Ich kann das Leben nur aushalten, weil es von Gott kommt.

Wenn frau die Dunkelheit betritt beginnt das Abenteuer.

Mitunter ist es so finster, dass sogar mein Schatten wegfällt.

Triggerkörper ich sehe dich, ich spüre dich und bin bereit jedes unserer Gefühle zu fühlen. Ich spüre den Widerstand gegen mich, er fließt stockend durch meinen Körper. Da ist viel Scham und ich schäme mich sogar für die Scham. Widerstand ich sehe dich, ich spüre dich und bin bereit zu fühlen was du vor mir weghältst. Ich hab dich erschaffen. Ich finde einen Weg dich zu akzeptieren bis du mich loslässt. Die Scham loslassen und mich mitteilen hier und jetzt mit meiner inneren unerträglichen Not. Das Unaussprechliche, nicht greifbare Leid. Dem Nichtfassbaren einen Raum geben in mir, um zu erfassen, dass so vieles fehlt(e), verschwiegen, versteckt, betäubt, zerstreut, überdeckt werden muss(te).

Die Tage der Berührungslosigkeit, des sich nicht nahkommen Dürfens und der Isolation schieben Erfahrungen aus dem Unbewussten hoch, die mich in völliger Isolation den größten Schmerz erfahren lassen. Komplett hilflos in Verzweiflung in meiner Einsamkeit weinend bis die Erschöpfung kurze Phasen der komplette stillen Ohnmacht ermöglichen, ehe die nächste Welle emotionalen Schmerzes meinen Körper beutelt und mein Herz erneut zerreißt. Nichts hilft, kein Durchfühlen in eine friedliche Stille, keine Ablenkung und keine Methode greift, das Nervensystem flirrt und zittert mich durch. Ich halte mich selbst allein nicht aus. Es tut so weh menschlichen Körperkontakt wie ein Baby zu brauchen und nicht zu bekommen. Sonst ist die Bedürftigkeit oft unter der Scham der Erwachsenen, die sie als unpassend einstuft, begraben. Im Alltag nährt das einander Berühren und Umarmen ein wenig die Haut und die Seele. Das fehlt jetzt und zeigt mir wie sehr ich Menschen in der tiefen berührbaren Nähe brauche. Gerade bricht die Scham unter der großen Not zusammen und mit ihr die Erwachsene, ich bin das hilflose Kleinkind.

Ich dachte immer ich hab Angst vor Nähe, tja nur ein Teil der inneren Wahrheit, viel schlimmer ist das Alleinsein müssen. Das Gefühl der Vernichtung ist dann in mir. Unendliches Leid, Verrat am Leben und bis heute nicht endende Verzweiflung. Dieses Scheißgefühl der Isolation bleibt, ich kann nicht mehr, da ist so viel Not, bitte lass mich lieben, weil sonst keine Liebe da ist, die mich rettet. Dieser unsägliche  Schmerz eingetaucht in die Unausweichlichkeit des Schlimmen. Ein Untergang in der unfassbaren sprachlosen Not, dem unerträglichen Schmerz der Isolation in mir, all das was immer schon weggesperrt von mir war, findet jetzt einen Raum. Ich lassen mich von dem Unfühlbaren berühren, spüre meine Hilflosigkeit. Ich sterbe 1000ende innere Tode allein. Völlig ausgebrannt erfriere und ersticke ich an mir in mir. Es hat so lange gedauert, all dies wirklich an mich herankommen zulassen. Lange wurde viel verdreht und verkannt. Es gibt keine Lösung in mir. In der materiellen Welt kann, finde und bin ich nichts, bleibt nur die feinstoffliche Welt der Wunder und Gnade. In ihr ist alles möglich, weil ich da nicht bin.

Da ist so viel Ungelebtes in meinem Leben. Viel vor dem ich zurückschrecke aus Angst. Zu viel was ich noch nicht erfahren habe, weil ich davor wie gelähmt erstarre. Ich habe Angst vor der Unberechenbarkeit des Lebens. Da ist so viel Ungesagtes in meinem Herzen. Zu viele Momente in denen ich Liebe zurückgehalten habe. Viel was ich runtergeschluckt habe und jetzt nach meiner Stimme verlangt. Ich redete mir ein, dass meine Stimme falsch und nicht wichtig sei, und ging zurück in den Schlummermodus. Viele Momente in denen ich Selbsthass gewählt und den natürlichen Impuls des Herzens zu lieben unterdrückt habe.

Großes Herz was heißt es Liebe zu sein? Ich erkenne mich selbst nicht mehr. Etwas schreit nach mir. Ich kann nicht glauben, dass ich Liebe bin. Meine Ängste und Schmerzen zeigen sich im am Leben sein. Ich bebe vor Leben in der Sehnsucht nach Liebe. Ich will doch nur lieben und geliebt werden, warum ist es mir nicht möglich? Ich sterbe einen lieblosen Liebestot am laufenden Band wie Sisyphos den Stein immer wieder raufschiebt auf den Berg, nur um ihn danach runter rollen zu sehen. Man sagt Liebe bringt alles hoch was nicht Liebe ist. Vielleicht bin ich demgemäß wirklich Liebe, weil so viel Lieblosigkeit wie in meiner Schöpfung zu erschaffen ist kaum zu überbieten. Da ist so viel Traurigkeit über mich in mir. Die Ohnmacht, die Verzweiflung und den Schmerz immer wieder durchfließen lassen. Mich in die Ohnmacht hinein lehnen und sie sich ausbreiten lassen. Wenn ich mich gehalten fühle, dann kann ich die Ohnmacht spüren ohne dass ich sie bin. Ich kann ihre Qualität erforschen. Der heilige Raum hält das, was sich in mir und durch mich ausdrücken möchte. Wenn ich innerlich zustimme, die Gefühle einlade, dem Körper seinen Ausdruck lasse und beobachte, was auftaucht, können Gefühle sogar genossen werden als das, was sie sind – Energieausdruck im Körper – dann kann die Wende geschehen. An einen Nullpunkt in der Tiefe angelangt entsteht die Wende.

Ich vergebe mir für jedes Mal wo ich mich verlassen habe, mich in Dramen verwickelte, meine Energie verschwendet und abgegeben habe. Das „ich bin Bewusstsein“ ist stärker als alles. Darin kann ein Wunder geschehen, und die Not kann sowohl da sein als auch sich wenden. Die Wende beginnt mit dem Erlauben des Ungesehenen. Gefühle, inneres Wissen, Erinnerungen, wage Bilder, Ahnungen können ins Bewusstsein zurückkehren. Indem sie zurückkehren, kommen sie ins große Ganze zurück. Alles kehrt in die Einheit zurück –  das Gute und das Schlechte. Auch meine Dunkelheit hat meine Liebe verdient. Ich akzeptiere das Leben, Licht und Schatten, nichts wird mehr ausgesperrt, weil ich alles bin. Ja zum Tier, Mensch, Drachen und Gott in mir. Was will Gott von mir?

Seele falls es dich gibt bitte kümmere dich um mich. Ich bin verloren und falle implodierend ins Meer der Verzweiflung. Wenn ich so sein darf wie ich wirklich bin, dann ist alles okay. Dann kann ich sowohl Geisterbahn als auch Hochschaubahn fahren ohne mich zu verlieren. Durch die gemachte, erlebte, gefühlte Erfahrung können wir wählen.

Danke für jede Seele die mir in die Augen blickt und mich wirklich sieht, mir Raum gibt und an die Wahrheit erinnert. Es hilft mir mehr und mehr mit dem inneren Menschen (Energien, Bewusstseinsanteilen, Nervensystemzuständen, Dramaselbstumkreisungen) und den äußeren Phänomenen in Kontakt zu sein. Ein spiritueller Weg der nicht menschlicher macht, ist kein spiritueller Weg. Danke für das Gefühl des ganzer da Seins. Danke für dich! Danke dafür, dass ich dich lieben darf. Alles was ich liebe heilt mich, weil ich im Lieben heile.

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Der Sog des Herzens sich vor die Hausmatte des Meisters zu legen

Die höchste Form der Spiritualität ist zu leben wie man ist. Nur wer bin ich in Gottes Namen? Je mehr ich forsche umso weniger bleibt übrig, ich bin nichts. Da ist viel Leere und Schmerz über den Verlust der Identifikationen. Sprich wenn du mich traurig siehst und kein Grund sichtbar ist, es gibt keine ich bin grundlos am leiden. Wo nichts ist, kann auch nichts fehlen. Wenn nichts Bedeutung hat, wie findet sich dann ein Grund zum lebendig sein?

Es braucht ein ganz ehrliches hier sein und mir den Raum halten ohne nach einer Lösung zu streben. Solange ich eine Motivation habe, kommt die aus einer Not. Im Angesicht der Not stehe ich immer und immer wieder. Unendliches Leid und unendliche Liebe. Im Leid ist auch Potential und im Schmerz Liebe enthalten. Hinter dem durchfühlen des Schmerzes öffnet sich ein Feld der Liebe. Manchmal erlöst mich bedingungslose Liebe aus dem Herzen, ab und zu entsteht spontane Barmherzigkeit im sozialen Feld, oft bleibt nichts. Ein ständiges Wiedererwachen der reinen Bewusstheit.

Ich kann dankbar sein, wenn der Mist aus der Tiefe meines Unterbewusstseins hochkommt, weil ich sie dann erfahre, bewusst bekomme und wahrnehmen kann. Ansonsten sind sie da und steuern mich unbewusst. Deshalb auch die Entscheidung alles was auftaucht anzunehmen, jede Scheiße und jedes Wunder, so wie es ist. Ich nehme mein Fühlen an so wie es ist. Auch und gerade wenn es komplett unpassend, unergründbar, überwältigend und verwirrend ist. Egal was da ist „danke und ja“. Eine tiefe Erlaubnis für die Seele im Körper ihre Verletztheit zu fühlen.

