Halten statt heilen und dieses mein Leben bedingungslos wählen

Seelenschreiberei in aller Klarheit (weil da Fragen waren für wen ich den schreibe, wer mein Zielpublikum sei): Mein Schreiben geschieht für mich ohne darauf aus zu sein, dass mich jemand liest, dass da Resonanzen, Korrekturen, Beifall, Tipps, Rückmeldungen von wem auch immer kommen. Die sind oft mal da und in allen Nuancen willkommen. Genauso okay wie schlichtes mich im Ausdrücken klar kriegen ohne sichtbare Reaktionen. Ich wage es wieder und wieder meine innerste erlebte Wahrheit zu teilen, jedes Mal mit der Angst die die Sichtbarkeit bringt und der Aufregung womöglich wirklich gelesen zu werden. Die Seele schreibt von sich aus in mein Sein. Schreiben geschieht immer für mein Leben, manchmal auch für andere L(i)eben.

Wer mit mir in tiefen Kontakt sein möchte liest und der große Rest darf mich ignorieren. Klar tut es weh, mehr als jede Abwertung, aber nur von jenen, die ich liebe. Dazu zähle ich seit kurzem manchmal mich selbst. Die Selbstablehnung ist eine Reinszenierung der Hässlichkeiten, um ihrer Heilung willen. Selbstsabotage ist Selbstschutz. Da ist ein Teil der glaubt daran festhalten zu müssen mich abzulehnen in meinem Sein. Er beschützt mich, genauer meine kindliche Überzeugung, nur im mich ignorieren und unsichtbar werden überleben zu können. Ja es ist bizarr, die Selbstzerstörung als Selbstschutz und doch diente sie mir. Meine Eigenignoranz und Zerstörung kann ich (scheinbar) kontrollieren, das Zerstörtwerden durch Ignoranz und Gewalt von Mitmenschen wäre noch schlimmer, nämlich komplett hilflos ausgeliefert, gewesen. Doch wer will mich heute noch vernichten (die innere Mutter, der Feind sitzt meist im meinem Inneren) und ignorieren (eine, ganz bewusst, mit der mein System die Mamadynamik reinszeniert)?

Meine Mutter hat mich nicht gespürt, gewollt, sehen und fühlen wollen, sondern von mir getrunken. Ich bin in die Hölle hineininkarniert, in die kann ich gar nicht mehr kommen. Von Zeugung an verlassen und missbraucht, habe ich schon als Fötus den Körper verlassen. Meine Mutter war blind für meine Liebe (für wesenhafte Liebe generell). Essentielle Einsamkeit in meiner Liebesfähigkeit unfassbar schmerzhaft ohne dissoziieren unaushaltbar. Anstatt in meinem Lieben angenommen und unterstützt zu werden, kam bestenfalls eine Zurückweisung, meist einfach nichts. Ein Wollen von mir, wen wollen hat die Bindung zerstört. Ein unerträglicher Schmerz, der bis heute und vielleicht für immer in mir präsent ist. Also besser nichts wollen, niemanden brauchen. Als Schutzreaktion auf das Trauma der Ignoranz, des nicht gespiegelt Werdens in der Wahrnehmung, habe ich mich selbst verlassen. Ein Schutz vor der Nichtantwort auf mein ursprüngliches „als Liebe“ da sein. Mein Kind konnte überleben, dass ich nicht geliebt war, aber nicht, dass ich keine Liebe geben konnte. Die Sehnsucht nach Angenommenwerden, egal in welcher Form, trieb mich durchs Leben. Ich war und bin todunglücklich, wenn ich meine Liebe nicht geben kann.

