Lebensfluss

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Meine Worte zum Jahresabschluss 2021 aus dem tiefen Erfahren des Wasserelements in mir, auf mir und um mich.

2021 war für mich ein Jahr des Verabschiedens von Vielem (Sicherheit, Leistung, Arbeit, Gesundheit, Identifikationen, Verhärtung, Selbsterhaltung…).

Und durch all das Verlieren und Loslassen von Vorstellungen, wie mein Leben zu laufen hat,
kommt etwas zum Vorschein, das ich so noch nicht gekannt habe.
Ich werde durchscheinender, die Grenzen aufgeweicht.

Auf einer gewissen Ebene weiß ich weniger über mich und warum ich hier bin.

Je mehr ich verliere, umso allumfassender werde ich.
Umso mitfühlender. Umso mehr liebe ich.

Als würde ich nach Innen expandieren.

Vieles was das ICH ausmacht, wird dadurch weniger.

Das fühlt sich manchmal nach verlieren an.

Was auch immer du hinter dir lassen musstest in diesem Jahr, ich sehe dich.
Und der Schmerz kann so unglaublich sein, dass man glaubt,
die Sonne würde nie wieder aufgehen.

Doch sie tut es.
Geborgen im Weltenbaum,
schicke ich dir zartrosa Sonnenstrahlen.
Mögest du sanft ins Neue gleiten.

Auf ein Wiedersehen
in

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Engel erkennt man an den Füßen, Teufel haben nur Verstand.

Schreiben bringt Erfahren auf die Erde. Es lässt mich tiefer ins Leben sinken.

Das gelebte Leben ist der Sinn. Aufhören wem auch immer zu folgen und erkennen was in mir stattfindet. Ein fortwährend erneutes Anerkennen was ich erlebe. Wenn ich mir nahe bin, bin ich allem nahe. In dieser Nähe zum Selbst bin ich eins mit allem. Anschauen was kommt von außen und was es mit mir macht im Innern. So entdecke ich was im Moment wahr ist und wahrgenommen wird. Wahrnehmen was mich aus mir heraus zieht und wie sich zurückkehren anfühlt. Es geht um den Augenblick und wo ich jetzt bin. Aus dem Wichtignehmen der inneren Führung kann ich entspannter leben. Mich zwanglos im inneren Freiraum bewegen und entscheiden wem und was ich mich zu- wie abwende.

Wiedergeburt ist ein fortwährendes Ereignis. Jeder, der sich nach Liebe sehnt, ist in der Lage Liebe zu geben. Idealerweise da anfangen wo es am nächsten liegt, bei sich selbst, bei der Herzöffnung für sich selbst, bei der guten Selbstbeziehung durch das Annehmen des Selbst wie es ist. Mich mir selbst nahe fühlen, mir den Schutz des eigenen Raumes geben und bei mir bleiben im Schmerz, der Freude, dem Loch, im Sterben mitten im Leben; so komme ich immer mehr in mir an. Im Mangel, in der Hilflosigkeit, im tiefen Schmerz geht durch ehrlich da seind etwas auf, dass die Quelle der Liebe ist.

Wo Licht da auch Schatten, beides gehört zum Leben und darf bewusst integriert werden, sonst sind wir nur zum Teil hier. Mein Leben als Brückentänzerin weder im Trauma noch im Paradies gefangen, um aus dem innersten Kern wahrhaftig zu leben. Dazu gehört ein mich echt in Beziehung zu bringen und wahrhaftig da zu sein. Dann kann der Körper Spannungen loslassen, die mich zurückhalten, und der Verstand kann von Programmen loslassen, die darauf abzielen mich zu beruhigen. Körper und Verstand trauen mir in dieser Daseinshaltung zu für mich einzutreten durch das Mitteilen der eigenen Bedürfnisse und Grenzen. Es kostet mich jedes Mal Überwindung mein Wollen zu spüren und mitzuteilen. Ein neu lernen da zu sein statt mich zurückzuziehen und aus der Beziehung zu gehen. Es erleichtert mich von der Anstrengung der Selbstunterdrückung und befreit vom nachherigen Groll. Die wahrhaftige Beziehung zu mir aufrecht halten zeigt meine diversen Ausweichstrategien in Kontakt. Wie automatisch läuft die Selbstablehnung, um zu vermeiden von Anderen nicht gemocht zu werden. In der Aufgabe der Angst liegt die Freiheit.

Aus der Entscheidung mich zu mögen werden ungeahnte Ängst bewusst. Angst vor zwischenmenschlichen Beziehungen und, wenn sie bestehen, Angst vor Ablehnung. Vor unerwiderter Liebe habe ich mehr Angst als vor der Liebe selbst. Im Lieben zurückgewiesen werden tut unfassbar weh. Diesen Schmerz zu fühlen vermeiden isoliert mich. Das was ich zurückhalte spiegelt mir das Außen. Wo kann mein Schmerz ebenso wie meine Liebe landen? Darf ich Hunger haben? Aufrichten des zerfallenen Selbst und zaghaft wieder riskieren und den Mut aufbringen zu meinen Gefühlen und Bedürfnisen zu stehen. Es wieder wagen zurückgewiesen zu werden, nicht gemocht zu werden und in zwischenmenschlichen Beziehungen wieder verletzt zu werden. Warum? Um das Leben im Modus des verletztwerden Vermeidens aus Angst zu verlassen. Beziehungen beinhalten Verletzungen und ich kann und möchte nicht alleine Leben. Deshalb stelle ich mich der Angst wahrhaftig tatsächlich zu lieben herzoffen und vollkommen verletzlich. Lernen im Schmerz genauso wie in der Liebe weich zu werden. Das einzige was mich stützt ist die Liebe. Mich mit allem und allen Energien erden im Herzen. Nur das Herz kann Paradoxien halten. Nur Lieben kann meine inneren Konflikte (aus)halten. Das Herz kann mich einen, wenn es mein Zentrum bildet. Die ganze Unendlichkeit wird in die Endlichkeit gepackt.

Ich darf den Schutz der Männer und die Fürsorge der Frauen in Anspruch nehmen und mir erlauben nur da zu sein. Als Möglichkeit mit offenem Ausgang. Ich bekenne tiefe Erschöpfung aus den Jahrzehnten der Angstladungen halten (die Todesangst vor meiner Mutter projiziert auf Menschen generell). Nicht freiwillig, sie liegt unter der Autoanpassung und der Erstarrung. Mein Wollen bringt mich in Existenzängste. Ich bin darauf programmiert die Beziehung zu schützen durch Funktionieren aus Taubheit für die eigenen Bedürfnisse, dahinter die Todesangst vor Menschen und die große Not sie gleichzeitig zum Überleben zu brauchen. Bitte helft mir in der Angst vor Selbstausdruck im Kontakt mit euch Menschen und lass uns Räume öffnen und beschreiten wo wir uns zeigen können ohne Ablehnungsangstverstummen und Verlassenwerdenschmerzandrohungen. Ermutigt mich meinen Schmerz aus der Isolation in den zwischenmenschlichen Kontakt zu bringen. Mich gehen lassen erlauben können und selbstberührt dasein im Fremdkontakt danach sehne ich mich. Nach der Erfahrung mich leben zu dürfen ohne mich halten zu müssen.

Gibt es ein Zugehörigkeitsgefühl ohne Anpassung, Selbstunterdrückung und Betäubung?

Mir selbst zu vergeben ist tägliche Arbeit. Meinem Verstand vergeben für das was er meinem Körper antut. Ich umarme die wirren Gedanken, weise sie iebevoll in ihre Schranken und gebe mir Raum zum Wanken. Riskieren heißt für einen Moment den Boden zu verlieren, nicht riskieren heißt sich selbst zu verlieren. Also Geduld mit mir im Ringen um die Erde. Wieder und wieder Rückschritte vergeben und Rückverbindung erlauben. Ich suche Bewusstseinsräume wo ich mich mit mir tief und anhaltend in Beziehung setzten und öffen für Andere sein kann. Und wieder ist da die Angst. Meinen Selbstschutz anerkennen und damit bei mir bleiben. Wie sehr kann ich liebevoll bleiben, wenn ich mich in Kontakt zurückziehe? Wie gütig kann ich sein wenn nichts geht? Wieder das zerfallene Selbst aufrichten und selbst über den eigenen Wert entscheiden. Statt Anerkennug suchen mich selbst anerkennen. Das Ende des Liebe Suchens ist im Akt des selbst Liebens zu finden. Liebe ist ein Akt von Vertrauen. Sich lieben meint sich vertrauen und sich zu ermutigen. Liebe achtet meine Entscheidungen und meinen Willen. Das ganze Nichtwollen meines Lebens taucht auf. Auf dem Kopf stehen und meine Füße sehen. Engel erkennt man an den Füßen, Teufel haben nur Verstand.

Umfallen und schwach sein. Ich darf reglos, schwer, leer, erstarrt sein und als Vollblockade nichts wollen. Am Ende ist es egal wie oft ich (un)recht gehabt habe, es zählt nur wie tief ich geliebt habe. Gottes Liebe ohne menschliche Liebe flutet ein. Gott ist in meiner Schwäche mächtig. Es reicht zu sein. Von Gott kommen keine Handlungsaufforderungen! Im Nichtstun begegne ich Gott und plötzlich macht all das Nichtwollen Sinn. Wenn ich in mir in Liebe bleibe, bleibt Gott und ich in ihm. Gott gibt mir alles um zu sein.

Selbstvertrauen kann gemessen werden im Vertrauen zu Gott. Je näher man Gott kommt, umso dünkler wird es bis darin das Licht erscheint im Einlassen auf das was ist. Ja sagen mündet in ein unaufhörliches Gewandeltwerden. Die Anteilnahme am Frieden Gottes wird mit zunehmenden Bewusstsein immer vollständiger. Gottes Reich ist inwendig. Wir sind mit Gott und Gott ist in uns. Es gibt den Tag, da stehst du vor deiner eigenen Heiligkeit und dann geht es weiter oder auch nicht.

Gnade ist immer da wie ein unsichtbares Schwert. Der Machtwechsel muss in uns selbst geschehen. Die Gnade spürt den Wahrheitsgehalt des Seins und verschenkt sich, wenn man ist wie man ist. Der Weg zur Heilung ist Hingabe zu dem was ist und den Moment so annehmen wie er ist. Je tiefer der Glaube verankert ist, umso mehr kann L(i)eben fließen. Respekt bedeutet jemanden anzunehmen wie er ist (alles andere ist eine Mischung aus Angst und Totstellen). Mich zu respektieren bedeutet mich anzunehmen wie ich bin. Eine Aufgabe für mehrere Leben!