Göttliches Leben ich erkenne dich an in allem, in jeder Intensität und jeder toten Leere. Was immer auftaucht will gefühlt, erlaubt und durchlebt werden. Hilf mir auch das letzte bisschen Ankämpfen gegen Gott loszulassen. Ein Teil von mir will mich nicht komplett aufgeben und dauerhaft in der Ohnmacht stehen. Ich habe Angst vor dem ausgeliefert sein den Menschen (und damit Gott, der ja in jedem lebt) gegenüber. Da ist ein Hadern mit Gott, das ich noch nicht ändern kann. Dieser Widerstand ist sinnlos, ich kann die Erfahrung nur aufschieben nicht verhindern.

Ich kann nicht alles lösen, niemals. Ich kann nur stückchenweise mich lösen. Ich kann mich in mir lösen. Dann ist ein Stück mehr Freiheit da. Nicht dass ich frei wäre von den Dingen, sondern indem ich die Dinge von mir befreie. Indem ich den Alltag von meiner Anspannung befreie. Sinn- und Grundlosigkeit des Daseins könnte auch eine große Freiheit sein.

Der einzig denkbare Grund warum wir sind ist Liebe. Liebe lässt alles zu was geschieht genau so wie es geschieht. Unbedingte Wertschätzung basierend auf Aufrichtigkeit! Nichts macht Sinn und ich liebe trotzdem. Ja ich habe viel Leid erfahren, ja ich bin alleine und dennoch sage ich ja, auch zur Vernebelung, zur Todessehnsucht und zur eigenen Uneingebundenheit und Herzlosigkeit. Ich darf mich dem Leben beugen.

Liebe ist die größte Wertschätzung ans Leben an sich. Liebe liebt alles. Liebe ist so groß, dass diese ganze polare Welt der Gegensätze darin Platz hat. Liebe kann mich komplett halten genau so wie ich bin. In Liebe brauche ich mich nicht zu verändern, um Liebe zu bekommen, denn Liebe stellt keine Bedingungen. Liebe liebt einfach. Das Herz anerkennt alle Phänomene. Alles darf auftauchen und sein wie es ist. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser! Der Körper wird getragen von der Erde und ich bin getragen in der Unendlichkeit. Vollständige Zustimmung, nichts will mehr geändert werden.

Es tut mir leid universelle göttliche Kraft, dass ich all den Schmerz und das Leid in mein Leben gebracht habe, weil ich dachte ich bin nicht geliebt und zu nichts zu gebrauchen. Bitte vergib mir kosmische Kraft und hilf mir mich daran zu erinnern wer ich wirklich bin. Bitte erinnere mich an die Allverbundenheit! Es tut mir leid, dass ich nicht im hohen Bewusstsein bin. Auch wenn ich nicht würdig bin, dass du eingehst unter mein Dach. Ich bitte dich großer Gott sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Erlaube mir, dass Heilung geschehen darf.

Danke für die immer wieder Rückverbindung mit dem Bewusstsein und der Herzensgüte. Danke für die Öffnung für mich selbst und Danke für den Schmerz, der mir hilft hinzuschauen, wieder zu spüren, zu fühlen und damit mein Herz für das Wahre zu öffnen. Danke für die Wiederherstellung von Harmonie. Bitte hüte mich Gott und segne meinen spirituellen Lehrer. Seit ich ihm begegnet bin, weiß ich, dass du Gott mich liebst. Ich liebe dich göttlich Kraft.

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Der Versuch des Ausstiegs aus dem Leiden in die Leere des Seins

An dieser Stelle möchte ich die innere Not teilen, die tief in mir spürbar ist, wenn die Abwehrprogramme des Egos beginnen, nicht mehr zu greifen. Seit die Haltung zu meinen Gefühlen immer bewusster wird, bedingt durch die Entscheidung „es ist 100% in Ordnung was ich fühle“, kommt viel in Bewegung. So bildet sich eine Bindung an mich aus. Ich will unbedingt aufrichtig sein mir gegenüber. Und damit nehme ich Gefühle wahr, gebe ihnen Raum und entwickle eine bejahende Beziehung zu den Gefühlen. Die Haltung zu den Gefühlen spiegelt die Haltung zum Selbst. Wenn ich meine Gefühle annehme, brauche ich mich nicht zu ändern, sondern kann mit mir sein so wie ich bin. Alles von mir die grenzenlose Traurigkeit, die Scham und auch der Selbstekel dürfen sein.

Ich erkenne mein Ego mich regulierend und selbstoptimierend an diverse Programmen die ablaufen. Der Egoschmerz – der größte Schmerz der Menschheit – die Trennung von vom wahren Selbst, von den Menschen, von den anderen Wesen, von Gott, sprich von der Schöpfung zeigt sich in endloser Traurigkeit über mein Sosein. Der Schmerz ist die erste Schicht, die mich zu mir führt. Widerstand gegen Schmerz und Leid sind in Wahrheit Widerstand gegen mich selbst. Es tut sehr weh ich selbst zu sein, mich wahrzunehmen und zu fühlen. Ich tue mir selber weh. Absolute Not und Bedürftigkeit zerbricht mich. Da ist viel Schmerz und ich halte ihn aufrecht und leide. Ich zerbreche ganz am unendlichen Schmerz, der nicht weggeht. Ich habe keine Ahnung was mit mir los ist. Ich leide wie ein Schwein und fühle mich als gescheiterte Existenz. Die Illusionen zerfließen, keine Aussicht auf Besserung, jede Hoffnung auf eine Zukunft ist tot, ich bin einfach nur endlos, bodenlos traurig und allein. Nichts Reales im hier und jetzt fehlt, ich bin mir hilflos ausgeliefert. So ist das Sein in der Ohnmacht eine tiefe Bedürftigkeit und scheinbar untragbarer Not.

Ich kann mich nicht in mir und mit anderen dauerhaft sicher erfahren. Sicherheit ist immer nur relativ. Sie muss immer wieder neu errungen werden. Ich möchte sein dürfen mit all meiner Kleinheit auch wenn sich keine wahre Größe entfaltet. Ich bekenne es nicht geschafft zu haben alleine klarzukommen. Seit ich denken kann habe ich alles versucht mich (aus) zu halten. Es geht nicht, ich kann alleine nicht sein, keine Freude generieren. Das Verstecken und Vermeiden ist die Depression. Ich bin oft zu müde, um in Beziehung zu treten. Wie bekomme ich Lust darauf mit anderen zu sein und Energie dafür Gemeinschaft als nährend zu erfahren? Wem darf ich meinen ganzen Schmerz zeigen und geben? Warum geschieht immer wieder Identifikation mit dem Leid in mir und in der Welt? Was sind die Wurzeln des Leidens?

Fragen über Fragen und dann eine zentrale aus dem Mund meines spirituellen Lehrers Christian Meyer zur Selbsterforschung: Was gibt es mir mich als die Leidende wahrzunehmen? Was gibt es mir die Leidende zu sein? Was gibt es mir das Augenmerk auf Leid zu richten?

Leid und Leiden sind mir vertraut, hier bin ich zu Hause, empfinde eine Vertrautheit. Vielleicht ist es einfach eine Gewohnheit in der sich mein Leben eingerichtet hat. Echtes Leid habe ich viel erlebt und erfahren, echte Freude nur ganz selten (innen wie außen). Dafür unzählige Mal als täuschende Maske im Sinne von „gute Miene zum bösen Spiel machen“. Das macht mich wütend, da fühle ich schmerzhaft den Verrat an der Wahrhaftigkeit. Am schlimmsten ist es, wenn ich so bin, nur um zu funktionieren in der Welt der Menschen und nicht aufzufallen mit meiner inneren Not. Die Selbstverleugnung immer weniger zu leben bekommt die Energie aus dem Leiden darunter. Der radikal ehrliche Weg des tiefen sich einander Zumutens bedeutet mir viel und schöpft den Mut aus dem Schmerz des Vermeidens und Versteckens in all den Jahren davor.

Ich lerne durch den Schmerz. Leid nehmen und erfahren macht(e) mich bewusster. Wenn alles Leiden weg wäre was motiviert mich dann? Der Schmerz baut mich um, schiebt mich durchs Leben, verbindet mich mit mir und erlaubt mir zu fühlen was ungefühlt in den eigenen Tiefen wartet. Schmerzen und Leid haben mich aufgebrochen, weicher, zugänglicher und liebevoller gemacht. Den Schmerz in der wahrhaftigen Selbsterfahrung zu erleben und das Unterdrücken/Wegschauen überwunden zu haben ist eine unglaubliche Erleichterung.

Wahrheit erleben und sichtbar machen erfüllt mich zutiefst. Ich bin in tiefer Berührung mit mir. Ich fühle mein Herz und erfülle mich in dem berührt sein. Schmerz inklusive Leiden und Liebe sind eine stark aneinander gebundene Geschichte, die ich mir immer wieder inszeniere. Die Sehnsucht nach Liebe ist groß und mächtig, manchmal alles bestimmend. Ein Sog der mich zieht, stärker als alles andere mitten hinein in die Liebe und das Lieben. Ich vermische, verdrehe und verwechsle Liebe mit Leiden.

Und dann in einer verbundenen Atemübung brach die Frage herein „was wenn auch die Liebe, sowohl die menschliche als auch die unendliche, nur eine Illusion sind?“. Eine Erfahrung die kommt und geht, wie das Leben. Was wenn die Liebe wie das Leben nur sich selbst gehört und ich verbrauche mich in etwas Illusionären? Sehne, ziehe, quäle ich mich in einer Liebesillusion? Verbunden sein und Lieben wollen erzeugt inneren Druck und der Schmerz im immer wieder daran scheitern lässt mich lebendig fühlen. Der Schmerz hat etwas mit Leben zu tun. Die Leere ist die einzig bleibende Erfahrung. Die Leere des Seins hat keine Qualität sie ist auch nicht liebevoll oder lieblos. Das Ganze verwirrt mich.

