Wenn das Leben ein Gebet ist

Einblicke aus dem Sommerretreat auf Gut Frohberg zum Vertiefen der Stille in der wunderbaren Sanga von Christian Meyer:

Alles ist Gott. Gott ist nicht das Licht. Gott ist ALLES. Auch die Krisen sind Gott, sie führen mich tiefer in den Glauben. Gott führt durch Licht und Schatten. Ich wiederhole mich: Gott ist nicht Licht, Gott ist ALLES. Und Gott ist auch alles was nicht ist. Für mich ist Gott ein ewig sich neu gebärendes, ausbreitendes, zeit- und raumloses, alldurchdringendes Wesen wirkend mit der bedingungslosen Kraft der Liebe. Alle Wesen ruhen in Gott, sie bestehen in Gott und kehren zu Gott zurück. Es gibt nicht „nur“ einen Gott, sondern nur Gott und sonst nichts. Es gibt lichte und dunkle Liebe sie durchdringen sich. In der Dunkelheit die Gotteserfahrungen zu machen ist ein Geschenk und sie zu erlauben ist eine Gnade die in meinem Inneren beginnt. Die Welten und ihre Erscheinungen tragen mit den Dämonen, Engeln, Schatten- und Lichtseiten. Jesus soll gesagt haben „alles Leid der Welt zu mir“.

Was will von mir gesehen werden? Gott was willst du von mir? Ist das eine freie Handlung, kommt die aus dem Göttlichen?

Kann ich mich lassen wie ich bin? Kann ich entspannen mit dem was in mir ist? Höre ich auf mich? Stehe ich für mich ein?

Wie kann ich herausfinden ob mich meine Seele oder mein Ego irgendwohin zieht?

Die Seele hat eine Sogwirkung mit dem Gefühl der Angst dem nicht gewachsen zu sein gepaart mit einer Haltung des Gebetes im Sinne von dein Wille geschehe, alles ist willkommen auch jede Nichterfüllung, es stellt sich ein getragen sein im Energiestrom des Seins ein. Das Ego hat Angst die Kontrolle zu verlieren, es strebt nach Sicherheit, haben oder/und vermeiden wollen.

Innerhalb der Antwort gibt es keine Frage mehr. Nach Hause in die Einheit kommen meint das im Moment nichts fehlt, die Freiheit von den Konzepten und vom Verstand. In diesem Erfahren ist Frieden. Es ist das Höchste was erfahren und erreicht werden kann. Wenn es dauerhaft Bestand hat ist der Himmel auf Erden gekommen. Alles ist da, alles darf sein. In dieser stillen unpersönlichen göttlichen Liebe, die viel stärker ist als alle Konzepte, erübrigen sich alle Fragen. Die Dinge sind so wie sie sind. Wir fühlen wie wir fühlen und alles wird angenommen, eingefügt, integriert, losgelassen und ist im Fluss. Hingabe als Selbstzweck völlig ungerichtet einfach ans Leben.

Hingabe meint die Erfahrung zu erlauben egal was und wie es kommt. Alles total zulassen und auch den Beobachter sterben zu lassen, nichts mehr zurückhalten. Loslassen und alles fließen lassen, auch alle Schmerzen. Nicht annehmen müssen damit es verschwindet, sondern annehmen können, weil ich es verstehen und erleben möchte. Der Inhalt der Erfahrung und der Behälter werden immer größer. Man wächst damit allem voll zu begegnen, es erleben zu wollen, sich berühren zu lassen von totalem Leid bis zu totaler Freude. Alles was nicht in Gott ist zerbricht, man wächst daran und kommt immer mehr zur direkten Wahrnehmung.  Nichts gehört mir, alles gehört dem Leben. Ich gehöre zum Leben. Dieser Verstand, Körper, Herz, Geist gehört nicht mir, es sind Geschenke, die ich auf Zeit geborgt bekomme. Wenn ich tue was ich sage, kann ich spirituell wachsen. Dämonen dienen uns als Kräfte zur Wiederherstellung der Glaubensfähigkeit. Es gilt geduldig zu sein im Unerträglichen. Nicht wir haben das Leben im Griff, sondern wir haben das Leben und es hat uns im Griff. Kein Schritt war falsch oder umsonst, alles waren notwendige Erfahrungen.

Es stellt sich die Frage: Was leidet eigentlich? Der Widerstand leidet, die Strategien schaffen Leid.

Suche den Schmerz der dich weiter bringt. Je weiter wir uns entfernen von dem was uns gut tut, umso größer ist der Schmerz. Und der ist sinnvoll, der treibt an mit der Sehnsucht, dem Drängen und Ziehen zurück zur Quelle/Liebe. Wut und Ärger bringen Kraft, heiße sie willkommen, nutze sie zur Veränderung. Wenn du an den Punkt kommst wo nichts mehr geht, dann ist das genau die Stelle an der der Widerstand gegen den Schmerz aufgeht. Wenn ich dann bleibe und zulassen, sein lasse, bin ich mit allem und somit verbunden. Damit sind unsere Schmerzen mit allen Gefühlswellen wahre Offenbarungen. Sterben tut nur wer ein Verabredung mit dem Tod hat, wie oft haben wir (ich) es vergeblich versucht. Die eigenen Wunden so tief kennen, das sie bleiben können. Die Wunde heilt durch Annahme, ich bin mit mir, ich bejahe mich, atme im Schmerz, reite alle Wellen bereit für jedes Fallen. Den Urschmerz, alles Abgetrennte zu mir nehmen und als mein Selbst anerkennen und erfahren. Erwachen meint nicht im Licht zu sein, sondern in der Wahrheit, mit allem sein auch mit dem Dunklen sein zu können. Mit der Fülle des Allem als dem Leben zugehörig hier sein.

Wenn ich genug gelitten habe und wirklich der Sehnsucht folge, betrete ich endlich Neuland. Etwas kommt zu sich. Vielleicht ist das Unterbewusstsein das göttliche, das Bewusstsein das menschliche und das Überich das Ego Selbst. Zeit vertieft traumatische Wunden, es macht sie immer lauter deutlich. Es ist unmöglich etwas zu verändern was schon geschehen ist. Lediglich anschauen und mich mit dem Geworden Sein auseinandersetzen. Unterscheiden lernen zwischen Jetzt und Vergangenheit, Elternprägung und dem Menschen hier bei mir, bewusst aussteigen, wieder Vertrauen schenken.

Heilen meint den ganzen Mangel bewusst wahrnehmen, durchfühlen mit allem drum und dran so lange es braucht bis es sich voll zugelassen als Geschenk offenbart als Hinweis des Lebens. Die Einsicht, dass alles was passiert mich näher zu mir selbst bringt hilft beim Loslassen. Heilung meint auch die Wiederherstellung der ursprünglichen Bewegung. Oft geht dem eine Resignation voran, die Erschöpfung in den alten Mechanismen und das anerkennen des Scheiterns. Im Aufgeben kann Licht/Gott eindringen und Bewusstwerdung eine Verhaltensänderung initiieren.

Um wirklich hingegeben zu sein braucht es einen großen Willen. Die Energie der Hingabe gibst du dem, dem du hingegeben bist. Wirklich hingegeben Menschen sind sehr starke Persönlichkeiten, denke an Jesus! Je mehr du dich hingibst, umso kräftiger bist du. Dein Selbstbewusstsein mag wanken, aber die Kraft des Größeren trägt und lädt dich. Sich an Gott hinzugeben ist ein machtvoller Akt. Wenn unsere Überlebensinstinkte und Ängste uns überkommen dann braucht es die Stärke von uns. Die Energie kommt aus der Liebe zu dem was wir uns hingegeben haben. Die Schöpfung entsteht durch Liebe und wird durch Liebe aufrechterhalten. Lieber Gott bitte gib mir nicht das was ich mir wünsche, sondern das was ich im Moment brauche, um Liebe und Annahme nach deinem Willen zu sein.

Was auch immer Gott ist, ich will die Offenbarung dessen Erfahrung leben. Jedes Konzept und jede Idee die mich davon trennt bin ich bereit fallen zu lassen. Für die Reise von mir zu mir selbst brauche ich Hilfe, deine vollkommene Liebe. Bitte hilf mir die Trennungen und Widerstände zur Liebe zu überwinden und ganz in dich aufzugehen. Gott ist überall, alle Wege führen zu ihm. Ich vertraue dass für mich gesorgt wird, dass ich balanciert und fühlend leben darf. Das Leben ist dafür gemacht die Lösung loszulassen und nicht sie zu finden. Alles was auftaucht ist Gnade.