Mit der Ignoranz ging die Erfahrung „niemand beschützte mich hier“ einher, also musste ich ganz früh erwachsen werden. Selbstaufgabe aus dem Erleben des „gebrauchbar oder wenn nicht egal“ Seins. „Alles geht, weil nichts Bedeutung und nichts bleibenden Wert hat.“ war das Motto meiner Kinderjahre, die in die Jugend hineinreichten. Macht mit mir was ihr wollt und eine gnadenlose Selbstausbeutung folgten. ICH habe das getan, ich habe mich meinen Schlächtern unterworfen. Das Ego, meine Identifikation mit dem Opferdasein und der Idee gerettet zu werden (spätestens im Jenseits als Lohn für die Selbstaufopferung), versuchte total selbstgenügsam und selbstvergessen zu wirken. Mich zerstören, um nicht wieder und wieder ohnmächtig zu sein im Vernichtetwerden. Kontrollierte Vernichtung nach innen und Funktionieren im außen.

So hat mein Opfer sich in einen Helfer gewandelt und über Jahrzehnte an mir vorbei gewirkt. Mein „people pleaser“ war ständig am Suchen, wem kann ich dienen. ICH hab das getan als Selbstschutzprogramm, um den Schmerz zu lindern, dass mich niemand schützt und mir niemand wirklich zuwendet. Retten der anderen, um der eigene Rettungslosigkeit und Verlorenheit nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Meine Helferpersönlichkeit (Papa, Lehrern, Geschwistern, Mitschülern, Kindern, Schülern, Freunden, Fremden, Tieren, Bäumen, Pflanzen) spaltete so viel ab, das fast jedes Eigenempfinden wegfiel. Wenig von mir Fühlen war erst überlebenstechnisch praktisch, dann nur mehr leer. Der Körper gehörte mir nie, erst den Bezugsmenschen, die mir vorgeben waren, dann jenen die ich mir ausgesucht habe, um mich (auf)zugeben. Heute die eigene Wahrheit „dieses Ding da gehört mir nicht“ erlebend, bin ich dem direkt dankbar, weil der Schmerz und die Bedürftigkeit im Körper unhaltbar war und manchmal noch ist. Genauer jetzt, wo er mich wieder in die Wahrnehmung einbezieht, spüre ich die Bedrohung des Körperseins, die Trauer der Verlassenheit, die Rage der Ignoranz, die ganzkörperliche Bedürftigkeit nach Zuwendung.

Das Opfer in mir ist jenes, das noch fühlt und zwar intensiv bis überflutend alles Eigene und Fremde. Das Verletzte triggert(e) mich in die Reinszenierungen und pusht mich in Schmerzerfahrungen. Das ist nicht böse, sondern ein Selbstheilungsreflex. Ein Gedeien in der Reinszenierung, weil so die Chance besteht, dass mein Schmerz gesehen wird und ich für mich selbst einstehe. Meine Seele will nicht „gute“, sondern besonders intensive Erfahrungen machen.

Wie kann ich in der eigenen Hölle das Herz offen halten? In dem ich mich von nichts mehr trenne, egal wie schrecklich es ist. Gruseliges Unterbewusstsein ich bin bereit. Ich bin da, um den Schrecken in mir zu halten und das ganze Ausmaß an Elend, Leid und Liebe zu umarmen. Seele komm rein bis alles was nicht echt ist in mir wegerodiert. Jenseits der Todesangst liegt eine neue Welt in der das Menschsein vollständig erfahren wird. Vielleicht ist dort innere Freiheit in der ein „die können alles mit mir machen“ und „nichts davon kann mich mit Bedrohungen zu etwas zwingen“ zusammenfallen.

Der Tod ist bereits in mir, er war bereits passiert, zu sterben schreckt mich nicht. Ich habe nichts zu verlieren und dennoch ist da Todesangst im Organismus. Der Körper hat seine eigene Meinung. Ich kann seine Angst beobachten und nur teilweise bewohnen. In jeglicher Erklärung finde ich keinen Halt. Im Okay, im universellen Raum, im Herzen und der Schwerkraft bin ich gehalten.

