ICH BIN FÜR MEINE LIEBE…

Worte finden zu 43 Jahren…

Meine Jahre gehen mit mir, weil ich nicht egoistisch war. Sie haben mich gelehrt und ich habe sie gelebt. Mit zunehmenden Jahresringen habe ich mehr und mehr aufgehört, mich darum zu kümmern, was andere über mich meinen, und entdeckt, dass der Mensch, von dem ich die meiste Liebe und Achtung erwarte, ich selbst bin. Jede/r ist der Hüter seiner eigenen Ketten.

In den letzten vier Jahren an starb mein altes Leben immer mehr ab und es begann, mich auf die abenteuerlichste Reise meines Lebens zu schicken. Je länger ich diesen Weg nun gegangen werde, umso bewusster und klarer wird mir, wie sehr ich mich von meinem Wesenskern entfernt hatte.

Ich erkenne allerdings auch die Notwendigkeit. Ich sehe die Überlebensstrategien, die ich entwickeln musste, um irgendwie durch mein Leben zu kommen.

All das Leid war dazu da, um mich weich zu machen und zu öffnen. Es ist die Einladung ohne Pause wogegen ich mich wehre, was ich nicht fühlen, spüren, erleben will. Im mich genau mit dem verbinden, es mit Raum umfassen und mich einlassen in das was ist. Wenn das gelingt, dann ist da vielleicht Schmerz, Ohnmacht, Ekstase, Leere, Trauer, Freude, Panik ohne davor Angst zu haben, zu fliehen, zu kämpfen, zu betäuben oder Druck auf mich auszuüben. Nur Körperempfindungen, Gefühle, Emotionen, Mobilisierung, Lähmung, Lebendigkeit, Bedürfnisse, Begehren, Sehnsucht, Verlassenwerden, Gefundenwerden, weggehen, draufzugehen, still stehen in fließenden Prozessen.

Ich wurden von klein auf von mir entfernt und mit fremden Vorstellungen regelrecht gemästet. Lange Zeit dachte ich, dass das Leben eben so sei und ich keine Möglichkeit hätte, darauf Einfluss zu nehmen. Heute weiß ich, dass ich den Prozess umdrehen kann, immer jetzt zu mir schauen, in mich spüren, fühlen, beobachten, sein lassen. Ich werde nicht müde werden, den Weg zu mir und in mein Leben weiter zu erforschen und zu befrieden. Ich habe gelernt, nicht mehr das zu sein, was andere mögen, sondern das zu werden, was ich sein möchte,

Ich weiß, dass ich nicht diejenigen bei mir haben will, die meine Worte mit Gleichgültigkeit zerschneiden und meine Träume beschmutzen, sondern jene die sie wertschätzen und hören wollen (und können). Es geht mir um Anwesenheit, darum mich in allem voll und ganz erleben zu wollen mit jenen die das auch wollen.

Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass ich mich in tief authentische Menschen verliebe, in solche, die nicht lügen und wahrhaftig alles sind. Diejenigen, die von Kopf bis Fuß und ohne Vorbehalte lieben.

Jeden Tag still werden mit mir. Innerer Raum für mich, mein multidimensionales Raumsein.

Ich werde nicht alt, ich lerne mich selbst kennen. Ich versuche nicht mehr, nur kohärent und logisch zu sein. Ich weiß, dass meine Verrücktheit ein Teil meiner Seele ist und dass ich mir selbst treu bin.

Ich erinnere mich daran, dass mein Sein genügt. Ich muss nichts tun, was nicht auf ganz natürliche Weise aus mir fließt. Ich habe mittlerweile keine Angst mehr, mich zu entscheiden und meinen eigenen Kurs zu ändern.

Vor kurzer Zeit habe ich entdeckt, wer ich bin (Liebe und Geliebte), und auch wenn ich es noch nicht ganz verkörpern kann, mag ich das Funkeln in meinen Augen seit das große Lieben da ist. Ich habe mich immer wieder entschieden alles für diese Liebe zu tun, zu lassen, zu verlassen, heimzusuchen und jetzt bin ich im Prozess sie ganz zu werden. Das Lieben ist entfesselt, freigelassen so zu fließen wie es gemeint ist. Universell und ganz konkret hingegeben alles gebend und alles nehmend.

 

Alles in mir ist bereit zur absoluten Hingabe an die Lebensliebe.

Alles ist gehalten durch die Liebe. Gott ist die Liebe.

Ich bin Alchemistinsein für bedingungslose Liebe.

Ich bin für meine Liebe.

Erinnert mich, wenn ich vergesse an diese Liebe in mir selbst.