Mein Körper ist Erde und die Energieflüsse machen aus dieser Erde einen lebendigen Organismus. Trennen, betäuben, aus schließen und separieren ist traumabedingt. Alles kann nur heilen, wenn es sich zeigen darf und in Kontakt eine Verbundenheit erfährt. Im Kleinen in mir und im Großen außen in der Welt. Im Ganzsein braucht es keine Lehren mehr. Da ist ein seelisch, geistig, körperlich in allem sein und aus allem fühlen, spüren, sehen. Dazu führt im besten Fall die Spiritualität und der Glauben, weil sie das höchste Licht durch alles in die Erde bringt und (rück)verbindet.

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Leid ist das schnellste Pferd zu Gott. Meister Eckart

Leid bricht auf, vertieft, öffnet, zerstört, entwickelt, demütigt, gebiert, zerstückelt, nimmt auf, zerreißt, entleert, taut auf, verbrennt, fesselt mich, breitet vor auf den grenzenlosen Raum der bedingungslosen Liebe.

Das Leben unterstützt mich in seinem eigenen Tempo, weil es wirksam ist in mir.

Ich bin beschützt auch wenn niemand, inklusive mir, weiß was mit mir passiert.

Ich kann dem Leben vertrauen so wie es ist, auch dem Leben in mir.

Alles erforschen was in mir geschieht und mich jedem Zustand zuwenden.

In den Körper hineinbewegt alles spüren, auch wenn alles in mir flüchten will.

Der Sog nach oben weg zu gehen in der Unaushaltbarkeit schlägt um.

Die Kompensationsmechanismen brechen in sich zusammen.

Panik und absolute Hilflosigkeit treten miteinander in Beziehung.

Die tiefsten Ängste kontaktieren mich.

Meine Wahrheit findet mich.

Die Wahrheit benennen: Ich kann nichts mehr tun.

Kapitualtion im Nullpunkt wo alles in mir Finsternis ist.

Der Beobachter beobachtet sich selbst und löscht dann seine Existenz aus.

Das Leben vertraut mir! Ich darf einfach geschehen lassen.

Ein von Gott gelebter Mensch entsteht.

Ein neuer Leib der sich auf der Wahrheit gründet.

Frieden ist in mir. In mir mit allem da sein bemerkt sich der Unfrieden.

Im ewigen Frieden Gottes im Unfrieden verharren.

Ausblick und Einblick fallen zusammen.

Wachstum und Raum entstehen von selbst aus sich heraus, da braucht es keine Hilfe.

Ich bin aus dem Nichts gewachsen, so dass ich (über-)lebensfähig war.

Der Embryo wächst und die Gebärmutter dehnt sich aus.

Wenn das Leben es will, dann entsteht der Raum aus sich heraus.

Ich bin nie alleine, da ist etwas, dass mich trägt und hält, auch wenn ich es noch nicht spüren kann.

Meine Anwesenheit fehlt(e) mir.

Jetzt habe ich Zeit für mich.

Der Raum entsteht und wächst mit mir.

Es ist immer mehr Raum da als ich sehen kann.

Es ist genug Raum da.

In mir beginnt und endet der heilige Weg.

Auch das Dazwischen ist Gott.

So ist der Himmel, wenn er mir vergibt.

So legt sich Gott in mir frei.

Gott verfügt über mich.

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Prinzessinnen richten ihre Krone, Königinnen greifen zum Schwert, Göttinnen lieben was ist.

Ich starte mit der Frau im Spiegel.

Das Licht auf mich selber leuchten. Von mir gesehen werden und von innen fühlend aus und in mich selber schauen. Im Herzen und im Bauch, der Intuition und der Weisheit des Körpers, ist das beste Navi fortwährend hinweisend auf die eigene tiefste Wahrheit. Von innen auf Innen zu schauen ist das Herz. Es sieht sich und alles in Liebe und als Liebe. In mir seiend nach außen schauen ergänzt das von außen auf innen Schauen und macht vollständiger. Wenn ich wirklich im Herzen ankomme, erkenne ich den Schatz der ich bin unabhängig davon wie ich bin. Synchronisiert mit Gottes Herz ein ewiges Fließen und flutendes Sein. Mein Herz ist das Portal für alles. Ein pochender Punkt eine Quelle und darum Raum in Raum in Raum…

Bewusstsein ist der Grundbaustein für das Universum (nicht die Materie). Das erste was entsteht ist der Raum in dem etwas entsteht. Wenn das okay für den Raum entzogen wird, kollabiert der Raum und es wird eng. Deshalb ist es so wichtig dem was ist, dem Thema/Problem/Schmerz/Widerstand ein okay zu geben, um da sein zu dürfen und atmen zu können. Wahrnehmen … das Wahre nehmen. Komplett in meiner Wahrheit leben ist mein Anspruch und meine Sehnsucht. Darin bin ich geführt, auch wenn es scheinbar Verirrungen gibt.Wir können nur in den Bereichen verunsichert werden, in denen wir uns selbst nicht sicher sind. Wenn wir uns selbst sicher sind, fühlen wir keine Irritation bei Kritik. Man findest bei einem Gedanken keinen Ursprung. Es passiert immer wieder, dass Gedanken gar nicht von mir kommen und ich es überhaupt nicht bemerke.

Nach innen wenden wieder und wieder. Sich auf die Körperempfindungen einlassen . Der Körper erinnert sich an alles, er braucht Langsamkeit, Zuwendung, Raum und Zeit. Den Körper spüren, die Gefühle fühlen und den Zustand des Nervensystems mitzubekommen, weiter die Gedanken beobachten, Identifikationen und Introjekte erleben. Das Drama wie die Erkenntnis beginnt im Kopf und der ist schnell. Der Verstand erzittert beim Tauchgang durch das Herz. Unerreichbares aufgeben erleichtert. Kämpfen beenden entspannt. Seine Grenzen gewahrt wissen lässt Liebe erfahren. Nur Selbstverankertes trägt mich im bei mir bleiben. Ich bin das Licht in meinen Wunden. Niemand kann mir geben was ich nicht zulasse. Meine Lippen schmecken das Gift im Blut. Beschwerlichkeiten annehmen, die genervte Müdigkeit annehmen, das Gewordensein annehmen, die Verkrüppelungen annehmen, das Übersensibelsein annehmen, das Gefängnis der Ängste annehmen. Es tut weh und das ist gut. Alles was geträumt werden kann bin ich. Die die ich war bin ich nicht mehr und die die ich bin werde ich sein.

Meine Depression ist die Summe meiner Kindheit. Mich ruhig stellen (lassen) funktioniert nicht auf Dauer. Es ist ein Mittel um meiner eigenen Ohnmacht und Überforderung auszuweichen. Am Altar von Schuld und Scham liege ich mir einverlaibt. Isolation macht alles schlimmer. Ich kann mich nicht individuell befrieden. Das Beste was einem passieren kann ist ein anderer Mensch und das Schlimmste was einem passieren kann ist ein anderer Mensch!

Ich finde das lebendige Ego anzunehmen und klar zu bekommen viel schwieriger als das stille Selbst zu erfahren. In der Stille ist alles gut, in der Not nichts. Die Stille kann mitunter die Not nicht kontaktieren und in der Not fehlt der Zugang zum weiten stillen Raum. Das Wehren und Nichtwollen des Unangenehmen kostet viel Kraft. Dem Nichtgewollten ein okay geben und in der Not der Erstarrung den Kampf niederlegen. Aufgeben probieren und bewusstbleiben im Leid. Welche Qualität hat das Leiden? Ja ich bin es die den Widerstand erzeugt. Weniger Können ist ein Willensakt. Es ist okay auch im Rückzug, in der Enge, in der Dissoziation zu sein, wenn ich mir ein okay für das verloren und blockiert Sein gebe. Widerstände lassen versuchen. Wie wäre ich jetzt ohne Widerstand gegen das was ist? Dann stehe (oder leige) ich vor mir selbst so wie ich bin und nicht so wie ich ich sein will, auch wenn es sich scheiße anfühlt. Mich meiner selbst ergeben. An nichts festhalten, sondern Schwingen mit und zwischen Öffnung und Kontraktion. In beidem da sein. Wie Gezeiten in Ausdehnung/Liebe und Rückzug/Leere sein.

Alle wirklich alle Vorstellungen aufgeben wie es sein soll und offen sein für alles was ist. Wenn ich die Tiefe in mir spüre, kann ich auch die Höhe erlangen. Das göttliche Licht ist nicht (nur) außerhalb von uns, sondern in uns zu entdecken. Erweiterte Bewusstseinszustände eröffnen sich uns und der Körper braucht Zeit sich an diese zu gewöhnen diese Sensibilität zu halten. Es braucht Hingabe und ein eingebettet sein ins Größere (ich nenne es Gott). Im Still werden und sein lernen wir hinhören, der eigenen Wahrnehmung vertrauen lernen und dabei macht die geistige Welt sich hörbar. Es ist ein sich erlauben und öffnen lassen für den Raum des Unfassbaren. Worte sind dabei nicht ausreichend als Mittel der Abbildung. Kunst eröffnet sie Möglichkeit sich über das Unbegreifbare auszudrücken. Still sein meint, dass ich mein Bewusstsein auf Bewusstsein ausrichte. Meine besten Lehrer waren und sind jene die mich zu mir selbst zurückbringen.

In mir anwesend seiend annehmen was ist. Die Energie des Lebens folgt der Aumerksamkeit und auch der Unaufmerksamkeit. Das was geschehen soll geschieht. Ich bin da wo ich bin. Das Navi, das verorten kann wohin es geht, muss wissen wo es ist. Wenn ich außerhalb von mir bin, braucht es Einkehr und wenn ich in mir bin, braucht es ein rausgehen, um ganz zu werden. Wenn ich ganz da bin, kann ich Gott erfahren. Ich bin innere und äußere Wahrnehmung – ein Portal für alles. Das Fehlende ergänzen im Erfahren macht ganzer und damit göttlicher. Wem, was, welcher Erfahrung gebe ich den Namen Gott? Welche Wahrnehmungen entziehe ich den Status der Göttlichkeit? Gotteserfahrungen haben für mich die Qualitäten der Liebe und des Urvertrauens. Das innige Gefühl ist der Berührpunkt mit Gott.