Vom Menschen der Gott erfährt zum Gott der Menschsein erfährt in Liebe Barbara

Entspannt in Gott sein

Meditation ist ein Selbstmordversuch. Ein mich auflösen und wegmeditieren klappt für eine Zeit. Genauso wie ich in der Nacht weg bin und dann wacht halt etwas wieder auf und das Leben geht weiter. Warum meditiere ich dann jeden Morgen? Welchen Vorteil suche ich darin, aus welchem Nachteil in dem ich bin? Das wirft mich auf meine Scheiß(gefühl)e zurück. Wieso erzeugt mein Körper alle möglichen mühsamen Symptome, wenn ich mehr mit Menschen in Kontakt bin? Warum blockiert mein Verstand über meinen Organismus mit schlechtem Befinden mein verbundenes, offenes Dasein? Vielleicht will etwas Mächtigeres als mein Willen den Rück- und Selbstbezug. Vielleicht zwingt es mich mit mir in Kontakt und im Spüren allein zu sein. Spüre ich mich über die Beziehung zu mir oder spüre ich mich über das Gebrauchtwerden, Beschützen, Retten sprich über Andere? Die Idee, dass ich mich verneinen muss, weil ich insgeheim weiß, dass ich nicht liebenswert und wertlos bin, macht mich süchtig nach Liebe. Wie wird diese Idee still, wie kann das aufhören, wann existiert diese Instanz nicht mehr?

Gerade wenn die kosmische Waschmaschine alles durchwirbelt und erfahrbar macht, dass ich noch nicht klein genug für das Leben bin, ist es wichtig den Raum der Bewusstheit und Präsenz zu erweitern. Wenn die Bewusstheit größer ist als die Intensität der gefühlten Emotionen, können die unterdrückten Schmerzen hochkommen, ins Fließen geraten und die Erfahrung gehalten werden. In diesem Halt geschieht Integration. Man kommt auf allen Vieren in dem Bewusstsein auch aufrecht stehen und gehen zu können. Sprich die Erwachsene bleibt da mit dem Bewusstsein des großen Herzens und lässt mich damit die kindlichen festgehaltenen Aspekte möglichst bewusst erleben.

Was ist das Lebendigste was ich jetzt tun könnte? Nichts tun? Erfahren, sehnen, dürfen, scheitern, in der Langeweile schütteln, in der Wut auf mein ratloses Selbst atmen. Die ausgehaltenen Momente der Vergangenheit aus mir raus schütteln und schauen wie kann ich mich jetzt nicht bekämpfen. Wie bin ich ohne mich zu bekämpfen? Wo lasse ich mich im Stich?

Im Betteln um Liebe. Ich stürze mich ins Meer der Liebe. Im Kern tue ich fast alles, um lieben zu können und zwar nach außen und nach innen. Ich bin getrieben von dem Wunsch Liebe zu sein und geliebt zu werden. Das ist ein ziemlich unfreies Leben! Vielleicht könnte ich frei sein, wenn ich nichts mehr lieben muss; weder mich, noch jemand anderen, oder irgendeine Situation. Auf jeden Fall wäre es sehr erleichternd nichts mehr tun oder lassen zu müssen, um mich für mich selbst oder andere liebenswert zu machen. Ehrlich alles abrufen was in mir stattfindet. Kann mich jemand lieben, wenn er alles von mir weiß, alle Erfahrungen, Narben und Abgründe kennt? Kann ich das für mich hinbekommen?

Der evolutionäre Impuls der Liebe erscheint, wenn ich zurücktrete und mein Ego loslasse. Liebe verändert immer alles im Leben. Alles was passiert ist war Ausdruck der Liebe. Die Liebe loslassen und aufgeben? Nicht ankommen, keine Liebe erfahren, nichts mehr transformieren, grundlos alles annehmen, bedingungslos mit mir okay sein. Ich möchte die Missstände und Widerstände zerlieben. Meine tiefe Sehnsucht ist Verbundenheit, gefühlt zu werden und willkommen zu sein. Wenn die Liebe sich selbst begegnet bin ich im Himmel. Ich komme mit den Schmerzen und Leiden in einem Dasein außerhalb der Liebe nicht klar. Warum kann ich unter Menschen keinen Schutzraum für mich aufrechterhalten? Alles dringt in mich ein, geht in Resonanz und ich schwinge mit. Umgekehrt ist das nicht so. Warum muss ich mich, um jede Art von Empathie zu erhalten, anstrengen? Warum brauche ich Liebe, Schutz und Empathie? Freiheit ist nichts mehr zu müssen, auch nicht der Liebe willen. Gott liebt sowieso und alles andere ist flüchtig und brüchig. Das Leben fließt, es kommen Menschen und es gehen Menschen. Ich verliere also eine Liebe die ich nie hatte! Ich atme nie allein. Ich komme vom Leben, ich bin eine Erfahrung des Lebens. Ich habe kein Leben, ich hatte nie ein Leben. Es braucht keine Hingabe, es gilt die Realität anzuerkennen. Dieses was ist sagt ja zu sich egal wie die Bedingungen sind. Ich erlebe was es bedeutet dieses Leben zu sein. Diesem Passieren meiner Selbst wohne ich bei. Ich erkenne mich als Raum für den Inhalt der ich ebenfalls bin. Hier spielt nichts mehr eine Rolle, weil es keine Rollen mehr gibt. Hier kann das Leben sein unverzerrtes und uneingeschränktes Gesicht zeigen.

Ich fühle mich in mich selbst eingeladen. In die innere Begegnung ohne Abstand, ohne Bilder, ohne Urteil, ohne Konzepte. Ich gebe mich an das Potenzial hin mich zu ändern, lausche mir, komme der Wahrheit auf die Spur, drehe die Innenwelt laut und die Außenwelt leise. Stelle mich der Angst vor der Liebe und dem geliebt werden in kleinen Schritten. Ich werde meine geschrotete Muttererfahrung nicht mehr als Ausrede für meine eingebildete Beziehungsunfähigkeit benutzen. Den Groll fallen lassen. In der Gegenwart die Zukunft an sich herankommen lassen. Mehr Gefühl ausatmen als einatmen. Die Vergangenheit darf bleiben, die Bewertung der Vergangenheit soll gehen – einfach, weil es nicht möglich ist sie zu bewerten. Es ist ein Fallen aus vielen Illusionen und das ist gut so!

Wie ist es im wahrsten Sinn des Wortes nichts zu sein, nur mehr innere und äußere Wahrnehmung? Etwas ist schon so groß, dass es die Innenwelt und die Außenwelt komplett wahrnimmt. Die Endlichkeit in meiner Form nimmt sich als Ausdruck der Unendlichkeit wahr. Alles was ich wahrnehme bin ich und das wird immer mehr. Bin ich bereit die Begrenztheit anzunehmen und mich innerhalb der Begrenztheit zu entfalten?

Mein Glauben bestimmt meine Wahrnehmung und somit den Zustand in dem ich in einer Situation bin. Dieser Zustand ist veränderbar, manchmal habe ich die Wahl, immer öfter kann ich bewusst entscheiden ob ich mich in dem Moment assoziiere (mich voll im Gefühl mit offenen Herzen da sein lasse) oder dissoziiere(mich rausnehme, zurückziehe, reduziere) und zwar im inneren und im äußeren Erleben. Worauf ich meine Wahrnehmung fokussiere ist meine Entscheidung. Immer öfter ist es möglich die zentrale Wahrnehmung auf das wahre Selbst ausgerichtet zu halten und das verändert die Realität.

Liebe die keine Liebe braucht ist wahre Liebe. Das Dümmste was man der Liebe antun kann, ist zu versuchen gut dazu stehen. Man liebt mich erstaunlicherweise genau da am meisten wo sichtbar wird, was ich am meisten verstecke, da wo am meisten Schmerz in mir ist.

Wenn ich komplett offen bin, strömt Gott einfach ein. Es ist die Leere die bereit ist zu empfangen. Es reicht bereit, offen und zu Diensten zu sein. Alles Relevante wird aus dem Vakuum geboren, aus dem Nichtwissen, aus der Kapitulation und der Hingabe. Den eigenen Seelenauftrag zu leben braucht Vertrauen, Glauben und ein reines Herz. Und wenn ich keinen Auftrag wahrnehmen kann, für mich keinen Sinn in dieser Existenz erkenne, dann darf das so sein. Vielleicht ist das ganze Leben bestimmt zu Gott nach Hause zu gehen, in Gott hinein zu verschwinden. Dann steht der Weg nicht mehr in Frage, dann wird jeder Atemzug hierfür genommen. Vielleicht gibt es keinen Sinn, sondern Wahrnehmung zu sein ist der Sinn allen Lebens.

