Ein guter Lehrer zeigt dir den Weg zurück in die Erfahrung

Die Kurzfassung aus Lebensfragen und Erlebensantworten:

Was gibt es in mir, das es nicht erlaubt, mich wirklich zu entspannen?

Wann gebe ich mir die Erlaubnis zum Aufhören?

Bin ich bereit ohne Anstrengung zu leben?

Was passiert, wenn die Disziplin kollabiert und ich frei bin?

Innerer Zerfall, Stress des Aufgebens, Apokalypse in mir.

Anerkennen des Scheiterns und erfahren wie mir etwas abgenommen wird.

Freier Wille ohne Aufträge und Disziplin. Dasein ohne Streben und Abwehren.

Der tiefste Veränderungsprozess ist, wenn du bemerkst, dass du nichts mehr verändern musst.

Ausführlichere Schriften zum eigenen Werden:

Was nun, wo mein Antrieb im Leben weg ist?

Lauschen und Spüren was geht in Resonanz mit mir. Entbunden vom Funktionieren und Verpflichtungen erfüllen verfeinert sich die Wahrnehmung immer mehr. Die ganze Härte voller Disziplin und mannigfaltigen Loyalitäten des getriebenen Erfüllens der inneren und äußeren Aufträge wird klar. Die Härte kommt aus einer unbewussten Ignoranz. Die Bewusstwerdung ist begleitet von viel Übelkeit, körperlichen und psychischen Leiden und Freuden, die in der neuen eigenen Spürigkeit und Selbstberührtheit auftauchen. Ein sich seiner Selbst bewusstwerden der Disziplin. Die Disziplin ist auch ein Wesen, sie will gesehen, gewürdigt werden durch meine Zuwendung. Verzeihen und auf Selbstanklage verzichten. Den eigenen Körper unterstützen statt bekämpfen.

Von der Disziplin erlöst werden. Die direkte Wahrnehmung hebt mich über diesen Prozess hinaus in den Raum des Glaubens. Da ist Wahrnehmung, Wahrhaftigkeit und direktes Mitteilen offen und transparent. Eine radikale Subjektivität und Wahrheitsfindung in der ich mich bis in den Ursprung der Quelle spüre. Je nach Wachheit bin ich wahrnehmend in allen möglichen Räumen gleichzeitig. Wesentlich ist wo der Fokus liegt und aus welchem Raum heraus ich schöpferisch bin.

Ein Teil von mir wollte immer wissen wie es wirklich ist und in diesem Wollen spürte ich nicht, dass Wahrnehmung ein schöpferischer Prozess ist. Da war (ist immer noch ab und zu) ein Glauben an irgendwelche Überzeugungen/Glaubenssätze/Geschichten, die als Glaubenssystem zusammengefasst werden kann. Das Erleben hat sehr viel mit meiner Geschichte zu tun. Im Hinschauen wie ich mich erlebe bemerke ich meine Programme. Immer wieder an meine Grenzen stoßen. Dissoziation dient als Pause von innerlich hoch erregten Zuständen. Mein Bewusstsein ist die Grenze für mein (Er-)Leben.

Es geht ums Erleben, nicht ums Erkennen. Bewegungen im mentalen Raum kommen nicht im autonomen Nervensystem an. Mit Gedanken an Fülle kann man niemals das Empfinden von Mangel auslöschen. Positive Gedanken sind schön, aber wenn das gesamte System von unten etwas Leidvolles hochschiebt, übernimmt das sofort kaum das man nicht voll in mentaler bewusster Kontrolle ist.

Im Erleben zeigt sich die Information, wenn wir hinschauen. Wir sind gerufen immer neu, zu spüren zu fühlen und zu schauen! Was ist jetzt auf der Körperebene (Energien, Spannungen, Temperatur, Kontakt, Haltung, Taubheit, Bedürfnisse, Wachheit/Müdigkeit), auf der Gefühlsebene (Ruhe/Unruhe, Stimmung, Emotionen, Wünsche, Sehnsüchte, Widerstände), auf der Verstandesebene (Gedanken, Bewertungen, Kritik/Lob, Entscheidungen) und auf der spirituellen Ebene (Übersinnliches, feinstoffliche Wesen, Seinszustände, multidimensionales Erleben, Seelenimpulse, Gotteserfahrung).

Was wäre, wenn mein Körper immer recht hat? Allumfassende Hilflosigkeit und alle möglichen Mechanismen um mich von dieser Not abzulenken. Aufhören mit der Aufmerksamkeit wo anders hinzugehen, um mich mitzukriegen und die ganze Hilflosigkeit anzunehmen. Meine Not sehen und das Ausgeliefertsein erleben. Die Erfahrung machen allein vollkommen hilflos zu sein so lange es braucht machen bis es egal ist was ist. Es ist dann okay so hilflos zu sein im kranken Körper. Wenn die Energien ganz erfahren wird, dann kann die Information ganz im Bewusstsein aufgehen, wegfallen und erlöschen.

Die Wahrheit macht nackt. Die Angst vor der seelischen Qual des Trennungsschmerzes verhindert innige Liebe. Selbsttrance gesteuert aus der Verlassenheitswunde. Auch Abgrenzen ist eine Bindung. Wer bin ich, wenn das alles aufhört? Was liegt unter meiner Einsamkeit? Ich habe bis heute nicht gelernt was anderes als funktional/hilfreich/sinnvoll oder krank/nichtig/leer zu sein. Beides sind Programme und nicht mein wahres Wesen. Die Sehnsucht nach Nähe zieht mich in den Kontakt und die unerträgliche Angst davor, wenn sie den da ist die Liebe, sie wieder zu verlieren, hält mich fern vom tieferen Einlassen. Meine größte Angst und meine größte Sehnsucht ist es gefühlt und gespürt zu werden. Wie schaffe ich es, das sich meine Poren öffnen und etwas/jemand Bereicherndes/n rein lassen kann? Darf ich mich versorgen lassen, passiv sein, annehmen? Kann ich annehmen, dass ich versorgt bin?

Ich wünsche mir eine Gemeinschaft in der ich mich wohl und aufgehoben fühle. Das was meine Seele sucht ist Beziehung und angenommen werden wie ich bin. Die identitätsbildenden Traumata dürfen gehen. Ich erbitte ein Feld der Heilung und Liebe. Ich bin bereit von Liebe erfüllte Seelen anzuziehen. Ich möchte mich lieben lassen können, einfach weil es schön ist und die Anderen in die Lage versetzt zu Lieben. Wenn sie es wollen aus freier Entscheidung. Mein Part ist nur das mich Lieben lassen ohne einer Idee von Zuflucht. Es braucht ein achten auf die inneren Vorstellungen von Zuflucht. Vermeidung von Erfahrungen ist eine Zuflucht. Immer wenn wir sagen „ich darf das was ich gerade im Moment bin nicht sein“ spalten wir etwas von uns ab! Jede Geduldsprobe ist eine Gefühlsprobe. Unmittelbar in der Situation sein weder auf Distanz noch sich darin verlierend. Die Ausrichtung mit der ich etwas mache bewirkt, ob es eng macht oder lösend weitend wirkt. Auch Ablenken ist erlaubt. Alles ist erlaubt, wenn es mehr Möglichkeiten eröffnet. Vorstellung muss kein Wegträumen sein. Es kann auch ein Zugang zu tieferen Schichten des Bewusstseins sein. Das war eine Offenbarung für mich, die sich immer wieder in der Identifikation mit dem Schmerz blockiert. Auch Schmerz kann ein Vorstellen vor tiefere Realitätsebenen und somit ein Wegträumen sein! Es braucht ein immer wieder im Moment prüfen was jetzt gerade dran ist und dient. Wohin will ich meine Aufmerksamkeit fokussieren, wohin mein Leben orientieren? Wie viel an Gleichzeitigkeit in der Wahrnehmung ist möglich?

Alles ist eine Gesamtleistung, Gesamtbewegung, Gesamtschmerzen, eine Fülle an Verstrickungen und Verknüpfungen. Alles ist Gottes Schöpfung. Alles ist wesenhaft beteiligt am Geschehen. Und alles was auftaucht ist Bewusstsein und somit in der Lage sich seiner selbst bewusst zu sein und liebesfähig zu werden. Wenn es keine Beziehungen zwischen Menschen gibt, sondern die Erfahrung als ein Körper in allen zu sein, spüre ich den Kontrollverlust durchs Gesamtkörperlichkeit sein. Verspannungen, Entspannung, Erschöpfung, Genesung alles sind Gesamtleistungen. Ich etabliere langsam eine Färbung der Dankbarkeit beim hineinfallen ins Unbewusste. Erlaube mir der Erfahrung wie sie ist zuzustimmen aus der Glaubensfähigkeit heraus, dass alles in Gott geschieht. Mich ausrichten auf Gott, auch wenn ich ihn nicht mehr finde. Alles was ich wahrnehme bin ich. Alles was ich glaube im außen zu erleben ist eine Projektion meiner Selbst. Flehen um Glaubensfähigkeit, mich Gott zuwenden und alles was mich ausmacht Jesus zu Füßen legen. Alles ist Gott, jeder Fehler, jede Mücke … in diesem berührt sein und der allumfassenden Berührbarkeit ist alles gut. Dann ist das Herz ist offen, zugewandt und klar.

Glaube bleibt über wenn die Schleier fallen. Es bringt nichts sie wegzudefinieren. Die Phänomenologie ist ernst zu nehmen mit allen Energien, Gefühlen und Informationen. Wir können die Erlösung nicht herbeiführen. Alle Phänomene kommen aus der Quelle quasi Erziehungsmaßnahmen der göttlichen Führung inklusive der Dämonen als Gottes Zorn, der Krankheiten als intimes Gespräch mit Gott. Der freie Wille besteht darin dem Unvermeidlichen zuzustimmen (oder die Erfahrung hinauszuzögern). Es ist eine Entscheidung, die wir treffen können, ob uns die Ängste und Schmerzen abhalten oder tiefer in die Glaubensfähigkeit führen. Mir fällt es immer wieder schwer die Glaubensfähigkeit zu spüren und sie nicht hinzudefinieren (da taucht massiv Stress auf). Die Erfahrung zu Ehren Jesus zu machen ist eine Zuflucht. Manchmal ist die Zuflucht bei Gott auch eine Überlebensstrategie, die ich wähle. Im Menschsein gibt es Auf- und Abstieg, Lern- und Differenzierungsprozesse, Entstehen und Vergehen. Auf der Symptomebene können wir uns totarbeiten. Das Gebet ist entweder etwas, das du tust in Form von Ritualen, oder etwas das du bist in Form von Lebenshaltung auf die du ausgerichtet bist. Ich lege Jesus alles zu Füßen was ich habe und bin, genauso wie alles was ich nicht habe und nicht bin, auch wenn ich es gerne hätte und wäre; alle Gaben, Bürden, Geschenke, Zerstörungskräfte, Talente, Rechthabereien alles auf seinen Altar legen. Ich stelle die Liebe Jesu über die Prozesse immer und immer wieder. Im Glaubensraum ist die Erlösung endgültig. Ein Erleben zu Ehren Gottes und Leben als Gebet.

Existenz als ein Gebet zu Ehren Gottes.

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Schöne Worte sind manchmal nicht wahr und wahre Worte sind manchmal nicht schön.

Spiritualität ist nicht im Licht herumsitzen, sondern sich seinen Schatten stellen!

Du sollst nicht bewerten ist eine satanische Relativierung von allem. In Wahrheit heißt es: Du musst nicht bewerten, kannst aber. Interessiere dich dafür was echt ist, nicht was richtig ist. Es ist möglich die Orientierung über die eigene Haltung nach dem Echten auszurichten und damit werden die richtig/falsch Glaubenssysteme bedeutungslos. Dafür darf ich immer wieder neu schauen was im Moment echt ist bei mir. Das Echte erkennt man an der Berührung im Moment. Das meint eventuell das Buddha zugeschriebene Zitat: „Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit die es zu erfahren gilt.“

Autonomie – die Möglichkeit mein Leben zu gestalten – war die Luft zum Atmen für mich. Gleichzeitig hat sie mich isoliert und tiefe Not erzeugt in der Enge des alles und vor allem mich selbst unentwegt selbst motivieren und halten müssen. Mein Nervensystem kann (noch?) nicht dauerhaft mit Menschen entspannen und meine Seele braucht so sehr Menschen, um zu heilen und zu wachsen. Es ist schon erstaunlich, dass ich ein Lebensdilemma lebe, aus dem ich mich (noch?) nicht befreien kann. Ein Spannungsbogen in dem ich navigieren lerne. Mich abgrenzen zu müssen ist eine feste Bindung. Ich habe mich abhängig gemacht von meiner Schöpfung. Was bringt mir das? Das Erkennen, wie ich mit Krankheiten und Schmerzen identifiziert bin. Klar sein lernen mit meinen Gefühlen im Körper.

Unser Körper ist aus Bindungen gemacht die Dimensionstore sind. Was, wenn Barbaras Organismus ein Dimensionstor für Schmerz und gewisse nieder schwingende Energien war/ist und wenn sich alles wie in einem Trichter sammelt, und auf meine klein scheinende menschliche Öffnung drückt? Dann kann ich das ins Unbewusste schieben so lange ich es vermag. Mein Körper hat mir den Gefallen gemacht mich so krank zu machen, dass ich gar nicht mehr aus kann, als die Autonomie aufzugeben. Endlich habe ich verstanden was ich wirklich brauche, eine mit Liebe für mich angereicherte Umgebung.

