen, Arbeiten, Reisen, Weiterbilden, Tun, anderen helfen) habe ich 2011 begonnen mich mit dem inneren Wahnsinn auseinanderzusetzen und die unzähligen abgetrennten unintegrierten Erfahrungen mir wieder anzueignen.

Als Schocktrauma definiert man ein einzelnes abgegrenztes Ereignis, das meist auch gut im Gedächtnis geblieben ist. Ein Entwicklungstrauma hat meist vollkommen andere Auswirkungen auf die Person und wird auch anders definiert: Ein Entwicklungstrauma ist meist hoher Stress, der über längere Zeit anhält und oftmals damit verbunden ist, sich nirgendwo sicher zu fühlen. Dies führt zu weitaus gravierenderen Folgen, da Kinder unter solchen Umständen kaum die Möglichkeit haben sich „normal“ zu entwickeln. Ein Entwicklungstrauma greift meist sehr viel tiefer in die Persönlichkeitsstruktur und –entwicklung ein, als ein Schocktrauma es tut. Diese Unterscheidungen zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma sind enorm wichtig für die Wahl einer passenden Therapie, da die Themen und Auswirkungen auf die Person sehr unterschiedlich sind.

Eine Traumatisierung, egal ob Schocktrauma oder Entwicklungstrauma, reißt die eigenen Grenzen ein. Es war zu viel und nicht mehr regulierbar. Die Welt rollt über mich hinweg! Das bedeutet, dass ein Gefühl von „Entgrenzung“ entstanden ist (manchmal auch eine „Vermauerung“, doch das ist einfach die andere Seite der Medaille). Eindrücke, Ereignisse und die Gefühle von Menschen scheinen dann quasi in dich „hineinzufallen“. Dies kann mal stärker und mal schwächer sein, je nach Tagesform. Das Gefühl ist jedoch, sich nicht vor den Eindrücken des Lebens schützen zu können – und das ist ein sehr anstrengender und unangenehmer Zustand. Wir sind überall und nirgends, das Feld ist so weit, dass alles wahrgenommen wird. Der eigene Raum wird nicht wirklich gefühlt und auch kaum verteidigt. Ich weiß ich kann meinen Raum nicht verteidigen und deshalb mache ich mich eng und grenze mich über die Maße ab. Eindrücke kann ich nicht wirklich abgrenzen, nur noch abschotten und mich (in mir) zurückziehen „hilft“. Sprich das Vermauern ist die Kehrseite der Überflutung.

Wenn dich nur interessiert was wirklich wirkt überspringe den nächsten Absatz. Was nicht wirkt ist Gesprächstherapie. Es ist Vogelgezwitscher, mein Vogel spricht mit einem anderen Vogel, eine reine mentale sinnlose Angelegenheit. Zu verstehen warum etwas geschieht oder geschehen ist hat noch nie etwas geheilt. Diese Erkenntnis habe ich erst nach drei  Jahren eingesehen. Was hilfreiche Bausteine aber noch nicht als grundsätzlich heilsam erfahren wurde sind: Neues Familienstellen (nach Hellinger), identitätsbasierte Aufstellungen (Anliegensatzmethode nach Franz Ruppert), innere Kind Arbeit (nach Robert Betz und Susanne Hühn), Körperarbeit nach Grinberg, Schattenarbeit im Sinne der Gestalttherapie, EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und Brainspotting – diese heben eingefrorene Traumaknoten im Gehirn ins Bewusstsein und machen somit eine bewusste Bearbeitung möglich, das kann bei Schocktrauma eine gute Lösung sein, bei Entwicklungstrauma sind es Tropfen auf den heißen Stein.

Nun zu den Heilungskräften, die es lohnen einbezogen zu werden, um die eigene abgetrennten eingefrorenen Traumata aufzutauen. Als erstes geht es darum die Erstarrung immer öfter zu durchbrechen und aus der Dissoziation rauszukommen. Das bedeutet körperlich in Bewegung zu kommen durch Schütteln, Tanzen (Tanz aus dem Trauma nach Romana Tripolt ist ein Segen), TRE (Tension and Trauma Releasing Exercises nach David Berceli) am besten in der Gruppe praktiziert und emotionale Körperarbeit im Sinne des Schmelzatems (nach Christian Meyer). Hier geht es um das in Kontakt mit dem Körper bleiben, wenn es in die unangenehmen Bereiche, an die Grenze der abgetrennten Aspekte und die inneren Widerstände gegen die Erfahrung der Verwundungen geht. Weiter rhythmisch atmen und die Erdung beibehalten oder wieder herstellen. Egal was da ist, es geht darum im Spüren des Körpers zu bleiben und nicht (in feinstoffliche Ebenen) abzuhauen.