In Gott hinein entspannen

Die letzten Wochen lebt mein Menschlein in einer neuen Ausrichtung, die passiert ist und doch nicht zufällig im Leben präsent. In Gott sein als anhaltenderer Zustand liegt dem Erfahren zugrunde und wälzt mich von innen heraus um. Angefangen hat es mit Briefen an die Unendlichkeit, die zu schriftlichen Gesprächen wurden in die sich auch Gott eingebracht hat. Dann wurden die Dialoge mehr innerlicher Natur und immer wieder kamen Impulse rein, die nicht aus mir heraus erklärbar sind. Nun ist es ein spüren – was will und wünscht Gott von mir – das sich in den gewohnten Alltag einbringt. Als Energie, als Haltung, als Anziehung und Abstoßung, als direkte Wahrnehmung und ab und zu in sprachlicher und schriftlicher Form. Teile davon möchte ich hier mit dir teilen.

Ehrlich im Moment präsent zu sein ist eine Kunst. Langsam bekomme ich ein Gespür dafür was es braucht um real in Beziehung und still zu sein. Ein ständiger Lernprozess aus der Stille sprechen zu können und nur dann das Wort zu erheben, wenn die Stille durch mich sprechen will. Den inneren Raum so weiten, dass diese Erkenntnis erfahren und gelebt werden kann, ist der Fall und Verbleib in die Einheit. Es bedeutet, dass nichts mehr wichtiger ist, als da zu sein wo ich bin.

(Hoch-) Sensibilität ermöglich (viel) wahrzunehmen (von dem) was ist. Fühlen ist noch mal anders; es bedeutet alles Wahrgenommene zu mir zu nehmen, fließen und bewegen zu lassen. Herausfordernd sind für mich vor allem die Gefühle, die in mir in Kontakt mit Menschen auftauchen. Einer meiner wundervollen Schülerinnen,  die sich mir anvertraute, brachte es auf den Punkt „Ich habe Angst vor mir, vor allem mit anderen Menschen.“ – so werden Schüler zu Lehrern im Schauen der Wahrheit. Dann dazubleiben und nicht innerlich und/oder äußerlich wegzugehen fordert mich genau wie sie. Kann ich jetzt mit mir in Kontakt sein UND mit dir UND mit dieser Situation? Was tue ich im Moment, um die Lebensenergie nicht voll fließen zu lassen?

Im Außen fehlt nichts, ich fehle, ich war falsch und möchte jetzt erkennen wie richtig ich bin. Ich bin nicht mehr bereit mein Schießleben anzunehmen. Ich gebe mich oftmals hin, weil ich keine andere Wahl habe. „Mach mit mir was du willst“ ist ein Traumakollabieren im Inneren und keine Hingabe. „Mach mit mir was ich will“ wäre angebrachter, nur was will ich und wie ermögliche ich scheinbar Unmögliches? Versuche der Hingabe an das „ich weiß und spüre es jetzt nicht“.

Ich gehe Beziehungen oft nur ein, weil ich in einem Mangel bin oder einen zu haben meine und hoffe der kann dadurch ausgeglichen werden. Und auch das nur dann, wenn ich nicht bereit bin, diesen Mangel allein zu fühlen und zu erleben wie das ist komplett alleine zu sein. Wo macht mich das Äußere unfrei und wo macht mich der zu starke Fokus auf das Innere unfrei?

Ich könnte anfangen mich nicht mehr zu hinterfragen. Aus Selbstliebe mir bedingungslos entgegenlaufen. Ein weiteres Mal aus der Depressionssackgasse herauskommen und mit mir ausruhen lernen. Meine Gefühle sind nicht die Wahrheit, sie sind nur näher dran als die Gedanken.

Das Ego erkennt nicht, dass der Hass eine Projektion des universellen Schmerzes ist, den ich in mir trage. Schatten sind kollektive Wesen, keine individuellen Persönlichkeitseigenschaften. Sie wollen Anerkennung, ein Erkennen als Nichtselbst und Führung, um mir zu dienen. Immer, wenn ich etwas auftauchen lasse und annehme, erhebt sich bzw. vertieft sich etwas, was mehr ist als ich selbst. Sobald ich akzeptiere was ist, gehe ich darüber hinaus. Sogar Hass wir transzendiert, sobald ich ihn annehme und empfinde. Dann ist da Hass da, aber ich bin an einem tieferen Ort, wo er nicht mehr so viel ausmacht.

Ego und Trauma sind miteinander verwoben als eine Kraft die auf der Trennung und Abspaltung von allen/m beharrt. Sie beherrscht mich manchmal und dann stürze ich mit mir über mich. Es fühlt sich scheiße an. Diese Energie ist ekelig, morastig, angstschweißig und möchte mich nicht, nichts kann sie befrieden, nur nicht sichtbar sein, sie unterdrückt alles in mir, am meisten die sexuelle Lebensenergie. Da ist gleichzeitig absolute Macht und totale Ohnmacht. Ich kann nichts tun als mich selbst zerstören egal wie, da kotze ich energetisch in den Raum und ekle mich vor mir selbst. Mich damit zeigen und in Beziehung sein? Kann ich meinen beziehungslosen, verlassenen, missbrauchten Teilen mit alle den Schmerzen und der Scham jemanden zumuten?

Loslassen, nichts heilen oder wollen entspannt mich, nur halten und in Frieden sein mit meiner Geschichte. Das eigen dreckige, verletzte, grollige Kind in den Arm nehmen. Ich kann in Kontakt gehen mit den eigenen kaputten Teilen, sie dürfen auch mit mir sein bis an mein Lebensende. Zu mir stehen damit beginnt alles. Das Gegenteil von Einsamkeit ist meine Intimität mit mir selbst. Mich in diesen Zuständen zeigen in direktem Kontakt geht noch nicht. Der eigene Seinszustand springt auf das Gegenüber. Das will ich niemanden bewusst antun.

Ich kann frei sein, wenn ich alles annehme. Damit bin ich alles und somit frei. Ich bin frei, solange ich es bewerkstellige, das was ist zu lieben. Ich bin das ganze Universum aus der Sicht eines menschlichen Nervensystems. Im Kern gestaltet sich das Universum nach dem Nervensystem, das es betrachtet. Manchmal kann es helfen das Nervensystem erst noch mehr zu aktivieren, um es dann tiefer entspannen zu können. Es gibt in mir viel Gewalt gegen mich selbst. Das Ende der Gewalt liegt in meiner Gewalt. Autoaggressive Akte lassen mich alleine, ich verlasse mich und bin total einsam und im Schmerz gefangen. Der Körper informiert mich darüber wie es mir geht. Habe ich eine andere Möglichkeit des Erlebens in meinem Körper? Ich begegne mir selbst als Problem und habe mich in mitten meiner Probleme gefunden. Meine Widersprüche vereinen sich zu mir. Fürsorglich mich spüren und mir Zeit und Raum geben. In mir küsst sich das Relative und das Absolute. Die größte Form des Selbsthasses ist die Selbstliebe.

Die Liebe konfrontiert uns immer mit uns selbst. Die Liebe ist das einzige Gefühl unserer Seele. Alle anderen Empfindungen entstehen aus dem Menschen heraus. Meine Seele sehnt sich nur nach ge- und erlebter Liebe.

Jede Erfahrung kann zum Abstieg oder zum Aufstieg genutzt werden. Ich habe die Schnauze voll von meinen Leidensgeschichten! Wie kann ich das Arschloch in mir annehmen? Das Bewusste muss das Unbewusste durchdringe, um über das Unbewusste hinauszufinden, in sich selbst hinein. Das Paradoxe ist, dass es diesem Dickicht selbst zugrunde liegt und eins damit ist. Bewusstsein und Unbewusstsein sind an der Wurzel eins. Das eine existiert ohne das andere nicht.  Ich erlaube, dass der Raum mich sieht. Mich von der Dunkelheit anschauen lassen. Ruhig werden in der Dunkelheit und erkennen, dass alle Geschichten komplett leer sind.

Das Unendliche im Endlichen zu leben bedeutet das Herz zu leben. Wenn das Herz sich entfaltet muss ich ehrlich sein und mir Zeit nehmen für den heiligen Raum. Man kann das Göttliche nicht begreifen, lediglich sich von Gott ergreifen lassen. Wir können nie von dem getrennt sein, was uns am Leben hält. Desto mehr jemand könnte, desto weniger tut er. Je tiefer man bewusst ist, umso sorgsamer verantwortet man sein Tun. Es ist viel wichtiger wie als was getan wird. Es geht im Wesentlichen um die innere Haltung, die Absicht bzw. Absichtslosigkeit hinter dem Tun. Sei dein Gebet! Entspanne dich in Gott hinein, in die Möglichkeiten und in die Unmöglichkeit. Die tiefste Unmöglichkeit ist die erste Möglichkeit.