Wo viel Licht ist, zeigt sich der Schatten intensiver. Jeder Kompromiss, den ich gemacht habe, zeigt sich und das Licht der Wirklichkeit lässt erkennen. Bisher habe ich den Zerfall vermieden, wollte das Risiko des ganz ausgeliefert Seins nicht eingehen. Von der Resignation in die Kapitulation fallen. Der Beobachter als Trennung zwischen mir und Gott erschöpft sich. Was sich zeigt im Zerfall ist die Liebe, sie will im Mittelpunkt meines Lebens stehen. Ich spüre den Wunsch nach Entspannung in Gemeinschaft und die bedürftige Not des eigenen Unvermögens. Da ist ein Zusammenhang zwischen dem Verloren sein und diesem Wunsch. Das was sich materialisiert ist die Haltung und nicht der Wunsch!

Je mehr Druck ich gegen mich erzeuge, umso mehr Gegendruck erzeuge ich und übe aus. Mit Druck versuchen mich selbst zu verbessern, unterdrückt mich und damit mache ich weiter das, was die Gesellschaft mit mir gemacht hat. Lernen für mich zu sorgen und langsam den Druck auf mich loslassen. Aufhören damit etwas gegen mich zu verwenden und mich innerlich freilegen. Aufhören das Selbstzerstörerische zu entfalten ist unglaublich schwer für mich, die mit dem Leiden identifiziert ist. Der Schmerz als Beweis, dass ich mich genug angestrengt habe, verschafft mir einen temporären Frieden. Darauf Verzichten macht die ganze Unzufriedenheit in und mit mir spürbar. Da ist es eine Verführung in den Schock zu gehen. Dableiben und mich aushalten. Lieber im Schmerz als in der Taubheit. Schmerz ist eine Möglichkeit mich in den Moment zu bringen. Mein Leiden sagt „wach auf, spiel andere Spiele, erschaffe Raume der Liebe, entspanne und lebe aus dem Herzen“ und mein Verstand fragt ratlos „wie“.

Leer sein heißt nicht, dass nichts da ist, sondern, dass keine Erfahrung gemieden wird UND nichts gepusht wird. Annehmen und neue Möglichkeiten erforschen. Jedes Festhalten bereitwillig sehen und ein Stück mehr loslassen. Gefühle fühlen auch ohne dass ich ihnen vertraue und ohne dem Außen zu vertrauen. Ohne ein tiefes mir zugewandt Sein, verkommt jede Bewegung zur Flucht. Innere und äußere Orientierungslosigkeit in der ich mich annehmen darf. Allen und allem zugewandt zu sein wie es ist bedeutet direkt zu erleben ohne Interesse an verändern und gestalten wollen. Zustimmen ist Lobpreisung und damit ist Diesseitigkeit gleich Jenseitigkeit. Wenn ich der Erfahrung ganz zustimmen kann und die Interessen kollabieren, dann bleibt bedingungslose Liebe gleich gültig, leer, offen und zutiefst zugewandt. Die Klarheit ergibt sich aus der Liebesfähigkeit. Es geht letztlich darum zu fühlen, ob uns die reine Liebe führt oder der Impuls von woanders her kommt.

Es ist nicht möglich die Liebe und die Bewusstheit auszulöschen. Das Herz ist immer zugewandt und klar. Vielleicht erlöst es irgendwann meine ganze Biographie, wenn ich spüren kann, dass ich als Ganzes gut und geliebt bin. Vielleicht kann Gesundheit irgendwann meine Wahrheit sein. Mich so wie ich bin mit all meinen Unvollkommenheiten ins Licht Gottes stellen.

Selbstmitleid ist negativ belegt, für mich ist es etwas Gutes, weil ich darin anfange mich zu sehen, die ganze Not spüre und mich damit ernst nehme. Ich habe meine Lebendigkeit und Liebesfähigkeit aufgegeben und mich dadurch in die größte Not gebracht. Den Kollaps tracken lernen, langsamer werden, in die Lücken gehen, bereit sein in den Zwischenräumen zu sterben. Es ist die Ichanstrengung, die bittet und fleht entspannt, berührt und geöffnet zu werden. Nicht auch noch mich selbst entspannen und mein Herz öffnen müssen. Ich hab schon so viel selber schaffen müssen und bitte darum, dass es für mich gemacht wird. Vielleicht auch im Erkennen es nicht zu schaffen mich selbst zu öffnen. Das was ich überall mehr oder weniger erfolgreich gemacht habe, funktioniert nicht mit meinem Herzen. Ich bitte dich Gott, um deine Güte und Gnade darum geöffnet zu werden, immer mehr, immer tiefer, bis ich mich als Offenheit der Welt ganz darbieten kann.

Etwas in mir ist dafür gemacht sich vorbehaltlos hinzugeben. Und etwas will sich in dieser Hingabe aufgeben. Das einzige Tun ist das Ausrichten auf Gott. Ins Unbewusste fallen mit einer Ahnung irgendwann einen touch down in Gott zu erfahren. Bitte lieber Gott komm mir entgegen. Ich bin bereit Schöpferin zu sein, zu tiefst abhängig, der Erfahrung der Schöpfung ausgeliefert. Ich lausche darauf was deine Worte in mir zum klingen bringt, Ich suche dich dort wo ich in mir nichts spüre. Höre dich im Widerhall wo ich auf Wände stoße. Ich brauche Resonanz in meiner Unvollkommenheit, um Aufhören zu können mich zu schonen ohne mich zu verlieren. Da ist erdrückende Andersartigkeit, erschlaffen der Impulse aus Scham, das eigene Grauen in den Knochen. Ich bin umgeben von dem Fehlenden, das nie in mir entstehen konnte. Körpereigene Anästhesie in der ich nie genug bin. Kontrolle aufrechterhalten dadurch, dass ich mich selbst bis zur Unkenntlichkeit kontrolliere. Ein klaustrophobisches Gefängnis in dem ich mich schone und Dinge nicht sage. Ich ein Produkt meiner Angst. Ich brauche meine Wut, um mich selbst nicht zu übergehen und gegen den starken Impuls gegen mich selbst zu kämpfen. Mit dem letzten Rest Lebendigkeit ums okay sein ringen. Halte ich mich aus und bleibe? Erlösung, um die ich bitte, gibt es nur durch Gott, nicht durch Menschenhand. Gott ich wage es mich in deiner Gegenwart zu suchen. Dankbar dafür schon oft erfahren zu haben, dass im Prozess aus der Not in der Ohnmacht dein feiner göttlicher Funke entsteht.

Not – Ohnmacht – Berührung – Selbstmitleid – göttlicher Funke – Liebe

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Himmel ist kein Ort, sondern ein Zustand in der Quelle der Gnade.

Die Wahrheit wird erfahren und gelernt, nicht gesagt und vorgeschrieben. Ich lerne körperlich von geistiger Erschöpfung zu differenzieren. Damit meine ich die Erschöpfung von den geistigen (Resignation) und psychischen (Ohnmacht) Schleiern zu befreien. Ohne Wollen und Müssen bemerke ich, dass in der Erschöpfung das Absolute liegt. Pure körperlich Erschöpfung spüren verändert die Wahrnehmung und darin stehen bleiben offenbart eine Aufrichtigkeit meiner Selbst. Alle Gefühle und Energetiken spüren und alle Gedanken über die eigene Erschöpfung fallen lassen beendet das Leid. Dann ist Erschöpfung Hingabe und Lobpreisung. Sie entspricht dem Wert Gottes.

Die An- und Verspannungen in meinem Körper sind die vielen Neins zur Existenz. Spüre ich bewusst die Verweigerung ganz im Leben zu sein, höre ich mein Hadern mit Gott. In meinem Hadern spüre ich die Not des Geistes der verneint und nicht anders kann. Den Geist der stets verneint (Mephisto) zu mir nehmen. Das Nein wirkt in mir. Ich spüre es im verengten Becken als Verweigerung der Macht, hinter dem Herzen schmerzend unter den Schulterblättern als Verweigerung der Liebe und im hohen Tonus der Oberschenkel als unterdrückte Fluchtimpulse. Alle darauf ausgerichtet das Ausgeliefertsein und der Unausweichlichkeit jeder Erfahrung nicht voll und ganz zu begegnen. Je unbewusster und isolierter ich bin, umso schwerer fällt es mir der Erfahrung zuzustimmen.

Eine Skizze des eigene direkten Erlebens:

Nicht ganz da sein Wollen, nein zum vollständigen Erleben von dem was ist.Sehnsucht nach dem Ja, das Ja einholen wollen.
Das
Nein überwinden wollen und das Nein brauchen als Schutz vor dem unermesslichen Schmerz des Daseins.Enge, immer enger werden, weniger und weniger, dichter und dichter.Trotz im Bauch gegen die zunehmende Enge über der engen Taubheit im Becken.Die Taubheit in der Enge ist stärker und vertieft sich.Übelkeit aufsteigend bis in den ängstlichen Verstand eingemauert in seinem Nein zum Dasein.
E
in brennendes hitziges klares Nein.Es schafft Raum für mich und trennt mich. Freiraum und Einsamkeit eingebettet im Nein.Eine Sanduhr ohne Boden durch die ich riesle.Das Nein hat mich in der Hand! … Übelkeit strömt … ich habe das Nein in der Hand?Mulmig und neugierig das Nein an die Hand nehmen.Es will da sein nahe bei mir, dient mir gerne. Ja zum nein.Dichte krampfige Enge im Becken mit dem Nein erfahren … Taubheit.Die Taubheit würdigen eröffnet einen tiefen Frieden.Eintracht von ja und nein in mir!Berührende Traurigkeit öffnet einen nach innen ziehenden Sog ins Herz.Alles strömt dort hinein der Trotz, die Enge, die Taubheit, das Nein und das Ja.Ein ins Herz fallen und weiter fallen ins Kosmische Herz.Kosmischer Puls, das Ausatmen Gottes geht ins Einatmen über.Unendliche Dankbarkeit in allumfassender Liebe.“

Alle Wesen hadern an dem einen oder anderen Punkt mit Gott im Sinne davon, dass sie sich mit dem Nein identifizieren. Blockaden haben mit Gedanken die in Mustern verlaufen und Schwingungen der Angst erzeugen zu tun. Angst entsteht im Kopf, Mut auch. Ständig emergiert und kollabiert etwas. Alles ist möglich.

Meine Neins möchten Anerkennung für ihre Leistung und die Erlaubnis sich auszudrücken. Ein Ja zum Nein. Das Nein als Ausdruck des Ja zur eigenen Wahrhaftigkeit. Ich spüre das Ja im Nein und das ist aufregend! Es ist in Ordnung das Nein aufrecht zu erhalten. Das Nein ist gut, es muss kein Ja werden. Irgendwann wird jede/r einverstanden sein mit dem was ist. Aus Erschöpfung, wenn die Kraft zum Kampf fehlt. Die Einsicht folgt dann als Geschenk. Ja und nein sind gar keine Polaritäten, beide sind Ausdruck der Liebe. Der Krieg zwischen ja und nein im Verstand ist eine Täuschung. Das Nein ist ein Schöpfungsakt als Ausdruck des Ja. Das Nein ist eine Spielart des Ja und bildet eine Einheit mit dem Ja. Ohne Nein kann ich gar nicht wirklich ja sagen, weil ich dann keine wirkliche Wahl habe. Alles vollständig erlebt, offenbart sein Gegenteil und noch viel mehr darüber hinaus.

Ich bitte um die Erfahrung von Tiefe, Wahrheit und Schönheit in der menschlichen Begegnung. Ich stelle mich zur Disposition, beschreibe meine inneren Dynamik und bitte um Achtsamkeit und Respekt, versuche mich verstehbar zu machen. Immer wieder mich spüren und fühlen während ich spreche. Wahrhaftigkeit anstelle eines (neuen) Funktionierens etabliert sich langsam. Ein Prozess des sichtbarer Werdens mit meinen Bedürfnissen und mit dem was mich berührt. Würdevoll von und mit mir sprechen ist eine Herausforderung. Ab und zu spüre ich bewusst die Natur der Zuwendung zu mir. Die Art der Atmung spiegelt mir die Art der Zuwendung. Die eigene Lebendigkeit wertschätzend erleben können ist eine Offenbarung. Ich erkenne, dass Himmel kein ferner Ort ist, sondern ein lebendiger Zustand in der Quelle der Gnade.

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Sieh die Kreuzigung, aber verweile nicht darin.

Das Leben kopiert mich in jedem Moment meines Seins. Wir entmachten uns in jedem Moment, in dem wir nicht aus Liebe handeln und vergessen, dass wir Liebe sind. Ich habe die Straßen gebaut, die mich von der Liebe, der Wahrheit und des Lichtes des wahren Seins wegführen. Ich lebe dann nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Kind und als Kind durfte ich wenig. Im Realisieren meines inneren Abrutschens in die erlernte Hilflosigkeit merke ich, wie die Mauern und Symptome viel Schlimmeres im hier und jetzt bewirken als das was sie verhindern wollen. Diese automatische Infragestellung und Selbstverneinung ist im inneren Erleben immer wieder wie ein Zusammenbruch. Wenn ich mich wirklich ganz der Innenwelt zuwende, stirbt die Außenwelt und ich erfahre wie meine Innenwelt im Sterben liegt.

Eine halbtote Hülle braucht mich. Ist mich brauchen Missbrauch? Mir schnürt es die Kehle zu und gleichzeitig wird mir die Kehle aufgeschnitten. Der Tod als Weg zum Leben wieder und wieder. Dieses Leben, das mich erdolcht liebt mich. Die Außenwelt, die mich umbringt, erweckt die Innenwelt zu neuem Leben. Die Außenwelt hat kein Problem mit mir. Meine Innenwelt hasst mich mitunter abgrundtief und meint meine Wahrheit hat keine sichere Umgebung in der Außenwelt. In dieser Todeszone der Isolation habe ich mich selbst umzingelt und alle Waffen auf mich gerichtet. Ich gehe vor dem Unbewussten auf die Knie. Wenn alles scheitert kann ich nirgendwo anderes mehr sein als hier. Lebensmüde meine Seele einladen und Gott in meine Waffen einladen. Sie mit Wahrheit aufgerüstet auf mich zielend zünden. Todesangst, Horror und Stille gleichzeitig. Zwischen meinen Drama- und Funktionierens-Programmen ist ein Slot wo ich raus bin aus Zeit und Raum ganz im Sein pur nackt wunderbar. Darauf fokussiere ich mich und bitte um die Gnade der Rückkehr, wenn ich bemerke, dass ich mal wieder raus gefallen bin.