Die ersten Schritte sind Körperarbeit und die Regulation des Nervensystems (ab jetzt NS abgekürzt). Im Traumawirbel (Bildersog, damalige Energien vereinnahmen uns) auf keinen Fall drinnen bleiben, sich ablenken, rausgehen, orientieren, bewegen. Retraumatisierung geschieht, wenn erfahren wird: Das was damals fehlte, fehlt jetzt wieder. Grenzen sind ein ungeheuer wichtiges Thema für alle Menschen und noch bedeutsamer für Menschen, die Trauma erlebt haben. Nur wenn wir unsere Grenzen spüren und uns letztlich auch wieder verteidigen können, werden wir uns wieder sicher in unserem Körper fühlen. Echter Kontakt ist nur möglich, wenn ich mich in mir fühle, verkörpert mich spürend erfahre.

Das meint auch sich innerlich von allen Stimmen abzugrenzen, die nicht die eigenen sind. Ich habe ein inneres Maschinengewehr installiert, das jeden mich selbst in meinem Sosein abwertenden, beschämenden, erniedrigenden, beschuldigenden Gedanken abschießt, alle (Täter-)Introjekte werden abgewiesen. Da entsteht eine herrliche Lücke, wenn die negativen Gedanken einfach gestoppt werden und nichts mehr da ist. Wir müssen alles auskotzen, was uns zurückhält, was uns überlagert, was uns verstopft und verunreinigt, was uns abhält uns selbst als einzigartige energetische Erscheinung in Zeit und Raum wahrzunehmen und direkt zu erleben – eine Erscheinung, die allein dazu da ist, da zu sein.

Nun zur Regulation des NS und damit zur Polyvogaltheorie (von Stephen W. Porges). Die ist umfangreich und hier kommt eine sehr verkürzte Darstellung der Zustände unseres NS:

  • Dorsaler Vagus: Ältester Teil aktiviert bei Lebensgefahr, aktivierter Parasympathikus, sorgt für Immobilisierung/Erstarrung sowie Kollaps/Blackout, wirkt über das Opioidesystem und ermöglicht schmerzarmes Sterben, ein Zustand der toten Stille, wie ein unbezogenes Haus leer und sicher, alles unterhalb vom Zwerchfell wird von ihm autonom reguliert.
  • Sympathikus: Kam in Evolution als nächstes, aktiviert/mobilisiert bei Gefahr und Bedrohung für Kampf und Flucht, sprich viel Energie ist verfügbar und drängt nach draußen.
  • Mischtyp aus Sympathikus und dorsalen Vagus: Hohe feststeckend Aktivierung (Gas und Bremse bis zum Zusammenbruch des Systems) beim Andauern kommen Kollaps und Burnout.
  • Ventraler Vagus: Der jüngste Teil, aktiviert beim Gefühl sicher und verbunden zu sein, Ausschüttung von Bindungshormonen (Oxytocin), ermöglicht sozial zugewandte Interaktion, alles oberhalb vom Zwerchfell wird von ihm autonom reguliert.
  • Mischtyp aus ventralem Vagus und Sympathikus sind beim Spielen, Mannschaftssport im Sinne von Wettkampf ohne Angst, lustvollen Aktivität sowie flow Zuständen aktiv.
  • Mischtyp aus ventralem und dorsalen Vagus: Lebendige Ruhe, tiefe Ehrfurcht/Erhabenheit (Sternenhimmel, Gipfelerfahrungen), Kuscheln, Intimität, Sexualität vor allem nach dem Höhepunkt.

Zur Selbsterforschung und Selbsthilfe ist eine sehr lohnende Frage: „In welchem Zustand meines NS bin ich gerade?“. Das Wahrnehmen und Wissen über den Zustand ermöglicht die Regulation. Erst erkennen und dann bei Bedarf regulieren. Die Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Interpretationsfähigkeit sind abhängig vom Zustand des NS! Rhythmus ist das was uns im Leben im Tritt hält. Die Abfolge von Zuständen und Regulationsfähigkeit im Körper sind entscheidend für die Lebendigkeit. Ein Gleichgewichtsbereich ist im Alltag wertvoll und es ist wichtig sich auch raus zubewegen. Wer sich immer nur in der Balancezone aufhält, kommt nicht in die Tiefe. Sprich sich raus lenken lassen, zulassen verletzt zu werden und dafür sorgen, dass ich mit meinen eigenen Ressourcen und der Unterstützung anderer Menschen wieder in den Balancebereich komme. Sammle und forsche in deinem Leben was dir Sicherheit gibt, wann du dich sicher fühlst und sorge für dein Sicherheitsgefühl.