Ein einziges schlagendes Herz

Die letzten Monate waren geprägt durch Auflösung und Sinnleere. Ein Leben in Leere ohne Ausrichtung. Kein wozu und wofür, einfach leben in (m)einer Leere, abwechselnd darin entspannen und hin- und wegrennen vor daraus emporsteigenden Zuständen. Bewusstwerdung passiert(e) mir. Immer wieder austeigen und ins Nichts treten, ins Nichts investieren, das Nichts aushalten. Wenn nichts mehr geht, ist das ein kraftvolles Zeichen. Im Nichts ist die Seele und vielleicht ist das Nichts die Seele.

Ich brauchte die Langsamkeit und die Leere, weil nur der Moment der Leere, der Pause und Stille, die Lichtkraft aus dem Nichts über den Atem mein Selbst in neue Bewusstheitsfelder bewegt, dahin wo in einer größeren Dimension geschaut wird. Da wo mir mein erlerntes Wissen und meine vergangenen Erfahrungen nicht den Weg in den magischen Raum versperren. Magisch weil alle Erwartungen und Vorstellungen losgelassen sind, eine tiefe Entspannung im Sein Neues sich erfahren lässt.

Wir können nur erleben oder graduell erleben abspalten. Da wo die Wucht/Intensität/Gewalt des Lebens noch nicht getragen werden kann, in der eigenen Überforderung, bleibe ich immer wieder hängen. Pures staunendes vernichtetes seliges Sein aus „du hast nichts im Griff“. Immer mehr/öfter mit allen Intensitäten und Energien in der Erde sein, die Überforderung da sein lassen und mich damit zeigen. Der Wahrheit ins Gesicht schauen und nichts sehen. Es geht um nichts, das Leben stirbt und lebt wie es will. Nie hatte ich so wenig Angst, wie an jener Schwelle, als es am gefährlichsten war.

Ein wieder Wollen bäumt sich seit kurzen in mir auf mit einer machtvollen Klarheit die zu bezeugen ich hier vermag. Das Leben zieht mich wieder an! Ich werde alles tun, um nicht den Fehler zu wiederholen mich jetzt zu unterdrücken, jetzt und hier zu schweigen. Es ist ein langsames verlernen mich für die Lebendigkeit zu schämen.

Ich will alles berühren, voll im Körper, in jeder Zelle fühlbar lebendig präsent sein UND  in der Transzendenz durchlässig. Eine Verkörperung der göttlichen Impulse. In mir das Göttliche und das Menschliche hervorbringen. Kurz Gott und Mensch in mir versöhnen. Räume schaffen, halten, aufsuchen, mitgestalten in denen in der Begegnung der göttliche Aspekt mitwirkt und nicht die Ichs alles ausfüllen. Beziehungen zu den inneren Anderen aufbauen. Räume in denen Begegnungen der Innenwelten von Menschen erfahren und ausgetauscht werden. Das innere Erleben in Kontakt bringen und mich in die Felder einbringen.

Vereinigen und Vereinen des Selbst/Ich mit der Transzendenz und mit den/m Anderen/m (Schatten- und Lichtwesen, Natur, Menschen, Seelen, Geistern …). Ein (Aus-) Halten der Widersprüche/Widerstände und Annehmen allen Ungelösten. Die Dinge, die in mich eintreten, die mich bedrängen, die mich überschwemmen, sich in mir ergießen (Schattenkräfte, Begierden, Zerstörung, Sexualität, Wesen) in freien und sicheren Räumen aushalten. Vielleicht weil ich letztlich immer noch die Kommunikation zu meinem Innersten habe und eine tiefe Hilfe im Inneren erfahre, die mich fasziniert, weitet, klärt, bewusster macht.

Es gibt keinen Weg zum Körper. Der Körper ist der Weg! Er hat eine Radikalität und Besessenhaftigkeit davon am Leben zu bleiben. Meine Körperin heilt sich ununterbrochen selbst. Körper interessieren sich nicht für die Wahrheit, sie sind die Wahrheit und durchströmt von Energie. Es ist ein surfen und untergehen auf den Wellen von viel und zu viel. Das Leben so groß und voll sein lassen, dass ich vielleicht irgendwann bemerke wie groß und voll ich selber bin.

Ja es geht um mich, um das Erwecken und Vertiefen der Wahrnehmung der eigenen Innenwelten. Und darüber hinaus will ich eine Beziehung zum Innersten, etwas dass mehr/tiefer/weiter/endloser als das eigene Innerste ist, eine Beziehung zu allem Anderen in mir und dir. Lasst uns Weltinnenräume erschließen.

Ich will viel! Spirituelle Impulse klarer, direkter wahrnehmen und ins Leben tragend verwirklichen. Sprich mein/e Empfangssubjekt/körper klarer, durchlässiger, feiner, reiner machen und halten. Einen fortwährenden Dialog mit der Transzendenz, ein Begegnen und Entgegentreten und Warten auf die Offenbarungen der Transzendenz in mir bzw. in dem „ich bin“ in dem sich alles darstellt. Bis in die Unendlichkeit treten, sinken, erheben, fallen lassen. Eine Art Auferstehung Gottes in mir erfahren, eine tiefe Erweckung der Transzendenz. Das Selbst/Ich im göttlichen Keim bewusst halten. Eine Offenheit für alle Welten UND  gleichzeitig klar und sicher im Körper sein. In mir, mit dir, im wir – weit, frei und entspannt sein.

Ich möchte mich verschenken, ich schenke mich mir und dir. Mein Selbst verschenken an alles was ist. Austreten, vortreten, wegtreten  und eintreten in ein einziges schlagendes Herz! In Liebe und Verbundenheit deine Barbara

Auf(er)stehen im Feuer der Selbstverantwortung

Ich kann entspannen. Ein einfacher Satz, ein fernes Ziel bisher. Was habe ich alles versucht, nichts hat in der Tiefe und langfristig funktioniert, alles war ein ständiges regulieren und halten der Lebensanstrengungen bis zu dem Tag, als die Botschaft in meinem System wie eine Atombombenreaktion einschlug. Jetzt bin ich erwachsen und kann in jedem Moment entspannen. Ich kann sagen was ich will, abwehren und abgrenzen was ich nicht will, in Kontakt gehen und wieder raus, für mich sorgen und meine Bedürfnisse wahr und wichtig nehmen.

Der Verstand fand das plausibel, der Körper lechzte ohnehin danach, die Gefühle waren neugierig aufs Ausprobieren aus und los ging es mit dem Selbstversuch des „entspannen Könnens“ in jedem Moment. Entspannen im Kontakt zu Menschen geht, entspannen im allein Sein geht, entspannen beim Essen geht, entspannen im Tun ist möglich, entspannen im Nichtwissen ist erleichternd, entspannen in der Meditation ohnehin der überwiegende Zustand, entspannen in rasender Wut genau dann wenn ein Teil von mir leidenschaftlich hasst ist auch möglich, entspannen in der Traumaaktivierung stellt eine Herausforderung dar ist aber auch möglich, selbst loslassen und entspannen im „nicht Sein“ in der Dissoziation in der Auflösung geht.

So einfach kann es sein, warum hab ich das bisher nicht erfahren? Es ist gar keine Wachsamkeit und Kampfbereitschaft nötig, um zu leben. Was jetzt? Innen bleibt eine einzige neue Konstante mit allem entspannt sein zu können. Mit jedem Zustand! Unfassbar eine neue Welt mit viel mehr Freude als ich je empfunden habe. Bedürfnisbefriedigung, Wunscherfüllung, spirituelle Gipfelerfahrungen alles sehr feine Sachen und nichts gegen entspannt sein mit allem.

Vielleicht ist das der Erdrutsch in der Heilung vom Traumaüberlebenszustand in Form von entspanntem Dasein. Ich kann als Erwachsene innere und äußere Abläufe gestalten, meine Aufmerksamkeit lenken, meine Haltung wählen, in Kontakt gehen und mich ausdrücken (naja immer öfter), den Körper spüren und mich mit allem zeigen. Wenn ich die Realität jetzt entdecke und meine Sicherheit überprüfe öffnet sich meine Wahrnehmung und ein Abgleich zwischen dem tatsächlichen Empfinden und Beobachten mit dem inneren eigenen Filmprogramm aus der Kindheit ist möglich.