Offen liebevoll dastehen wie Jesus ist menschenmöglich. Aufmachen und die Gnade rein lassen. Die Gnade, die ich mir selbst entgegenbringe, lässt meinen Verstand loslassen und erlaubt meinem Körper sich zu entspannen. In der größten Krise darauf vertrauen, dass ich bei mir bleibe ist die Herausforderung. Die Fähigkeit des Raumgebens basiert auf Liebe. Dem eigenen Erleben Raum geben befreit das Selbst aus dem Abgeschnittensein. Deshalb braucht es das meinem Selbst den Raum einnehmen erlauben, es einzuladen, offen zu sein und mir den Raum zu halten, vielleicht auch zu verteidigen. Ehrlichkeit mir selbst gegenüber ist die größte Freiheit, die ich habe. Das weiche Herz muss nicht geschützt werden. Es ist grenzenlos elastisch. Je mehr ich mit dem Unbewussten in Berührung komme, umso mehr fällt die Trennung weg. Das ist die Erlösung des Ganzerwerdens.

Wie wäre es, wenn ich mich voll und ganz akzeptieren und annehmen würde?

Vertrauen ist die stillste Art von Mut. Wenn ich mich Gott in allem unterordne ist es ein nüchterner Weg im Sinne von ernüchternd, desillusionierend, bereinigend. Hingabe und Stille sein. Ich kann nicht wählen ob ich Gott bin oder nicht, nur ob es mir auffällt oder nicht. Das ist keine einfache Wahl, es ist die Wahl des Lebens.

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Dünnhäutig für Gott sein

Ich bin die Ursache, habe eine Wirkung und erschaffe eine Wirklichkeit.

Ich wünsche mir und allen Menschen, dass uns das erreicht was uns bewegt.

Wofür nutze ich den freien Willen?

Für den heiligen Raum des Seins. Für die Verbindlichkeit mit mir selbst. Für die Liebe den lichtvollen Fluss des Herzens. Das Herz will ich als Mutter all meiner Verwandlungen ganz genährt in seiner Vollständigkeit erleben. Es geht mir um die Liebe die aus der Wahrheit kommt! Der Ruf in mir ist aus dem Herzen. Die Liebe in mir ruft nur die Liebe.

Auf was eigentlich einlassen und auf wen? Wie viel davon ist aus Angst, Sehnsucht, Scham, Verführung, Manipulation, Einflüsterungen und was davon aus Wahrhaftigkeit?

Atmen, vertrauen, loslassen und schauen was passiert! Ich erlaube mir ab jetzt am Leben sein zu wollen. Mit Anwesenheit im eigenen Raum sein so wie es im Moment ist. Meine Selbstvision ist es in einem zwanglosen Sein dem Leben zu begegnen.

Die Wurzel des eigenen Übels ist der Zwang. Zwang funktioniert bei mir einfach nicht mehr. Die Lösung ist meinen Impulsen erlauben da zu sein und ihnen zu folgen. Nein zum Zwang aus schlechter Angewohnheit und Prägungen und ja zu den Impulsen des wahren Selbst. Meine Grenzen kennen lernen und anerkennen. Mich unter die Menschen einbeziehen mit ihren Bedürfnissen. Die flasche Einbildung ist allen anderen nur mir selbst nicht vertrauen zu können. Es ist eine Lüge der ich immer noch häufig glaube, dass ich selbst so wie ich bin nicht zu gebrauchen und nicht vertrauenswürdig zu sein. Meine Mutter wollte mich nicht, nur aus Schuldgefühlen (für vorherige Abtreibung/Abgänge) ließ sie mich in sich wachsen. Ohne sich zu beziehen verleugnete sie mein Menschwerden; dissoziert nicht wahrnehmend wie ein Ding behandelt werden resulierte daraus. Und genauso bin ich dann mit mir umgegangen. Ich habe mein bedürftiges, fühlendes Wesen unterdrückt, als falsch entwertet, abtrainiert und verleugnet. Ich habe mein Mensch sein nicht wahrgenommen und für wahr haben wollen! Daraus erwuchs das riesige schwarze Loch der Leere, das fehlen von eigenem Antrieb und nur eine Motivation aus dem „weg von“ bewegt werden, eine Haltung von Leben halt notgedrungen ertragen. Es braucht hier in mir das mich als Mensch wahrnehmen Wollen. Und jetzt aufhören mein Nichtwollen zu übergehen, sondern mein Nein erlauben. Sowohl nach innen nein zu den Zwängen und nach außen ehrlich ausdrücken was ich nicht will. Ich will nicht mehr, dass es mir so schlecht geht und deshalb nehme ich mich an wie ich bin.

Ich habe mich noch nicht verstanden im Schauen aus dem Verletztsein. Die Kunst ist es mich auf einen Schmerz der da ist zu konzentrieren und den isoliert zu fühlen ohne verallgemeinernden Weltschmerz zelebrieren. Ganz bei dem konkreten Schmerz sein und bleiben. Es ist nicht alles mein Schmerz und ich muss auch nicht alles von mir gleichzeitig fühlen. Vollständig die Verantwortung für die jetzigen Gefühle übernehmen. Das verletzte Wesen frei wahrnehmen und fühlen ohne Abstand. Selbstannahme in Echtzeit und die konditionierte Version von mir anzeifeln. Auf die Geschichte verzichten und auch die Identifikation der Geschichte zurückweisen. Nichts mehr voraussetzen.

Nur im Licht meiner Anwesenheit kann sich mein Selbst zeigen. Die selbstbezogene Sehnsucht erlöst mich. Ich bin bewusst, um mich zu realisieren. Es braucht mein Interesse an mir. Eigene Entscheidungen treffen gibt Ruhe und Raum. Die Sehnsucht nach mir darf sein, ankommen und bleiben. Die Selbstsehnsucht möge mir nahe sein bis ich mit mir als Sehnsucht verschmelze und selbst bin. Von mir selbst berührt sein. Mir meine Energiequelle sein. Bei mir sein in Gleichwertigkeit. In mir stehen bleiben nachdem ich angekommen bin im heiligsten Inneren und aufhören meinen Weg zu bewerten. Jeder Schritt ist zu schätzen aus Hingabe an das Selbst. Da wo mein Herz und die Wahrheit sind, darauf fokussiert sich mein Selbst.

Ich kenne die Wunden, die Dunkelheit ebenso wie die Scham und die Schuld davon frei werden zu wollen. Eltern sein für die eigenen Eltern ist ungesund, krankmachend und ein extremer Machtmissbrauch an sich selbst. Glaubenssätze die unter traumatischen Stress entstehen sind kompensierende Überlebensstrategien und damit schwerer lösbar da sie existentiell bedrohlich sind. Unterhalb dieser schmerzhaften, dunklen, beschämten Schichten bin ich graduell mal mehr mal weniger verzweifelt und hilflos. Wenn man wie ich statt Liebe und Nähe als Ersatz Anerkennung bekommen hat für das Handeln, dann ist dies die Suchtwurzel, weil das Eigene durch Ersatzhandlungen überprägt wurde. Wenn ich dem Tod dieses Musters ins Auge schaue werde ich lebendig. Wenn ich mich über andere definiere macht mich das leer und abgespalten. Wenn ich nicht in meinem Körper bin, kommen andere und breiten sich hier an meiner Stelle aus. Wer die Anderen klein macht ist nie groß und wer sich klein macht wird nie erwachsen. Wahrheit kommt nicht von außen und ich darf Umwege ins Außen gehen.

Das was ich brauche eröffnet sich mir. Es braucht nur meine Wahrnehmung! Erst wenn ich nicht bei mir bin wird das Leben schwer bis unmöglich. Der Verstand senkt das Schwert erschöpft vom Kampf der Geschichten. Das Schwert in meiner Hand gegen mich gerichtet sinkt zu Boden. Tränen des Schmerzes der Selbstvernichtung fließen. Grauen im Körper mit durch die juckende Haut nach draußen brechenden Ängsten. Die Gewalt der Lügen der Selbstgenügsamkeit bricht sich selbst. Beobachtend wie ich mit und gegen Geschichten kämpfe fällt das Schwert weg, der Körper wird ruhig und die Seele taucht ins Universum im Inneren ein. Der Geist hat verstanden was er dem Körper antut und übernimmt endlich die Verantwortung. Lässt mich frei sterben, weinen, schreien, still sein und alle Fragen sterben lassen, um als Antwort zu leben. Aufgeben das mich etwas oder jemand rettet. Auch ich selbst kann es nicht allein und habe es dennoch selbst zu tun oder zu lassen.

Hingabe an die eigene Ohnmacht rechtfertigt keine Selbstaufgabe. Nie mehr das Eigene in der Gefolgschaft von Lehre(r)n aufgeben. Das Morgen war noch nie vorhersehbar. Wie kam ich auf die Idee irgendeiner Prophezeihung zu glauben? Freiheit ist in mir wenn ich mit allem ruhen und lebendig sein kann. Die Freiheit „ich bin“ zu leben ist mein höchstes Gut. Ich bin lebensunfähig im Haben und lebensfähig im Sein. Die Freiheit zu sterben mit dem Identitätsverlust ohne jede Kompensation. Keine Identität mehr reparieren! Die Freiheit darüber, dass mein Wert in Kontakt mit mir nicht mehr zur Debatte steht, egal wie die Bezeichnung lautet die ich oder du mir gebe. Innerlich frei, verkörpert spürend, fühlend da sein ohne einer Geschichte zu folgen. Vibrierend orientierungslos im Zwischenraumchaos brandgefährlich im Unangenehmen mich loslassen. Ich sagen ohne Identität eine Melodie aus Akkorden die nie eine Note oder gar eine Melodie ergeben. Ja zum nie Ankommen, weil die menschliche Polarität gleichzeitig beide Pole und alles Dazwischen gebärend in der Welt ist. Sprache ist wie ich widersprüchlich. Da ist ein leer mit den Zuständen da sein und gleichzeitig Impulse entstehen, greifen, verwerfen erfahren als unfassbares Schauspiel des Sehens und Seins. Ich bin nicht der Spieler, nicht die Spielfigur und auch nicht das Spiel. Ich bin das, dass all das sieht!

Das Leben stellt keine Bedingunen! Zu sein, zu leben, ist genug. Mein Selbst wird in seiner Gebrochenheit anerkannt und gewürdigt. Alles was aus mir kommt ist richtig und wichtig. Schlicht den Lebensfunken erhalten und weitergeben. Echte Lebendigkeit resultiert aus Hingabe an meine Themen ohne Kollaps. Meine Schwächen, Traumata, Wunden sind im Licht meiner Wahrnehmung nur Lebendigkeit verborgen unter Taubheit. Leben, das ich bin, distanzlos, berührt, unschuldig, funktionslos für mich da. Mein wahres Selbst ist pures Gefühl ohne Drama. Mein Herz entdeckt sich und findet letztlich zu unterst aller Phänomene immer Liebe. Im verrückten Spiel das Spiel sehend totale Fülle in absoluter Leere. Wenn ich ernst nehme, dass das Leben sinnlos, zweckfrei, absichtslos und gleichgültig ist, was dann? Dann komme ich an und erkenne Leben als Liebe, die auch keinen Zweck hat. Leben hat keinen Sinn, es kann so was wie Sinn erdacht werden mehr nicht. Die Art der Illusion ist wählbar, sonst nichts. Dinge haben keine Bedeutung, wenn sie uns nicht jemand gegeben hat und wir sie übernommen haben. Gefühle machen Bedeutung, sie verursachen sie von innen heraus. Ohne emotionale Erinnerung existiert alles nur neutral.