Ja zu allen meinen Wunden! Ich nehme sie an und höre auf daran herumzudoktern, sie dürfen offenbleiben als Portale ins wahrhaftige Leben. Der Schmerz ist unermesslich und darin bewusst bleiben ist meine derzeitige Aufgabe. Der Schmerz ist ein Angebot sich darin zu verlieren. Es ist wichtig für mich die Information mit dazu wahrzunehmen und zu verorten wo er herkommt (Anlass, Handlung, Wirkung), damit er konkret und somit begrenzt und nicht endlos frei fluktuierend in mir tobt. Das Unangenehme ist nicht die Energie(losigkeit), sondern die Spannungen, die ich rund um meine Energie aufgebaut habe. Mein Wille errichtet Mauern um mich, mit einer einzigen Berührung können sie fallen und kurz erfahre ich mich grenzenlos. Die Enge ist (nur) das Festhalten. Immer wieder Übelkeit aufsteigend und feststeckend. Ich hänge mir selbst zum Halse raus. Die natürliche Bewegung der Energie ist aufsteigend und etwas in mir drückt sie runter. Ich darf mich selbst fühlen, auch wenn mir nicht gefällt was ich wahrnehme.

Der Mensch hat die Qualität alles zu fassen, zu beinhalten und zu erfahren. Es braucht das sich den Themen zu stellen indem wir alles was auftaucht da sein lassen, ohne uns auf eine Seite zu schlagen (gut/böse, ja/nein) mit aller Energetik und allen Gefühlen und gleichzeitig hinzuschauen, um die Informationen und Zusammenhänge ins Bewusstsein zu holen. Die Sehnsucht nach dem Licht kann nicht alle Dunkelheit beenden, es braucht die Prozesse. Die absolute Ohnmacht gegenüber jeder Erfahrung ist anzunehmen und so es geht dankbar zu sein. Göttliches Sein ich danke dir für diese Prozesse in denen ich bin.

Die Lösung ist nicht den Körper zu verlassen, sondern ihn mitzunehmen. Große Seele ich lade dich dazu ein vollständig hier in dem Schlamassel zu inkarnieren. Ich bin am Rande dessen was ich als Mensch noch ertragen möchte und will oft raus aus diesem Körper. Ich fühle mich eingezwängt in dieses Leben wo so wenig lösbar erscheint und so viel unglaublich weh tut. Die Resignation empfangen und die Kapitulation ausstrahlen. Geduldig warten bis in meinem Körper Frieden erfahrbar wird. Ich habe schon so viel gelitten in diesem Körper und möchte so gerne Raum für meine heilsame Seele schaffen auf das sich mein Bewusstsein und damit alles verändert. Bitte zeige mir wie es gelingt das Hadern mit diesem Leben und mit Gott zu beenden. Weise mich darin ein, wie ich das Leiden aufgeben kann. Da ist eine große Sehnsucht nach einem tiefen in Frieden sein mit mir und der Welt. Eine Sehnsucht nach dem Erfahren ein Mensch zu sein wie jeder Andere und nicht ein Produkt von Traumatisierungen und chronischen Krankheiten.

Bei mir im Erleben ist ein ewiges tiefer gehen müssen und immer wieder gebrochen sein zu erleben. In der Bewusstheit dieses ewigen Vertiefens in Prozessen durfte ich erfahren, dass genau dies das Ankommen ist. Ich kann immer tiefer schauen und erfahren, muss mich aber nicht in den Prozessen verlieren. Wie das gelingen kann? Durch viel Übung im mich Ausrichten auf die reine Bewusstheit und die Unterstützung durch himmlische Helfer vor allem Jesus Christus, ihm fühle ich mich am nächsten. Jeder Auftrag offenbart sich, wenn wir das was ist annehmen. Führung erfahren wir zuerst im auf etwas gestoßen bis hineingeworfen werden, dann als Zeichen an oder um unser Selbst und zuletzt als eigenes inneres Erinnern und sich selbst ausrichten.

Das Böse erschafft die Welt und bringt das Gute hervor. Am Nullpunkt der absoluten kalten Leere entsteht die Notwendigkeit zu lieben aus einem selbst heraus. Aus der reinen Bewusstheit auf den Nullpunkt schauen und die tiefste Not spüren. Das Böse ist unsere Not und diese tiefe Not bringt eine Notwendigkeit hervor, die kann bedingungslose Liebe genannt werden. Das ist ein Wunder! Da ist nichts mehr und irgendwann ein Funke ganz klein der Gott genannt werden kann. Weiterlieben ist eine Disziplin. Und unter Disziplin verstehe ich, mich ernst zu nehmen, mit mir ehrlich zu sein und tun was nötig ist. Es hat nichts mit Strenge zu tun. Gottvater, bitte lass das Lieben meine Identität begründen. Die Liebe ist die größte feinstoffliche Kraft und eine Bewegungsenergie aus dem eigenen Herzen. Selbst wenn ich die Ausgeburt des Bösen bin, kann ich mich entscheiden zu lieben. Und die Macht der Möglichkeit annehmen, dass es Liebe geben könnte.

Fühle und du bekommst die Energie zu lieben. Liebe ist kein Gefühl! Lieben ist eine Entscheidung geboren in der inneren Not.

Identifikation ist nicht, dass wir etwas festhalten, sondern dass wir etwas von uns fernhalten und eine Erfahrung nicht machen wollen. Genau deshalb treibt sie uns. Nichts auf Plausibilität prüfen, sondern den Körper spüren und mit der Information sein. Bilder sind wie alle Informationen (Worte, Klänge, Körperempfindungen, Sinneseindrücke) Eingangstore in Prozesse. Hinter Formen erheben sich Felder. Es ist wichtig sie wahrzunehmen, um sich zu verorten und dann wieder loszulassen. Wenn sich etwas entspannt ist eine innere Wahrheit angesprochen. Bei Kontraktionen eher nicht, es sei denn es treten An- und Entspannung gemeinsam auf, dann ist oft über der inneren Wahrheit ein zu bearbeitendes Thema offen. Fühle deine offenen Wunden und du bekommst vielleicht das Wunder der Heilung und Transformation nach Gottes Willen. Lösen heißt nicht, dass man es los wird, sondern, dass sich die Identifikation mit dem Phänomen lösen. Gemachte Stille entsteht durch Kontrolle, echte Stille ist da, wenn alle bewussten und unbewussten Aspekte hochkommen dürfen und prozessiert werden können (emotional, neuronal, körperlich, geistig, seelisch).

Existenz ist nur ein Werkzeug für Erfahrungen. Heilung ist ein Werkzeug. Was vermieden wurde, muss auftauchen, um zu heilen. Heilung ist nicht besser als Traumatisierung.

Wenn das Vertrauen gegen sich selbst gerichtet wird, entsteht Verrat. In jedem Heilungs- und Aufstiegsprozess tritt Verrat und Selbstverrat auf. Der muss wieder ins Bewusstsein gebracht werden. Klar sehen wo wir nicht hinschauen wollen und in den Selbstverrat gehen einhergehend mit der Begrenzen des Vertrauens und der Glaubensfähigkeit. Erst geht es darum alle relativen Wahrheiten zu verlassen und zu glauben. Im Abstiegsprozess wird Glaube als das Verlassen der Wahrheit verstanden. Wahrheiten sind Bindungen. Da wo man die Wahrheit aufgegeben hat wechselt man in den Glauben.

Dann gilt es auch noch jeden Glauben und alle Magie aufzugeben zu Gunsten der absoluten Wahrheit. Im Aufstiegsprozess wird Glaube als das Verlassen der relativen Wahrheit (Glaubenssätze, Vorstellungen, Träume) verstanden als absolutes Sein. Das ist nichts was man haben kann, es ist eine Haltung im Dasein. Glauben ohne Ausrichtung, dadurch lösen wir uns aus der Magie.

Prozesse sind endlos und spannend, anspannend und verspannend. Ich wälze mich gierig quälend durch unendlich viele Prozesse. Warum mache ich das? Aus Selbstbestrafung, Selbstzerstörungsdrang, Eigenfolter, Zugang zum Absoluten haben wollen, Gier nach Aufmerksamkeit, Wahrgenommen werden wollen meines Leidens, mir nie genug sein. Immer wieder Aussteigen und da bleiben in der eigenen Wahrheit und im tiefen Sein. Der Stress wird immer großer, je mehr du tragen kannst und je mehr du wächst, umso mehr taucht auf. Ist es die Erlösung im Körper, wenn alle Prozesse enden, es ausreicht einfach nur zu sein? Nein, es gibt keine Erlösung, nur ein Sein in der Überforderung ewig und möglichst bewusst bleibend. Alles geschieht so wie es geschieht von Enge zu Enge, von Notwendigkeit zu Notwendigkeit, wobei die Liebesfähigkeit unendlich emergiert.

Das wahre Selbst ist keine bessere Version von mir, es ist überhaupt keine Version von mir. Es gibt keine erleuchtete Version von mir. Es gibt nur die ewige Natur des Seins alles andere sind variable Zustände. Im Annehmen der Leere in Allem, endet das Leiden unter der Leere. Mit dem nondualen Bewusstsein habe ich nichts zu tun, zu tun habe ich mit dem Mensch sein. Ich lerne das zu spüren was ich bin und dem dann auch zu folgen! Unglaublicher Weise passiert nichts Schlimmes, manchmal tut es sehr weh mehr auch nicht. Es ist möglich der völligen Verzweiflung, der eigenen Wertlosigkeit, dem vergeblichen Ruf nach Rettung und Orientierung den Raum zuhalten. Erst wenn mich nichts mehr vom Erleben abhält und ich all den Schmerz den die Abwehrprogramme auslösen spüre und fühle, öffnet sich etwas. Eine Möglichkeit des Ausstiegs aus dem Trotzprogramm gegen Gott und das menschliche Dasein. Die Welt umarmt mich und ich umarme die Welt mit dem ganzen Schmerz der da drinnen ist. In diesem unendlich vielfältigen großen Raum des Seins rinnen die Tränen aus Überwältigung und schiebt die Frage ins Bewusstsein, die ich unbewusst wohl schon als Baby in mir trug: Oh mein Gott, wie kann ich dieser Welt und den Menschen je genügen? Und schon bin ich wieder raus aus dem tiefen Berührtsein. Genügen wollen ist ein Programm, ein anstrengendes Streben gekoppelt an ein dagegen arbeitendes Verweigern des Selbstverrates. Der ganze Stress der (eigenen) Schöpfung taucht auf. Ich finde mich in dieser Not, auf meinen Schlachtfeldern entsteht Barmherzigkeit, in jedem unerlösten Schrei bekomme ich die Liebe mit und stelle mich der Existenz zur Verfügung, zu Ehren Gottes.

Was kann ich glauben und was kann ich für möglich halten? Es ist mir erlaubt zu lieben, in Leichtigkeit und Freude zu sein, wenn ich dies im schwer kranken, leeren Sosein möchte. Das Leben kann viel mehr sein, als ich mir vorstellen kann. Ein Leben wo die Notwendigkeit des Schutzes nicht existiert und ich wieder so verletzlich sein kann wie als kleines Kind. Da war ich auch schon viel schwer krank und dennoch war auch Freude am Dasein lebendig. Immer wieder kommt der Wunsch berührt zu werden im Herzen, an meinen Grenzen, in meiner Not, an meiner kranken Haut.

Die Wege des Leidens sind vielfältig, das Leben ist gefährlich, der Weg Gottes ist überraschend. Jede Generalisierung ist absurd. Wenn man sagt alles ist erlaubt, führt das in den Satanismus. Jedes Konzept ist luziferisch. Es ist entscheidend ohne Konzepte, Wertesysteme und Landkarten auszukommen, um bei und in dem zubleiben was da ist. Eine Wahl zu haben ist ein Privileg. Die schöpferische Kraft liegt in der Wahl des Glaubens. Ich wähle die größtmögliche Unschuld meines Selbst und den größtmögliche Glaube an Andere anzunehmen. Ja und haltlos glauben. Gott wendet sich selbst zu in mir! Mein Ich legt die Instanz des Richtens in Gottes Hand.