Erst wenn ich etwas rein lasse kann ich etwas lernen und durch Integration Erfahrungen in Ressourcen wandeln! Solange ich nicht erkenne, dass ich diejenige bin, die festhält am inneren Film der kindlichen Programmierung, kann ich nicht loslassen. Kein Thema kann gehen ohne, dass es wahr- und wichtig genommen, rein und hergeholt wird! Mir wird bewusst wie ich die Geschichte am Leben halte mich darin vergrabe. Dann kann es durchfließen, im sich Zeigen ziehen und Wandel  geschehen. Loslassen ist eine Gegenwartspraxis! Jetzt loslassen nur jetzt und für jetzt. Das jetzige Leiden ist ein altes Leiden. Damals in früheren Zeiten was es aussichtslos. Heute ist da eine erwachsene Frau, heute ist vormals Lebensbedrohliches in sicherem Kontakt hervorholbar, lebbar, integrierbar und letztlich ungefährlich.  Am Anfang stehen immer die Teile, die nicht sein durften. In meinem Fall Wut, Hass, Aggression, Lust, sexuelle Begierde, Gier überhaupt, und vor allem Bedürftigkeit und Schwäche gingen gar nicht. Im Dunklen liegt tatsächlich die größte Kraft. Das „schützen wollen“ nach innen und außen unterdrückt, macht klein und begrenzt das Leben.

Wir sind psychisch zusammengesetzt aus Beziehungsvorstellungen (Erfahrungen, Erwartungen, Vermeidungen) und es gibt gute Gründe warum diese Dinge unbewusst bleiben. Bewusstsein heißt Licht aufdrehen, alles beginnt mit Licht, sehen und schauen was ist, mutig sich selbst echt zeigen. Kontakt halten macht erst ordentlichen Tumult im inneren Haus und dann kann es die tiefsten Löcher in mir füllen von und mit menschlicher Präsenz. Es gilt raus zu schauen statt rein! Sprich eine komplette Umkehrung meines bisherigen Lebensweges verstrickt in die Lüge es irgendwie allein schaffen zu können bzw. zu müssen.

Es braucht Menschen zur Stabilisierung des Nervensystems und Beziehungen sind der Halt im Leben. Die Autonomienummer ist ein Unsinn den ich mir bisher erzählt und angestrengt verfolgt habe. Ich existiere allein gar nicht, da ist niemand wenn ich alleine bin. Das Versteckspiel ist ein Selbstauslöschungsversuch, eine perfide Variante der Selbstzerstörung, die ich nun erkenne und voll Betroffenheit realisiere. Wut, Zorn und Hass bricht durch die Lethargie. Heute gibt es nicht destruktive Formen sie zum Ausdruck zu bringen. Erweckte Potentiale von Energie eröffnen Portale und ich stehe im Feuer der Selbstverantwortung. Lügen all die Lügen die ich geglaubt habe würgen sich aus der Tiefe der Vergangenheit in die Gegenwart.

Ich habe mich selbst vergessen. Mit Menschen, in einer Gruppe töte ich mich, verstecke meine Bedürfnisse, Körperempfindungen werden weniger, Gedanken und Gefühle zurückgehalten und ich verstumme, teile nichts mehr Wesentliches für mich mehr mit. Spüren was ich von der Außenwelt brauche und ehrlich mitteilen ist mutiger und spannender als alles was ich bisher gemacht habe. Was mitgeteilt wurde kann nicht mehr zur Flucht benutzt werden. Unsicher in Kontakt gehen mit Bedürfnissen (diese tief vergrabenen und versteckten Wünsche nach wahrgenommen, gesehen, gefühlt, gehalten, genährt werden und dieser unerklärliche Körperkontakthunger), schräge innere Wahrnehmungen und unerklärliche Gefühlszustände ohne realen Bezug bemerken. Wo lebe ich eigentlich in welcher Welt? Darf das was in mir ist in Beziehung sein? Scham und zwar viel davon mit einigen Teilen die Leiden und sich gegen das Zeigen, gegen die Auflösung im Sichtbarwerden wehren. Schutzmechanismen unterbrechen zwar sie verhindern den Kontakt jedoch nicht, auch sie können sich zeigen. Selbst das „nicht vorhanden sein“ ist kein Hindernis für Kontakt. Ich kann es ansprechen und unglaublich berührt erfahren, dass ich damit willkommen bin. Da wo die Angst ist, ist auch die Lösung. Endlich kann ich diesen Standardsatz selbst erfahren. Ich bin nichts, habe nichts, kann nichts die bekannte quälende innere Leere des ausgelöscht und/oder erstarrt seins. Ich bin mit meinem nicht vorhanden sein willkommen. Es berührt mich sosehr, es bohrt sich durch meine Schutzpanzer der Angst und legt abgespaltene erstarrte Traumaknoten frei. Eine Kernschmelze durch alle Strukturen  erleuchtet wie ein Fackelzug die eigene Finsternis. Ich darf in Erscheinung treten und verschwinden, ich darf leben und tot sein, ich darf alles, in bin jetzt erwachsen.

Meine Suche ist die nach Spielraum im Leben. Mein Ego ist der Teil der mit der Welt nicht klarkommt. Der Austausch von Zuständen, ein offenes alles Wahrgenommene ansprechen macht nicht nur verletzlich, sondern auch ungemein klar, real und mächtig. Es deckt alle Rollen, Masken, Machtkonstellationen und Manipulationen bei mir und beim Gegenüber auf. Wir zerlegen die Egos. Mein Ego bäumt sich auf, sucht ein Drama um sich bemerkbar zu machen und findet keines, weder im außen noch im innen, pure Verzweiflung im grundlosen Leiden. Warum glaube ich meine Überzeugungen? Warum vertraue ich meinem Mistrauchen? Wie mache ich das mich so konsequent von Anderen und vom Leben zu trennen?

Tiefe Blickkontakte, eine gereichte Hand und die trockene Hitze verschluckt die rollenden Tränen, nichts hilft mir, nicht einmal ein Sprung in den 14° kalten Pool, schlotternd weiter im inneren Aufruhr suchen nach Musik, Bewegung, Menschen, nach etwas das hilft, nur was? Ich hab keine Ahnung was ich brauche, Kontaktversuche scheitern, durch die abendliche Osho Meditation schüttelt, tanzt, weint etwas und langsam erfüllen die Tränen des Schmerzes die zerrissen hitzigen Fragmente meines Herzens wie ein erster Regen, der einen dampfenden Bergstumpf nach dem Vulkanausbruch auffüllt. Zum ersten Mal weine ich für mich selbst. Flüsse strömen aus mir heraus darüber wie ich erlebe. Eine Hand streichelt über meinen Kopf, den Schmerz bezeugen, es wird weicher, stiller, liebevoll. Etwas hält und ehrt den Punkt an dem ich stehe. Ich verzeihe mir selbst meine Lebensirrwege.

Ein Sinken in tiefen Schlaf durch die Vollmondnacht lässt mich im Morgengrauen wieder wach werden. Bin ich im Himmel auf Erden? Da ist nichts als Liebe, grenzenlose Liebe in und zu allem, grundlos, empfindsam, andauernd mit allen Zuständen in Frieden. In der Morgenmeditation völlige Entspannung im Körper, im Geist, in den Gefühlen nur helles Licht, Allverbundenheit, ein friedliches glückseliges bedürfnisloses Sitzen ohne jeden Zeitbezug. Liebe unendlich, zart und gewaltig, voller Güte, zentriert im Herzen, das seine Grenzen nicht mehr wahrnehmen kann. Seinsliebe! Das ist die Heilung der Trennung und der Einsamkeit des Bindungstraumas. In und bei den Menschen UND in und bei Gott sein. Die Welt und die Menschen sind (m)ein großer Körper. Diese Wahrnehmung hält an nun schon fast eine Woche bei wechselnden Zuständen. Ich gehe wieder in Kontakt von mir aus und erkenne wie viele, ja unendlich viele, Kontaktmöglichkeiten das Universum bietet. Vielleicht wird es eine Ewigkeit so weiter gehen bis ich mit dem Kontakt eins und verschmolzen bin.

In tiefer Dankbarkeit für Gopals Werk und Wirken aus dem Herzen eure Barbara

Zu Gopals Heilarbeit findet ihr alles unter  https://www.traumaheilung.net/

Der Dreck im Licht und das Licht im Dreck

Der Dreck im Licht und das Licht im Dreck

Dieser Text ist kein Schönwetterbericht über die Lebensfreude. Lies nur weiter wenn du mit mir in die Wahrhaftigkeit der Existenz eintauchen möchtest. Vor gut einem Monat habe ich meinem Lebensthema des Daseins zwischen Leben und Tod in ein paar Polaritätsübungen Raum gegeben. Da standen sich der Tod voller zerstörerischer Kraft und das schwächliche Leben gegenüber, ein Fluss von Gefühlen des Wütens, Hassens, Verzweifelns hinein in die Sackgasse und gelandet in der Implosion, da wo nichts mehr geht, keine Annäherung, keine Versöhnung, kein Zusammenwirken, keine neue Art und Weise, nichts. Auch okay, damit war ich schon vorher am Leben nur halt nicht so klar bewusst. Es folgten Wochen des damit seins.