Das Einssein auf seelischer Ebene erfahren dürfen ist ein Segen und gleichzeitig ist ein Wollen in mir zu erfahren, dass wir nicht „nur“ eine Seele, sondern auch ein Gefäß, ein Körper, ein Wesen sind. Einssein auch in der Gemeinschaft erfahren in der ich hier sein darf, wie ich bin – auch und gerade mit all der Not. Leiden schenkt mir auch tief verbundene Momente mit Menschen, sprich es eröffnet vertrauensvollen Kontakt. Im gemeinsamen Leiden Halt zu geben und im eigenen Leid gehalten zu werden ist so heilsam. Ich fühle mich unmittelbar davon betroffen. Ganz direkt. Ich brauche Gemeinschaft und kann nicht vollständig darin sein. Die tiefe Not der Isolation im Menschsein quält mich und ist noch nicht vollständig gefühlt und erfahren worden. Mich wieder ganz einem oder mehreren Menschen komplett auszuliefern und hinzugeben habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gewagt. Es fühlt sich in mir immer wieder so an nicht dazu zugehören und nicht gesehen zu werden. Dann kommt dieses Gefühl von trotzig verzweifelten „dann gehe ich doch alleine weiter“. Das Autonomiestreben und auch dieses verzweifelte „wie geht das einen Platz finden in dieser Ordnung auf Erden in der Gemeinschaft?“. Da ist viel Sehnsucht nach einer Gruppe von Gleichgesinnten in der wir einfach sein können und es nicht um Nützlichkeit geht, sondern um eine Kultur der Heilung mit ehrlicher, klarer Sicht.

Gott, das Größere, die Stille wirken im Leid in größerem Ausmaß in mir. Ich erfahre Gott im mich dem Leid hingeben in mir wirksam, klärend, tragend, transformierend. Wo ich am schwächsten und hilflosesten war hatte ich die größten Gotteserfahrungen in meinem Leben. Da war ich völlig ausgelöscht und nur mehr Gnade und Liebe am Wirken. Gott spricht durch den Schmerz und nimmt sich Raum für meine Transformation. Das Licht Gottes scheint dann durch meine Augen. Da ist ein Glauben daran über den Schmerz Gottes Größe zu erfahren. Jesus ist mir unglaublich nahe und immer ein großes Vorbild gewesen. Sein Weg des sich Hingebens bis in den Tod und dann zu Gott auferstehen war meine liebste Heldengeschichte. Der Schmerz und das Leiden weisen mich auf die offenen Kindheitsthemen hin das bodenlose Loch des Fehlenden. Ich trage meine Sehnsucht nach anlehnen können, vertrauen dürfen, wahrhaftig gesehen werden und nach jemanden der an mir Anteil nimmt herum. Ich kann das darunter leiden nicht beenden. Und das tut richtig weh. Die Traurigkeit lebt mich. Es wirkt so als wäre die Bedeutung meiner Existenz an das Leiden gebunden. Der Ausstieg aus dem Leiden in die Leere des Seins scheint mir fern. Ich darf glücklich sein nur kann ich es nicht. Wie fühlt es sich an, selbst ganz zu sein? Und wie fühlt sich eine Gruppe an, die ganz ist? Da fehlt jede Erfahrung dazu, das habe ich noch nicht spüren, fühlen, erfassen dürfen.

Leere (Worte) von Barbara

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Wo bin ich, wenn ich schreibe …

Die an mich herangetragene Frage „wo bist du wenn du schreibst?“ hat einen tiefen längeren Prozess der Klärung in Bewegung gebracht. Ich schreibe durchgehend jeden Tag seit ich diese Kulturtechnik gelernt habe. Überall wo sich mein Körper gerade befindet, im Bett, am Klo, am Straßenrand, am Schreibtisch, neben der Donau sitzend, im Zug, am Friedhof … der äußere Ort ist beliebig. Ohne Zettel und Stift gehe ich nirgendwo hin. Im Schreiben entsteht ein innerer Raum in dem ich ganz bei mir bin und mich radikal authentisch ausdrücke.

Seit meinem achten Lebensjahr wird trotz der Legasthenie Seite um Seite gefüllt mit allem Möglichen und Unmöglichen. Das Tagebuch war viele Jahre lang der einzige sichere Ausdrucksort. Umgeben von einem menschlichen Minenfeld wo ständiges Aufpassen nötig war und jedes Wort letztlich früher oder später gegen mich verwendet wurde, war Schreiben die Rettung in Form eines geduldigen, verständnisvollen Gegenübers. Für Zettel und Stift war ich, im Gegensatz zum Außen, okay wie ich war. Menschen haben mir schon immer viel anvertraut und gleichzeitig deutlich gemacht, dass das Anvertraute nicht weitergegeben werden soll.

Das Tagebuch als Überlebensquelle, um all die äußeren Eindrücke zurückzufahren und mit mir selbst zu sein. Da ströme ich aus dem Nichts zusammen, alles wird langsam und es findet sich ein Tempo, das mir entspricht. Wo sonst alle Sinne nach außen streben (müssen?), darf ich hier schutzlos in mir sein. Ich komme zu mir und werde innerlich klarer. Ich erfasse, halte, verstehe und überschreite mich, wenn ich schreibe. Ein innerer Dialog entwickelt sich. Berührbar von allem öffnen sich die Dimensionen. Egal was passiert ich bin da. Schutzlos den Einfällen die Ehre geben ist ein Genuss. Alle Anteile von Licht- und Schattenreichen Dämonen, Engel, Schlangen, Götter überkommen, ergreifen und überfallen mich. Auf einem weißen Blatt wickeln sich Licht und Dunkelheit ein. Irgendetwas schreibt mich. Radikal ehrlich ausdrückend erschaudern bis ergeilen sich in der Langsamkeit des Schreibens alle Sinne am Prozess. Es ist ein Erfassen all dessen was sich zeigt. Da sein dürfen ohne Fragen und Antworten empfangen. Ich wandle mich, wenn ich schreibe. Es ist auch ein mich herausschreiben aus den zugeschriebenen Geschichten. Im Schreiben kann ich meine Identitäten und alle Machtstrukturen hinter mir lassend verlassen. Mein ängstliches Selbst fällt weg und ich darf alles und nichts sein. Auch alles was ich nicht bin und gerne wäre. Es erschließen sich Räume die noch nicht zugänglich waren. Das ganz Andere und doch auch eigene teilt sich mit. Grenzenlos wortreich bin ich da. Einfach da sein und Raum halten für den Schreibprozess. Alles ausblendend was sonst um mich scheinbar real ist. Ganz in mir im Zentrum des inneren Seins schreibe ich. Da kann ich mich auch in allem Ungewohnten und Unbehaglichen spürend einlassen. Vielleicht bin ich einfach still, wenn ich schreibe. Identitätslos werden die auftauchenden Phänomene wahrgenommen. Ich verabschiede mich und bin dennoch da, um der Wahrhaftigkeit die Ehre zu geben. Nichts findet in allem seinen Ausdruck.

Warum ich dann ausgerechnet Mathematik studiert habe? Keine Ahnung! Es war vielleicht eine sinnentleerte Trotzreaktion etwas zu machen, was meine beiden Germanisteneltern mir nicht zutrauten. Hier war ein Bereich wo sie mir nicht drein reden konnten, weil sie es nicht verstanden. Dieses Vermeiden von Kritik und mich verstecken vor dem Schmerz des Abgelehnt Werdens hat mich weit von mir entfremdet. Und ich büße für diesen Fehler seither mit zunehmender Qual, die eine innere Träumerei vom Schreiben zu leben als illusionäres Luftschloss offenbart. So lasse ich mich schreibend träumen, um Bekenntnis abzulegen wie es mir geht und was sich in und durch mich bewegt. Dieser Blog erfüllt einen Kindheitstraum und macht mich sichtbar. Hier kann ich meine Wahrnehmungen ganz wahrhaftig spürend, fühlend und sinnend ausdrücken in radikalen, unzensurierten Worten. Hier bekomme ich ein ja von mir.

Das Schreiben erfüllt mich mit großer Dankbarkeit! Wenn es dann auch noch gelesen wird und mich greif- und nahbarer macht, falle ich in die Glückseligkeit.

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Spirituelle Krise

Die letzten Monate und meine derzeitige Situation sind besonders im Sinne von unbekannt, schwer fassbar, kaum verstehbar und kommunizierbar, vielschichtig und wandlungsreich. Den paar Menschen denen ich mich mit meinem ganzen Sosein anvertraue bis zumute finden dafür unterschiedliche Zuschreibungen beginnend bei depressive Phase, über spirituelle Krise wohl die dunkle Nacht der Seele, Erleuchtungsbeschwerden, Verrücktheit bis zu einer erwachten Kundalini samt der Energetik die mitunter mit mir im Gepäck durchschießt. Die Benennungen machen etwas mit der Erfahrung und ich werde feiner in der Wahrnehmung was Bezeichnungen mit dem Beschriebenen und den Haltungen zu dem Erfahrenen machen. Ich erkenne was das Etikett mit der Form macht indem es den Wert und die Möglichkeiten ebenso wie Limitierungen mitbestimmt. Oft schaffe ich es nicht mich verstehbar zu machen. Wie schön wenn dann eine Seele einfach meine Seele sieht, mich in meinem Sosein im Moment immer wieder neu wahrnimmt und mir Raum gibt.