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Stirb … und werde

Das „Thema“ nicht mehr sein wollen so in diesem Leben ist sehr präsent in meinem Erleben der letzten Wochen, es nimmt sich viel Raum, will endlich gesehen und ernst genommen werden. Ich habe meine Not selbst nie wirklich voll umfassend wahrgenommen, bis letzten Freitag als sie so groß wurde, dass ich gar nicht mehr aus konnte und nur mehr die Wahl hatte mich vom Brückengeländer fallen zu lassen oder sie ganz zu spüren und weiter zu atmen.
Irgendwie habe ich den folgenden Text noch da oben sitzend auf meine facebookseite (und zu den beiden Claudias meines Herzens hier) gebracht am Freitagabend (14.8.20) und weil ich ihn für wesentlich halte bekommt er hier im blog Raum:

„Ich präsentiere die Unterwelt:
Erstmals habe ich in meiner Not bei einem Psychiater Hilfe bekommen wollen. Das heißt ich habe es versucht. Nachdem ich alle Kräfte und den Mut zusammengenommen habe, um den Termin wahrzunehmen, hat der Kerl darauf vergessen den Termin einzutragen. Es tut ihm leid, er kann nicht spontan sein, ich habe die Wahl böse zu sein oder einen neuen zu vereinbaren. Harmlos scheinbar, nur ich bin am Ende und bin in einer ordentlichen Quälerei.
Raus wanken mit rollenden Tränen, Schwindel und Übelkeit mich auf den Boden setzten. Die Angst vor dem Zusammenbruch ohne Hilfe zittert durch meine Zellen. Meine Verlorenheit, Ohnmacht, das ganze Gefangen sein erfahren. Steh auf sagt eine Stimme in meinem Kopf. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr so leben mit der endlos juckenden Hauthülle, dem dauerentzündeten Körper und flirrenden Nervensystem, verzweifelten Gedanken, die Schmerzen im Schädel verursachen, messerscharfes Stechen unter den Schulterblättern und im Beckenboden. Komplett von meinem Leben erschöpft, hoffnungslos leer will ich nur noch weg raus aus dem Leben.
Mich spüren und fühlen tut so weh und mich nicht spüren und fühlen ist noch gewaltsamer und nur temporär möglich. Ich bin eine Tragödie und ertrage mich nicht mehr. Warum kann mir keiner helfen? Wohin mit den Gefühlen, wo kann ich hin mit mir?
Erst mal von der Straße aufstehen und ziellos gehen durch die sommerabendliche Stadt. Eine Brücke über den Fluss. Ich setze mich aufs Geländer und spüre das Strömen unter mir, in mir, über mir. Bittere Not und flehen im Geiste zu Gott. Ich habe alles probiert und bin in allem vollumfänglich gescheitert. In allem was ich sehen kann ist nichts. Ich schreie mich aus der Seele und erschrecke die Vögel. In ihrem Schreien realisiere ich mein Scheitern und bete zu Gott mich heim zu holen, weil ich es nicht übers Herz bringe dieses Leben selbst zu beenden.
Der Überlebensmechanismus über meinem Elend ist enorm, leider. Weinen in die Nacht hinein. Vergessen, verloren im Schmerz bin ich sinnlos in der Welt. Was soll der Scheiß? Seele, Gott zeig mir was du noch von mir möchtest. Impulse die mein blinder Mensch erfassen und begreifen kann. Bitte, bitte, bitte.
Erhört werden vom Wasserwesen. Land unter in der Seelenenergie verströmt sich die Multidimensionalität. Wo ist der Leitstrahl, der Anker zum Dableiben im Strudel?
Atmen. Große göttliche Schöpfung ich übergebe mich dir … nichtwissend wie vollkommen unendliches berührtes Leben geht. Was passiert wenn ich loslasse? Meint mich der Tod?
Nein, es geht ums ungeschützte Erleben! Entscheide wie nah dir das Leben kommen darf. Erlebe dein inneres Erdbeben und scheitere. Halte aus nicht zu wissen wie es weiter geht. Ich falle von einem Traumafeld ins nächste. Das ist uferlos und gleichzeitig aufgestaut. Dammbruch! Ich erkenne mein allumfassendes Ausgeliefertsein an.
Dann die heilige Wut spüren und mich vom Brückengeländer runter bewegen. Explosion im Kollaps. Heilige Unterwelt. Heimgehen wo auch immer das ist.
Ehrlichkeit ist der Weg zurück zu mir … deshalb veröffentliche ich diesen Text hier und jetzt so wie er sich eben geschrieben hat … ehe mich der Mut verlässt.“

Anschließend war die Nacht eine einzige Abfolge von nie wirklich vollständig gespürte Not prozessieren. Zum ersten Mal habe ich schutzlos meine eigene Not voll umfänglich erlebt und überlebt. Seither ist sie immer da, nicht nur auch, berührt von mir, und ab und zu tauchte so etwas wie Selbstliebe auf für mein Sosein auf. Dazwischen kamen Anrufe, Nachrichten, Worte, Menschen es war unglaublich bis jetzt wohl so an die hundert Reaktionen aus aller Welt, weil ich ja schon so viel unterwegs war von Korea, Tansania, Australien, den USA bis zu den Nachbarn ums Eck, Freunde aus diversen Lebensabschnitten, (ehemalige) Schüler, Kollegen, ehemalige spirituelle/persönlichkeitsbildende/yogisch Lehrer und Sangamitgleider … die genau dieses nicht mehr Leben wollen und sich im absoluten Schmerz nicht mehr erfahren wollen durchs Nadelöhr bewegt haben und da blieben. Sie ließen mich spüren, dass ich nicht allein bin in dieser Hölle. So unglaublich wertvoll, das meint den Segen bekommen für mein Sosein. Verbundenheit ist ein Segen.

Hier gibt es eine kleine Auswahl der berührenden Zeilen:

Hallo Frau Klaus! Verzeihung falls meine Nachricht unangebracht ist. Ich habe nur gerade den Text gelesen und wollte Ihnen sagen, dass die Schule für mich die reinste Hölle war .. Doch wenn ich manchmal zurückdenke gab es ein Jahr mit ihnen. Sie in meinen Gedanken auftauchend haben mich immer Liebe fühlen lassen und schönen Erinnerungen hervorgerufen. Sie haben so vielen Menschen so viel Menschlichkeit gezeigt ..es tut mir sehr leid dass Sie sich gerade so fühlen wie sie es beschrieben haben.Trotzdem sorge ich mich nicht weil ich weiß dass Sie stark sind und sich selbst genauso lieben wie wir Sie geliebt haben. Liebe Grüße aus Korea Soo Yeon Yun

Liebe Barbara, du große Seele, ich habe heute deine Zeilen gelesen und denke zu dir hin. Ich habe das Gefühl dass besonders die spirituellen, hochsensiblen Menschen gerade eine schwere Zeit durchleben. Schwer ist eigentlich nicht im entferntesten das richtige Wort … Es ist scheinbar die jeweils eigene individuelle Hölle … Ich kenne etliche Therpeuten, die körperlich, seelisch, geistig und emotional auf allen Ebenen dermaßen gebeutelt werden, bis hin zu Selbsteinweisung in eine Klinik etc… Ich will nur sagen, du bist NICHT alleine!!!!! Bei mir war es das ganze Jahr 2019 und es erschien mir wie Jahrzehnte, als würde meine Hölle niemals mehr enden… Gerade wir Therapeuten haben uns an so viele Lösungsansätze und Heilungswege geklammert… und nun dürfen wir erleben dass es keine Heilung gibt… Es wird nicht besser oder irgendwann gut … Das ist alles nur eine Illusion innerhalb der großen Matrix, die ja auch nur eine Illusion ist… Es ist die Zeit der schonungs- und erbarmungslosen Illusionsenttarnung. Wir alle haben so viel darüber geredet, gefühlt, meditiert, gelesen, gehört, gesprochen… in der zugegebenermaßen stillen Hoffnung, irgendwann wäre „es gut“… … ich kam irgendwann, als ich dachte, in meiner unaushaltbaren Hölle zu verschmoren, an einen Punkt, ganz plötzlich, das war wie in den Zaubertrank fallen: urplötzlich war alles in mir einverstanden. Ich war einverstanden dass es so ist. Ich war einverstaden dass es so bleibt. Ich war einverstanden mit all der Hölle. Ich wollte nicht mehr da raus. Ich habe es erlaubt. Ich hab das nicht bewusst herbeigeführt oder gemacht. Es ist passiert. Ich habe plötzlich erlaubt, dass die Hölle mein Leben ist… Diesen Moment kann ich nicht mit Worten beschreiben. Nicht, dass es besser wurde, war die Heilung. Sondern, dass ich erlaubt habe, dass es nicht besser wird, war die Heilung!!!!! Seitdem weiß ich: alles ist heil. Alles ist heilig. Mit dem Kopf und Herz wusste ich es vorher auch. Aber jetzt weiß ich wie es sich anfühlt, wenn es mit mir geschieht. Weil ich es jetzt nicht mehr nur „weiß“, sondern eigentlich muss ich sagen: weil ich es seitdem BIN!!!! Ich bin die Hölle. Und der Himmel. Es gibt kein früher oder später. Kein besser oder schlechter. Ich habe mal den Spruch gelesen: Wenn du deine Hölle liebst und erlaubst, bist du im Himmel. Weil es dann nämlich nichts mehr gibt, was sich verändern müsste, wo ich hin müsste… Alles ist. Punkt. Und ich bin so unendlich dankbar für meine Hölle, weil ich dieses größte Lebensgeschenk aller Zeiten sonst nie erhalten hätte. Stirb… und werde. Nichts anderes ist es. Ich bin bei dir du Liebe. So eine große und mutige Seele, die diesen Weg geht. Deine Eileen
P.S. dieser Moment des Erlaubens ist seitdem mein Dauerzustand geworden, es ist als wäre ich neu geboren worden. Nichts mehr ist so wie vorher. Ich bin nicht mehr die Gleiche wie vorher. Die Welt dreht sich weiter. Dinge geschehen. Es spielt keine Rolle mehr…

Liebe Barbara, Danke für deinen riesengroßen Mut, das hier zu teilen. Ich kenne solche Momente und ich hätte nie den Mut das zu teilen und nicht nur, dass du es teilst, du findest auch noch wahnsinnige starke und berührende Worte dafür. Dein Mut, deine Tiefe und deine Wortgewalt und Reflexion und tiefes Verständnis deiner selbst und deines Lebens ist auch etwas was viele gar nicht kennen, oder wo es bei vielen gar nicht hinreicht, das sieht man auch an den Reaktionen. Aber man sieht dass Du auch Freunde hast die das sehr wohl wahrnehmen können und diese und deine Ressourcen und Fähigkeiten werden Dir hoffentlich eine Hilfe sein…und wisse einfach: du bist unendlich mutig! Du wagst es Dich zu zeigen, was auch von Selbstliebe spricht. Und wisse: du bist nicht allein..auch ich bin heute mit emotional zerschmetterter Brust und wahnsinnigen Schmerzen durch den Tag gegangen. Einerseits posttraumatische Symptome und ich kann auch die Ereignisse in meinem Leben nicht ertragen…fühl dich gedrückt Manisha

Liebe Barbara, ich kann dich sehr gut verstehen. Danke für deine Ehrlichkeit, auch wenn mir gerade die Tränen kommen, weil mich deine Zeilen tiefest berühren, fühle ich mich gleichzeitig überwältigt von deiner Botschaft. Und sowie ich hier in den Kommentaren lese, gibt es mehr Menschen, als wir wahrscheinlich ahnen, denen es so ähnlich geht. Eine sehr herausfordernde Zeit schon seit langem, die sich zuspitzt. Die Sinnlosigkeit des Daseins auf diesem wunderschönen, ausgebeuteten Planeten. Das Gefangensein in einem schmerzenden Körper, in einem System. Einerseits. Andererseits sind es genau diese lichtvollen Menschen wie du einer bist, die ein altes, tiefes Wissen in sich tragen, das hier so dringend gebraucht wird. Ich schick dir ganz viele lichtvolle Gedanken, dass es dir bald besser geht. Auch ich bin gerne für dich da! Omkari Vaan-Ginki

Ich habe mich 48h später tief berührt bedankt mit den Worten:
„Ihr alle hier die mir Worte geschrieben habt und euer Sein mit mitgeteilt habt. Ich bin unendlich berührt von der Resonanz, der Dichte an von Herzen kommenden ehrlichen eigenem Zeigen, den Raum den ihr mir aufgespannt habt.
Mein Bewusstsein ist unheilbar. Das Maß an Licht, dass ich in die Welt bringen kann, ist gleich dem Maß an Dunkelheit, die ich akzeptieren und lieben kann, so erscheint es mir im Moment. Mitten im Nadelöhr durfte ich im kosmischen Feuer verbrennend erkennen, ich bin damit nicht allein, so viele sind da auch schon gewesen, einen Schritt weitergegangen bis getragen worden und da auch für mich.
Für möglich halten mit mir zu sein wie ich bin distanzlos meine Not fühlen und in eurem Feld verbunden Halt bekommen. Seid gesegnet, fühlt euch umarmt in endlosen Dank von meiner Seele und meinem in Not befindlichen Menschen. Als Mensch genauso da sein zu dürfen ohne abgelehnt zu werden von außen und innen ist unfassbar neu für mich. Ich möchte die Möglichkeit kreieren in mir Wohlbefinden, Entspannung und Freude zu erfahren … bei, mit, unter euch halte ich es für möglich.
Dieses Leben das mich erdolcht liebt mich wie ihr mir offenbart habt. Danke dass ihr mich an die Liebe erinnert.“


Die Worte gelten auch für jeden von euch meine verehrten Leser*innen, auch wenn ihr vielleicht nicht direkt eingebunden wart, so habt ihr mir davor die Möglichkeit eröffnet es zulassen und erleben zu können. Danke euch von Herzen!

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Schreibe, spreche, lebe nur für das Gefühl in dir!

Unsere Wahrnehmung ist das was uns bestimmt. Die Welt ist in mir. Ich bin der Raum in dem alles erscheint. Mit mir verbunden kann Einheit gelebt werden, nur bin ich zerrissen und überall verstreut ohne Wiederzusammensetzungsplan. Ich suche nicht die Stille, sondern die Wahrheit.

Das Gefühl nicht willkommen zu sein schmerzt und engt mein Erleben ein. Ich spalte mich dabei ab in dem ich meiner Geschichte der vergangenen Ablehnungen glaube und nicht die Realität wie sie jetzt ist erfahre. Ich habe für die Vergangenheit keine Verwendung mehr. Jetzt und hier kann ich mich willkommen fühlen und offen sein. Ich gebe Bedeutung in dem ich die Situation deute aus alten Mustern oder wahrhaftigem gegenwärtigen Dasein.