Die letzte Rettung für mich bin ich. Ich durchschneide meine Befehlsketten! Jeden Morgen darf ich mich aufs Neue befreien vom „ich muss funktionieren“ Programm bis ich mich entspannen und ausruhen lassen kann. Niemand kann für mich „ich bin“ sagen! Meine Auflehnung gegen das innere System an Scham und Schuld. Ich war jahrzehnte in Ausbildungen und Arbeitsbereichen, die ich mir nicht ausgesucht habe, nachdem ich aufgewachsen bin in einer Welt wo ich lernte Dinge zu tun auf die ich keine Lust hatte und alles in mir dagegen schrie. Von Beginn an gedrillt erst von außen und dann von innen darauf zu vergessen was ich eigentlich will und gleichzeitig abliefern dessen was zu tun gesollt wurde. Darin habe ich mich fast vollständig übersehen, um in alternativlos erscheinende Formen zu passen und in der Gesellschaft zu überleben. Meine Energie erstarb in einem vorgegebenen Handlungsstrom gekoppelt an selbstunterdrückende Mechanismen, die mich anstelle meiner Selbst gelebt haben. Die Alternativ ist es mich als menschliche Möglichkeit wahrnehmen. Mir selbst Gültigkeit geben, meinen verletzten kleinen Menschen frei sehen und lebendig gegenwärtig die eigenen Impulse fühlen. Je mehr ich bei und in mir bin, mich mitbekomme und spüre, umso mehr Energie kommt zu mir. Der Kraft nicht mehr die Kraft entziehen durch selbstvernichtende Gedanken. Das ist etwas wofür es sich immer wieder zu kämpfen lohnt. Ich bin das Erleben, das sich erlebt. Es geht von mir aus und wird von mir gesehen. Ich darf mir ganz ohne Schuldgefühle Raum zum Heilen nehmen. Wenn ich Zeuge bin, muss ich niemand überzeugen, auch nicht mich selber.

Immer wieder bäumt sich in mir ein Anteil auf und weist das aufgezwungene, außenorientierte Überlebensprogramm zurück. Das im Außen ein guter Mensch sein wollen ist meine Krankheit und mir alles wieder erlauben die Heilung. In einem Autonomieanfall renne ich dem Tod entgegen und er kommt mir nicht nach. Der Körper braucht die Seele zum Sterben. Im Tod braucht der Körper die Seele, weil das der Ort ist wo Gott zu Hause ist in der unsterblichen Seele. Der Tod ist die Krönung des Lebens. Da ist Angst echtes frei Sein nicht zu überleben die mich veranlasst um Unterdrückung und Unfreiheit zu betteln. Wer in mir sagt, dass ich gehorchen muss? Was erzeugt in mir Angst, die mich gehorsam sein lässt? -wer herrscht da gerade über mich? Genau diese Instanz, also mich enttäuschen in der Art und Weise wie ich vor mir dastehen wollte. Die Herzöffnung ordnet verdrehte Herrschaftsansprüche. Die äußere Ordnung ist nur ein Bezeihungsdurcheinander, weil die innere Ordnung durcheinander ist und das verletzte Herz leitet. Darin bekomme ich nichts auf die Reihe und damit kann ich entspannen. Der Chef ist Gott! Hadern bedeutet zu glauben es besser zu wissen als Gott, die bedingungslose Liebe und absolute Wahrheit. Moment für Moment annehmen all dessen was ist wurde uns vom bedingungslos liebenden allmächtigen höchsten Bewusstsein gegeben. Im Leben stehen und möglichst viel Bewusstsein auslösen! Leben einatmen und Tod ausatmen, meine Seele einatmen und die Ankläger ausatmen, Gott einatmen und alles andere ausatmen. Keine Perspektive als das Jetzt, alle Jenseitsbilder fallen. Was im ausschließlichen Jetztsein lässt mich davor flüchten? Was will ich im Jetzt nicht sehen? Wenn alles wegfällt (kein Geld, keine Menschen, keine Nahrung) wo finde ich Sicherheit? Was wenn ich keine Lösungen für Situationen suche, sondern nur mehr Gott? Gibt es dann etwas Jenseits von Jenseits & Diesseits, eine Energie die beides hervorbringt? Wenn ich durch alles durchgehe, lande ich dann in Gott? Was ist die Quelle der Gotteserfahrungen? Sooo viel Nichtwissen und ein Körnchen Gewissheit: Liebe(n) bedeutet, dass Gott mich erkennt.

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Bei mir sein als Teil einer großen Geburt – alles hat die Bedeutung die ich ihm gebe.

Würdige dein Bedürfnis, auch die nach Unterstützung! Ich darf andere Menschen brauchen.

Meine Bedüfnisse dürfen da sein, sie sind richtig auch wenn sie groß und schmerzhaft sind.

Wollen ist eine reine Hinbewegung ein bewegt werden auf etwas/jemanden zu. Brauchen ist Wollen plus den Schmerz des möglichen Nichterreichens. Sprich Wollen plus Angst! Die Angst vor dem Schmerz des Unerfülltseins. Mitunter kommt dann noch Zweifel hinzu, die das Wollen hinterfragen und Begründungen liefern, um leichter verwerfen zu können was gewollt wird. Das bewahrt vor dem Schmerz und der Angst. Damit stirbt aber auch die Motivation. Die entscheidende Fragen sind: „Warum brauche ich die Angst als Motivation?“ und „Wie finde ich Frieden mit dem (Nicht-)Wollen?“. Vielleicht immer wieder Angst fühlen ohne mich von ihr motivieren zu lassen einen Rückzieher zu machen und in die Unterdrückung des (Nicht-)Wollens zu kommen. Wach bleiben und den bevorstehenden Schmerz (aus)halten statt fliehen um ein mögliches Versagen/Mangelgefühl zu meiden. Es ist eine Kunst die Nichterfüllung hinzunehmen UND das Wollen dennoch zu versuchen.

Die Welt war immer falsch und in der falschen Welt das eigene Richtige suchen und so gut es geht leben, darum geht es. Alles jeder Zustand in den ich mich hineingebe und weiteratme ist gut im Sinne von heilsam. Das Leiden ist aus dem Leben nicht entfernbar. Aber es ist nicht die Endstation. Der Prozess des heil werdens umfasst eine Verbundenheit mit sich selbst, die innen eine Atmosphäre der Selbstakzeptanz aufrechterhält. Alles entfaltet sein Wirkung so wie ich mich hineingebe und worauf ich mich als Aufmerksamkeit fokussiere.

Lass dich überraschen von dem was du in dir vorfindest. Es geht nur um dich, um deinen Wahrnehmung. Vergleiche sind destruktiv und nutzlos, da sie meist die eigene Innenwelt mit der Außenwelt eines Anderen vergleicht oder den eigenen Anfang des Weges mit dem Ende eines Anderen. Lerne den tiefen Einweg zu dir. Es gibt keinen Ausweg. In Selbstverantwortung uns auf den Tisch bringen im Erkennen wie es aussieht in uns. Freiwillig aus Selbstliebe mir einen neuen Raum bauen in dem ich neue Erfahrungen machen kann und mich selbst befreie. So weitet sich das Bewusstsein mehr und mehr. Das Innere wird befreit und gleichzeitg wird das Äußere im besten Sinne gleichgültig.

Im Prozess des Rausgehens aus Programmen ist Unterstützung von außen sinnvoll. Erwachen geschieht in und mit jeder Wahrheitserfahrung. Wahrheit meint klar alles so zu sehen wie es ist. Das ist dauerhaft absolut kaum dauerhaft haltbar (nur wenn man erleuchtet ist). Es geht um die Ehrlichkeit es so gut als möglich zu probieren. Es gibt eine dreifache Wahrheit. Die unzweifelhafte Wahrheit ist direkt von Gott gegeben, die offenbarte Wahrheit steht in den heiligen und spirituellen Schriften und dann gibt es noch die Wahrheit des Verstandes, der versucht in diese beiden Wahrheiten einzudringen. Die Wahrheit zu leben ist ein harter Lebenskampf. Ungewissheit ist ein zentrales Merkmal von hoher Bewusstheit. Harren in der scheinbaren Vernichtung der eignen Welt ohne auszuweichen und das was sterben will gehen lassen. Die allerwichtigste Frage ist immer: Liebe ich? Wir müssen durch den Schmerz, aber nicht alleine isoliert ohne Verbindung. Es erlauben übernommen zu werden von Wirklichkeit geschieht, wenn keine Grenzen erschaffen oder aufrechterhalten werden. Dann kommt es zu einer natürlichen Ausdehnung des Bewusstseins. Vollbewusst zu sein ist das Himmelreich auf Erden. Wenn wir ins Sein aufgehen sind wir viel lebensfähiger, weil wir wirklich da sind und die wahren Impulse spüren. Das Unnatürliche ist viel mühsamer als das Natürliche, weil es Anstrengung und Bemühen beinhaltet. Unerfüllte Bedürfnisse und Widerstand dürfen da sein, wollen dazugehören und bejaht werden, vor allem auch die Konsequnezen des eigenen Widerstandes. Wenn der Widerstand aufhört zerbricht ein altes Glaubenssystem und Raum für Neues wird frei. Das Dazwischen nennen wir meist Krise. Darin sieht, spürt, fühlt das System das Problem ohne es lösen zu können. Genau hier bin ich und bemerke ich brauche nicht wissen wie es weiter geht. Ich kann jetzt alles was im Argen liegt annehmen, schauen was dennoch möglich ist und mir die Auszeit in der Verzweiflung gönnen so lange sie da ist. Jetzt habe ich Zeit und es darf dauern die Achtsamkeit und Liebe für mich zu entwickeln. „Schönheit beginnt in dem Moment in dem du beschließt du selbst zu sein.“ sagte schon Coco Chanel.