Angst ist das Ergebnis von Zurückhaltung. Und das erschafft innere Widerstände und festgehaltene Energien. Solange wir uns für materielle Wesen halten, die in einer feindlichen Umgebung leben und sich durch Abgrenzung, Zurückhaltung, Kontrolle und Manipulation vor sich selbst und anderen schützen müssen, berauben wir uns des lebendigen Energieflusses in und durch uns. Wir berauben uns der direkten Verbindung zu uns selbst und allem, was uns begegnet. 

Damit komme ich zur wichtigen Stärkung des ventralen Vagus. Es lohnt regelmäßig den ventralen Vagus trainieren, um bei Bedarf den Sympathikus mit der Vagusbremse beruhigen zu können. Das Ziel ist ein ausbalanciertes und flexibles Nervensystem, wo ich nicht in einem Zustand festgefahren bin. Von gewohnten/automatischen Handlungs- und Verhaltensimpuls zurücktreten und Neues probieren! Möglichst vielfältige Regulierungsmöglichkeiten etablieren und sich regelmäßig fragen „was brauche ich jetzt?“. Die vorhandenen Ressourcen einbeziehen und neue ausbilden! Ein paar Möglichkeiten führe ich an dieser Stelle an: Körper spüren in Kontakt (Rücken an Rücken, Hände halten …), Singen/summen/brummen/tönen/gurgeln/seufzen, Atemarbeit, Gähnen, Augenkontakt mit Atemfluss wahrnehmen, sich bemerkbar machen und um Coregulation bitten, Halt vom Boden/Menschen, im Raum orientieren, sich erden, strecken, angemessene Bewegung am besten in der Natur (Wald), spielen in jeder Form, Gefühle ausfühlen (sich zur Verfügung stellen und so lange dabei bleiben bis es von selber ausklingt).

Und dann endlich habe ich Anfang 2019 Gopal gefunden (erst online, dann persönlich) und damit zum ersten Mal Kontakt zum Neuro-affektive Beziehungsmodell (NARM) bekommen. Das Buch „Entwicklungstrauma heilen: Alte Überlebensstrategien lösen – Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken – Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM“ von Laurence Heller ist eine einzige Offenbarung, das Beste was es derzeit gibt, um Entwicklungstrauma zu erfassen. Hier beginnt endlich die wahre Heilung mit und dank Gopals Wirken. Alles dazu findest du unter https://www.traumaheilung.net/. Auf dieser Seite findest Du  kostenlose DVDs, Audioaufnahmen und Videos zu den Themen Bindungstrauma, Entwicklungstrauma und Spiritualität. Ich bin unendlich dankbar für all die Geschenke die hierin liegen!

Hier wird die fundamentale Trennung transformiert durch die ehrliche Mitteilung der Zustände (vor allem Körperempfindungen und Gefühle, weniger mentale Bewegungen und wenn dann in Form der bewussten Projektion) vollständig präsent im Moment. Was mitgeteilt wurde kann nicht mehr zur Flucht benutzt werden. Es ist eine Wahl, die ich immer wieder treffen, wenn ich es schaffe, die Wahl Verbindung vor Trennung und Sichtbarkeit vor Verstecken. Hinter dem Schmerz bin ich. Die berührbare, sichtbare Intimität mit den abgelehnten Anteilen werfen in Kontakt ein Licht auf die Illusionen und Projektionen aus denen heraus wir Traumatisierten leben. Hier wird die Trennung zu den Menschen überwunden und ein Ankommen in der Realität, wie sie jetzt wirklich ist, ohne Traumaverzerrungen möglich. Nachdem alles, was wir glauben, unsere Wirklichkeit bestimmt, weichen wir uns aus und ertragen lieber „die schwierige Welt“ draußen, ohne mitzubekommen, dass die dissonante Welt, die wir erleben eine direkte Antwort auf unsere innere Dissonanz ist. Das, was deine Augen sehen, wird im Gehirn interpretiert und nach „außen“ gesendet, um von deinen Augen gesehen zu werden. Trauma ist nicht was mir passiert ist. Es zeigt sich als etwas, das ich bisher glaubte was mir geschehen ist und aus diesem raus projizierten Glauben mir jetzt (immer wieder) passiert. Es beschreibt eine endlose Bewegung in sich selbst, aus sich selbst heraus. Und das ist, was das Leben ist. Du siehst also immer nur das, was Du bist. Daraus gibt es kein Entrinnen.