Ich brauche stille, offene, klare Menschen, die mich willkommen heißen, um mich zu erfüllen. Die im Alltag fehlende Erfüllung ist da, wenn ich ganz wahrnehme und wahrgenommen werde als multidimensionales Wesen. Rein- und rausschauen, filterlos, zeitlos, schlichtes offen sein. Tief berührt kann ich erfahren wie ich Raum bekomme, meine Wahrnehmung wertgeschätzt und mit Interesse wahr und ernst genommen wird. Darin entsteht der Mut mich mit meiner Not zuzumuten und ich bekomme die Erfahrung geschenkt mit der Not nicht mehr allein zu sein.

Die Stille ist unter den Gefühlen. Entspann dich ziellos. Wenn der Körper da ist und der Geist zur Ruhe kommt, öffnet sich der Seelenraum. Stress ist kurz gefasst von etwas zu viel und von etwas anderem zu wenig zu haben. Das macht Unruhe in dem auf Überleben ausgerichteten Organismus. Wenn wir kämpfen oder flüchten sind wir nicht mit Gefühlen beschäftigt. Im Schock ist der Organismus plötzlich in einem wehrlosen, sprachlosen, starren Zustand.

Die größte Gewalt ist es zu fordern „es sollte mir gut gehen“ und „mach dir einfach eine gute Zeit“. Was mir gut tut ist der Täter. Vergeblichkeit, immer wieder etwas versuchen und scheitern, Unentrinnbarkeit und Niedergang. Alles möchte resignieren. Kann ich vollständig kapitulieren? Alles so sein lassen wie es ist. Die Idee ich werde es schaffen in absoluter Finsternis das Licht hochzuhalten verdreht die Wahrnehmung. Wann kann ich vollständig aufgeben? Fallen in die Lebensmüdigkeit und beten um Aufnahme absoluter Wahrheit, innerer Wahrheit und wie sie sich entfaltet.

Was mache ich mit der ganzen Sehnsucht nach Liebe? Ich wünsche mir ein Streicheln von jemand der bedingungslos lieben kann. Die Liebe brennt in mir. Die Wucht mit der ich liebe killt und entgrenzt mich. Ich zerbreche in einem inneren Wahnsinn, eine Panikmatrix zeigt sich, eine innere multidimensionale Atomreaktion folgt und zerreißt mich in unendlich viele Stücke. Wo bin ich stabil oder sicher in mir in diesem Zerrissenen? Wer bin ich und wer kann das wissen? Ich habe keine Möglichkeit es/mich zu verbinden, ich kann nicht (persönlich) lieben. Ich bin nicht in der Falle, ich bin die Falle. Wo ist der Fehler in meinem funktionslosen System? Der Tag dümpelt mit mir durch innere Schattenfelder. Gott, wenn es dich gibt, gib mir die ganze Hölle, ich lasse sie durch mich durch. Nicht das Töten tötet, sondern das Lieben. Es bricht jede innere Instanz zwischen mir und dem Leben. Alles kollabiert bis nur mehr Bewusstwerdung bleibt.

Mein Überlebensprinzip aus der Kindheit war „um mich zu „retten“ werde ich wie du mich haben willst“ du es ist mit mir erwachsen geworden. Ich habe über Jahrzehnte Gefühle in mich eingesaugt und alles Mögliche gefühlt, damit mein Umfeld nicht explodiert. Kommunizieren was gedacht gewollt wird, um akzeptiert bzw. geliebt zu werden. Gespräche so manipulieren zu versucht, dass kein Konflikt im Außen entsteht (dafür massive unbewusste in mir). Innerlich durchspielen was meine Aussagen an Antworten und Reaktionen ermöglicht und versuchend vorwegzunehmen und zu steuern wie auf mich reagiert wird. Ein äußeres und inneres Verstecken und mich nicht ehrlich zeigen, weil ich davon ausging, wenn ich mich zeige wie ich bin können mich die Menschen nicht annehmen.

Ein falsches Selbst orientiert sich gerne an einem anderen, möglichst mächtigeren falschen Selbst, das ebenfalls die eigene Wahrheit verleugnet und überspielt. Der „Deal“ lautet: Du übersiehst „meines“ und ich übersehe „deines“. Und vor lauter Lügen um mich herum, habe ich aufgehört mir selber zu vertrauen.

Loyalität ist Selbstentfremdung, da ich für einen vermeintlichen Erfolg und Frieden in einer Beziehung über meine Herzensbewegung hinweggehe und nicht aus dem reinen Herzen handle.

Jeder Konsens ist eine Selbstverletzung. Es wird ein Kompromiss gemacht nicht das eigene Wollen gelebt. Alles was man zurückhalten muss kostet Energie und Lebenskraft. Angst ist das was uns ablenken möchte von dem was dahinter liegt. Meine Ängste bestehen ausnahmslos aus Angst vor Kontakt wozu auch immer. Wenn ich mich in die Angst zurückziehe entsteht eine Isolation, eine Lücke aus Trennung. Dann sitze ich in meiner Scheiße innerlich verlassen und äußerlich aufgegeben. Verzweiflung, Ohnmacht und Frust stapeln sich im Bewusstsein unfühlbar anklopfend an den Wänden der Dissoziationsmauern. Ich bin mir selber gegenüber hilflos ausgeliefert und alleine im inneren Zerfall. Meine beschissene Flucht in die Leidkonstruktionen mündet darin, dass ich mich finde innen, unten, gebrochen, ganz hinten, im Dunklen, schweigend der Taubheit lauschend, berührt von dem was in mir da ist. Endlich von mir selbst berührt, von der warmen Hand am kalten Herz, kann ich dann weinen und Nichtfühlen weicht einem Fühlen. Am Boden dieser Gefühlwelle finde ich den inneren Konflikt mein Dasein ablehnend ängstlich fragend: Darf ich aufgeben, erschöpft sein, bedürftig und sichtbar damit sein, meinem Leer-Sein Raum geben?

Nein, es ist zu gefährlich gar nicht mehr zu funktionieren. Ich laufe weg vor mir, genauer vor dem Zustand der Hilflosigkeit und kompletten Erschöpfung in dem nichts mehr willentlich geht. In diesem Zustand ertrage ich mich nicht. Die kontinuierliche Überforderung kennzeichnet mein Leben, weil ich in meiner Kindheit chronisch überfordert war und es als Lebensprinzip ausgebildet habe.

Geburts-, Entwicklungs- und Bindungstrauma ist sichtbar, wenn man sich auch als Erwachsene bei der richtig/falsch Frage nach außen orientiert anstatt nach innen zu spüren und zu fühlen was für mich im Moment richtig/falsch ist. Es ist ein langer Prozess des nach innen Spüren Lernens und daraus Entscheidungen zu treffen.

Wenn man kein Selbstwertgefühl hat, fängt man an zu manipulieren. Und wenn man manipuliert zeigt man sich nicht in seiner Not, sagt nicht ich habe Angst und ich brauche dich gerade. Der Schmerz kommt, wenn ich mich wieder spüre. Der Schmerz über das ursprüngliche Nicht-genug-geliebt-Werden, Zurückgewiesen-Werden und um den Verrat am eigenen authentischen, fühlenden Selbst.

Ich schäme mich für meine „Kellerkinder“. Sie sind nicht souverän, sie haben nichts im Griff und sind davon überzeugt, dass es nicht genügt einfach nur zu sein. Dabei bemerke ich, wie selbstverständlich ich sie wegdrücke oder in ein angenehmes lustiges Gewand kleide.

Das ist Lüge, Verrat an mir, gelebte Dunkelheit. Ein in der Lüge funktionieren, mir ist von mir selbst so übel, speiübel. Ich bin schuldig, habe getäuscht, mich versteckt und gelogen. Die eigene abgrundtiefe Schlechtigkeit ist da. Selbstzerstörung habe ich ausreichend gekostet, die schmeckt bitter. Ich spüre wie mich die Lügen verspannen und meine Wahrheit aussprechen freimacht. Ich bin ein verwundeter Mensch in einer verwundeten Kultur. Seelisch wächst man nur an den Problemen, der Rest ist ausruhen. Die Seele kann und will alles nehmen was sie kann. Nichts muss alles kann und da ist ganz viel Raum dazwischen.

Es war meine Wahl lieber die Abgründe menschlichen Daseins aufzuspüren, als in seichten Höhen zu schwelgen. Der scheinbare Abstieg ist mein Aufstieg! Ein Mensch der Ikarus-gleich immer wieder abstürzt und vor der Himmelstür stehend nicht die richtige Antwort geben kann. Eine spirituelle Sucherin, die ihr Ziel nicht erreicht auch weil sie es nicht (er)kennt.

Im Untergang und Abgrund liegt die ganze Kraft des Universums. Krisen bringen mich in einen Zustand großer Offenheit, wo wirklich Neues entstehen kann und sehr viel Altes stirbt.

Jetzt geht es um das innere mich (vom Übernommenen) Lösen und ein Leben ohne Ausreden mit 100% Verantwortung für mich. Ich bin verantwortlich für meinen Frust, meine Erwartungen an mich und den Widerstand gegen das Leben. Ich steige aus indem ich aufhöre auf mich draufzuhauen. Es ist viel mehr möglich, wenn das Kämpfen gegen mich wegfällt. Zustände wechseln und je tiefer die Erfahrungen gemacht werden, umso selbstverständlicher wird es. Man kann und ich lerne alles anzusprechen. Es ist erlösend mich vom Grund meiner Seele zu zeigen mit der Tiefe, dem Wahrheitssensor und der inneren Not.

Wir werden wütend, wenn etwas auf uns einwirkt, was uns nicht gut für uns ist. Wenn wir kommunizieren was nicht gut für uns ist UND das gehört wird, werden wir nicht wütend.

Wenn ich bei mir bleibe öffnet sich das Außen. Es geht um Öffnung weniger um Orientierung. Es gibt keine Sicherheit im Haben, doch es gibt diesen Augenblick im Sein. Er ist die wahre Sicherheit, wenn ich fühle, spüre und zulasse was ist. Hier bin ich zuhause ohne Haus, hilflos ohne Scham, schmerzerfüllt ohne zu leiden und akzeptiere es nie anzukommen.

Niemand hat es verdient geliebt zu werden, das geht gar nicht! Liebe kann nicht verdient werden. Die Liebe ist das Wollen des Feinstoffes, das ja ich will diesen feinstofflichen Aspekt. Das feinstoffliche Herz sucht nach der Liebe die will, aus diesem wollenden Element formt die Liebe die Ursubstanz der Anziehung.

Gott ist alles, er hat das Böse erschaffen, damit es uns ausbildet. Wir sind nicht schuld. Es war Gottes Plan. Wir wollten nur die Erfahrung machen. Vom Mensch bleibt nichts, keine Substanz, nur die Erfahrung. Wir sind da um in uns die Weltwerdung Gottes zu vollführen. Die Himmel brachen auf und sind nicht mehr zugegangen. Das zutiefst Gesehene wird zum tief Sehenden. Kein Mensch braucht Druck, Liebe reicht. Liebe findet ihren Weg durch das Annehmen des Unvollkommenen; das Vollkommene braucht keine Liebe. Im Kern der Anbetung ist nichts. Leben um der Erfahrung willen und nicht um etwas zu erreichen. Das höchste Ziel ist es die unzerstörbare Glaubensfähigkeit wieder zu finden.

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Was tut mir eigentlich weh?

Die unterdrückte, festgehaltene, brennend lodernde, mangelhaft ausdrückbare Liebe und Lebendigkeit. Der Ozean an feuchter Traurigkeit darüber nicht voll zu lieben und lebendig zu sein. Die innere Leere löst einen Tränenfluss aus, der nach Meer schmeckt. Warum lebe ich noch, bin ich verdammt nichts zu sein. Sehnsucht zu haben lässt mich erfahren, dass ich existiere. Tief in meinem Inneren ist ein Teil, der davon überzeugt ist, dass die Sehnsucht nicht erfüllt wird, da ich sonst aufhören würde zu existieren. Selbstsabotage pur!

Die Unendlichkeit ist am direktesten zu finden durch das schlimmste Gefühl hindurch. Das verloren sein durch meine physische Existenz und das biographisch mich noch nie wirklich aufgehoben gefühlt haben. Das verloren sein vollständig da sein lassen. Sich der Implosion überlassen. Es ist in Ordnung nicht zu können, es ist ein Teil des Daseins in der Welt. Es ist in Ordnung und gehört dazu. Es braucht ein tiefes Anerkennen dessen was da ist. Wir brauchen nicht dagegen anzukämpfen. Wir wissen es ist nur ein Teil, aber eben auch ein Teil. Nicht das ganze Leben, es ist damit nicht zu Ende. Alles gegenwärtige Erleben ist in Ordnung auch das furchtbare Gefühl von implodiert sein, der völlige Rückzug in mich hinein, in einen Punkt wo nichts mehr da zu sein scheint. Eine Erfahrung die zum Leben da zu gehört. Es gehört einfach dazu. Wenn du in der Lage bist diese Erfahrung als zugehörig zum Leben zu machen, dann macht dich das stärker, weil die Erfahrung nichts zu sein ihre Bedrohlichkeit verliert.