Anspannung ohne Entspannung geht nicht lange gut. Freiheit ohne Disziplin auch nicht. Aber Disziplin ohne Freiheit auf Dauer genauso wenig. Erst wenn ein Ausgleich besteht, wird Genuß möglich und Kraft sowie Freiheit spürbar. Das was ich im Außen ablehne bin ich im Inneren noch nicht bereit zu integrieren. Distanz zu wagen hilft die Verbindung zu mir zu halten. Jede Bindung die gelöst wird tut weh, aber man stirbt nicht daran (als Erwachsener). Distanz kann auch wieder zu mehr Nähe führen. Anerkennen was ich nicht haben will und damit Frieden finden. Auch Liebe darf sich abgrenzen und Freiraum geben wie nehmen. Das ganze Leben ist eine Entspannungsübung. Glückseligkeit kommt durch das Zurücklassen von Macht, Kampf, Identifikation, Abwehren, Bedeutung. Wiederholung entsteht durch das Denken, nicht durch das Sein. Rekonstruieren und Seinlassen kann durch das Denken geschehen. Heilung meint in mich hineinzuwachsen. Durch Erkenntnis und durch Seinlassen und durch Gnade (die viel Hingabe braucht) erlangen wir Bewusstwerdung. Wenn Gnade geschieht gibt es keinen Druck mehr.

Wohlwollen erschafft Wunder. Liebe ist die erste und die letzte Revolution. Heiligkeit ist jetzt, das Leben, der Atemzug. Mit jedem Einatmen kommt die Seele (das Leben) in den Körper und mit jedem Ausatmen verlässt sie den Körper wieder. Der Tod ist ein Ausatmen dem kein Einatmen mehr folgt. Wie schlafe ich ganz friedlich am Schluss meines Lebens ein? Vielleicht im immer tiefer entspannen können mit allem was ist. Erleichtert von vielem mit einem in den Körper gebrachten göttlich-kosmischen Bewusstsein gedankenlos ein letztes Mal ausatmen während mich der ganze Himmel beobachtet und die Erde den Körper zurücknimmt. Vertrauend im Einverständnis mit dem göttlichen Richter den eigenen Lebenspreis abbezahlt und geläutert eingehen in den allumfassenden Frieden Gottes. Bis dahin darf ich mehr und mehr spüren wie die Herrlichkeit Gottes sich in all meinem Sein einstellt. Bis zuletzt nichts mehr diese Herrlichkeit verdecken kann. Engel können fliegen, weil sie sich leicht nehmen, ganz sie selbst sind und nichts aus sich machen.

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Gott mehr als Heilung wollen.

Vielleicht bedeutet Heilung im Frieden sein mit mir und der Welt.

Es heilt nicht die Methode, sondern die Kraft, die durch die Methode ins Fließen kommt.

Neue Tiefen finden mich und inspirieren das bewusste Leben. Mein Selbstvergiftungsprogramm erzählt mir, dass ich anderen Aufmerksamkeit schulde, Selbstbezug eine Sünde sei, die Welt vor mir geschützt werden muss und ich vor ihr und ich die Anderen mehr brauche als sie mich. Brauchen ist verteufelt in mir und in die Isolation, den Rückzug geschoben. Hier liegen die Einsamkeitsgefühle meines beschämten Daseins.

Scham das unangenehmste Gefühl, das keines ist. Scham ist eingefrorene Todesangst vor Ausschluss und Vergeltung. Gefängniswärter und Wegweiser zum Himmel zugleich. Mitten im Minenfeld der Beschämungen überleben erfriert die Lebensenergie. Es zersetzt in einen körperlosen Zustand hinein begleitet von Nebel im Kopf. Vermeidend ins Innere verschwinden die wie ein kleines Gefängnis lähmenden giftigen Kapseln voll mit Vorstellungen vom Falschsein gefüllter Gedanken. Selbst vor ihnen auf der Hut seiend gibt es kein entkommen, zumindest wenn man lebendig sein möchte. Dokumente emotionalen Missbrauchs und kulturellen Schutzes. Scham zersetzt individuell, strukturell und kollektiv mit einer langen Haltbarkeit. Diesen heimlichen Schutz ablegen Schicht für Schicht in der offenen ehrlichen Begegnung. Die Tabus ansprechen schmilzt die eingefrorene Lebensenergie langsam wie ein massiver Gletscher. Es ist schwer bis unmöglich eine Abwesenheit zu fühlen bevor da jemand da war. Seelenkontakt von Abwesenheit bis Überwältigung in Kontakt bringen lässt mich oft hilflos da sein. Es ist ein offener Ausgang wahrhaftig ungeschützt einander Begegnen zu versuchen. Freiwillig ohne es zu müssen Macht- und Kontrollspiele offen legen. Weich und verbunden in meiner Beschämung stehen ermöglicht es Leben ins Überlebensprogramm zu bingen. Einen Dialog über schambehaftete Themen eröffnen legt die tiefen Wunden frei und dann kann der Eiter abfließen. Es lässt mich erleben im Falschsein existieren zu können. Entschämung ist wie aus einem Ganzkörperkondom auszusteigen. Es bring Wertschätzung in mein Inneres und lässt erfahren wie nicht nur in mir sondern auch in Kontakt (fast) alles sein darf. Dann lässt sich der Himmel erfahren, weil auch die tiefsten wundesten Punkte im Inneren in unserem Herzen geöffnet und in Kontakt gebracht wurden. Dann können wir offen sein ohne wahlweise Bedürftigkeit oder Härte/Verschlossenheit mitzubringen. Energien sind gleichwertig, erst meine Interpretationen der Energetik machen daraus ein furchtbares Monster der Verfolgung oder eine auf mich zukommende Wunderwelle. Beides bin ich, ich bin die Interpretation der Energie genauso wie die Energie selbst.

Mit Licht auf den Schatten reagieren! Schatten im Schatten erzeugt Schatten. Schatten gebiert im Licht durch Selbstzuwendung ein „ich darf da sein“. Wertschätzung schöpfen im eigenen Herzen und sie dem Schatten gönnen. Diese Wertschätzung dessen worunter gelitten wird fügt dem Schatten Licht hinzu. Dabei wird es nie schlimmer, es zeigt nur wie schlimm es wirklich ist. Moral ist ein Set an Verstandesvorstellungen. Oft führt Unmoralisches scheinbar Inhumanes mehr zur Wahrheit als Korrektheit. Läuterungsphasen sind wichtig, um mit Wahrheit und Macht umgehen zu können. Bei uns und in der Selbstbegegnung beginnt bedingungslose Liebe. Der Fokus gehört nach innen zu dir, zu deinem Schmerz, dort will deine Liebe ankommen. Im Selbstkontakt zu sein lässt lieben. Den Schmerz wertschätzen hilft, um zu sehen was gerade wichtig und nötig ist. Gönne ich mir was ich brauche auch den Schutz oder die Kontrolle, dann wird sie als Seelenpuzzleteil angenommen und ein ganzer Werden geschieht. Das was wir an negativ in uns bewerten aufzuwerten, erlaubt dem Aspekt aus der Schattenwelt aufzutauchen. Dabei ist eine Selbstintegrität, die zu dem was auftaucht und da ist (die Gefühle, Körperempfindungen, Gedanken, Energien, Erfahrungen) „ja du bist zu 100% richtig“ sagt, wobei das nicht unbedingt gut sein muss. Vertrauen hat mit uns selber zu tun, nicht mit dem Anderen, wir können es im Außen nicht finden. Wenn wir vertrauen wollen, gilt es die Wunde der Verunsicherung begegnen. Mein mangelndes Vertrauen kommt aus der Neigung mir selbst die Schuld zu geben und mich oft zu hinterfragen, dadurch bleibt die Wunde der Verunsicherung bezüglich meinem Empfinden, Wahrnehmen und Wert offen. Meinen Gefühlen und Körperempfindungen halt geben lernen sowie der eigenen Wahrnehmung und Intuition vertrauen zu schenken heilt.

Meine Wahrnehmung ist alles was ich habe. Es ist mir ein echtes Anliegen, dass es mir besser geht. Würdevoll anerkennend mit den bleibenden Wunden da sein. Mir zugewandt bleiben in den noch ungeheilten wie unheilbaren Selbstanteilen. Auch den Selbstschutz, den Rückzug und die Verneinungen bejahen. Mich lernen in meinen Neins zu lieben. Die Gewohnheit will mich fertig machen, den Zweifel an mir bemerken. Er hat die Macht, weil ich ihm die Aufmerksamkeit gebe. Dableiben im Irrsinn und mich nicht vom ihm ins Drama wegziehen lassen. Noch halte ich den Deckel fest, der im Heben mein Leben vielleicht vom erkämpften Leid erleichtern würde. Da ist ein doppelt schutzlos fühlen,für mein Erleben, wenn der Selbstschutz keinen Schutz erfährt. Dabei entziehe ich mir den bejahenden Raum und erlebe mich schutzlos und verurteile mein Schutzbedürfnis. Mich in der Schutzreaktion als Teil meiner Erfahrungswirkichkeit ernst nehmen. Ich kann Schmerzen nicht mit noch mehr Schmerz lindernd begegnen, sehr wohl aber mich in einen natürlichen Fluss bringen in dem ich annehme was ist. Die eigene Tragik anerkennen und mich in allem zu mir bekennen! Da sein ohne mich zu ermahnen fürs mir was holen wollen. Ja da ist ein riesen Nachholbedarf an Geborgenheit und Kindseinwollen. Ich möchte aus tiefstem Herzen Wohlwollen zu allem in mir entwickeln. Dafür immer wieder wahrnehmen: „Was ist jetzt, bin ich liebevoll mir mir?“. Ich gestehe ich möchte mich nah und innig verbunden und geliebt fühlen. Ja ich möchte mich wohl und gut fühlen. Echte liebevolle Nähe zu mir erfahren und heil sein. Ich bin mir endlich ein Anliegen und entwickle echtes Selbstinteresse. Das Maß an Interesse an mir bestimmt wie sehr ich mit mir in Kontakt bin, wie wach ich sein kann im Gefühlssturm, wie deutlich ich die Zweifel an mir anzweifeln kann. Mich um mich bemühen, darum mich zu bejahen und darin auch das größere Ja zur Schöpfung zu entwicklen. Erlaubnis und Forkus auf das „mir selbst wichtig Sein“. Bedingunslos mit mir sein, mich von mir halten lassen, mir Sicherheit und Vertrauen geben und für mich empfänglich sein. Die Möglichkeit eines liebenden Schöpfers mit einer auf Liebe basierten Schöpfung aufrechterhalten trotz all der Negativität und Destruktion. Gleichzeitig mir erlauben anzunehmen geliebt zu sein und mich dieser Liebe würdig erweisen. In Würde da sein und meiner Erfahrung den Segen geben. Ich selbst als Wahrnehmung bin wichtiger als das was in meiner Wahrnehmung auftaucht. Alles umhüllende Akzeptanz! Gelebte Liebe. Mir selbst in tiefen Frieden begegnen. Ich kann dem vertrauen von dem ich mich abwende. Mich mitkriegen ohne mich klein kriegen zu lassen. Ich muss nicht weg! Das ist ein Missverständnis. Selbstbeschäftigung mit wohlwollenden Augen, lässt mich einlassen auch wenn es mich ins Außen wegzieht. Zu mir hinsehen, reinschauen, reinfallen und für mich sichtbar werden. Auf mein Spektrum schauen und meine Antworten des Moments ausprobieren auf die Fragen: „Was ist das hier mein Wesen?“ und „Wie sehr will ich leben und herausfindenfinden was das heißt?“. Interesse an mir ist der Schlüssel und das Zauberwort.