Nicht der Verstand, sondern die Körperempfindungen (und ihre Vermeidung) halten mich im System. Ich will mir tatsächlich helfen und nicht nur Energie und Aufmerksamkeit erhalten. Ich kann mir nicht weiter diesen Schmerz zufügen. Wenn das aufhören soll mit dem Erschaffen von Schmerzerfahrungen, muss ICH dafür sorgen. Die Täter (innen wie außen) werden nicht aufhören und ein Retter (innen wie außen) wird nicht erscheinen. Ich muss mich selber lieben lernen, auch wenn alles in mir schreit „nur das nicht“, weil da wieder die allumfassende Ohnmacht um sich greift. Komplex Traumatisierte wie ich sind es gewohnt, dass sie etwas oder jemand verlieren. Gleichzeitig fehlt (mir) oft die psychische Fähigkeit jemand heranzuziehen, um mehr Nähe zu erzeugen.

Wie kann ich ganz lebendig werden, auch wenn ich weiß, dass das, was ich dann alles sehen und (nochmals) erleben werden, mir wieder und wieder das Herz brechen wird? Nun, indem ich den ganzen Herzschmerz in seiner ganzen Wucht umarmen lernen als pure Intensität. Das Herz rutscht über den sich windenden Bauch in die Hose. Infusionen von Verlassenheitsgefühlen ohne Rettung, die eine emotionale Bindung wäre. Angst und Widerstand die ganze Abwehr formiert sich, nur um nicht noch einmal im Lieben ignoriert und vernichtet zu werden. Momente des offenen Beckens und darin glasklar der eigene Wahnsinn sehen. Nicht der Lehrweg zum Himmel öffnet den Raum (in dem alles sein darf), sondern die Anerkennung der Hölle aus Verletzungen und basalen Bedürftigkeiten nach Nähe, die in mir leben. Der Schmerzpegel steigt bis an einen Punkt an dem die Abwehr kollabiert und ich nur mehr will, dass er mich vernichtet ob der Unerträglichkeit der Verlassenheit. Und dann ist er da, komplett im Körper fast köstlich kathartisch. Ich bin nichts, es tut nur weh, ich bin nicht mehr… ich bin nicht mehr nur der Schmerz. Ich kann zu nichts kommen, als zu dem was in Wahrheit in mir ist.

Der Seelenverlust kommt zurück zum Körper traurigschön, schmerzeuphorisch in die Vereinigung leben. Hier reife ich in der Tiefe und heile mein fühlendes Opfer, die gewaltsamen Täter und den hilflosen Retter. Nur im Körper nicht jenseits davon. Auch wenn das Jenseits durchaus hilfreich sein kann. Letztlich erfahre ich sogar lebendig, dass der Körper mich hält. Jahrzehnte scheiternde Versuche meine Körper, seine Empfindungen, all die ihn überflutenden Gefühle, Unmengen an Gedanken, Anteilen, Innenpersönlichkeiten irgendwie zusammenzuhalten haben dazu geführt in einem tanzenden Moment der Ewigkeit zu erfahren, der Körper hält mich. Ich brauche nichts tun, der macht das, verstoffwechselt alles, berührt alles, kontaktiert alles, lässt alles zu und genauso alle gehen. Das Ding ist endlich ein ausreichend großes Gefäß, mein Körper. Seither ist diese erleichternde Möglichkeit verfügbar und es wird sicher in mir da zu sein.

All mein „in den Körper streben“ war Bemühen und bestenfalls Vorbereitung. Erdung kann man nicht machen, die geschieht im sich fortwährenden einlassen. Die Beziehung zum Körper ist geprägt und aus guten Gründen nicht willentlich steuerbar. Im für innere Nähe offen sein und die Fähigkeit des Spürens ausloten, geschieht aus Gnade das Wunder des Reinfallens. Aus dem Rausgefallensein in den Kosmos über den Geist durchs Herz und den Bauch ins Becken fallen und dort tatsächlich Halt vorfinden. Darin kann die Welt, innen wie außen sein, wie sie ist und nichts muss mehr beruhigt oder gerettet werden, weil der Körper heute alles hält was auftaucht.

Ich bin in der Erfahrung nicht alleine, weil der Körper sie hält. Heute bin ich von meinem Körper nicht mehr alleine gelassen und verlassen, sondern sogar beschützt. Noch vor wenigen Wochen hätte ich diesen Satz als verrückte Utopie abgetan. Jetzt wird klar, die viele Trauer hat die Beziehung zu meinem Körper verwandelt, in ein Liebesfeld, in dass ich endlich einkehren kann. Fühlen ist Fülle, im Fühlen erlebe ich Erfüllung.