Das wahre Leben findet jenseits meiner Programmierungen und Konditionierungen statt. Meinem Verstand ist das klar und dennoch bin ich heillos in Programmen und Konditionierungen verstrickt. Im Schatten jedes Wunsches ist auch immer etwas, das ich nicht gerne möchte. In meinem Drängen nach Lebendigkeit hängt der Schatten eines mächtigen Widerstandes gegen das Leben. Am Ausmaß des Widerstandes erkenne ich die Größe des Themas. Das mangelnde Ja zum Leben und vertrauen darauf, dass das Leben mich trägt trübt alles ein. Leer sein ertragen und geduldig warten bis das Leben mich erfüllt fällt schwer. Ich fühle den Mangel an Sinn und mich selbst als unvollständig. Wie kann der Widerstand gegen das Leben gehen? Vielleicht mit der Bereitschaft alles an Erleben willkommen zu heißen. Möglicherweise in der Erkenntnis, dass wir alle in dem Raum sind, um den Raum mit allen seinen Wesen zu heilen. Mitwirken dürfen ist Gnade! Mir der göttlichen Natur jeder Seele bewusst sein hilft. Die Erholung liegt nur in der Akzeptanz, dann hört der innere Kampf auf und der kostet viel Kraft. Ich darf üben mit dem was in mir ist entspannt zu sein. Dann kreiere ich eine entspannte Welt.

Die Situationen erscheinen so wie wir sie annehmen. Identifikation mit dem Schmerz zieht Schmerz an, der kollektive Schmerz saugt sich dort an wo Schmerz ist, so nährt sich der Schmerzkörper. Das ich kommt von außen wenn wir innerlich nicht ganz ehrlich sind. Die Gedanken und auch die Gefühle sind manipuliert. Aber wenn wir fühlen, dann lassen wir uns nicht von ihnen leiten. Immer wieder mir selbst begegnen und die Gefühle die das auslöst fühlen. Nur der Verstand ist zweifelnd mehrdeutig, Gefühle und Körper sind immer eindeutig. Die Seele findet immer einen Weg, wenn sie im Körper ist. Wichtiges kommt immer aus dem Herzen. Ich kann nie tiefer fallen als in meine Führung. Sinken bis nichts mehr da ist. Ein Fallen ins reine leere Herz. Auch noch die Vorstellung vom reinen Herzen fallen lassen und bedingungslos ja zu jeder Situation sagen! Einfach weil die Situation, genau so wie sie auftaucht, unser Bewusstsein in diesem Augenblick ist.

Die Leerheit ist die größte Herausforderung! Es tauchen ganz viele Sachen auf – Gewohnheiten, Werte, Bindungen, traumatische Erfahrungen, Versuchungen – die da sein und gehen lassen wie sie sich zeigen. Die Energetik erfahren und gleichzeitig die Leere aller Phänomene als möglich erachten. Wenn ich nach den Phänomenen nicht greife, keine Bezüge herstelle, mich berühren lasse erfahre ich Fülle und Leere gleichzeitig. Aushalten nicht zu wissen wer ich bin, dass ich nichts bin, keinen Impuls habe obwohl ich alles Mögliche sein könnte.

Bin ich in der Lage ohne Wahrheit auszukommen? Ja, wenn die Vorstellungen von der Existenz verschwinden. Alles ist flüchtig und verschwindet wieder. Die Selbstbilder sein lassen und nicht wieder nach ihnen greifen. Und wenn sie einen greifen, dann wieder loslassen, das kann ängstigen und  verloren sein erfahren lassen, oder andere Gefühle, die jetzt zu realisieren sind bis sie sich wieder ins Nichts hinein auflösen. Es gibt kein Ende der Integration, wir können nur die Lebenswellen zunehmend hineinnehmen.

Wenn es so und so kommt, warum nicht jetzt die Energetik ganz spüren? Wir können letztlich nur der notwendigen Erfahrung zustimmen. Dem Unausweichlichen zustimmen, es ist ja da. Das Streben, machen, suchen, getrieben sein beenden und den Prozess erlauben bis auch der Beobachter erlischt und die direkte Erfahrung ohne Erfahrenden geschieht. In der Existenz verlöschen, in der Erfahrung aufgehen. Man kann im Gebet darum bitten, die ganze Energetik und Information der Traumatisierung zu erfahren. Die Erlösung ist es alles aufsteigen zu lassen was auftauchen will. Die Befriedung findet durch den Körper und seine Empfindungen statt. Das was zerstört wird ist die Identifikation mit den Phänomenen. Keine Bedingungen, Bindungen, Verstrickungen, Erklärungen, Entschuldigungen, Beschuldigungen, Zweifel nur Wahrheit sein im wahrhaftig(er) werden. Die Bemühungen beenden und bemerken warum sie da sind. Was möchte ich mit den Bemühungen verhindern? Eindeutig Liebesentzug, Einsamkeit und Wertlosigkeit zu erfahren. Ganz tief in der Energetik des Mangels stehen und in der tiefen Not die Entscheidung treffen: „Stopp … ich sage mich los, ich höre auf an die Existenz von Mangel zu glauben, ich gebe der Idee des Mangels keine Macht mehr und bin bereit das Mangelthema gehen zu lassen.“

Das Licht leuchtet, weil ich tiefe Dunkelheit kenne. Ein zerbrechen, um den nächst größeren Raum wahrnehmen zu können. Mit jeder im Körper erfahrenen Überforderung verbrennt ein falsches Selbstbild von „zu viel“ und „nicht können“. Das was uns vernichtet macht mehr heil, als das was aufrechterhält. Es ist ein Todeskurs in die Einheit bei der das Bewusstsein sich erweiternd durch die eigene Wahrnehmungsschwelle fliegt. Die Hölle ist nicht weit weg vom Himmel, sondern nahe dran. Ich kann angesichts des Todes lebendig sein und bleiben. Du wirst Gott nicht erkennen, wenn du den Teufel nicht kennst. Reicht es mir aus getragen zu werden und in Gott zu sein? Wo ist Gott in meiner Geschichte? Gott ist mein tiefster Wesenskern. Wenn ich ganz in meine Tiefe hineintauche, in der tiefsten Verzweiflung gebrochen bin, entdecke ich Gott. Im Zustimmen zu totalen Ohnmacht eröffnet sich die Allverbundenheit. Wenn der Widerstand gegen die Dunkelheit gebrochen ist und sie überall in allen Zellen sein darf, dann ist da tiefer Frieden in absoluter Finsternis. Gottes Licht als Helligkeit ist nur eine Vorstellung, die durch die Erfahrung als falsch entlarvt ist. Das Streben nach dem Lichten entspannt sich und ein Leuchten im tief Dunklen erfüllt mich.

Die Welt existiert als Erfahrungsraum, weil wir daran glauben. Wir kreieren mit unserem Denken. Wir dürfen lernen anders zu denken. Wir sind vereinzelt, wenn wir davon überzeugt sind. Wir sind eigentlich zuerst ein Gesamtwesen und erst danach Individuen. Daran kann man sich gewöhnen, um die Vereinzelung zu dekonditionieren. Spüre das Feldwesen mit der Frage „hast du das Gefühl, dass die Menschen innerhalb oder außerhalb von dir sind?“ und lausche spürend, fühlend, berührt raus oder rein. Die Subjekte sind in mir. Es braucht kein isolieren nur differenzieren!

Wir tragen die Verantwortung für unser Erleben, nur bedingt für die Situation. Ich habe es in der Hand wie ich bewerte und erfahre. Die Lösung liegt nie auf der Verhaltensebene, es geht immer um die Haltung. Und die Haltung zeigt sich, wenn wir uns ehrlich verhalten. Die Freiheit am spirituellen Weg ist die Wahl der Haltung! Es gibt eine Wahlmöglichkeit im Universum. Du kannst dich entweder hingeben oder nicht. Wenn ich mich nicht hingebe, werde ich gequält so lange bis ich mich nur mehr hingeben kann. Hingabe kann niemals verbrennen, da ist ein alter Schmerz, weil ich mich hingegeben habe und verletzt, abgelehnt und beschämt wurde. Jetzt will die Hingabe wieder zu mir fließen, durch mich fließen, ich spüre wie sie mich heilt. Mein bedingungsloses Ja empfängt den Segen wie ein Wasserfall und das Innere erkennt und erfährt die eigene Schönheit. Die Schönheit auch in den unschönen Dingen.

Zentral ist es mir mit Selbstbewusstsein die eigenen Themen zuzumuten! Ich bin gleichzeitig der Schmerz und die Schönheit und auch nicht. Ja zur eigenen Menschlichkeit im Wissen beseelt zu sein, mehr und mehr die Seele zu verkörpern. Aufrichtig Mensch sein. Ich darf Mensch sein mit allen Gefühlen, Verletzungen, Selbsterhaltungsprogrammen, dem Hässlichen und dem Schönen. Immer wieder den Fokus weg von den Gedanken, Assoziationen und inneren Bildern bringen hin zum Fühlen. Gefühle fühlen bedeutet, dass die Seele im Körper ist. Das bringt Heilung, wenn wir im Frieden sein können mit unseren Gefühlen und Körperempfindungen. Im Gefühle fühlen geht das Herz auf, Selbstberührung findet statt und wir lernen Lieben. Die Liebe entfaltet sich in der Freiheit. Mich frei lassen und zumuten darum geht es. Mich anvertrauen ist ein Wert in sich. Wenn ich mich mit meiner Liebe zumute, kommt auch die Lebendigkeit und Fröhlichkeit gepaart mit der Erfahrung „ich bin (da)“. Ich bete um eine Umgebung von Menschen, in der ich lieben und lebendig(er) sein darf. Ich will ertrinken in bedingungsloser Selbstliebe.

Ist es möglich, dass die Welt aus Liebe zusammengehalten wird? Das Leben und Sterben wird es zeigen. (Mein) Leben ist bedingungslos (für mich) da. Es ist okay die Kontrolle aufzugeben. Deshalb lautet das Mantra: Dankbarkeit, Vertrauen, Anvertrauen, Hingabe, heilende Energien annehmen und ein  bedingungsloses Ja zu allem.

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In den Wunden wachsen die Wunder

Das Leben berichtigt grundlegende Überzeugungen in großer Zahl, entlarvt falschen Geschichten denen ich Glauben schenkte und dreht damit das Erleben.

Die Kurzfassung der Bewusstwerdung:

Verirrung Neuausrichtung
Dinge, die im Verstand logisch sind, sind wahr.      Dinge, die widersprüchlich und paradox sind, verweisen auf Wahrheit.
Die Krankheit ist mein Feind.                  Krankheiten sind Botschaften und der Impuls zur Heilung.
Das Leben stresst mich. Der Lebensstress lässt mich wachsen.
Schmerz quält mich.    Schmerzen heilen mich.
Das Trauma begrenzt mich.Die Traumata verbinden mich mit allen Wesen und ermöglichen Gott zu erfahren.
Der Missbrauch verhindert Vertrauen.  Der Missbrauch berührt und ermöglicht bedingungsloses Vertrauen zu leben.

Die Langfassung der Bewusstwerdungsprozesse:

Das Leben drängt darauf alles bewusst zu machen. Ich bekomme immer klarer die Differenzierung zwischen den Vorstellungen von Leere und der tatsächlichen Erfahrung vom leer sein hin. Vor der Erfahrung von wirklicher Leerheit ist die Vorstellung von Leere und die macht alles kaputt. Es ist anspruchsvoll durch die Schichten der Vorstellung durchzukommen auch wenn die wahre Stille schon erfahren wurde. Es gilt JEDEN Moment die Energetik und Gefühle des Moments zu erfahren. Ich habe die Möglichkeit den Fluchtimpulsen der Selbsterhaltung nicht zu folgen, sondern anzuhalten und zu bleiben im Feuer der Erfahrung. Es ist eine Entscheidung den Projektionen zu folgen oder die Verantwortung zu übernehmen und in der Unsicherheit der unmittelbaren Erfahrung zu stehen. Es ist herausfordernd Projektionen von Wirklichkeit zu unterscheiden. Wenn ich die Gefühle und Erfahrungen vollständig bejahe, werde ich überschwemmt von allem was da ist und lande letztlich in der Liebe. Wenn die Kampfenergie weg ist, kollabiert mein ganzes System, endlose Müdigkeit, ein schwarzes Loch im Bauch rumort, nichts geht mehr, nur mehr vertrauen ist möglich. Die tote Leere ist eine Vorstellung vom Verstand. Die echte Leere ist offen und schlicht. Einfache leere Offenheit für alles Lebendige und Tote. Die wahre Stille ist unberechenbar und alles andere als harmlos. Aufgelöst sein im kosmischen multidimensionalen Wesen. Wir haben nicht in der Hand was passiert, wenn wir loslassen.

Ich schäme mich für meine Gefühle und Empfindlichkeit, wenn ich vor und mit anderen fühle. Da ist Scham dafür mich so lange und viel nicht gezeigt zu haben, viele Wahrnehmungen gar nicht geteilt zu haben aus Angst vor Zurückweisung/ Freiheitsentzug/ Zwangsbehandlung. Beziehungen schambedingt oft auf Abstand zu leben. Und gleichzeitig tiefe Traurigkeit über das ungelebte Leben in Gemeinschaft. Scham, ist für mich die größte Not, viel schlimmer als die Angst, sie ist inkorporierte Angst vor sozialer Ächtung. Eine Art inneres Schlachtfeld auf dem viele Teilnehmer angestrengt abwägend was von mir wo zeig- und lebbar ist. Scham begleitet eine Reue die man noch versucht vor anderen zu verstecken. Ich bereue mein verstecktes Dasein und kenne die unzähligen vergeblichen Versuche mich verstehbar zu machen. Ich schäme mich für meine Gefühle und Empfindlichkeit.