Be- und Erkennen ich bin um meiner selbst Willen da. Ich nehme meine Aufmerksamkeit an und erhöre mein Flehen nach mir. Ich bin für mich da (auch wenn sich etwas dafür noch schämt), für meine Wahrnehmung als Wahrnehmung. Der Fokus auf mich heilt. Das Ich, das ich loswerden wollte, gibt es gar nicht. Das ist ein Abwehrmechanismus! Das was mich weniger machen bis auslöschen will ist das Ego. Ich bin nicht die Plage, sondern alles was das behauptet. Ich muss nicht auf mich sauer sein, wenn ich auf andere sauer bin. Die gewaltsame Selbstüberwindung und scheinheilige Selbstlosigkeit sind vorbei und als gelebte Lüge erkannt. Das Ungewollte wird mein Freund, die Kraft der Wut darf aufkommen, die Weisheit im Widerstand zeigt sich, die Liebe im Schmerz leuchtet auf, die Bedürfnisse in der Angst bekommen Raum und die Stille in der Trauer erweist sich als Lichthelfer. Ab jetzt erfülle ich mich selbst mit dem Licht meiner Wahrnehmung. Die Entscheidung für mich ist gefallen, zuerst für die Verbindung nach innen und dann fürs Einstehen für mich nach außen. Genießen, kann ich das genießen, kann ich mich genießen im mich Bemerken?

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Wahnsinn ist der erste Schritt zum Glück … weg vom Baum der Erkenntnis und hin zum Baum des Lebens

Mit ganzem Herzen bei mir sein und die Begebenheiten im Herzen bewahren – nicht in der Erinnerung – weil da die Liebe wohnt. Liebe schaut hin nicht weg! Die Angst schaut weg.

Die inneren Wahrheiten sind geschichtet und ineinander kontextualisiert. Sie werden individuell erfahren und kollektiv bestätigt. Dadurch nehmen wir sie als objektive Wahrheiten an. Alle Wahrnehmungen sind am Lebensweg unsere Orientierung, sie führen zu einem System von inneren Überzeugungen, die wir körperlich erleben und Gefühlsmuster bilden. Wahrnehmung bedeutet eine Information für wahr zu nehmen. Das ist eine Entscheidung! Wir sind unserer Wahrnehmung zumeist nicht ausgeliefert. Etwas für wahr nehmen bildet einen Glaubensatz oder eine Grundüberzeugung; das ist kein echter Glaube.

Wenn wir uns öffnen kann etwas Realität werden, beim Verschließen blockieren wir uns in diesem Bereich. Das worauf ich mich einlasse, kann da sein. Es ist nichts Neues was entdeckt wird. Wir als Kollektiv der Menschen sind scheinbar aus Verdrängung und Wiederentdeckung gebaut. Das Leben bestimmt unser Gewissen, nicht das Gewissen unser Leben. In der Welt der Erfahrungen können wir vollständig fühlen und reine Bewusstheit erleben genauso wie aus dem Herzen die Erfahrung des Einsseins machen. Genauso können wir uns von der Wahrnehmung entkoppeln und uns von Anderen/m leiten und führen lassen.

Nur das woran ich glaube kann wirken und sichtbar werden. Knechtschaft ist nichts schlechtes, die Frage ist nur wessen Sklave wir sind. Im Bewusstwerden welcher Werte, Worte, Dinge, Menschen folge ich nach? Dem entsprechend eröffnen sich Wahlmöglichkeiten. Es kann erleichternd und unangenehm sein zu folgen. Im Unterordnen kann der Andere die Richtung vorgeben und den Raum halten für die gemeinsame Bewegung. Das führt in die Momente des Kontrollverlustes, mitunter verliert man sich eine zeitlang und es kann rettend sein sich anzuvertrauen. Es ist und bleibt Paradox. Überhebung verhindert ein gemeinsames Feld und Gehorsam kann rettend sein, weil er vor Angriffen schützt, genauso wie zerstörrend, weil es das Eigene auslöscht. Die Obrigkeit führt uns so lange bis wir keine höhere Obrigkeit haben.

Am Weg bist du das Ziel! Die Krise ist eine Einladung vom Leben mich tiefer einzulassen. Das einzige verbleibende Ziel ist Authentizität. Mit mir identisch und richtig sein in der Vielschichtigkeit der Lebensmomente. Ich möchte eine Daseinsverbündetet und keine Daseinsentfremdete mehr sein. Mir ist sonnenklar, dass das Lösen von Problemen genauso wie die Abwesenheit von Problemen nicht zum Glück führen. Sich authentisch fühlen und spüren macht glücklich. Die Meister nehmen an was da ist, integrieren Widerstände und spüren wie fühlen ihre Wünsche. Die eigene Mitte findet sich jenseits von und zwischen Wunsch und Widerstand. Bei allem „Üben“ geht es NUR darum, nicht mehr zu üben, sondern schlichtweg anzunehmen.

Wie kann ich annehmen glauben und vertrauen zu könnnen wo doch alles in mir rezitiert „ich kann das nicht“? Wie kann ich glauben lernen? An Heilung, an die Liebe, an Frieden in meinem Körper in dieser Welt? Vielleicht im Funken des für möglich haltens. Die Hoffnung beginnt in der Hoffnungslosigkeit. An dem Punkt wo die Welt und ich auf ihr zur Hölle werden. Hoffnungslosigkeit kann freudvoll sein und sehr erleichtern. Die Hoffnung ist ein goldenes Seil, das dich mit dem Himmel verbindet. Die Erwartungen erkennen und so es geht loslassen in beide Richtungen sowohl in die des Trostes und der Heilung als auch in die der Trostlosigkeit und des Unheilbaren. Menschsein ist begrenzt. In der Begrenzung, im Dunklen und im Unheil die Freiheiten ausloten, die es dennoch gibt. So wird die Perspektivlosigkeit in der Welt ein Geschenk, um die höhere Perspektive auszumachen und zu halten. Glauben versuchen ohne etwas zu erwarten. Es kann nur probiert, nicht gelernt und nicht gelehrt werden.

Was bedeutet es zu glauben? Habe ich die Wahl wem ich was glaube? Ja! Die Erlösung liegt im ja. Liebe sagt zu allem ja, auch zum nein! Sie holt mich da ab wo ich bin. Bedingungslos, weil Freude und Glück für sie gleich viel Wert haben wie Wut und Traurigkeit. Egal wie schuldig, voll an Verdrängtem, im weglaufen und schützen, inklusive allem Übel nimmt Liebe an was ist. Die große Dimension von Liebe ist eine Seinsqualität, ein Trost der da ist und ausdrückt „weine, wüte ruhig, ich bin da“. Eine haltende verbundene Präsenz die annimmt. Ihr Bejahen klingt wie „Zorn hier hast du Raum und kannst landen“ und „ja du bist erwünscht Unruhe“.In ihr hat alles ein Daseinsrecht. Auch die Depression und Schwäche darf hier sein. In ihr kommt alles dazu, jede Information und jeder Zustand darf tief landen.

Was steht noch zwischen mir und dem Lieben, dem vollständigen ja sagen? Die Angst, das Hinterfragen, das Vergleichen, die Minderwertigkeitsgefühle … kurz Ängste und die reduzieren mein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Hilfe von Mitmenschen und sogar in die Gotteskraft. Ich habe Angst (wieder) unbemerkt benutzt und missbraucht zu werden. Und ich habe Angst vor Angstmache, weil ich die trennende Wirkung der Angst und ihre isolierenden verstummende Kraft so gut kenne. Hingabe über die eigenen Grenzen beinhalte(te)n eben auch Grenzverletzungen. Gleichzeitig beobachte ich wie die Revolution ihre eigenen Kinder frisst.

Viele Fragen in mir an mich tönen durch und hallen unbeantwortet nach:

Wer hat die Macht Wahrheit zu definieren? In mir, in der Welt und jenseits davon?

Wie gehen Selbst- (und Welt-) Annahme und Selbst- (und Welt-) Überwindung zusammen?

Wann mir, dir, Gott, Verstorbenen, Meistern glauben? Und was wenn diese Stimmen alle was Unterschiedliches sagen?

Wie kann ich im Körper spüren was ich (von Gott) bekomme? Wie genährt werden seelisch fühlen?

Wie mit meinem Unterentwickelten in Beziehung sein bzw. kommen?

Mir geht es nicht nur um Kontakt an sich, sondern ich verbinde mit dem Kontakt meine Existenz. Der Kontakt macht mich sichtbar und real. Diese sichtbare greifbare Realität macht mir Angst. Im echten Kontakt erleben fühle ich meine enorm verletzliche Existenz in ihrer Ganzheit und das macht mir Angst. Existenz ist in mir direkt mit dem Erfahren von Bedrohung, Verlorensein, Hilfslosigkeit und Verzweiflung verbunden. Daher rührt die Daseinsangst, weil im Kontakt meine Existenz auf dem Spiel steht. Vor allem wenn ich für meine existentiellen Bedürfnisse einstehe nehme ich Bedrohtheit war. Wenn dann viel an Gefühlen kommt im Exisieren kollabiert ich aus der Angst in eine Dissoziation. Wenn dann die Erstarrung nachflässt fühle ich erst länger nichts als Leere. Diese Tatsache, dass in mir erst mal nichts ist, triggert die Angst nicht zu existieren. Jede Angst kommt von innen aus der Angst! Ein Spiegelkabinett der Angst mein (Nicht-)Sein. Soviel zu meinem bindungstraumatisierten Menschlein.