Aus diesem Grund ist die einzige Chance, die Dich zu Dir führt – der Mut, Dir selbst zu begegnen, wie Du bist. Entferne die Grenze zwischen dem, was Du fühlst und dem, was Du ausdrückst. Wenn Du einen unbändigen Drang entwickelst, Dich wirklich zu fühlen und aus diesem echten Gefühl heraus auszudrücken, ändert sich die Welt. Sie stimmt auf einmal mit Dir überein. Und dafür lohnt es sich durch die Hölle zu gehen.

Die Wertung die mein Leben bisher eingefärbt hat wird als gewählte eigene Geschichte sichtbar. Die Sichtbarkeit der versteckten Anteile kommen in Kontakt und müssen nicht mehr in Scham und Schuld weggesperrt werden, sondern können überprüft werden. Sie müssen nicht mehr reguliert und überwunden werden, sie dürfen da sein. Die unglaubliche Erleichterung sich mitteilen zu können und zu dürfen heilt uns als Kollektiv. Das neue verbunden sein entspannt den Körper, gibt dem Nervensystem Sicherheit, lässt mich in mir und dich in mir fühlbar wahrnehmen, wahrhaftige Nähe empfinden und einander coregulierend heilend erfahren. Der Raum der menschlichen Sippe, die zur Heilung drängt, der meine und alle Geschichten/Dramen/Theaterstücke beinhaltet wird in seiner ganzen Größe als tragende Kraft zugänglich. Da wo vorher Enge und Trennung war entsteht Durchlässig- und Zugänglichkeit, woraus dann Weite und Energie aus dem Verbunden sein fließt. Hier bin ich ganz inkarniert und integriert als Mensch. Hier erwacht die Person als soziales Wesen. Komplett berührbar, verbunden und präsent.

Der Heilungsweg zusammengefasst: Sicherheit entsteht nicht durch Dinge, sondern durch ausreichend viele, tiefe, langfristige menschliche Beziehungen; ein soziales Netz in dem man sich sicher eingebettet fühlt und erfährt. Kontakt bedeutet das eigene Innenleben mitzuteilen, es hat nichts mit tun/machen/ausagieren oder kontrollieren/einagieren zu tun. Alles was nicht integriert wird, muss ins Außen projiziert werden, sonst drehen wir durch. Der Heilungsweg ist raus aus der Erstarrung durch Körperbewegung, dann die Fluchtbewegung ermöglichen (es sich erlauben frei aus Situationen raus und auch wieder rein zubewegen) und sich abgrenzen lernen, als nächstes die Kampfbewegung und sich auseinandersetzen mit Konflikten leben können, und zuletzt sich in Dialog im ehrlich Mitteilen über Zustände und Bedürfnisse erfahren.

Am Ende angekommen, das ein Anfang ist, möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Text durchdrungen ist von meinen spirituellen Erfahrungen. Hier liegt mein Traum gegründet: Eine Fusion von spiritueller Prozessarbeit und Traumaheilung. Einen Raum zu erschaffen und zu halten in dem traumatisierte Menschen ihre Wahrheit der Allverbundenheit erfahren und nicht als erstarrte dissoziierte Individuen still sitzen. Die höchste Quelle der Freude liegt in der Verbindung zu anderen Menschen. Wirkliche Verbindung zu fühlen ist deshalb so erfüllend, weil wir uns darin nicht mehr als abgegrenztes Wesen empfinden. Und das ist es, was wir zutiefst ersehnen, weil wir tief verborgen in uns wissen, dass wir Grenzenlosigkeit selbst sind. Organismen an ein Nervensystem angeschlossen. Hier beginnt die Entdeckung meiner selbst. Ich entlarve alle fremden Stimmen in mir und höre auf, sie mit meiner Aufmerksamkeit zu bedienen. Ich habe Geduld mit mir und stehe bedingungslos hinter mir, egal wie ich fühle. Ich will niemand anderes mehr sein, als ich selbst. Diese Intimität zu mir selbst ist die Brücke zur wahrhaftigen Verbindung mit allem, was mir erscheint. Indem ich mich mitteile, offen und ehrlich, gebe ich mich preis. Dieses mich selbst Preisgeben, verbrennt die künstlichen Grenzen, die ich um mein Herz gezogen habe, die es schützen wollen vor vernichtendem Schmerz und es doch, in Wirklichkeit, nur von jeder zarten Berührung fernhalten. Die Öffnung beginnt in mir und setzt sich fort in Dir. Wir öffnen einander durch unsere Offenheit. Ich öffne mich mir selbst und mache damit nicht Halt vor Dir. Wenn Du Dich mir ebenso öffnest, können wir miteinander tanzen, wie noch niemals jemand miteinander getanzt hat. Wir erkennen uns selbst als der Beat, der durch den DJ in die Körper der Tanzenden strömt, die wir selbst gleichzeitig sind. Was für ein Fest! In Liebe Barbara

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