Wenn ich ganz in der Scham stehe implodiere ich, falle in mich hinein und zusammen, da zieht sich alles zurück, ich verstumme, erstarre und bin wie unsichtbar. Da sind unzählige Erfahrungen, dass meine Fühligkeit, Emotionalität zu viel ist, zerstörerisch in Beziehungen, weil Menschen Angst davor haben und mich meiden, wenn ich sie ehrlich und spontan mit meinem Sosein konfrontiere. Immer wieder mal, wenn ich Gefühle und Erfahrungen bejahe, werde ich überschwemmt und fühle mich mir (und den menschlichen Reaktionen) ausgeliefert. Ich bezahle in gewisser Weise für die Sensibilität den Preis der Instabilität(in mir)/Unzuverlässigkeit(für andere) und Einsamkeit. Die Begrenzungen, die ich mir zu meinem Schutz auferlegt habe, waren notwendig, um die Erfahrungen, die ich in diesem Leben machen wollte, zu erfahren. Nun kann ich stückweise loslassen und meine Bedürfnisse mich zu zeigen, Nähe in Gemeinschaft zu erfahren und bedingungslos zu lieben ausdrücken und mehr und mehr leben.

Echter Frieden schließt Krieg und Frieden ein. Nur so lange es mich mit dem Problem geben darf, darf es auch eine Lösung geben. Solange ich gegen die Not in mir noch kämpfe, fühle ich mich als Opfer und suche eine Lösung für die Not, weil ich sie ja nicht haben will. Wir können es nur erlösen indem wir es zu uns nehmen und die Not erfahren. Ganz mit der Seele dableiben und spüren. Durch das Fühlen des Schmerzes koste ich das pralle Leben. Da ist viel Lebendigkeit im Fühlen des reinen Schmerzes. Der Ausdruck von Leben ist alles was Leben beinhaltet. Jedes Gefühl und jede Energetik der Anteile meiner selbst die sich bekämpfen, fordern mich auf damit zu sein, einzutauchen, reinzufallen, wieder aufzutauchen und darin zu stehen. Es gilt zu mir zu stehen, zu meinen Empfindungen, sie alle wertzuschätzen als zu mir gehörig.

Alles was ich nicht mag gehört zu meiner Vollkommenheit. Das nein ist böse, den Moment nicht nehmen können ist das Böse. Das wichtigste ist die innere Haltung zu Phänomenen. Unterscheiden lernen wo bin ich ein Sprachrohr des Wiederstandes und wo höre ich die Stimme Gottes. Aus dem ja sagen und zu mir nehmen von allem was im Leben ist, erwächst die Weisheit zur richtigen Handlung. Es gibt keinen guten Weg dem ich folgen kann, es gibt einen guten Weg den ich in mir finden kann. Die Welt ist was mein Bewusstsein projiziert. Ich kann fühlen, dass ich die Welt in mir trage. ABER: Das Kollektiv zu fühlen ist nicht die Bereitschaft vom Kollektiv getragen zu werden!

Die Motivation, die hinter der Handlung steht, macht zu einem Täter/ Opfer/ Helfer/ stillen Täter oder eben frei. Das Schlachtfeld liegt nicht außerhalb sondern innerhalb unseres Selbst. Das Damoklesschwert des Missbrauchs hängt über mir, ich projiziere es raus und ziehe mich wenn viel Offenheit war dann doch wieder ins Autonomiegefängnis zurück und ins Kontrollieren von Nähe. Die Begrenzung in der ich mich dadurch reguliere und meine Liebesfähigkeit begrenze tut so weh. Wie kann ich das fallen und sterben lassen?

Sein verändert sich nicht durch die Form. Es wird kein Sein aufgelöst nur Form verändert und darin liegt Lebendigkeit. Traumaenergie trägt uns ins Göttlich. Am höchsten Punkt der Energetik bleiben und in die Angst fallen direkt ins Trauma. Die Prozessangst ist das Tor zur Erfahrung des Verdrängten und damit zur Traumaheilung. Da ist eine Unausweichlichkeit der Grausamkeit menschlichen Handelns. Trauma will integriert werden und nicht wieder verdrängt, die Verbindung aufrechthalten und nicht wieder kappen! Dann kann Trauma heilen anstatt reinszeniert zu werden. Die Seele ist weder lieb noch grausam, sie unterscheidet nicht zwischen gut und böse. In der Einheit gibt es keine Trennung, jede Wunde die ich zufüge, füge ich mir selber zu. Wir wachsen durch Erfahrung, immer! Jedes Trauma, das geheilt wurde, führt in ein noch tieferes Trauma. Spiralig tiefer gehende Schleifen aus Trauma und Heilung. Endet das irgendwann? Kann man die Öffnung, die entsteht, wenn ein Trauma heilt und sich die Bindungen lösen, mit bedingungsloser Liebe füllen?

Viel Ahnungslosigkeit voll Sehnsucht ufer- und bodenlose Traurigkeit. Die Tränen schmecken wie das Meer. Und ich bemerke, dass das Leben ist immer dann am authentischsten erfahren wird, wenn es in Gefahr ist. Die Welt ist nicht gerecht, die Welt lebt von Unterschieden. Die Welt verändert sich dadurch, dass es anders in mir wird. Ich gebe mein Leben in das Licht der Erleuchtung. Heilung passiert immer dann, wenn sich das Ego nicht einmischt. Die wahre Heilung findet statt, wenn alles sein darf, vor nichts mehr Angst da ist. Wenn es gleich gültig ist vollständig im Leid zu bleiben oder rauszukommen, dann muss kein stehen bleiben im Leid sein. Durch das nichts mehr Wollen entsteht eine Öffnung. Frieden entsteht, wenn ich mit allem was war, ist und sein wird einverstanden bin und mich hingebe wie eine Welle die ihre Zugrichtung akzeptiert. Ganz ehrlich und spontan sich radikal jeder Erfahrung stellen. Wenn ich die Erfahrung mache, kann ich differenzieren. Das geht durch Abgrenzung nicht. Der Schatten ist eine Ansammlung ungeliebter Gefühle und Energetiken. Fühlen ist eine Bewegung, eine Regung und eine Selbstberührung verbunden mit Energetik, die ich im Fühlen erlöse statt sie weg haben zu wollen. Reinen Herzens bereit sein im Feuer zu stehen. In das Gefühl hinein sterben. Jeder Glaube etwas nicht aushalten zu können stirbt, jedes Programm zerfällt. Das emotionale System lebt und bebt. Ein Abenteuer mit offenem Ausgang. Ein Schritt in die Freiheit nach dem anderen. Das nennt man bedingungslose Liebe und schonungslose Klarheit. Das kommt nicht von außen, auch wenn es durchaus unterstützt werden kann. Durch pushen zeigt sich nur das Ego und nicht die Seele. Die kommt, wenn sie es möchte, in liebevoll gehaltenen Räumen. Im angenommen Sein kann ich in die Tiefe meines Seins entspannen. 

Ich erkenne mich als Offenheit in Gottes Liebe. Liebe und Hingabe sind meine wichtigsten Qualitäten. Es gibt nichts Schöneres als zu Lieben ohne etwas zu wollen. Ich erkenne Gott in jedem in den ich eintauche. Es ist ein mit den Augen des Herzens sehen und alles was gesehen wird bin ich. Jede Beziehung erlöst mich und meint eine Begegnung mit mir. Beziehungen brauchen nicht gemacht werden, die sind immer da. Alles ist gegeben, um mein und dein Herz zu öffnen und uns der wahrhaftigen Authentizität näher zu bringen. Gott zu fühlen ist die totale Überforderung. Das Herz brennt vor Sehnsucht und die ist unendlich. Ein endloser Drang nach und Durchdrungen sein von Liebe. Eine flammende Sehnsucht, schrecklich schön. Die Vielfalt Gottes können wir erfahren in dem wir uns immer reiner auf alles einlassen was in unserem Leben ist.

Ich übe und übe und übe und übe es wirklich wahrhaftig zu leben.

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Wochen der Wahrheit

Die letzten Wochen war viel los in jeder Hinsicht, in allen Feldern, allen Aspekten der Schöpfung. Mir gelang es nicht all die Prozesse klar zu bekommen, zu verdauen und in Worte zu fassen. Es war tiefste Grausamkeit und größtes Licht dabei. Gerade der Rückzug aus den sozialen Begegnungen hat die feinstofflichen Welten wieder mehr erschlossen und die medialen Wahrnehmungen verstärkt. Besonders Jesus war mir noch nie so nahe wie in den letzten Wochen, manchmal trug er mich, oft bewegte ich mich in der Christusenergie und sehr oft fühle ich mein Herz in seinem.

Im Geist ist das höchste die Leerheit im Sinne von Jenseitigkeit der Existenz. Für das Herz ist das höchste Gott, die pure bedingungslose Liebe. Diese Leere/Nichtexistenz und Fülle/volle Existenz sind nicht vereinbar. Dieses Paradoxon bleibt auch wenn sich unter der Identität Geist/Leerheit und Gott als identisch erfahren. Es gibt eine Gleichheit von Identität und Nichtidentität. Durch die Erlebnisfähigkeit (braucht die Liebesfähigkeit!) bei Bewusstheit entstehen neue Dimensionen und Welten.

Wenn wir nur bedingungslos lieben würden, würde alles verschwinden. Die Welt würde kollabieren, wenn da nicht, anstelle der Bindungen, Bewusstheit tritt. Reine Bewusstheit in der uns nichts mehr treibt, wir uns mit dem Bösen konfrontieren können, in der Macht stehen können, weil wir in der Erfahrung der Ohnmacht ebenso stehen können. Der Traum löst sich durch bedingungslose Liebe auf. Liebe und Bewusstwerdung sind fortwährende Vertiefung, Verfeinerung, Verbreitung.

Wir werden anhand der Energetik liebesfähig. Verantwortung übernehmen bedeutet nur, dass ich die Erfahrung voll mache. Handlung entsteht aus dem Gefühle fühlen als letzter Ausdruck der Energetik. Es ist möglich immer mehr die Liebesfähigkeit zu entfalten bis sie für immer bleibt. In der Liebe taucht alles Mögliche auf, Energien, Traumata, Freuden, Versuchungen, Lebendigkeit, ein ständiges bleiben dürfen am Rand und in der Überforderung alles tragend ohne zu ertragen.

Reine BewusstHEIT ist ganz ohne Phänomene, da ist auch keiner der sich selbst bewusst ist, sprich kein BewusstSEIN. Die reine Bewusstheit ist vor Gott, der entsteht erst mit der Energie der Liebe. Es braucht ein sich erkennen als fortwährenden Prozess des Erwachens aus der Unbewusstheit und dem Träumen. Die reine Bewusstheit ist abhängig von Gott – dem Potential als Meer an Möglichkeiten – und von der Welt – der Potentialentfaltung. Gott braucht die Potentialentfaltung um auf der Erde manifest zu werden. Und die Welt braucht Heilung. Somit ist jeder von jedem abhängig.

Das Böse als spirituelle Kraft, das absolut Böse, ist zerstörerisch. Es will nicht nur Jesus Tod, sondern die Christusenergie von der Welt entfernen. Da ist keine gute Absicht, sondern eine Lust an der Zerstörung (Gottes) und am Grauen. Es braucht ein beenden des Kampfes von Gut gegen Böse. Ein in Eintracht sein mit beiden sich in uns durch das Erfahren zeigenden Kräften in der Einsicht des unentrinnbaren Ausgeliefertseins allen Energien gegenüber.Den körperlichen und emotionalen Schmerz zu mir nehmen, der Erfahrung zustimmen und ihr Raum geben. Wir brauchen das Böse, damit es das Gute gibt. Das Licht erhebt sich auf Kosten der Dunkelheit! Manches Böse ist gequältes Gutes, anderes ist absolutes Böse. Es gibt dieses Böse, die Härte/Kälte/Empathiefreiheit, die lebensfeindlichen Kräfte, die jede Lebendigkeit vernichten wollen. Erlösung meint das Böse identifizieren zu können. Dazu braucht es als Voraussetzung alle Energetik aufsteigen lassen zu können. Nur so kann gut (das reine Herz) von böse (Identifizierung, Manipulation, Verdrehung, Verstrickung, Bindung) unterschieden werden. Im tiefen Erfahren der Not angesichts des Bösen, in der Akzeptanz des ausgeliefert Seins und bewusst ganz in der Ohnmacht stehend entsteht der Moment in dem bedingungslose Liebe entsteht. Es kommt ein Punkt wo die Not so groß ist, dass alles vergessen wird und die Erfahrung des gebrochen Werdens eine spontane Zustimmung findet. An der Stelle bist du völlig gebrochen, da ist nur mehr Böses, Grauen, Terror um und in uns, so dass uns nichts mehr Anderes übrigbleibt als selbst zu lieben, bedingungslos! Das kann nicht gemacht werden, das ist Gnade.

Und diese wurde mir in den letzten Wochen mehrmals zu teil. Ein Versuch diese Prozesse in Worte zu fassen:

Am Karfreitag Nachmittag total in mir zusammengefallen, völlig ohnmächtig ohne innere und äußere Hilfe weinen, zittern, schwindlig auf den Boden sinken, mich eingerollt in der Kindstellung wiederfinden, auch daraus mich nicht halten können komplett auseinanderfallen, alle räumlichen Phänomene völlig instabil erfahren, sabbernd alles aufgegeben, kaum mehr atmend in eine zeitlose Phase totaler Leere fallen. Ein letztes Aufbäumen mit „Gottvater ich bin es deine Tochter, bitte steh mir bei, ich sterbe.“ ehe ein tiefes Ausatmen alles entleert was jemals war, totale Stille und ein entspannen im Sterben. Irgendwann atmete mich etwas, brennend schmerzhaft geatmete werden. Orientierungslos langsam wieder Besinnung und Lebendigkeit erfahren. Weicher geatmet werden und Jesus wahrnehmen. Die ersten Worte kamen von irgendwoher über einen Zeitraum von gut einer Stunde eingehüllt in stille Hilflosigkeit: „Hab keine Angst. Bleib im Herz. Es geht um dein reines Herz. Das reine Herz bleibt deswegen rein, weil es immer blutet. Navigiere in der Dunkelheit. Stirb in Gott immer wieder. Die Kraft der Wunde besteht darin, dass sie offen ist und offen bleibt.“.