Der Körper hält mich. Ich bin in diesem Moment in Sicherheit. Jetzt und hier ist es sicher im Körper zu sein. Manche Menschen bleiben einfach so hier. Obwohl ich sie nicht sehe und nicht mehr berühren kann, sind sie da geblieben als Gefühl im Herzen. Ihre Augen sind tief eingebrannt in den inneren Bildern und das Echo einst gesprochener Wort hallt ewig nach. Und auch die bebende Traurigkeit darüber, dass ich ihnen in Liebe ganz nah war und nun nicht mehr körperlich bin. Der Körper hält mein Weinen und lässt die Tränen fließen. Alles was ich erlaube ist da. Fühlen ist Fülle, meine Erfüllung. Bewusstes erleben in mir, sonst nichts.

Es könnte sein, dass Leiden und Schmerz einer deiner größten Helfer auf dem Pfad des Wach(s)ens sind. Je länger er mich begleitet, umso weniger Angst habe ich vor dem Schmerz. Wenn der Boden herausfällt oder sich zeigt, dass nie ein tragender da war und sein wird. Wenn nichts und niemand mehr zum Greifen auffindbar ist, schmerzt es. Das Leben beherbergt mich nicht, es zertrümmert mich. Es ist dazu bestimmt, und es könnte nicht anders sein. Jeder Samen zerstört sein Gefäß, sonst würde es keine Frucht bringen.

Wenn die Dinge auseinander fallen, kann es ein grauenbringendes Geschenk sein bis es ausgepackt ist. Am Abgrund stehen zu bleiben und nicht zurückzuschrecken, ist die große Kunst. Angehalten die Hölle ins Herz nehmen und mit dem Schwert der Wahrheit in der Hand auf die Knie gehen und atmen. Wenn ich mit der Wahrheit genagelt werde und nichts mehr funktioniert, werde ich langsam, still, leer, staunend und bemerke, dass ich kurz vor etwas Wundervollem strauchle. Darin erkennen ich, dass dies zwar ein sehr verwundbarer, aber auch ein zarter Ort ist, und dass diese Zärtlichkeit in beide Richtungen gehen kann. Es ist etwas Zartes und Pochendes in dieser Unsicherheit. Der außermittige, unruhige, unsichere, dazwischen liegende Zustand ist eine Situation in der ich nicht mehr einschlafen kann. Das Herz und der Verstand sind ungehindert offen. Es ist ein sehr verletzlicher, ergebener, grenzenloser Zustand.

Absolut berührbar zu sein, die Angst vor den alten und erneuten Verletzungen verloren zu haben, alles zu fühlen, ein Herz zu haben, dass nicht mehr brechen kann – weil es bereits zerbrochen ist – ist meine wahre Stärke. Eine Stärke, die nicht darauf beruht, zu schützen und zu verschließen, sondern eine Stärke, die so weit ist, dass sie alles umarmen kann, die alles in sich aufnimmt. Es ist eine Stärke, die alle Anhaftung an Stärke aufgegeben hat. Halten statt heilen erlöst mein Dasein. Danke für alle Mithaltenden des Lebens. Danke für all die Lebenslieben.

Das Leben kann ich mir nicht nehmen, nur erlauben. Die Suche in und für mich kommt allen zu Gute und macht lebendig. Lasst uns unsere tiefen Prozesse und Durchbrüche nicht als persönlich behandeln und verschweigen, als seien sie klein. Sie sind es nicht. Sie sind das Kraftvollste und Revolutionärste, dass wir dem Zeitalter der Taubheit und Betäubung entgegenschleudern können. Und sie sind mehr als ein Versuch. Sie sind ein Umschreiben von Welt. Sie sind eine Öffnung für alle, durch die die Freiheit zurück in unser Herz fließt und gehalten sein im Becken erfährt.