Für viele scheinen Krisen etwas zu sein, was auf grobe Fehler hinweist und der Änderung bedarf. Das ist wenig hilfreich für diejenigen, die gerade als Folge von spirituellen Prozessen den Tod ihres Egos erleben. In sämtlichen ehrwürdigen Schriften wird darauf hingewiesen, dass spirituelle Krisen spätestens dann entstehen, wenn wirklich wichtige Entwicklungsschritte gegangen werden und man sich aus der Erprobungs- und Spielzone hinausbewegt. Jede authentische spirituelle Bewegung führt früher oder später durch die Nacht, durch die tiefsten Schatten, dort wird das Licht geboren, hier erwachsen übersinnliche Fähigkeiten und lösen sich auch spirituelle Identifikationen. Tiefe Bewusstwerdung beginnt durch Schattenintegration. Jeder Mensch darf eigenen Erfahrungen machen, wie schmerzhaft auch immer diese sein mögen. Keiner kann einen anderen vor dem Schicksal bewahren. Die spirituellen Krisen entstehen, wenn neue Schlüsselerfahrungen und Gottesbegegnungen, die alten Weltbilder in Frage stellen und bewirken, dass sämtliche bisher gelebte Lebensstrategien keine Wahrheit und Gültigkeit mehr haben. Mit zunehmender Gottesnähe geraten innere Werte zunehmend ins Schwanken und ich als Mensch gleich mit. Dieses Wesen was davor da war dieses stark identifizierte Wesen ist nicht mehr. Neue Bewusstseinszustände treten auf und überwältigen, verwirren im Erleben bis zu einem temporären Identitätsverlust. Die spirituelle Krise meint eine Bewusstseinserweiterung, die mich in Bereiche führt, mit denen ich aufgrund meiner bisherigen Lebenserfahrung nicht umgehen kann.

Bei mir fühlt sich immer wieder an wie existenzielle Vernichtung, ein Sein in einer Todeszone. Ich kenne diesen Zustand schon aus dem Mutterleib, wo in der Gebärmutter meiner Mutter zuvor zwei Tode von sich entwickelten Embryonen stattfanden. Ein dunkler stiller Raum in dem ich versuchte zu wachsen und zu reifen. In der Rückschau kann ich erkennen wie ich schon damals geschult wurde darin genau in der Todeszone weiterzuleben. Später kamen dann noch eigene Nahtoderfahrungen, Selbstmord(-versuche, -androhungen) im familiären Feld und Freundeskreis, begleitet von viele tiefe existenzielle Nöten wo immer die Frage offen war: Darf/kann/soll ich bleiben. Ein andauernder Kampf und eine Suche um Geborgenheit unter den Menschen im Angesicht von Vernichtungsenergie und Gottesnähe. Daran und darin habe ich gelernt, in der Ohnmacht und dem Ausgeliefert sein zu (über-)leben. Traurigkeit und unterdrückte Liebe sind ein und derselbe tiefe Ozean. Angst entsteht nur, wenn ich die Ohnmacht vermeide. Das heute nicht nur mehr funktionieren zu müssen verschafft mir eine Erleichterung in der ein Raum entsteht in der ich die Ohnmacht genießen kann und ein Gefühl von Glückseligkeit entsteht in dem ich nichts kann/will/muss/soll.

Wenn man Wahrheit berührt kann man nur staunen, es gibt kein Wort wie man Wahrheit beschreiben kann. Man kann Wahrheit berühren und atmen, mehr ist angesichts von Wahrheit nicht möglich. Ein betrachten und ausdrücken von Wahrheit ist immer individuell und eine Annäherung. Und mit der Erfahrung wieder hinauszugehen in die Welt ist intensiv. Wenn du hinter die Kulissen geschaut hast, gibt es keinen Weg zurück mehr. Die Illusion trägt nicht mehr. Ich war krank, jahrzehntelang, ohne es zu wissen, ich lebte ein funktionierendes Leben und das geht nun nicht mehr. Die inneren Dimensionen schalten sich frei, es kann nur mehr mitgemacht werden, wie eine rollende Lawine, die dich begräbt. Dabei sterben alte Seinsweisen, die das Wachstum behindern. Der alte Existenzmodus und Persönlichkeitsstrukturen zerbröseln. Du bist dadurch immer weniger und die Unendlichkeit nimmt immer mehr Platz. Das spirituelle Wesen übernimmt die Führung über das Ego, das immer wieder versucht die Sicherheit und Gewohnheiten aufrechtzuerhalten. Die Kanäle werden durchlässiger für das Schöne und Erhebende ebenso wie für das Grausame und Zynische. Wenn etwas echt ist, dann bin ich glücklich auch wenn es unangenehm ist. Es kommt viel rein und ich brauche Zeit und Raum, um Reize zu verarbeiten und dementsprechend langsam reagiere ich mitunter. Wenn das innere Reich immer zugänglicher wird, dringt es in die gewöhnliche Bewusstheit ein und die Trennung zwischen den beiden Gebieten beginnt sich aufzulösen. Die Augen schauen anders, der Ausdruck ändert sich, das kann kaum einer nachvollziehen.

Wenn massive Öffnungen passieren, heißt das nicht, dass man konstant in der Glückseligkeit bleibt. Es sind Ausblicke und Phasen. Da ist auch sehr viel Dunkelheit, vielleicht weil all das was geöffnet wurde wurzeln in der Tiefe der dunklen Erde bekommen soll. Öffnungen sind der Beginn von einer tiefen Reise. Es wird nun im Ego aussortiert. Der Zustand kann nicht gehalten werden. Darum geht es vielleicht auch gar nicht, sondern darum in der Verzweiflung, Ohnmacht, Angst und Schuld in all den unangenehmen Zuständen stabil zu werden. Anstatt diese Dinge loszuwerden rein tauchen und annehmen, die Informationen in den Energetiken bergen.

Leid ist dann da, wenn ich in meinem Ego konfrontiert bin und Widerstand habe. Dagegen sein/gehen verbraucht unglaublich viel Energie. Konfrontation plus Widerstand ergibt Leid, Konfrontation in meinem Ego plus Offenheit ergibt Hingabe. Und diese Hingabe ermöglicht ein Erkennen. Ich erfasse warum ich depressiv geworden bin: Schon in früherster Kindheit habe ich gelernt unerträgliche Körperempfindungen und schmerzhafte Gefühle abzuspalten und mir nichts anmerken zu lassen. Auf diese Weise war ich mir selbst verloren gegangen. Im mich wieder finden ergeben sich Verrücktheiten und dennoch ist vielleicht genau das ein wieder gesund werden. Statt verzweifelt zu versuchen das eigene Leben zu kontrollieren und auszubeuten entwickelt sich eine Haltung der Zusammenarbeit mit der eigenen Lebensdynamik.

Ich erkenne wie ich gegen den Lebensplan ankämpf(t)e und gegen den Gegner Leben nie ankomme. Wie oft habe ich gehört, dass ich der Schöpfer meines Lebens bin. Ich glaube die Idee der Schöpferkraft ist vielen Menschen zu Kopfe gestiegen. Mein Verständnis von Schöpfertum ist nicht, dass ich alles, was ich will, haben und erschaffen kann, sondern dass ich alles, was ich will, in mir seiend fühlen und spüren kann. Ich bestimme nicht die Aktionen des Lebens. Maximal kann ich die Schöpferkraft bedienen und – mit bewussten Reaktionen auf mein Leben – mich in Hingabe üben. Was wenn mein Lebensplan im göttlichen Plan des „großen Ganzen“ etwas ganz anderes mit mir vorhat, als ich mir selbst ausmalen kann? Was wen ich den Sinn und den göttlichen Plan nicht erkennen kann, vielleicht weil die Zeit dafür noch nicht reif ist. Tja dann kann ich mich nur in Demut gegenüber der Schöpfung üben.

Alle Wünsche werden im Widerstand geboren. Wenn ich irgendetwas anders haben will bin ich in Wahrheit ohnmächtig, also nicht bereit alle Gefühle zu fühlen die da sind. Der Widerstand schützt mich vor der Erfahrung grenzenlos dem Leben ausgeliefert zu sein und mich allumfassend ohnmächtig zu fühlen gegenüber dem was geschieht. Es entspannt das ganze Leben, wenn ich mich nicht mehr dauernd davor schützen muss, das irgendein Scheiß passiert, weil ich okay damit bin ihn zu fühlen mit der Seele im Körper. Es hat ja einen Sinn, dass das Üble da ist, es will integriert und eingegliedert werden. Der spirituelle Prozess sehnt danach sehr bewusst durchlebt zu werden! Allem was ich bewusst zustimmen kann ist Gnade!Zum Trauma wird ein Ereignis erst in dem Moment, wo ich versuche den seelischen und körperlichen Schmerzen zu entkommen. Wo ich die Situation wie sie kommt ablehne und das Ausgeliefert sein verleugne. Damit schicke ich Gott und somit die Seele weg raus aus der Erfahrung. Das zu erfassen war ein wirklich tiefer Erkenntnisprozess, weil ich in diesen Momenten erkenne wie ich von Gott – dem Urheber der Schöpfung wie sie ist – weggehe, der Erfahrung ausweiche und nichts mehr spürend/fühlend Gott in den Täter hineinprojiziere und damit das Böse in mich einlade. Das Böse heilt die ständige Schwere und Bedürftigkeit. Es gilt zur ganzen Geschichte, zu allen Schmerzen zu stehen und sie zu mir zu nehmen. Es durfte so sein, dass mir in meiner Kindheit dem Bösen ausgeliefert keiner helfen konnte und wollte. Es darf so sein, dass ich jetzt immer wieder einmal keine Hilfe habe. Ich bin in der Lage mit der Seele im Körper bleibend absolut hilflos und verlassen da zu sein. Die Dunkle Nacht der Seele ist etwas Gutes, sie darf ganz da sein. In der schlimmen Erfahrung der Ohnmacht entsteht Gott, wenn ich sie zulassen kann. Ich mache die Erfahrung, die ich damals vermieden habe, und muss nicht mehr davor weglaufen. Es entwickelt sich eine Haltung wo nichts mehr stört, vielleicht ist das bedingungslose Liebe.