Wie viel einfacher ist da die Beziehugn mit Gott, der stößt mich nie weg; nichteinmal wenn ich mich abwende. Gottes Präsenz ist immer zugewandt da. Liebend mich mit meiner Wahl worauf ich die Aufmerksamkeit lege konfrontierend. In Gott ist absoluter Frieden ohne genauso wie mit gut gehen. Es braucht von mir keinen bestimmten Zustand, um in Gott zu sein. Hier ist ein Gefundensein in Liebe mit allem real nur eben nicht menschlich. Damit verlasse ich die Welt und befinde mich in einer jenseitigen Ewigkeit. Ich sehne mich nach dieser göttlichen Annahme, die im Herzen auch zu jedem nein ja sagt, in der menschlichen Welt. Einem Raum wo in Kontakt alles auftauchen kann, nichts dasein braucht und ich mit dem was sich zeigt (auch Panik, Rage, Taubheit, Starre, Verspannungen) sein kann. Wo ich mit all dem was ich in den Zellen halte mich langsam vertrauend öffnen und geschehen lassen kann. Eine Gemeinschaft in der mein Vereinzeltes dazukommen darf und landen kann. Ein Raum in dem mein menschliches Selbst hochkommen und auftauchen kann. Wo ich beherzt erlebe: „Ich darf da sein und Gott darf da sein!“ und mich ganz willkommen fühle. Träume, Illusionen… in der Welt gibt es wenig Freiraum, die Welt ist ein Ort des Todes, auch ich werde gehen, letztlich zu Gott. Also ja sagen und dem Schicksal entgegengehen. Lass mich beten und anvertrauen. Eines Tages wird es womöglich heißen: Das Licht ist gekommen, ich habe der Welt vergeben.

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Was ist meine Substanz auf dem spirituellen Weg?

Der Weg nach innen ist kein Egoismus, er ist (harte) Arbeit. Es ist ein langer Prozess – nach dem ersten Erkennen – den Krieg zwischen Licht / Liebe und Schatten / Trennung in sich immer wieder an den unterschiedlichen Stellen zu beenden. Die Suche führt uns auf den Weg. Eine unbestimmte Sehnsucht aus dem Unbewussten sucht sich Selbst und die Wahrheit. Etwas bricht auf zu sich selbst und macht uns in unserem Bewusstsein darauf aufmerksam. Nach innen horchen statt nach außen verdrängen ist der Weg, wenn es von Interesse ist. Die Schatten gehören zum Menschsein und sie wollen aus sich heraus verwandelt werden. Immer wieder von neuem Leben lernen. Es ist notwendig die Liebe, das Lichte und das Vertrauen bewusst in sich schöpfen zu lernen. Gott sei Dank tragen wir in der Tiefe ein Urmeer an Liebe und können uns bewusst damit durch einen liebevollen inneren Dialog verbinden .

Mehrmals schon habe ich die spirituelle Heimat nach langem tiefen Einlassen verlassen und aufgegeben. Das tut sehr weh und zögert sich meist lange hinaus, weil ich reichlich Übung im Aushalten der Qual der Selbstaufgabe habe. Ein Selbstüberwinden steuert mich, dass mich weiter glauben lässt, obwohl alles in mir die Schritte nicht mehr mitgeht, die der Lehrer und das Feld vollzieht. Ich möchte mich weiter anvertrauen und gerate immer mehr in Not. Das Gefühl abgelehnt zu werden mit dem Eigenen ist ein Urtrauma. Meine Wahrheit geht sich mit den gelehrten Wahrheiten bis zum Zerreißen nicht mehr aus. Der Lehrer ist ein Anlass der Wahrheit zu folgen. Dabei brauche ich viel Wahrhaftigkeit von innen wie außen. Wenn die nicht mehr möglich ist, dann erreicht es irgendwann den Punkt wo die Angst vor dem Verlassen vom Mut den Schmerz der Heimatlosigkeit zu fühlen übertroffen wird. Es ist möglich in jedem Moment (neu) umzukehren, wenn wir das Brauchen und den Mangel fühlen können. Sich unter Menschen alleine zu fühlen ist noch schlimmer als ganz alleine zu sein. Letztlich zeige ich mich immer nur mir selbst. Es gibt niemand wichtigeres, der mich sehen könnte als ich selbst. Welcher Teil von mir rennt zu einem Lehrer/Therapeuten/Seminar auf der Suche nach einer (Er-)Lösung von meiner Not? Der der mich selbst loswerden möchte! Mein biographisches Fluchtprogramm. Es zwingt mich scheinbar dazu. Jeder Verführte schützt seinen Verführer meist unbewusst subtil und versteckt im Heimlichen. So auch ich.

Leichter werden von den Irrtümern und Überlebensstrategien. Die Lügen beenden aus Liebe zu mir selbst. Je mehr Druck ich mir mit mir mache, umso länger dauert es. Je schlechter ich mit mir bin, umso weniger Liebe kann ich spüren. Was ich bewerte kann ich nicht lieben. Ich möchte endgültig aufhören mit mir zu kämpfen. Wenn ich ehrlich bin, dann spüre ich einfach was nicht der Wahrheit entspricht. Innere und äußere Lügen machen meinem Körper Stress. Unwahrheit bereitet mir Schmerzen. Meine Wahrheitssensibilität entspricht meiner Körpersensibilität. Beides halte ich kaum aus. Mein Herz tut durch das Abschotten dieser Schmerzen mitunter so weh, dass ich mein Inneres nicht fühlen kann. Wenn zu viel in und um mich nicht der Wahrheit entspricht, entsteht Depression. Mein „burnout“ ist endlos verschleppte Trauer und die Realisierung der Lebensschmerzen, die ich so lange vor mir her und teilweise weggeschoben habe. Eine Art seelischer Kurzschluss überall da wo ich den Kontakt zu mir verloren habe. Meine Symptome bezeugen auch das Unrecht, dass mir widerfahren ist. Die Schmerzen haben mich zu einer Gefangenen gemacht. Die Traurigkeit und Sehnsucht, die ich in mir habe, bekommen eine andere Bedeutung, wenn ich sie als von Gott gegeben annehme. Wenn ich mich und sie als Wahrheit im Moment nehme, entlastet es, es erweicht mein Herz.

Ich möchte mich so gerne gefühlt fühlen und wenn dies geschieht erfüllt es alles in mir. Genauso ist es, wenn ich mich selbst fühle, dann erfüllt es (so nicht eine schmerzhaft Leere der Isolation da ist) mich. Wenn alte Identifikationen sich auflösen kommt oft Leere zum Vorschein, weil diese inneren Gebiete nicht entwickelt wurden. Es dauert bis sich Eigenes/Neues an den verwaisten inneren Orten einfindet und Platz nimmt.

Die Anderen dürfen mich ablehnen, jetzt kann ich mich damit konfrontieren mit Liebesentzug zu sein, so er erschient. Ja ich bin verwundet und verwundbar und ich bin verbunden mit mir und dem großen Geist / Gott. Fliehen ist wie Verschließen. Das Vermeiden des wirklichen Fühlens geht mit dem vermeiden des wirklichen Wollens einher. In vielen Gefühlen steckt ein Wunsch. Ablehnung von außen tut weh. Noch viel mehr schmerzt sie von innen. Schuldig, sündig, fehlervoll auf mich geworfen bin ich dann da. Ein Ich das meine Wünsche ablehnt und als egoistisch verteufelt. Éine Schattenfigur die fühlend offen bleibt in einem Selbstablehnungsteufelskreis. Meine Lebenslüge des Mangels (an (Selbst-)Liebe) fühlen und im Körper spüren was der Geist damit anrichtet, wenn ich sie glaube. Das Schreckliche spüren und dessen Zerfall erfahren. Die Kämpfe der Identifikation überleben nicht. Innerlich gerichtet werden und damit sein.

Die Wellen nehmen wie sie kommen, sich überschlagen und wieder gehen. Mein Herz, Psyche, Seele, Körper – System tut höllisch weh und das zu halten bringt mich immer wieder an den Punkt wo ich um die Gnade gehen zu dürfen flehe. Wann ist das Ende sichtbar? Wie, wo, wann bin ich frei mich zu verabschieden? Gibt es Menschlichkeit im Sterben wollen? Suizid ist super egoistisch und deshalb erlaube ich ihn mir nicht aus Scham vor Gott und Angst vor Verdammnis. Mein Ich möchte eine Existmöglichkeit. Ich will nicht unbedingt sterben, aber scharf aufs Leben bin ich auch nicht. Sprich tod sein wäre nicht schlimm. Keine Lebensmüdigkeit aber reichlich Todessehnsucht. In diesem Zwischenraum des nicht sterben aber auch nicht leben könnens bin ich. Die Dämmerung gehört zu meinem Leben. Aus Scham vor Sichtbarkeit verstummten die Schreie im verborgenen Halbdunklen. Zu denen schaue ich nun zurückgehend, um sie wieder einzuladen mir die Kehle zu öffnen. Es tönen in neuen Farben aus meiner Finsternis.

Der Tod ist keine Illusion. Der Tod ist das Ende aller Illusionen. Und ja ich bin bereit dafür.

Der Himmel steht in Flammen und es gibt etwas dass mich noch hält. Der Tod trägt seinen Frühling wie die Wüste das Gebet. Da ist ein Kind in mir, dass flüstert „lass dich los und halten“. Was nur was mein Schatz? „Das Leben Gottes Geschenk.“ hallte es aus dem off. Da bin ich nach dem Ende und vor dem Anfang und erkenne „ich habe nicht genug Kind in meinem Leben“. Mein Geist erhebt sich um den Blick zu senken auf dieses Kind. Ich wie es wollen nichts werden, nichts schaffen, sondern einfach nur sein. Ein ausnahmsloses „ich bin“ vollkommen ehrlich und mit allem komplett da sein dürfen. Ein Leben abseits des Funktionierens ausgestiegen aus dem Tundruckmodus und dennoch in der Welt; unmittelbar, entspannt, alles spürend. Mir nah sein, haltlos, Augenblick für Augenblick. Pures Menschsein erleben und erkennen wie falsch meine Bilder vom Menschsein sind. Anhalten und still sein. Menschsein nicht mehr definieren lassen, von niemanden.

Ich möchte für mein Sosein geliebt werden. Und genau da kann ich bei mir anfangen. Den eigenen Liebesentzug bemerken. Ein großer selbstbefreiender Akt ist das zu verzeihen dessen was man sich als Unverzeihlich einbildet. Geduldig mit mir sein und die Bedeutung im Miteinander entdecken. Etwas suchen was schon da ist nur verdreht, verschleiert und verwirrend.