So möchte ich die Zeit mit meinem Körper verbringen: Herzverbunden. ICH bin nicht nur aber gerade auch dieses kleine Menschlein. Traumata sind nur vordergründig dafür da, dass wir „sie lösen“. Echtes Trauma wird (mich) das ganze Leben begleiten. Keine vier Sekunden kann ich mir vorstellen ohne Traumaenergie zu leben. Eigentlich assistieren die Traumata als Richtungsweiser hinein in das, was furchtlos macht. Immer furchtloser im alles Annehmen und mit wie ohne Bedrohungen leben lernen. Ich bin und gehe in die Lehre des Körpers als Bewusstsein. Meinem Körper geht es fast nur um Entspannung. Mit den Abgründen und meinem ich dem Leben nackt und klar gegenüberstehen und so sehr beben, so sehr wollen und pochen und dableiben, dass alles lebendig im Körper da sein darf.

Ich lebe und wähle mein Leben (wenn da wieder Zweifel an der Wahl auftauchen, erinnert mich das Leben ans Dasein). Alles was in mir ist, was einst nicht gewollt war, ist eingeladen da zu sein ohne zu wissen wie ich es halten werde. Ich kann und werde weder vor meinem, deinem, noch dem kollektiven Trauma fliehen, betäubt verharren oder es angestrengt zu heilen versuchen.

Ich, du, wir, es ist anzunehmen wie es ist. Ich muss nichts heilen, mein(e) Inneres darf verletzt da sein. Es muss – kann vielleicht auch gar nicht – heilen. Es reicht zu fühlen und zu bezeugen: Das alles bin ich. Ich bin da, berührbar und erreichbar für das Leben, die Liebe, die Seele(n), die Schmerzen, mich, dich, alle die es mögen. Ihr könnt mir in die Augen blicken, die erlauben alles zu sehen: das wunde Herz, die Angst, den Schmerz, die Rage, die ozeantiefe Trauer, die grundlose Freude oder einfach nur das ungeschützte Zarte in mir. Absolute, völlige Verletzlichkeit ist meine einzig wirkliche Stärke. Weichheit und Freiheit, Wille und Hingabe, völlige Echtheit ohne Verzerrung. In diesen Zuständen bin ich im Körper und meiner Seele am nächsten.

Ich bin bereit da zu sein. Ich bin hier. Es gibt mich offen und nahbar. Ich bin da wo ich bin und nicht dort wo ich gerne wäre. Bereit zu fühlen wie ich mich fühle und nicht mehr so, wie es vielleicht zu Verbindung führen könnte. Ich will mich genau so wie ich bin, weil alles andere purer Wahnsinn wäre. Die Krankheit ist, mich anders haben zu wollen als es jetzt gerade in mir ist. Annehmen ist das was die Krankheit eliminiert. Das Leben sieht mich und ich spüre das wahrgenommen werden. Eine neu Lebensmelodie im jetzt und parallel laufen die alten Zwischentöne des „alleine Seins“. Beides halten und fühlen wie ich ohne Verbindung nicht existieren kann, mir die Luft ausgeht, alles das alleine sein verhindern möchte bis es die bestehenden Verbindungen realisiert. Bindung haben zu können hält mich im Leben. Mensch sein heißt für mich in Verbindung zu gehen und in Beziehungen zu leben. Trotz all der Bindungsabbrüche immer wieder Verbindungen gestalten und innere und äußere Bindung halten, lässt mich im Leben bleiben und auch da sein wollen. Manchmal braucht es die Trennung, um die Wiederverbindung zu realisieren. Sie geschieht früher oder später. Alles zu seiner Zeit, alles hat seine Zeit. Verneinen, bejahen, trennen, verbinden, spalten, vereinen, kämpfen, befrieden, zerfallen, entstehen, weinen und flehen. Halten und bleiben ist die Kunst. Meine Künstlerin hält gerne den Stift wohlwissend wer der Schöpfer ist. So entspannt der angstfeste Körper im von mir gelesen werden. Es zaubert ein Lächeln ins Gesicht vom L(i)eben gesehen zu werden. Die Umarmung aus der Liebe heraus ist der Sinn meines Lebens.

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