Eine Ahnung hat das Herz, es nimmt einen Sog und Impulse für den nächsten Schritt wahr. Im Sommer habe ich den Wunsch geäußert bedingungslos lieben zu wollen und die dunkle Nacht der Seele ist das Geschenk, dass meine Liebesfähigkeit für immer mehr Zustände und Wahrnehmungen entwickelt. Damit einhergehend erwächst eine tiefe Nähe zur Jesusenergie voller Barmherzigkeit. Jesus sagte „alles Leid der Welt zu mir“ meinend alles (mit) zu fühlen, die Energien zu spüren und in Liebe präsent zu sein. Er sagte nicht „alles Leid der Welt ist mein Leid“. Das habe ich verstanden und lerne zu differenzieren, was im Moment mein Leid ist und was ich mittrage/halte.

Es gilt die Botschaften und Zeichen des Lebens wieder lesen zu lernen. Es überfordert mich in mir verletzlich mitfühlend und stabil präsent im sozialen Umfeld zu sein. Es hilft Erfahrungen immer aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um das Potential aus dem  Erfahrenen zu bergen. All das gehört in den Alltag integriert und ist mehr als nur eine Herausforderung. Die Spiritualität im Leben, im Dienst an den Menschen, in Beziehungen stabil zu halten ist grenzenlos überfordernd. Die Notwendigkeit zwischen neuen Erkenntnissen und weltlichen Begebenheiten zu jonglieren mit der Auflage für das Leben zu sorgen und Geld verdienen zu müssen machen einen Zwiespalt zwischen materieller und spiritueller Welt deutlich. Was wenn wie bei mir massive innere Blockaden entstehen, weil das innere höhere Selbst anders will als die eher weltlich ausgerichtete Persönlichkeit? Hier darf ich Verantwortung für den eigenen Weg übernehmen und Hingabe an die höheren Mächte entwickeln. Die Herzenssehnsüchte und Ängste erfassen und einen Beziehung zu beiden aufbauen, je bewusster ich mit beiden bin, umso eher kann sich der Herzensweg formen. Sowohl die Sehnsüchte also auch die Ängste arbeiten für das Herz. Und irgendwann ist der Zustand wie er ist nicht mehr auszuhalten und es muss sich etwas ändern. Menschen kommen ins Leben, Räume öffnen sich und Handlungen zur Realisierung des Herzensweges folgen dann hoffentlich. Ich übe mich darin zunehmend mit der Seele im Körper zu bleiben und die Erfahrungen ganz in inkarnierter Form zu machen. Alles wirkt über die innere Bewegung, übers in Resonanz gehen, den Austausch von Energien. Daraus entfaltet sich alles, hier kann die göttliche Kraft wirken.

Ich wünsche mir, dass jeder Mensch auf dieser Erde einmal die Göttlichkeit erfahren kann. Es ist eine Explosion mitten in der Stille, alles fällt weg, die reine Schönheit des kosmischen Tanzes. Es ist die Liebe, die göttliche Kraft, die alles regelt und neu reguliert. Mich der immer mehr auszuliefern und hinzugeben ist im Kern der Prozess in dem ich bin. Ganz werden und den mir noch unbekannten Platz in der Welt einnehmen, den Gott mir zugedacht hat, darum geht es. Im Nichtwissen weitergehen in Vertrauen, Hingabe und Dankbarkeit, dass der nächste Schritt ins Nichts trägt. Glauben, vertrauen, lieben; immer und immer wieder!

In Liebe Barbara

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2020 die Herzöffnerin

Mein altes Jahr endete mit einem Wochenende in einer schamanischen Zeremonie des Kakaorituals, die mein Herz wieder um einiges Schichten befreiter erst einmal in tiefe Erschöpfung versinken ließ. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte und kann ich entspannen ohne mich vorher zu erschöpfen. Ohne ein Retreat zu besuchen, ohne innere Arbeit zu tun, ohne meinen Körper zu verausgaben, ohne mir Wissen anzueignen, ohne emotionale Prozesse voranzuschalten, ohne mich zu überwinden in Kontakt zu gehen mit wem oder was auch immer. Das ist so ein unglaublich erleichtertes Lebensgefühl! Weich, gefühlsfließend, durchlässig, mit freudvollen verspielten Impulsen und einigen sich aus der Deckung trauenden Informationen aus dem Unterbewusstsein.

Es ist sehr anstrengend das Herz zu verschließen! Alle Trigger im Außen erinnern uns nur an unsere Herzverschlüsse. Der einzige Schmerz den es an der Wurzel gibt, ist der Herzverschluss. Die Erschöpfung der Jahrzehnte, wo wir unser Herz verschlossen und zugemacht haben, kommt beim Herzöffnen hoch.

Die Wahrnehmung hört nicht bei der Verletzung auf, die Wahrnehmung wird weiter, die Verletzung ist da und da ist noch mehr! Die Wahrnehmung zu verändern und das Herz zu öffnen (auch nur einen Spalt, auch nur einen Schritt des Hinbewegens sind wertvoll) sind die Hilfe, die wir brauchen, um die Kette der Weitergabe der Programme anzuhalten und das Leid nicht mehr weiterzutragen. Wenn das Herz offen ist, ist Frieden. Was wenn das Herz offen ist?

Die Wahrnehmung erweitern bedeutet ich erlaube mir den nächsten Schritt. Die Lebenskraft (wieder) zu bekommen gelingt nur, wenn wir selber das Herz wieder öffnen. Das kann niemand für uns tun. Menschen haben einen psychischen Selbstheilungsprozess den die Seele und das Leben für uns machen. Und gleichzeitig  gibt es etwas viel Größeres, dass uns trägt, unterstützt und initiiert. In den letzten Tagen des alten Jahres hatte ich einige Nächte in denen ich nicht so müde, im halbtoten Erschöpfungsschlaf wie zuvor verbrachte, sondern viele luzide Phasen hatte. Zusätzlich verbrachte ich bewusste Phasen in Zwischenwelten und merkte wie mein Herz unrhythmisch pochend wie von innen heraus umgeformt wurde und wird. So als würde etwas Größeres ins Herz greifen und eingreifen.

Nach einer verschlafenen Silvesternacht erwachte neues Leben: Der Körper wollte sich bewegen und genoss den Yogafluss, der verbundene Atem trug mich durch Wellen aus Schmerz und Ektase, ehe alles in einer langen tiefen Stille ausklang. Der Boden trägt, alles ist entspannt, ich bin allein und sicher geborgen. Was will ich? Nichts lange nichts bis sich der Gedanke an die Silvestermeditation von Romen (nach Mari Nil zur Seelenreise) formte und dieser Impuls zur Umsetzung kam. Erfahrungssplitter des unfassbaren Geschehens…

Die Absolutheit des Lichts ergreift mich,

Willenloser unkoordiniert zitternder Körper,

Wasserfallwellen aus Tränen die in Licht fließen,

All der Machtmissbrauch durch und mit mir, in diesem und allen Leben der Seele, brennen und alles fleht um Vergebung.

Bitten „bitte, bitte, bitte lass mich damit aufhören, jeden Missbrauch und mich missbrauchen lassen aufgeben und anstelle dessen ehrliche Verbundenheit (er-)leben“.

Der Geist fällt ins Herz, alles wird vom Herz absorbiert.

An mir geschieht Begnadigung … etwas greift mir ins Herz (Jesus?) …

Keuschheits-, Armuts- und Schweigegelübte fallen unter würgen.

Die Meister der Akashachronik schlagen den Plan meiner Leben auf.

Ich darf eine Frage stellen und stammle „wer bin ich?“

Du bist eine von uns, warst Meisterin, hast diese Macht missbraucht und bist raus gefallen.

Schauer, benommen die Orientierung verlieren, Schwindel und Nebel.

Erneut bitten „bitte, bitte, bitte löscht den Machtmissbrauch und erlaubt mir Verbindung“.

So sei es, ein Wisch und es geschieht.

Verbundenheit fühlbar hier in mir!

Tiefes Ausatmen, der Herzschlag beruhigt sich, das Zittern wird feiner und die getrockneten Tränen kleben überall.

Ein Sinken in Gottes Arme – Vertrauen, Hingabe, Dankbarkeit.

Diese Zeilen waren erst lange nach der Meditation verfassbar, die Erfahrung brauchte Zeit sich in das Bewusstsein jeder Zelle zu setzen und meine Feinkoordination verunmöglichte eine zielgerichtete Bewegung. Langsam klang das ab und mich überkam eine Lebensfreude unglaublichen Ausmaßes in der ich das visionboard für 2020 über ausgestaltete. Möge die Energie fließen, möge der Grund tragen, möge die gefühlte Verbindung bleiben, möge das Herz bedingungslos Lieben. Danke, danke, danke!

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Das letzte Leben

Vor gut einem Monat wurde mir unfassbar schmerzhaft bewusst wie viel Raum das falsche Selbst – Programmierungen von Eltern und Gesellschaft, Automatismen der Fixierung, Blockaden und Muster aus den Traumatisierungen mit ihren Überlebensmechanismen – in meinem Leben bisher eingenommen hat. Ich habe mein Leben lang versucht mich ruhig, still, angepasst und liebenswert zu machen. All die Versuche, Übungen und Konzepte haben mich erschöpft und unterdrückt. Und jetzt will ich die Erschöpfung und Depression nicht. Das ist absurd!

Plutonische Wut, schiere Verzweiflung und überwältigender Schmerz aus dem Erkennen der eigenen inneren Verwahrlosung haben mich in eine radikale Wahrheitsschau geworfen. Da ist viel Trauer über all die Jahre die ich mich verlassen, vernachlässigt und selbst unterdrückt habe. Mir nicht erlaubt habe einfach zu sein und zu lieben. Und mir nicht erlaubt habe tief geliebt zu werden. Da ist ein gewaltvoller Akt in mir der mir nicht begegnen will. Ich bin alleingelassen worden und jetzt lasse ich mich selbst allein. Es tut verdammt weh die innere Verwahrlosung zu fühlen! Diese enorme innere Not des bedürftig allein gelassen worden Seins und mich damit allein Lassens ist eine masochistische Quälerei. Damit ist jetzt Schluss.