Ostersonntag mit Markus: Er hilft mir und hält den Raum, es fühlte sich sogar so an als würde er für mich atmen. Unendliche Dankbarkeit für sein Dasein nach stundenlang in der Dissoziation fest stecken. Tiefe Erstarrung, ich betete von Moment zu Moment darum die Erfahrung vollständig zu machen und versuchte der Auslöschung zuzustimmen, dem eiskalten giftigen zerstört werden. Ja ich bin innen und außen ausgeliefert. Der Blick auf die Not ist der Blick auf das reine Herz. Alles andere sind Selbsterhaltungsstrategien, um die eigene Not nicht wahrzunehmen.  Immer wieder der tiefen Not begegnen, zustimmend der ausweglosen Erfahrung begegnen, bleiben nichts geht mehr und nichts kommt mehr. Ich habe nichts in der Hand, auch nicht was im Bewusstsein auftaucht. Nichts am Erleben kann aufgehalten werden. Was hält diese Not? Angesichts all des Bösen öffnet sich etwas aus der absoluten Dunkelheit. Etwas ist anders bemerkt Markus, ja stimmt das reine Herz ist komplett offen bei uns beiden. Der Körper entspannt ganz langsam Millimeter für Millimeter in der Schwärze. Ich war noch nie so offen für die unbekannte Größe Gott auch wenn ich noch kein Licht wahrnehme. Ein Vertrauen ins Unbekannt im Nichts. Darin wird etwas weich, liebend und erfährt wie Markus sich vor mir (!) verneigt, vor der unglaublichen Tiefe, die alle Prozesse enorm fein und präzise ablaufen lassen.

Eine kanppe Woche später eine Erfahrung des absolut Bösen (18.4.20): Das Böse umkreiste mich bis es sich mit Lust und Schmerz von allen Seiten in mein Herz bohrt. Das Herz versucht es abzukapseln, zu isolieren und so von meinem Herz fern zu halten. Die Zerstörungskraft ist größer, tiefe Wunden graben sich ins Herz. Ein Duell voller Verwundbarkeit und Qualen. Immer mehr brennende ätzende offene Wunden, überschwemmt werden mit Schmerz. Die Kraft des Bösen will Zerstörung, die Zerstörung der Liebe, genauer meiner Liebesfähigkeit. Ein unentrinnbares Ausgeliefertsein diesen Energien tötet das Gefühl geliebt zu werden. Verrat verbrennt qualvoll alle Verbindungen und ich bin allein ausgeliefert den Zerstörungskräften. Zuletzt zeigt sich auch noch der größte Dämon und trennt mich von Gott. Selbstzerstörung und Lust an der Qual. Vor Schmerz krümmend fleht etwas in mir um Erlösung und wird nicht erhört. Es ist das Böse selbst, es fleht und sehnt sich selbst zutiefst unter Schmerzen krümmend nach Erlösung. Verbindung entsteht der Kampf pausiert, alle Kräfte sind da und Jesus erscheint, um vorsichtig mein blutendes vom Bösen durchflossenes Herz zu halten. „Ich helfe dir und halte den Raum.“ hörend atmet er mein um Luft ringendes System. Die Anspannung schmilzt und es wird ruhig. Ein Winden in der Verwundung ohne Veränderungswunsch. Die Wunden sind alle offen und es ist in Ordnung, dass sie offen bleiben. Sie sind die Öffnung zu Gott, hier wird das Böse geliebt. Ein Sterben jeder Hoffnung und jedes Heilens. Im Herzen braucht es keine Grenzen. Die (Er-)Lösung ist die Gleichzeitigkeit. Wunder und Krise, Gott und Zerstörung sind nahe beinander vielleicht sogar ineinander existent. Gott hält alles und führt alles zusammen.

Lange still reglos am Boden liegend entwickelte sich satzweise dieses Gebet:

„Herr, große unbekannte Größe Gott.

Ich bin bereit in dich hinein zu sterben bis ans Ende aller Zeiten.

Ich bitte um Freiheit in meiner Seele, meinem Geist, meinem Körper und meinen Gefühlen. Bitte lass jedes Gefühl, jeden Gedanken, jede Körperempfindung, jede Energie zuerst durch mein Herz fließen.

Mach mit mir was du willst, ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich bin ein Klumpen Liebe der nichts klar bekommt.

Im Zerfall bitte ich dich um Führung voller Nichtwissen, Ohnmacht und Antwortlosigkeit. Ich gebe dir mein Leben, bitte füge du es wieder zusammen.

Bitte zeig mir konkret worum es in meinem Leben geht.

Ich bitte dich Gottvater um Zeit und Raum sein zu dürfen, ganz willkommen einfach nur da zu sein und in meiner tiefen Berührbarkeit und Verletztheit behütet zu werden. Da ist so eine tiefe Sehnsucht nach einem Aufgehoben sein in einem Du.

Bitte lass mich die transformierende Kraft der Wahrheit in meine Seele aufnehmen.

Bitte fülle alle meine Räume mit bedingungsloser Liebe und dem Christuslicht. Bitte, bitte, bitte.“

Und dann ist da eine Präsenz hinter den Wänden meiner Vorstellungskraft und Wahrnehmungsfähigkeit. Gott, die universelle Quelle, Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt lässt mich ahnen in welch großen Ausmaß ich gerade geliebt werde. Was wäre wenn ich es wert wäre geliebt zu werden in jedem Augenblick? Ich bekomme immer die Gnade geschenkt zu glauben, dass es möglich ist. Wenn ich mich total hingebe dann verschwinde ich als Individuum. Wenn ich mich total hingebe, sehe ich keine Form mehr, ich sehe nur Energie. Wer auch immer diese Hingabe hervorruft, provoziert und inspiriert, ist mein Guru.

Danke, danke, danke dir! Barbara

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Ich kann das Leben nur aushalten, weil es von Gott kommt.

Wenn frau die Dunkelheit betritt beginnt das Abenteuer.

Mitunter ist es so finster, dass sogar mein Schatten wegfällt.

Triggerkörper ich sehe dich, ich spüre dich und bin bereit jedes unserer Gefühle zu fühlen. Ich spüre den Widerstand gegen mich, er fließt stockend durch meinen Körper. Da ist viel Scham und ich schäme mich sogar für die Scham. Widerstand ich sehe dich, ich spüre dich und bin bereit zu fühlen was du vor mir weghältst. Ich hab dich erschaffen. Ich finde einen Weg dich zu akzeptieren bis du mich loslässt. Die Scham loslassen und mich mitteilen hier und jetzt mit meiner inneren unerträglichen Not. Das Unaussprechliche, nicht greifbare Leid. Dem Nichtfassbaren einen Raum geben in mir, um zu erfassen, dass so vieles fehlt(e), verschwiegen, versteckt, betäubt, zerstreut, überdeckt werden muss(te).

Die Tage der Berührungslosigkeit, des sich nicht nahkommen Dürfens und der Isolation schieben Erfahrungen aus dem Unbewussten hoch, die mich in völliger Isolation den größten Schmerz erfahren lassen. Komplett hilflos in Verzweiflung in meiner Einsamkeit weinend bis die Erschöpfung kurze Phasen der komplette stillen Ohnmacht ermöglichen, ehe die nächste Welle emotionalen Schmerzes meinen Körper beutelt und mein Herz erneut zerreißt. Nichts hilft, kein Durchfühlen in eine friedliche Stille, keine Ablenkung und keine Methode greift, das Nervensystem flirrt und zittert mich durch. Ich halte mich selbst allein nicht aus. Es tut so weh menschlichen Körperkontakt wie ein Baby zu brauchen und nicht zu bekommen. Sonst ist die Bedürftigkeit oft unter der Scham der Erwachsenen, die sie als unpassend einstuft, begraben. Im Alltag nährt das einander Berühren und Umarmen ein wenig die Haut und die Seele. Das fehlt jetzt und zeigt mir wie sehr ich Menschen in der tiefen berührbaren Nähe brauche. Gerade bricht die Scham unter der großen Not zusammen und mit ihr die Erwachsene, ich bin das hilflose Kleinkind.

Ich dachte immer ich hab Angst vor Nähe, tja nur ein Teil der inneren Wahrheit, viel schlimmer ist das Alleinsein müssen. Das Gefühl der Vernichtung ist dann in mir. Unendliches Leid, Verrat am Leben und bis heute nicht endende Verzweiflung. Dieses Scheißgefühl der Isolation bleibt, ich kann nicht mehr, da ist so viel Not, bitte lass mich lieben, weil sonst keine Liebe da ist, die mich rettet. Dieser unsägliche  Schmerz eingetaucht in die Unausweichlichkeit des Schlimmen. Ein Untergang in der unfassbaren sprachlosen Not, dem unerträglichen Schmerz der Isolation in mir, all das was immer schon weggesperrt von mir war, findet jetzt einen Raum. Ich lassen mich von dem Unfühlbaren berühren, spüre meine Hilflosigkeit. Ich sterbe 1000ende innere Tode allein. Völlig ausgebrannt erfriere und ersticke ich an mir in mir. Es hat so lange gedauert, all dies wirklich an mich herankommen zulassen. Lange wurde viel verdreht und verkannt. Es gibt keine Lösung in mir. In der materiellen Welt kann, finde und bin ich nichts, bleibt nur die feinstoffliche Welt der Wunder und Gnade. In ihr ist alles möglich, weil ich da nicht bin.

Da ist so viel Ungelebtes in meinem Leben. Viel vor dem ich zurückschrecke aus Angst. Zu viel was ich noch nicht erfahren habe, weil ich davor wie gelähmt erstarre. Ich habe Angst vor der Unberechenbarkeit des Lebens. Da ist so viel Ungesagtes in meinem Herzen. Zu viele Momente in denen ich Liebe zurückgehalten habe. Viel was ich runtergeschluckt habe und jetzt nach meiner Stimme verlangt. Ich redete mir ein, dass meine Stimme falsch und nicht wichtig sei, und ging zurück in den Schlummermodus. Viele Momente in denen ich Selbsthass gewählt und den natürlichen Impuls des Herzens zu lieben unterdrückt habe.

Großes Herz was heißt es Liebe zu sein? Ich erkenne mich selbst nicht mehr. Etwas schreit nach mir. Ich kann nicht glauben, dass ich Liebe bin. Meine Ängste und Schmerzen zeigen sich im am Leben sein. Ich bebe vor Leben in der Sehnsucht nach Liebe. Ich will doch nur lieben und geliebt werden, warum ist es mir nicht möglich? Ich sterbe einen lieblosen Liebestot am laufenden Band wie Sisyphos den Stein immer wieder raufschiebt auf den Berg, nur um ihn danach runter rollen zu sehen. Man sagt Liebe bringt alles hoch was nicht Liebe ist. Vielleicht bin ich demgemäß wirklich Liebe, weil so viel Lieblosigkeit wie in meiner Schöpfung zu erschaffen ist kaum zu überbieten. Da ist so viel Traurigkeit über mich in mir. Die Ohnmacht, die Verzweiflung und den Schmerz immer wieder durchfließen lassen. Mich in die Ohnmacht hinein lehnen und sie sich ausbreiten lassen. Wenn ich mich gehalten fühle, dann kann ich die Ohnmacht spüren ohne dass ich sie bin. Ich kann ihre Qualität erforschen. Der heilige Raum hält das, was sich in mir und durch mich ausdrücken möchte. Wenn ich innerlich zustimme, die Gefühle einlade, dem Körper seinen Ausdruck lasse und beobachte, was auftaucht, können Gefühle sogar genossen werden als das, was sie sind – Energieausdruck im Körper – dann kann die Wende geschehen. An einen Nullpunkt in der Tiefe angelangt entsteht die Wende.

Ich vergebe mir für jedes Mal wo ich mich verlassen habe, mich in Dramen verwickelte, meine Energie verschwendet und abgegeben habe. Das „ich bin Bewusstsein“ ist stärker als alles. Darin kann ein Wunder geschehen, und die Not kann sowohl da sein als auch sich wenden. Die Wende beginnt mit dem Erlauben des Ungesehenen. Gefühle, inneres Wissen, Erinnerungen, wage Bilder, Ahnungen können ins Bewusstsein zurückkehren. Indem sie zurückkehren, kommen sie ins große Ganze zurück. Alles kehrt in die Einheit zurück –  das Gute und das Schlechte. Auch meine Dunkelheit hat meine Liebe verdient. Ich akzeptiere das Leben, Licht und Schatten, nichts wird mehr ausgesperrt, weil ich alles bin. Ja zum Tier, Mensch, Drachen und Gott in mir. Was will Gott von mir?

Seele falls es dich gibt bitte kümmere dich um mich. Ich bin verloren und falle implodierend ins Meer der Verzweiflung. Wenn ich so sein darf wie ich wirklich bin, dann ist alles okay. Dann kann ich sowohl Geisterbahn als auch Hochschaubahn fahren ohne mich zu verlieren. Durch die gemachte, erlebte, gefühlte Erfahrung können wir wählen.

Danke für jede Seele die mir in die Augen blickt und mich wirklich sieht, mir Raum gibt und an die Wahrheit erinnert. Es hilft mir mehr und mehr mit dem inneren Menschen (Energien, Bewusstseinsanteilen, Nervensystemzuständen, Dramaselbstumkreisungen) und den äußeren Phänomenen in Kontakt zu sein. Ein spiritueller Weg der nicht menschlicher macht, ist kein spiritueller Weg. Danke für das Gefühl des ganzer da Seins. Danke für dich! Danke dafür, dass ich dich lieben darf. Alles was ich liebe heilt mich, weil ich im Lieben heile.

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