Ich kenne die Todessehnsucht und die Selbstzerstörungstendenzen in mir. Dabei hat sich jedoch die Klarheit auch in aller Verzweiflung und Erschöpfung gehalten, dass der Freitod nicht die Lösung ist, weil der Tod des Körpers eben nicht der Tod des Egos ist und somit die zugrundeliegenden Probleme nicht (er)löst. Nach dem Erwachen ist mir die Unmittelbarkeit und die dünne Grenze zwischen Leben und Tod noch klarer. Jeder Tod ist ein Freitod und jedes Leben ist ein Freileben. Ich übe mich darin das Leben als Mensch anzunehmen und zu ehren, es gelingt abschnittsweise. Mir erscheint das Leben anspruchsvoller, schwieriger und anstrengender, als das Sterben und die Form als Mensch verlassen. Auf jeden Fall ist es okay wie es ist egal wann ich sterbe auch wenn es jetzt gleich wäre.

Dann ein Abend nach Tagen des inneren Zerfalls, mein Widerstand gegen die Menschen entpuppte sich als Widerstand gegen mich selbst, nichts als Anspannung, Mistrauen, Kontrollieren … da reinschauen öffnet unermessliche Schmerzen körperlich, psychisch und seelisch. Damit sein entzieht mir fast alle Energie. Gleichzeitig die inneren Abgründe erahnen unter der aufbrechenden Selbstverleugnung und mich dennoch selbst aufrechthalten. Verzweifelte Versuche die menschliche Polarität der eigenen Dunkelheit und Lichtwesensqualitäten Moment für Moment zusammenbringen. Schmerz ist auch nur eine Information und mich von dir und mir fernzuhalten hat noch nie so weh getan. Die Muster werden bewusst, hilflos mir ausgeliefert versuchen loszulassen von dem eigenen Wahnsinn bin ich am Verzweifeln und verwundert überhaupt noch irgendwie wirken zu können. Über die vier Tage der Woche wo ich es mir selbst abverlange zu funktionieren. Wobei dazwischen, wo ich mal allein bin mit mir, rinne ich aus zerschunden und gewunden in meinen Schmerzen. Und dann kommt der Abend vor den drei freien Tagen und da sterbe ich und lasse mich in mein Sosein rein gleiten bis stürzen.

7.3.19 … drei Stunden sterben mit stechenden Herzschmerzen, weinen in Wellen und Loslassen am Boden liegend da bleiben bei mir und fühlen, ab und zu nach einer etwas Kraft schöpfenden Stille, schreiben sich ein paar Zeilen auf Papier:

Ich bin am Ende. Nichts geht mehr. Sterben unmöglich und leben unmöglich.

Loslassen und liegen bleiben vielleicht für immer? Wird mich wer finden und berühren, wie werde ich da sein sterbend, tod oder lebendig? Egal jetzt bin ich noch bewusst da. Wie lange muss ich so da sein, hilflos, alleine im Schmerz verzweifelnd?

Bitte Götter, Engel, Seelen, Menschen, Leben ich kann nicht mehr! Ich bin mein Gebet.

Ich kann nicht ohne Liebe, Berührung, Nähe, Wahrhaftigkeit leben und auch nicht mehr mit Anpassen, Abhängigkeiten, Funktionieren.

Nichts geht mehr. Nichts geht ohne und nichts mit, da ist nur Schmerz der mich zerreißt. Quälende Sinnlosigkeit im Verstand. Früher hatte ich noch die Illusionen für irgendetwas zu leiden, da ist nichts mehr, keine Zukunft, keine Hoffnung, kein Schleier vor der bitteren Realität.

Wozu diese sinnlose Lebensqual, was soll dieses bescheidene beschränkte zerstörerische Spiel?

Ich bin der Fehler im Spiel, der Irrtum der Schöpfung, die Verdammnis erkundende Seele.

Ich bin die Gekreuzigte, der Kreuziger und das Kreuz.

Ich kann mich nicht mehr verstecken vor mir, was für ein Wahnsinn von Leben. Alles Unterdrückte pulst, zittert hoch und giert nach Leben. Mein Böses, meine Dunkelheit im Licht verschafft mir Übelkeit, Ekel und Scham. Die Kontrolle ist am Ende, die Wächter haben sich und mich erschöpft aufgegeben. Vorbei endgültig alles enttarnt in der Haltung des Anstrengens für etwas, sogar für das Loslassen, meine Kriegerin ist am Ende ihrer Kräfte. Mein Leben ist menschen- und gottverlassen. Ich habe beide verlassen und halte mich zitternd in meinen Armen.

Nichts geht mehr. Ich bin am Ende. Warum lebe ich noch?

Ich möchte doch nicht verletzten, niemanden, dich und mich nicht, keine Seele. Alles gebe ich für Frieden mit dir Leben und Liebe in dir Leben. Warum kann ich nicht lieben, einfach zusammen mit dir auf der Erde liebend gehalten werden. So wie ich bin, das was ich nicht kenne, das was mir graut mir und dir zu zeigen. Wer will eine zerfallende Form voll Leid, Schwäche, Ohnmacht, Bedürftigkeit und willkommenen Gaben?

Leben tut so weh, ich bin verlassen, verloren, verdammt mit einer Seele die sich an die Existenz gebunden hat und darauf besteht zu sein. Endloses Ende ohne Anfang, Weg und Ziel.

Wieso lebt da immer noch etwas, verdammt ich kann nicht mehr leben und werde doch weiter gelebt. Ich kann nicht mehr. Wann darf ich sterben? Wann darf ich aufhören meine Fehler zu leben? Wann darf ich aufhören mich zu bemühen und anzustrengen mich am Leben zu halten und zum Weiterleben zu zwingen in diesem Elend?

Ich bin getrennt vom Leben UND vom Tod! Gefangen im schmerzhaften Zwischenraum, in der Zwischenhölle wo nichts hält. Ich ertrage mich nicht mehr. Ich bin am Ende. Von was eigentlich, es gab nie einen Anfang in diesem sinnlosen Leiden.

Darf ich einschlafen zumindest für diese Nacht das Leben beenden?

Danke!

 

Ich bin wieder aufgewacht um die Mittagszeit und werde weiter geatmet.

Noch ein Tag, um den Scha … tz des Lebens zu entdecken. Nach zwei solchen langen Wochenenden wo nichts als Schlafen und Rückzug mein Wille war, habe ich diesmal wenigstens keine Pläne gemacht, die abzusagen wären. Mein angetriebenes Leben (ein Tag wo nicht mindestens eine Stunde Bewegung an der Luft, eine warme gesunde Mahlzeit gegessen und eine gute Tat vollbracht – im Sinne von einem Menschen das Leben verbessert – wurde war kein gelebter Tag) ist endgültig zur Ruhe gekommen. Und so bin ich wie ich es nie sein wollte träge, still, allein, lauschend, atmend, viel schlafend und wach für mich.

Heute ist Sonntag und ich bin am Boden der Ohnmacht angekommen. Dort habe ich etwas erfahren was völlig neu ist ganz tiefen Frieden. Ich kann nichts, ich muss nichts, ich soll nichts und ich lebe. Am Grund der Ohnmacht liegt der Frieden. Die einzige Beziehung, die ich zu heilen habe, ist die zur Existenz! Ich bin bereit für die Auferstehung und für den nächsten Abstieg. Alles darf sein.

Der Friede sei mir dir! Barbara

Selbstliebe – ein Versuche des lange fremd erschiene Lebensprinzip zu fassen

Von der Selbstentfremdung über die Selbstannahme, Selbstfreundlichkeit und Selbstfürsorge zur Selbstliebe

In tiefer Dankbarkeit für meine eigenen Prozesse und die Erfahrungen rund um die beiden geleiteten Workshops zum Thema „Selbstliebe“ möchte ich die persönlich in der Selbsterforschung generierten und nun geteilten Essenzen auch hier mit dir im Blog teilen.

Selbstliebe ist eine Wortkombination aus dem Selbst und der Liebe.