Wenn ich glauben kann, dass Gott mich annimmt wie ich bin, dann kann ich vielleicht auch meine Biographie annehmen. Wenn Gott an mich glaubt, kann ich es auch. Ohne mich ist Gott unvollständig! Also weiter leben aus Gottes Gnaden. Im Sein und Harren komme ich mit Gott zusammen, Bedeutungen verändern sich und die Klagen des Aushaltens kommen an. Der Versuche des Loswerdenwollens (von Krankheiten, Schmerzen, Mangel) als Impuls ist da und wenn ich es schaffe ihm nicht zu folgen, dann verliert er die Macht über mich. Es ist eine Befreiung mitten in der Energie der Vernichtung. Etwas öffnet sich im Seelenkampf für die göttliche Dimension. Das was ich glaube zu sein fällt und das was ich wirklich bin empfängt mich. Mit leeren Händen frei und offen bin ich der weiße Schatten des schwarzen Schwans. Das alte Ich wird erlöst am Kreuz der Hingabe nach einer langen der selbstauferlegten Tortur. Meine Lebenschale kann nur ihre Funktion erfüllen, wenn sie leer ist.

Dein Wille geschehe meint den Himmel auf Erden zu haben und nicht umgekehrt. Es ist nur eine Idee, dass Gottes Wille nicht mein Wille ist. Wenn die göttliche Präsenz da ist, dann ist das Wichtigste vorhanden. Mich tragen lassen einfach weil es möglich ist. Gnade ist mühelos. Die Würde liegt darin, dass Gott mich erschaffen hat.

Gott, mir bleibt nichts als Gott. Lebendes Gebet in dem ich seine Worte empfange: „Tue nichts, ich tue alles. Pfusch mir nicht dazwischen!“. Lieber Gott ich hab dich verstanden, bitte hilf mir nichts zu tun. Ich suche mich nur mehr in dir. Lass mich realisieren, dass ich mit dir gesegnet bin Gottvater. Lebendig begraben in Gott bei vollem Bewusstsein.

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Zu mir selbst finden im Erkennen was meine Wahrnehmung antreibt und steuert.

„Erzähl mir nicht, dass der Mond scheint. Zeig mir seinen Schimmer auf einem Stück zerbrochenen Glas“ Anton P. Tschechow

Die Wahrnehmung ist trügerisch, gefiltert, getrübt, verklebt mit der Interpretation. Durch meine Deutung der Umwelt bestimme ich den Raum in dem ich lebe. Die Welt verändert sich, wenn ich mich verändere. Es ist ein immer wieder klar entscheiden und hinzuschauen: Will ich in der Welt sein und mich verstricken oder will ich mit der Welt und still sein? Wie kann ich aufhören etwas zu wollen, was nicht da ist? Kann ich von jeder Deutung Abstand nehmen und zurücktreten? Ja, immer wieder Energetik und Gefühle von Informationen sprich Gedanken trennen. Energetiken bejahend fühlen löst Wertigkeiten aus dem System. Das ist eine Chance, um klar zu werden und schaudernd erkennen: Aus Angst vor dem Echten umarme ich die Fälschungen. Es ist eine Idee, dass es Ursache und Wirkung gibt. Alles ist wie es ist ohne Wertigkeit, einfach nur Gefühle, Energetik, Gedanken so wie sie jetzt da sind. Ich bin nicht Gedanke oder Gefühl und sie gehören auch nicht zusammen.

Gefühle fühlen und Gedanken separat betrachten führt in die Leere allen Seins und in somit in die Jenseitigkeit.

Gefühle, Energetik und Information gemeinsam wahrnehmen führt in die Selbstannahme, das Erwachen des Herzens, die (Selbst)Liebe und somit in die Fülle des Diesseits.

Ich kann immer in die Scheiße gehen, genauso außen rum und auch beides sein lassen, weil beide Versionen ein Überlebensprogramm sind. Schmerzen machen eine Ichwahrnehmung! Ich greife nach dem Leid, nur um etwas zu fühlen und nicht leer zu sein. Es reicht ich habe genug gelitten. Ein mächtiger Dämon in mir ist der Teil, der glaubt, dass es Dämonisches in mir gibt und der mich regelmäßig daran erinnert, da mit ich in diesem Glauben bleibe. Er taucht meine Welt in Ängste, die nicht die letzte und schon gar nicht die einzige Wahrheit sind. Die Traumafelder sind ein Gefängnis individuell und kollektiv, sie reichen so tief, dass nichts mehr halt- und fühlbar ist. Darin spüre ich das absolut Böse, falle zusammen, kapitueliere in großer Not, wieder und wieder und … erkenne, egal was ich tue es ist sinnlos bzw. treibt mich in noch tiefer Not. Versinken in Unbewusstheit in einem Zustand von pure Ohnmacht und Erstarrung. Bleiben und den Tod erleben, alle Identifikationen fallen, wen ich im Dunklen stehen bleibe. Im Sein löst sich letztlich alles. Dasein reicht!

Unbewusste Projektionen machen uns zur Marionetten. Projektionen sind Schutzmechanismen, um eine Schuld, Mangel, Leere, (schambesetzte, verbotene) Gefühle zu meiden. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf Andere und verhindern die eigenen Bewusstwerdung. Lerne deine Projektionen kennen (wie denkst/fühlst du über andere, warum denkst/fühlst du so, was ist der Ursprung dieser Art zu denken/fühlst?), lenke das Licht der Wahrnehmung zu dir zurück und entwickle ein Verständnis für dich. Damit ziehst du die Energie zu dir zurück, die du mit der Projektion wegschickst, und rückst näher an dich heran, an deine Bedürftigkeit, Bedürfnisse und Wahrheiten. Bleib bewusst und bekomme die Lücken, Phantasien, Träumen, Sehnsüchte, Frustrationen mit. Komme dir selbst aus freien Stücken näher und lass dich auftauchen. Verdrängen verschiebt den Schmerz nur in die Zukunft. Geh den Weg des Schmerzes zurück, um dich zu entdecken.

Immer wieder meine Leere konfrontieren, halten und dableiben im Nichts. Ich darf nicht nur der Wahrnehmung sondern auch jeder Erfahrung vertrauen lernen. Es braucht meine Bereitschaft die Vollkommenheit in jeder Erfahrung inklusive der Abwesenheit von Allem/n so wie es ist zu sehen. In der Lage sein oder dazu kommen in der Überforderung und Todesangst zu stehen, den Blick nicht abwenden, die Wahrheit ertragen, zur Gänze berührt werden und loslassen in der Einsamkeit wie auch in Begegnung. Der Tod weiß viel vom Leben, weil er es beendet und somit gleich dem Schöpfer ist. Auf Augenhöhe mit dem Schicksal langsam und vorsichtig lerne ich den Pausen zu vertrauen und entspanne im Nichts. Schlichte grundlose Gelassenheit – es gibt keinen Grund gelassen zu sein.

Glückseligkeit braucht keinen Grund, Daseinsfreude hat einen Grund. Daseinsfreude und Todesangst sind Geschwister. Darunter ist die grund- und besinnungslose Glückseligkeit. Zu ihr gibt es keinen Weg und auch kein entkommen, es ist unser innerster Kern. Jeder spirituelle Weg, jedes Tun und jedes Ziel ist eine Falle. Das wo wir hin wollen sind wir schon, nur verschleiert durch viele viele Identifizierungen. Alle Ideen, Ichgefühle, Körperempfindungen, Konzepte, Wollen, Abwehren kommt und geht, wenn es da sein und bleiben darf tritt es in den Zentralkanal ein, erfüllt und löscht uns aus, nur die Wahrnehmung bleibt. Direkte Gotteserfahrung! Für die braucht es ein weit offenes Herz, im engen Herzen blicken wir nur Gottesbilder. Die eigenen direkte Erfahrung ist die wichtigste Orientierung im Leben. Mir erlauben ins Herz zu fallen. In Liebe zum Raum, der mich immer offen empfängt, um zu atmen und zu leben. Leben sein! Die große Richtung ist Leben.

Wie kann ich mich heute geschehen lassen? Eine neue Entscheidung treffen und verkörpern! Ich wähle es zu lieben, auch wenn ich die Liebe nicht spüren und fühlen kann. Ich wähle unter allen Umständen in der Liebe (zu mir, ehrliche Liebe fängt immer bei mir selbst an) zu bleiben. Liebe ist eigentlich kein Ergebnis, sondern ein ständiger Zustand in dem ich auch sagen kann, dass ich gerade keine Liebe erleben, sondern die Liebe mich erlebt.

Meine Willenserklärung: ICH BIN BEREIT IN MIR ZU SEIN und mir mir verbunden zu bleiben. Ich kündige mich in meinen Zellen an. Ich möchte mir nichts mehr vormachen. Ich will und kann mit mir sein. ICH VERBINDE MICH MIT MIR und komme in mir an. Ich möchte, dass mehr von meinem wahren Selbst da ist. Was passiert, wenn ich da bin? Ja ich spüre und fühle intensiver, sensitiver, bewusster. OKAY ICH BIN BEREIT IN MIR ZU BLEIBEN. So lange bis ich mich genießen kann mit was auch immer kommt, ist, geht an wahrgenommener Erfahrung. Weil ich leiden kann, kann ich auch lieben. Eigenes Dasein offen für Anderes. Alles durchs Herz rein, da und wieder raus lassen. Bis ich sagen kann: ICH BIN SICHER IN MIR UND IN GOTT. Ich bin Versagen vor dem Herrn, ein zerstoßenes Herz auf undurchsichtigen Wegen. Ich selbst und nichts mehr sonst. Anfang und Ende sind mir selbst zu vertrauen. Was brauche ich um zu vertrauen? Meine Anwesenheit, Langsamkeit, Wohlwollen, Erlaubnis, Kontakt halten ein fortwährendes „es ist okay wie ich erscheine“. Mir selbst den Raum aufmachen und zum Leben geben. Mit meinem ganzen Zeug mit mir in Beziehung gehen, sein, bleiben. Ich kann in mir nicht mehr finden als da ist. Das ist zu akzeptieren! Es macht keinen Sinn mich zu zwingen und damit zu verletzten. Den Körper loswerden zu wollen bedeutet aus dem Leben gehen wollen. So wie das Leben (nicht) gelingt ist es. Gott hat mich genau so hier hergesetzt. Der göttliche Raum der Annahme ist verfügbar. In Verbindung (gehen) mit Gott ist die Quelle der Liebe am Fließen die das eigene Herz nährt, um in größtmöglicher Liebe den (eigenen) Schmerz ebenso wie Freude zu fühlen wie sie da sind. Wenn alle Muster entmachtet sind, reagiert allein die Liebe Gottes inklusive dem darin enthaltenen freien Willen. Ich habe immer die Möglichkeit im Herzen Gottes zu sein, wenn ich es will. Das Wollen ist das Elementarste in unserem Wesen. Gemeinschaft kommt aus dem gemeinsamen Wollen; auch die Gemeinschaft mit Gott.

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