Das Erlebte und Erleben richtet sich nicht gegen sondern für mich, für meinen Prozess. Dinge geschehen und Menschen gehen ihren Weg. Was wen ich meiner Wahrnehmung trauen kann, wenn sie Realität abbildet? Dann nehme ich mich ernst! Ich möchte mir ganz nahe kommen und sein. Ein Rufen und Ausschau halten nach dem wahren Selbst, lauschen und wahrnehmen, immer wieder die Seele in den Körper einladen, mich mitteilen und Menschen tief begegnen und mit mir vor allem durch den verbundenen Atem täglich in intimen Kontakt sein haben viel Bewusstsein und neue Lebendigkeit gebracht. Die Verzweiflung schob und die Wahrheit erfahren wollen zog mich in die bisher tiefste Erfahrung.

Wie viele Jahrzehnte mit unzähligen Mechanismen versuchte ich der inneren Leere auszuweichen, sie wegzuschieben, zu überdecken, zu verstecken vor mir und den Mitmenschen. Diese klare schmerzhafte innere Wahrheit im Kern nichts einfach nur Leere zu sein wollte ich nicht haben. Ein Wesen ohne Botschaft, Mission, Auftrag, Ziel. Man kann den eigenen Willen nicht benutzen um sich selbst zu vernichten, es funktioniert nicht. Das einzig mögliche ist sich zu akzeptieren wie man ist. Egal wie hart es ist mit mir in intimen Kontakt zu bleiben, ich werde nichts und niemanden mehr in mir zurücklassen. Jetzt gibt es ein Daseinsrecht für alles. Endlich war ich bereit genug genau das zu erfahren, erschöpft vom Bekämpfen und Wegrennen, verzweifelt ob all der vergeblichen Versuche doch etwas anderes zu finden. Genau an dem Punkt wo die Erfahrung der inneren Leere zu hundert Prozent auftauchen konnte.

Zuerst war da nur Ablehnung gegen diesen leeren, schweren, unlebendigen Brocken den ich mein(e) Leben lang schon mit mir herumschleppte. Jeder Versuch etwas Dankbarkeit wahrzunehmen verfehlte sein Ziel. All die Mühe, den Groll, die Erschöpfung, die Scham des „in Wahrheit nichts Seins“ und die Verzweiflung fühlen und ausdrücken. Es war kein durchfühlen sondern ein hinein sinken, ja zu diesem Anteil (?) meines Selbst „die innere Leere“ werden. Schwere tote Leere die mächtig bedeckend sich ins Unendliche erstreckt, unbeweglich und unbarmherzig der Zeit trotzend wie eine uralte verlassene, vergessene Festung in der kein Leben mehr zu finden ist. Was schützt sie? Nichts keine Ahnung! Nur wieder diese altbekannte Verzweiflung darüber, dass meine Blockaden und Widerstände nicht wie bei all den anderen Menschen irgendetwas Wertvolles beschützen und damit ehrenswert behandelt werden können. Nichts nur Totenstille, was verbirgt sie vor mir … warten … lange nichts … bis es wie ein plötzlicher Einfall zu mir durchdrang. Den Tod, all die Tode meiner Seele, alle die toten Anteile meines Selbst, die wahrzunehmen wurde bisher von mir ferngehalten. Ein Schaudern und Grauen durchzog alles und die Schleier fielen. Das Schauen all der Leben meiner Seele zu allen Zeiten und alle Tode, die sie schon gestorben ist, berühren mich zutiefst. Angst stiegt auf und meldet sich als warnender Wächter mit der Botschaft: „Achtung hier gibt es kein Zurück mehr.“. Das will ich ohnehin nicht, so viel ist mir klar, koste es was es wolle ich will die Wahrheit erfahren. Da zog sich die Angst zurück und es wurde still, ganz still, absolute Präsenz, reine Bewusstheit, völlig neutral, zeit- und grenzenlos … das bin ich, das ist die Wahrheit und die Seele ist gestorben. Ich war mir noch nie so nahe ohne etwas zu sein. Unglaubliches Staunen darüber, dass es kein Wollen braucht um lebendig zu sein, alles ist belebt in diesem endlosen Raum der leeren Nichtexistenz. Seither bin ich das und tief dankbar für jeden Atemzug da mir klar gezeigt wurde, dass dies mein letztes Leben ist. Dieser Tod ist nur als Erwachte möglich als befriedete Seele.

Am 1.1.18 geschah das erste Aufwachen – der Tod des diesseitigen Ichs – mit der ersten Erfahrung der Unendlichkeit. Da ging es erstmals durch alle Gefühle hindurch in die innere Tiefe der ewigen Seinszustände wie Frieden, bedingungslose Liebe und reine Freude. Dass es da noch weiter in die Tiefe geht war mir nicht bekannt. Es war ja auch immer herrlich in diesen Seinszuständen anzukommen und zu sein. Sie sind nicht die letzte Wahrheit. Wenn diese Zustände auch noch verschwinden und sich die innere Leere als Nichtexistenz erfährt, dann stirbt die Seele, alle Bindungen, Bezüge, Beziehungen, Inhalte fallen weg. Wenn die Seinszustände vollständig auftauchen und ins leere Nichts fallen bin ich ganz körperlich präsente Stille. Es bleibt nichts nur mehr reines Bewusstsein in dem „ich“ gestorben bin und dennoch Lebendigkeit erfahren wird. Alle Beziehungen sind auch nur eine Erfindung, die eigene Schöpfung in jedem Moment wieder neu. Es sind die Beziehungen, die wir erfinden, die überhaupt erst ein „ich“ hervorbringen. Am 20.12.19 geschah diese Erfahrung der Vertiefung, der Tod der Seele, alles erlöste sich im Jenseits. Was bleibt ist lebendige, leere, stille Präsenz. Seither bin ich bei mir und kann erfassen was die Mystiker mit „sterben bevor du stirbst“ wirklich meint.

In tiefer Dankbarkeit vor allem für Fanny und Romen!

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Der letzte Abend

Vor einem Monat war ich fast nicht mehr da, es war zu viel und ich habe geplant, mit möglichst wenig Ungemach für andere Menschen, dieses Leben zu beenden. Die Details spare ich aus. Es war geplant und ich war da und bereit. Gleichzeitig war auch etwas Größeres am Werk, das den Plan vereitelt hat. Das Universum hat es schlicht nicht erlaubt. Das hat mich so demütig verunsichert zurückgelassen, dass ich in dieser langen, dunklen, einsamen Nacht entschieden habe Gott nicht mehr in sein Handwerk zu pfuschen und mein Leben zu akzeptieren. In der inneren Verwahrlosung, Resignation und Kapitulation kurz davor habe ich einen „letzten“ Text verfasst den ich hier mit dir teile:

Es ist Zeit Abschied zunehmen.

Es gibt den Moment wo der Rhythmus des Atmens und des Herzschlages versiegt.

Der Tod ist nicht die Strafe sondern die Belohnung.

Wie oft bin ich im Leben gestorben?

Der Blick auf das Ende erfüllt mit Dankbarkeit und Frieden.

Ich kann einverstanden sein mit dem was das Leben geschenkt, gebracht, genommen und abverlangt hat.

Ich bin mir bewusst bereit zu sein zu gehen – auch wenn manches noch offen ist.

Was wäre noch zu klären um im inneren Frieden zu sein?

Egal, es liegt nichts in meiner Hand.

Den Tod sehen entspannt mein Herz, ein Blick in das Wesentliche und Wirkliche erlöst.

Wirklich ist nur dieser Augenblick.

Es gibt nichts außer diesem Augenblick.

Und der ist unabhängig davon was geschehen ist oder geschehen könnte.

In Bezug zu diesem Augenblick brauche ich nichts.

In dieser inneren Realität bin ich frei.

Es braucht keine Erwartung, keine Absicht,  keine Erinnerung und kein Wissen.

Welche ein Segen zu gehen!

Heute bin ich anders da, vieles spannt sich aus dem Augenblick auf. Ich erkenne wie ich das Leid nicht fühlen wollte und taste mich da rein mir das zuzumuten was an der Grenze von Bewusst- und Unterbewusstsein auf mich wartet. In der Not spüre ich die Notwendigkeit zu leben. Einsicht und Erkennen in verschiedenen Kontexten bereiten einen nach dem anderen Schritt ins Nichts vor und tragen zum Schauen von Wahrheit bei. Durch die Demütigung hindurch gehend bricht der Stolz etwas in der Hand haben zu wollen. Es ist zu früh zum Sterben, weil ich mein Herz noch nicht voll gelebt habe. Mein falsches Selbst verhindert frei meine Liebe auszudrücken und mich hinzugeben im Leben an die Menschen.

Wie will ich sterben und wie will ich leben? Ganz in Kontakt mit diesem unmittelbaren Augenblick durchdrungen und gehalten vom unendlichen Herzensraum. Dann ist es gut.

Wie viel Tod enthält dieser Augenblick? In der Tiefe des Moments stirbt jede Form und jeder Zustand und der Tod erfährt sich wie das Leben. Vielleicht ist meine Todessehnsucht gar nicht gegen das Leben gerichtet. In ihr verbirgt sich ein Sehnen ganz im Herzraum aufgelöst zu sein und zu leben. Mich frei darin bewegen zu können und mich aufzulösen im unendlichen Herzen.

Liebe sein und ersehnen. Da fließt so viel Liebe in und durch mich. Diese Liebe, die keinen Ausdruck findet, brennt. Ein Höllenfeuer im Inneren endlos qualvoller Schmerz. Ich habe nichts in der Hand tod wie lebendig. Lieber Gott bitte heile mein Herz.