Damit stellen sich die Fragen „was ist das Selbst“ und „wer bin ich?“. Die Antwortfindung auf diese Fragen ist ein Lebensprozess der sich vertieft im Erkennen, Erfahren, Fühlen, Wachsen, Trennen, Verbinden, Loslassen, Festhalten, Hinrennen, Wegdrücken, Aufgeben, Aufstehen, Machen, Sein … und damit variabel in alle Richtungen. Klar ist mir geworden, dass ich einen Körper, Verstand, Gefühlswellen, einen Beobachter, Richter, Motivator und viele andere Aspekte und Anteile habe, aber nicht bin. Im jetzigen Gewahr sein bin ich Wahrnehmung, genauer ein Fluss von Wahrnehmung und noch genauer der Raum in dem Wahrnehmung geschieht. Damit bin ich die Stille in der etwas auftaucht und sich wieder verabschiedet.

Entscheidend für die Annäherung an den Versuch der Selbstliebe ist also wen möchte ich da lieben, den Fleischklops, den Geist, die Gefühlswellen, die inneren Kinder, das Ego, das höhere Selbst? Und ich will viel und deshalb ALLE meine Aspekte des Selbst lieben.

Die Liebe ja die Liebe, was ist dieses Phänomen? Liebe ist ein Geschenk und irgendwie auch ein Mysterium. Die Unmengen an Deutungen verwirren mich. Da gibt es die kleinen Liebe die meint ich mag was da/du mir gibst/erfahren lässt, sprich eine Bedürfniserfüllungsgemeinschaft. Dann gibt es die größere Liebe, die keine Bedingungen stellt, die nur lieben möchte, weil es so wunderbar ist zu lieben egal welche Form. Unser Herz ist auch Träger unserer inneren Wahrheit. Mich selbst von der Schöpfung lieben lassen, mein geliebt werden wollen nicht an eine Form binden, sondern die Wahrnehmung weiten. Und die allergrößte Liebe, die ich erfahren darf, ist die der Unendlichkeit, der Schöpfung, der Lichtwesen und Götter/Göttinnen. Wenn mein kleines ich da hineinfällt, bin ich in einem Meer aus Glückseligkeit erfüllt von grundloser Freude.

Selbstliebe ist eine Haltung mir gegenüber – ich bin mit mir selbst (meiner Seele) verbunden – sprich eine Einstellung zu sich selbst – ein friedvoller, freundlicher, entspannter, wohlwollender, stimmiger Umgang mit sich selber – und weder ein Gefühl noch eine Selbstverliebtheit (Verblendung, Verzerrung, Narzissmus, Egoismus, Mangelbewusstheit).

Die Schlüsselfragen für mich sind die folgenden:

Horche ich auf den Ruf der Seele (Innenorientierung) oder gehorche ich der Gesellschaft (Außenorientierung)?

Was stimmt für mich bzw. ist für mich stimmig?

Und Selbstliebe ist kein Selbstzweck, sondern blüht in einer Gemeinschaft von einander verbunden, freundlich, wohlwollend, echten und friedlich zugewandten Menschen.

Viele sanfte verrückte Menschen werden die Welt verrücken.

Es gilt die Welt aktiv ins Herz zu nehmen und sich bewusst zu machen, dass in jedem Menschen ein Herz schlägt das lieben möchte.

Die Welt ist schlimm, weil wir uns zu sehr schützen und zu wenig lieben. Der Mangel an Liebe ist eine Illusion genauer ein Irrtum im Verstand. Wie kommt man aus dem Zustand des „von der Liebe getrennt sein“ heraus? Indem man den Irrtum aufdeckt und im Denken korrigiert. Damit aus Liebe Lieben wird!

Was wenn dich das ganze Universum liebt?

Wie wäre es, wenn du dich von allem geliebt fühlen würdest?

Was wäre, wenn das deine Wirklichkeit wäre?

Die Liebe wählen und in allem wiederfinden. Es ist möglich in allem einen Ausdruck der Liebe zu sehen auch in den Menschen die der Verstand noch verurteilt, die Kraft und Zerbrechlichkeit, Niedrigkeiten und Größe, Siege und Niederlagen, auch alles Dunkle ist ein Ausdruck der Liebe den ich nur noch nicht verstehe, alles Hässliche offenbart mir welche tiefere Schönheit noch erkennbar ist. Das Wirken des „großen Ganzen“ entzieht sich dem Verstand. Jenseits unserer Konzepte ist eine Dimension der Lieb, die nichts mehr ausschließt. Der beste Moment zu lieben ist immer jetzt!

Welche Aspekte macht Selbstliebe (für mich im Moment) aus:

AKZEPTANZ: Alles was da ist darf da sein. Alles durfte so sein wie es war. Ich (du)  darf(st) so sein wie ich bin (du bist). Ich gebe mir den Raum zum Sein. Dann wird erfahren und erlebt was unterdrückt war und ein Prozess des Ganzwerdens geschieht. Die innere Lichtsaat ist in uns angelegt und kann freigelegt werden, um immer deutlicher als authentisches Selbst zu strahlen.

BEWUSSTWERDUNG: Präsenter, wacher, lebendiger im Jetzt werden in jedem Moment. Die eigenen Fixierungen der Aufmerksamkeit lösen in dem die Glaubenssätze des Unterbewusstseins ins Bewusstsein gehoben, einer Überprüfung unterzogen und bei Bedarf aktualisiert werden. Da ankommen wo wir jetzt sind. Immer mehr erwachen ins Jetzt.

ANNAHME: Alles was sich zeigt ist ein Teil von mir und ich empfange es. Mit sich wirklich in Kontakt kommen und sein. Das was ist von ganzem Herzen annehmen, auch das Allerschlimmste, den größten Scheiß und zwar in Dankbarkeit dafür, dass es sich zeigt. Danke für diese Erfahrung löst den fixen Widerstand, Gefühle dürfen fließen, Integration findet statt und Wandel kann dann erst geschehen. Transformation ist das innere ja zu dem was ist!

SELBSTVERANTWORTUNG: Mich als Schöpfer anerkennen und 100% Verantwortung für mich selbst übernehmen. Das Schöpferbewusstsein halten können. Den Herzraum immer mehr erweitern, damit sich die Seele in ihrer Vollständigkeit inkarnieren kann.

WÄHLEN: Erwachsen sein bedeutet eine Wahl (Freiheit) zu haben, Kinder sind abhängig. Ich entscheide mich ab jetzt bedingungslos zu lieben. Ich möchte eine gute Beziehung zu mir selbst, gut sein zu und mit mir! : Auch wenn ich nicht weiß wie, öffne ich mich jetzt der Liebe in meinem Leben.

Schlüsselfragen für mich sind die folgenden:

Was würde jemand der sich selbst liebt jetzt tun/sein?

Wenn ich in der Liebe bin, dann … bin ich die Verbindung zu mir selbst und allem was ist.

Die größte Freiheit ist Selbst zu sein!

Folge deinem Herzen, das ist der Weg und du bist das Ziel!

Danke dafür dass du hier bist. Deine Barbara

Seeing myself through the eyes of an angel – love ist the only prayer!

Was ist das Schlimmste was passieren kann? Das spirituelle Ego ist das Schlimmste.

Da gibt es eine Identifizierung des Selbst mit der Retterin des traumatisierten Ichs. Es will die inneren Kinder retten und heilen, ja erlösen von den Erfahrungen. Aber das kann unmöglich funktionieren, weil ja das alles schon geschehen ist! Meine Kleine hat das Verloren und immer wieder im Schmerz allein gelassen werden schon überwunden. Sie ist mit dem Schicksal klar gekommen und hat es mit einer archaischen Urkraft geschafft zu überleben.

Erlösung bedarf die Retterin vor meiner Kleinen stehend als Wächterin, die immer noch die Vergangenheit ändern will. Dieser Anteil von mir der das verlassene traumatisierte Kind nicht ertragen kann und doch immerzu hinsieht. Das gilt es anzuerkennen, dieses doch noch Heilung wollen im hier und jetzt. Der Kleinen geht es gar nicht so schlecht, die ist verbunden mit kreativer Energie und lebendig. Zu ihr durchzukommen ist der Weg zu mir genauer zu meiner Lebendigkeit. Dieses Kind wartet darauf, dass ich loslasse und die Wächterin von ihrem sinnlosen erschöpfenden Job befreie. Und dann? Ja dann sind da die Ohnmacht und das anerkennende Erleben das nichts mehr geht.

Anerkennen, dass der Schutz nicht weichen will, ich noch nicht loslassen kann. Wie und wann kann ich die Identifikation mit der Retterin aufgeben? Ich mache dieses gebundene, unfreie, störende Unzufriedene zum Hauptgegenstand meiner Wahrnehmung. So lange es braucht bis es sich irgendwann vielleicht beruhigt, nahe genug zu mir ins Leben durchgedrungen und als Teil von mir integriert ist. Ich fühle stückweise den Schmerz den sie verborgen hält vor mir und gleichzeitig beziehungsweise abwechselnd den Druck der innen dagegen abwehrt.