Der Augenblick ist jetzt, er fängt nicht an und hört nicht auf. Im Augenblick ist Liebe. Da ist ein überfordert sein aus Liebe. Bitte hilf mir ehrlich zu sein! Es tut so weh das ganze Verstecken, Zurückhalten und Täuschen. Meine Traurigkeit ist Liebe die sich nicht ausdrücken darf, sie ist bodenlos. Ich erfahre mich als leeren Raum voller Sehnsucht und unendlichem Energiedurchfluss.

Sinken in den tiefen inneren Grund erkenne ich in mir selbst Wahrheit: Liebe kann durch kein Tun erreicht werden, schon gar nicht gedacht werden (da liebe ich nur eine Phantasie). Liebe entsteht! So sehr es versucht wird, das Gefühl der Liebe ist nicht erreichbar. Es ist unmöglich etwas zu tun, um einen anderen zu lieben oder mich liebenswert zu machen. Für Liebe kann man nichts tun oder lassen. Liebe (und Selbstliebe) kann unmöglich gemacht werden. Liebe geschieht! Es ist ein innerer Zustand der passiert. Vielleicht gerade wenn der Auftrag „liebe dich, das Leben …“ fallen gelassen wird. Wie wäre das, wenn ich gar nichts lieben müsste? Wie fühlt sich das an? Wenn ich nichts lieben soll, dann kann Liebe, wie alle anderen Zustände auch, auftauchen. Mir bleibt nur mich anzunehmen wie ich bin – bedürftig, verletzt, sehnsüchtig, lebendig, liebend – und aufhören mich selbst zu negieren oder mir vorzuschreiben wie ich sein soll(te). In der Welt sein bedeutet alles lieben lernen. Heilung liegt in der Fähigkeit bedingungslos zu lieben.

Alles was wir nicht fühlen können und wollen steuert uns. Ich bitte darum in der Lage zu sein auf meine Wahrheit zu schauen und der (Selbst)Erfahrung zuzustimmen. Die Ohnmacht und Unentrinnbarkeit akzeptieren. Fühlen und hinschauen, beobachten und benennen was da ist. Es unterscheiden von dem was da sein soll(te).

Ich darf etwas von mir verstehen. Ich darf alles fühlen. Und ich kann mich ausdrücken. Das ist Gnade und Segen. Gottes und mein Wille fallen im Mensch sein zusammen. Ich bin und fühle mich erstmals wie eine von euch. In Liebe Barbara

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Guru „Dunkelheit“

Ich bin geduldig am Weg der ewigen Transformation. Ein Mystiker ist ein Mensch, der durch pure Erfahrung die Essenz findet. Es geht um den direkten Kontakt und das Erfahren ohne Konzepte/Identitäten/Gelerntes. In der Dunkelheit weilend sage ich immer wieder ja zu meiner Erfahrung als Dunkelheit und gebe jeden Kampf für und jede Hoffnung auf Veränderung auf. Das Leben nimmt vielleicht gerade dann seine wahre Form an, wenn scheinbar alles in Scherben liegt. Vielleicht fühle ich mich jetzt schlecht, weil ich nicht will, dass ich mich schlecht fühle. Ich bin mit meinem Lebenskonzept gescheitert und habe kapituliert. Das Leben ist ein sich selbst regulierendes System. Solange das Leben will, dass ich lebe, lebe ich; selbst wenn ich sterben will, das erlaubt es mir nicht. Leben ich bin am Ende meiner Möglichkeiten bitte bewege mich!

Letztlich haben wir nur diese eine Freiheit entweder ja oder nein zu sagen zu dem was wir erfahren. Wenn wir uns Widersetzen wiederholt sich alles und im Zustimmen geht es weiter wohin ist offen. Viele Wege sind durchschritten, gescheitert, verschlossen. Ich stehe da, mit mir in mir, so wie ich in aller Nacktheit meiner Seele bin. Ich möchte diesen Menschen, der ich bin, wirklich kennen lernen. Mir nicht mehr ausweichen. Akzeptieren, dass ich der Mensch bin den ich abbekommen habe. Ich erlaube mir das Unerwünschte und lasse es da sein. Die Zeit und der Raum sind offen, um mir selbst in Wahrhaftigkeit zu begegnen im Schattendasein der Trauer, Scham, Einsamkeit und Ohnmacht. Meist endet das Flehen auf Knien in einer tiefen Stille. Hier kann ich mich demütig verneigen für alles was mir offenbart wird, wenn nichts mehr geht. Jedes Konzept ist nur ein Pflaster auf die Wunde, es schützt so lange bis wahrhaftige Heilung möglich ist.

Ein Sklave der seine Ketten nicht spürt, reißt sich nie los. Den Schmerz und die Unfreiheit fühlend zu erfahren ist der Schlüssel zum Universum. Im Schmerz halte ich mein kaputtes Herz ans Licht. Das Ungesehene fügt sich dem Ganzen hinzu. Alles was gefühlt wird ist wahr! Unsere Wahrheit ist eine Energie. Schmerz geht durch nichts weg. Heilen kann das Leid, wenn wir es wirklich fühlen und uns selbst wie ein kleines Kind halten. Um Trauma zu heilen und an die harten Teile des Selbst heranzukommen, hilft es weiche, sanfte und liebevolle Teile in uns und Räume im außen aufzusuchen. Mit dem Schmerz sein, den Raum halten, dableiben im Sinne von im Körper bleiben, aushalten was ist und dem was sich zeigt Raum geben. Die Energien annehmen und halten. Nur was wir halten können, kann heilen. Den Schmerz liebevoll halten ohne im Opfersein zu schwelgen. Wie das gelingt? Indem wir auch die Verantwortung für das große Ganze tragen und die eigene Täterschaft in allen Leben sehen. Wir haben alles Leid der Welt miterschaffen und mitverursacht. Innere Zustände werden niemals durch äußere bedingt. Alles hat die Bedeutung die ich ihm gebe.

Wenn du am Ende dessen stehst was du wissen solltest, stehst du am Anfang dessen was du fühlen solltest. Gefühle transformieren sich in dem Moment wo wir sie fühlen. Fühlen ist das urweibliche Prinzip. Fühlen was ist, sich öffnen, annehmen und das Leben empfangen. Je mehr ich mich hingebe und je voller ich den Schmerz nehmen kann, umso lösender wird die Erfahrung. Dabei im Körper bleibend spürend verwandelt sich Schmerz in kraftvolles Bewusstsein. Hinter dem Schmerz bin ich. Da ist eine Klarheit nicht mehr mit mir als Feind aufstehen und einschlafen zu wollen, sondern im Frieden mit mir selbst, gegenwärtig, in Gemeinschaft da sein zu wollen. Ich vergebe mir alle Wunden, die ich mir zugefügt habe und die ich erlaubt habe mir zufügen zu lassen. Ich bin ab jetzt mit mir okay und schaue raus aus der dunklen Höhle.

Ich bin nicht allein. Ich bin mit mir. Ich allein bin für mein Wohlbefinden verantwortlich. Meine Beziehung zu mir gestaltet alle Beziehungen im außen. Das wovor ich mich schützen möchte, die Traumafelder in mir und in der Menschheit, öffnen mein Herz. Das System nutzt den akuten Schmerz auch um alten Schmerz (der mir zugefügt wurde, den ich mir selbst zugefügt habe, den ich anderen zugefügt habe, den ich als Zeugin miterlebt habe, der im Moment im ganzen Menschheitskörper präsent ist) aufzuarbeiten. Dem Sog des Leid nachgeben und in mich hineinfallend weiter durchsinken in die kollektiv unterdrückten Schmerzerfahrungen. Sanft mich liebevoll beachtend weichen Widerstände und legen sich unser aller Wunden in meinem Herzen offen. Über das Dunkle, die Schatten und Dämonen im sozialen Raum mit den Menschen geschieht Heilung. Heilung meint nicht, dass alles besser wird. Es meint mit allem was auftaucht in Frieden sein zu können. In Frieden mit dem Moment sein geht nur wenn ich mit dem Moment wie dunkel er auch ist in Frieden bin!

Ich lerne zwischen Wahrnehmung (dem wahren Sein) und Wahrgenommenen (den Zuständen, Prozessen, Geschichten, Dramen) zu unterscheiden. Damit zeigte sich die dunkle Nacht der Seele als mein größter Lehrer. Die neue Erfahrung ist, dass das was in mir ist, also die Dunkelheit, endlich Raum bekommt, gehört, gesehen und angenommen wird von mir selbst. Ich entschuldigte mich bei der Dunkelheit mein Leben lang versucht zu habe von ihr wegzukommen und sie zu bekämpfen mit allen Mitteln. Jetzt, wo nichts mehr geht, keine Hilfe ersichtlich ist, kein Mittel mehr greift, werde ich ergriffen und stelle sie dankend über alle meine anderen Gurus. Mein innerer Grund ist die leere, stille Dunkelheit impulsfrei, lichtlos und völlig friedlich.

Bewusstsein ist ein Wunder. Wahrnehmen zu können ist ein Wunder. Das Leben macht rational keinen Sinn; gefühlt ist es ein Wunder. Der größte Friedensdienst ist es die eigene Schwingung zu leben. Da behindere ich das Schwingen von innen und außen nicht mehr. Die Bereitschaft in mir mich dem Leben in und um mich hinzugeben ist das autonome natürliche eigenverantwortliche im Verbund sein. Eingebunden und frei wie ein Vogel im Schwarm.

Was steht jetzt in diesem Augenblick zwischen mir und Gott? Nichts! Gott ist schon da. Suchen, fragen, jagen sein lassen und ganz da sein lässt mich in dieser reinen Bewusstheit bleiben.

Möge in jedem Moment alles so geschehen, dass es der Wahrheit und der Unendlichkeit dient.

Das Band der Liebe kann nicht getrennt werden, es geht durch Raum und Zeit und Ewigkeit. Das letzte Wort hat immer die Liebe.

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Schattenliebe – nach der Gotteserfahrung kommt die Teufelserkenntnis – ja ich bin auch der Teufel

Es braucht meine volle Bereitschaft jetzt mit aller Konsequenz mich auf mich einzulassen und mit allen Ängsten in Kontakt zu gehen. Angst vor bedeutet Lust auf! Angst vor und Lust auf mich erweckt mich zu mir, ich werde für mich sichtbar und stelle fest, das Weglaufen galt nicht den Menschen und der Welt. Ich bin vor mir auf der Flucht. Mich wirklich sehen ist ein Grauen ohne Ende.

Der Körper ist Symptom des Egosystems, er erdet uns, zwingt zur Auseinandersetzung mit sich selbst und erreicht die Nähe zu uns selbst. Es geht ums Frieden machen. Schließe Frieden mit dem Gefühl unzufrieden zu sein. Das Weglaufen und ablehnen frisst uns im inneren Kampf auf und die abgelehnten Aspekte jagen uns durchs Leben. Schau hin wovor du Angst hast, dorthin wo die Dämonen lauern. Folge der Stimme der Angst, sie führt uns dorthin wo die Wunden auf Heilung warten. Zeig dich verwundbar und sprich deine Wahrheit aus. Auch im Dunklen liegen Potentiale. Jede Unfähigkeit ist auch eine Fähigkeit. Da wo es dunkel ist in der Erde wird Vertrauen auferweckt. Aus der Heldenreise hat sich ein Satz tief in mir eingeprägt: Ein Held kann immer nur so großartige Taten verbringen, wie sein Antagonist mächtig ist.

Ja ich will bedingungslos Lieben und da traute sich die eigene Finsternis aus der Dunkelheit emporzusteigen, mich zu vereinnahmen, um von mir geliebt zu werden. Am Ende meines letzten Berichtes habe ich geschrieben wie ich Gott bat mir die Gründe für das Dasein der Dunkelheit zu offenbaren und dies ist geschehen: „Fang bei dir an hier in deiner Finsternis bedingungslos zu lieben. Liebe die Finsternis!“ Hilfe bitte, wie, ich bin dazu viel zu schwach für diese endlose übermächtige Dunkelheit. Mir helfen lassen und offene Herzen finden, die mich mit meiner Verzweiflung annehmen, mir Raum gaben zum gemeinsam forschen.

Wie erzeugst du das Leid? Genau ist es mir nicht klar, vielleicht durch die Abwesenheit der Wahrnehmung der Liebe die mich umgibt, das verschlossene Herz für mich, den Mix aus Ablehnung, Kampf und Weghabenwollen der Dunkelheit. Der Wunsch die leere Verlassenheit und Hilflosigkeit beenden zu wollen lässt mich kämpfen. Nach dem ich das alles den ganzen inneren Horror und das schmerzhafte Ichgefühl in Begleitung fühlen durfte, eröffnete sich ein neuer Weg am absoluten Nullpunkt der kompletten stillen Finsternis: Akzeptiere der Dunkelheit nicht nur, mehr noch liebe deine Dunkelheit, dabei ging mein Herz tief und schmerzend auf, ja es ist für mich an der Zeit meine Dunkelheit ins Herz zu nehmen egal wie weh das tut und wie lange es braucht. Es gilt nur die Wahrheit, wie die Dunkelheit ist, erfahren zu wollen und sonst nichts, ganz einverstanden sein mit dem Dunklen. Hier und jetzt Akzeptanz und Respekt vor der Wahrheit wählen. Die Todessehnsucht erfährt sich in mir als am weitesten vom eigenen Herzen entfernt zu sein. Da stehe ich jetzt und akzeptiere die Dunkelheit. Das Leid entsteht aus dem Kampf dagegen. Den Kampf gegen das Kämpfen beenden. Ein weiteres Mal aufhören den inneren Kampf zu bekämpfen und auch mit meinem Kämpfen okay sein. Die Dunkelheit erfahren mit den Qualitäten der Enge im Körper, der Unendlichkeit außerhalb, einer betäubenden Übelkeit und Lichtpunkten ausgehend von meinem spirituellen Lehrer. Kein Impuls, keine Motivation absolute kalte Stille, völlige Reglosigkeit bis auf meinen zitternden Körper. Viel Zeit dafür bekommen bis meine Augen sich öffneten und ganz klar in die meines Gegenübers blickten. Lange, still, liebevoll und tief versinken im Augenkontakt der sich aufrecht erhielt als er nach einer gefühlten Ewigkeit zu sprechen begann: Die Seele erholt sich in der Dunkelheit. Sie macht uns ganz und lässt erfahren wie groß das Herz ist. Auch wenn alles weg ist liebt das Herz immer noch. Tränen bei mir im Fluss begleitet von seinen Worten: Nichts löst so wie weinen zu können. Meine Tränen des Schmerzes über die Abwesenheit der Liebe in meinem Leben fühlen begleitet von Scham, die es mir kaum möglich machte im Blickkontakt zu bleiben. Nimm die Dunkelheit an als wichtigen und wertvollen Teil der Seelenerfahrung. Der Kleinmut geht und Frieden entsteht in der Abwesenheit von allen auch von allem Licht. Wenn du lernst die Hölle zu lieben, bist du im Himmel.

Damit blieb ich mit mir in der Selbsterfahrung der Dunkelheit herzoffen, um zu erleben: Ich bin die Dunkelheit in der ab und zu Licht erscheint und wieder verglüht. Und selbst in der Finsternis kann mein Herz offen sein und lieben. Die Dunkelheit ist da und gehört zu mir. Sie will erfahren und geliebt werden. Licht kommt und geht, die Dunkelheit ist immer, sie ist die Basis (meiner) der Existenz. In tiefer Hingabe mich als tot und gleichzeitig empfänglich für Leben erfahren. Ich tue nichts und der Atem tut alles. Ich kann nichts tun und das ist okay. Jetzt ist es an der Zeit wahrhaftig zu sein und meinen nichtlichten Teil der Welt zu zeigen, die leeren, sinnlosen, hassenden, wütenden, selbstzerstörenden Aspekte. Am tiefsten Punkt angekommen habe ich nichts mehr zu verlieren. Ich übe mich darin mit mir zu sein ohne etwas zu vermeiden und wegzuhalten, mich wirklich (aus) zu halten mit den Bedürfnissen und den schreienden Herzensinhalten. Den tiefen Schmerz in Liebe halten. Die Verbindung leben von allem was in mir ist. Für das Lösen von Traumatisierungen muss das Herz groß genug sein, um den Schmerz zu halten. Ich bin so dankbar für (m)ein großes Herz!

Der größte Weg ist zu sagen „ich bin auch die Liebe“ wie alle(s) um mich. Selbstliebe ist alles und Liebe kann alles. Wenn du die Selbstliebe aktivieren willst, musst du den Selbsthass konfrontieren. Hineingehen mit den Worten „ich bin der Selbsthass und das ist okay“ und eintauchen in die Erfahrung „ich hasse mich und das ist okay“. Die Körperempfindungen und Gefühle erlauben in dem jeder Widerstand gegen die Erfahrung, der Selbsthass zu sein, fallengelassen werden. Der Selbsthass hält das Trauma zurück, er überdeckt es! Im Erfahren und integrieren geht es tiefer in die verdrängten Aspekte unseres Unterbewusstseins. Mein Bewusstsein lehnt meine Identifikation mit der eigenen Person ab, eine blöde Spielerei auf der Ich-Ebene die weh tut. Mein Bewusstsein hasst mich absurderweise obwohl Bewusstsein per se nicht hasst sondern einfach da ist.

Wenn mein Bedürfnis Heilung ist, darf ich mich umsehen was mir Heilung bietet. Es gibt eine Ort in uns von wo aus wir sagen können: „Egal was ich mir jetzt erzähle, was ich glaube und wovon ich überzeugt bin was wirklich geschehen ist, es ist mir jetzt egal. Ich lege es in die Hände Gottes, weil ich nichts davon behalten möchte. Es verletzt mich alles gleichermaßen. Mein tiefstes inneres Bedürfnis ist das jetzt komplett loszulassen, weil alle diesbezüglichen Gedanken mich verletzten.“. Richtige Heilung ist unabhängig von Zuständen, sie kann sich nur im Raum der Akzeptanz dessen was ist einstellen. Akzeptanz der meiner Dunkelheit meint: Ich habe keine Ahnung wie ich mit Freude und Liebe leben kann. Höhere Mächte, bitte schickt mir Impulse, Aufgaben, Menschen. Ich möchte am Abend schlafen gehen mit dem Gefühl geliebt zu sein und am Morgen aufstehen mit dem Gefühl gerne durchs Leben zu gehen.

Vergebung meint Loslassen was ich glaube was geschieht, glaube was (mir) geschehen ist und wer ich glaube zu sein. Alle Ideen und Identitäten weglassen, um den Raum zu öffnen in dem ich mich erinnern kann wer ich wirklich bin. Dem inneren Bedürfnis nach Erlösung und Befreiung folgen und loslassen vom gedachten Ich. Mich frei machen von mir und zulassen was dann passiert. Ich glaube an Wunder auch wenn es naiv erscheint es ist meine Wahrheit. Wunder sparen Zeit und sind in jedem Moment verfügbar. Gott ist in jedem Moment neu. Man muss nicht wissen warum man in diesem Moment ist. Es reicht völlig zu erfahren wie man in diesem Moment ist. Immer neu/anders und offen für den unmittelbaren Augenblick. Nur hier und jetzt kann mir das Unmittelbare begegnen. Ich bin (noch) da. Deine Barbara

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