Der heimtückischste Teil von mir ist die innere Kontrolleurin, die ständig mein Innenleben reguliert, organisiert und in Ordnung bringen will. So eine Art innere Therapeutin bestrebt meine Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen, spirituellen Erfahrungen (besser) passend(er) zu machen. Das ist so unglaublich anstrengend! Betend bitten um Entspannung für die Kontrolleurin, um irgendwann mein Innenleben genießen und ausdrücken zu können ohne irgendetwas zu korrigieren und zu managen, stürze ich nach oben ab. Diesmal nicht alleine, sondern spontan als Geschenk in Form von Raum, Zeit und Zeug/innen im Rahmen einer Einzelarbeit im letzten Block der zu Ende gegangenen Jahresgruppe „Tanz aus dem Trauma“. Verkörperte Verspannung und Druck immer wieder langsam lösen. Die Übelkeit bei der Erfahrung nicht wegmachen und atmen. Sie ist ein uraltes Differenzierungswerkzeug, das mir ermöglicht Passendes/zugehöriges/stimmiges von Fremden/schädlichen zu unterscheiden. Und es weist auf mein blockiertes Sexualchakra hin in dem es sich unter der Taubheit staut. Taubheit ist ein Schmerzpunkt der so weh tut, dass er taub geworden ist. Unter dieser Schicht lebt es. Und wie! Es würgt, hustet, windet sich und bewegt sich in Flucht und Kampf bis sich der Körper erschöpft hat und der Wille am Ende ist. Aufgeben und zusammensinken. Die leere tiefe Stimmung mir selbst ganz erlauben, eintauchen, versinken, suhlen darin und sie erfahren. So macht das Leben keinen Sinn, ich bin verloren und kann nicht einfach weitermachen. Wirklich wagen mich auf alle Müdigkeit meines Lebens ohne Erwartungen einlassen. Am Boden liegend betend hingeben und abgeben. Kapitulieren und den Mächten erlauben, dass alles passieren und auftauchen darf. Zeit fließen lassen und warten solange bis wieder ein neuer Impuls kommt. Bis auf den Grund sinken, er kommt immer und von dort das dämonenummantelte Geschenk vom Stacheldraht befreien und zu mir nehmen. Wo habe ich aufgehört meine Impulse wahrzunehmen und ihnen zu folgen? Habe ich je damit begonnen? Jetzt ist ein Anfang. Wo habe ich mich überall selbst aufgegeben? Geschichten sein lassen! Wenn ich bemerke, annehme und fühle, dass ich getrennt oder nur im Kopf bin, bin ich schon am Weg vom Kopf ins Herz, weil ich fühle. Freiheit beginnt mit der Freiheit von Gedanken. Nichtwissen anerkennen, pure verzweifelte Sinnlosigkeit jedes Unterfangens. Alles in mir will einfach nicht mehr. Mit dem Unaushaltbaren dableiben, mich vor anderen Menschen aufrichten und der Stille lauschen. Warum gehe ich nicht in meine Kraft?

Die Frage nach innen stellen und lauschen. Gott wohnt innen da wo es ganz still ist. Ich bin in jeder Situation von Gott abhängig. Es gilt jetzt meine Glaubensfähigkeit zu entwickeln und zu nutzen. Diese Abhängigkeit ist evident. Jene von anderen Menschen auch (nur weniger annehmbar von mir). Schlimm ist nicht das Verraten und Missbraucht worden sein. Schlimm erscheint, dass es wieder passieren könnte. Da brauche ich wieder und wieder die Entscheidung erneut zu vertrauen und mich abhängig und bezogen zu machen mit aller Unsicherheit was daraus entsteht. Wieder diese Übelkeit und dann absurde kindliche Freude einfach so sich steigernd bis eine Welle von Scham den Freudentaumel bremst. Scham und Freude gleichzeitig bewegen. Dieser Verletzlichkeit in mir verdichtet im Unterleib und das große Herz pochend in der Brust Atem und Raum geben bis es wieder still wird.

Was wünschst du dir? Die Frage durchfährt meine Seele und bevor ich noch „ich habe keine Ahnung“ denken kann tönt etwas „Raum, Freiraum“ aus mir heraus. Den hast du hier und jetzt, ja stimmt. Danke! Gnade dehnt meine Bewegungen aus erforscht den neuen Zustand und verebbt in einer wohligen stillen feinstofflichen Weite. Ein Raum geht immer weiter auf. Mit geschlossenen Augen sein in dem inneren und äußeren Freiraum. Von hinten oben ausgehend flutet ein weißes Licht, erfüllt den Raum, weitet sich zu einer das ganze Haus umfassend Lichtsäule und verdichtet sich dann hinter mir um mich zu durchfließen und zu umgreifen. In der Brust klärt und lodert das Licht in alle Herzensräume wie eine wehende Reinigungskraft, vielleicht ein Engel auf jeden Fall ein mir noch nie erschienenes Lichtwesen. Und der Zustand dieser Lichtpräsenz hält seither begleitet von kindlicher Freude an. Sollte die innere Retterin oder Kontrolleurin wieder wach und fordernd werden bekommt sie eine Portion davon ab. Auf das sie befriedet und ergänzt wird durch diese Qualität. Es gibt wirklich unter den Schichten des Schmerzkörpers einen Freudenkörper.

Was lehrte und klärte dieser Prozess? Es fällt uns das zu wozu in uns Raum ist. Das meint einen Zufall. Wesentlich ist das Raum geben und bekommen für etwas Neues.  Zusätzlich förderlich sind der lebendige verkörperte Ausdruck beider Pole dem Aufgeben/Beten/Vertrauen UND dem Aufstehen/Selbstermächtigen/Selbstschöpfen. Auch mit den depressiven Phasen bewusst und aktiv umgehen. Sei gleichzeitig am und im Fluss, eine Gleichzeitigkeit von hoher Individualität und tiefer Verbundenheit. Dieses Paradoxon gilt es zu leben als multidimensionale Wesen. Denke nicht wie ein Mensch, du bist kein Mensch! Habe Standpunkte doch sei nicht deine Standpunkte. Die Vielschichtigkeit zu sein macht das Leben bunt. Wir steuern indem wir mitfließen. Allein das voll da sein macht alles wertvoll! Es geht darum in der eigenen Tiefe verwurzelt zu sein. Aus uns selbst heraus zu leben.

Pflege den Kontakt zur inneren Seele über das Fühlen der Gefühle und aus dem Herzen heraus. In der absoluten Unendlichkeit der Liebe des Herzens bleiben, dort wird alles angenommen, losgelassen und leichtgängig. Es ist egal wie oft wir unsere Mitte verlassen, es geht darum wie oft wir zurückkehren. Selbstermächtigung meint die Aufmerksamkeit zu sich selbst zurückzubringen. Es geht nicht um das Finden eines Lebenssinnes, sondern darum dem Leben Sinn zu geben. Alles was atmet hat Sinn. Das energetische Gefühl und die Körperempfindungen immer wieder vor die Wahrnehmung der Gedanken stellen. Ich bin mehr als die graue Wolke und mein Bewusstsein ist klar, dass ich auch der Himmel bin. Erst wenn ich alles sein darf, bin ich total frei. Wenn ich mich als Himmel erkenne, darf alles da sein, dem Himmel passiert nichts.

Liebe so viel du kannst von da auch wo immer du sein magst.

Deine Barbara

Alleinsein über Weihnachten – Vertikale Empfängnis und ein Integrationsreisebericht

Ich trenne mich von meinen Mitmenschen. Meine Einsamkeit und Unfähigkeit mich zu beziehen ist unbeschreiblich. Ein Anfang ist mir selbst meine versteckte Einsamkeit im Herzen zuzumuten, sie zu erleben, zu fühlen. Über die Weihnachtsfeiertag bin ich bewusst zu allen auf Rückzug gegangen, um mir selbst damit nahe zu sein. Damit zumindest ich selbst mich damit sein lasse und erfahre. Ich fühle die Enge, die Kontraktion des Herzens, ringe mit der Unfähigkeit mich damit zu lieben nicht in Beziehungen zu sein. Die Isolation und die Sinnlosigkeit meiner Existenz fühlen und atmen. Mein Leben kann nicht wirklich beginnen bis ich dieses Thema er- und gelöst habe. Den Wellen der Herzschmerzen mit einem ja begegnen. Alles darf rein alle die hilflosen verletzten Anteile. Das Leben erhält sich selbst und ich gebe mich hin dem Mysterium meines Lebens. Kann ich mit dem All-Einsein in Frieden sein?

Ich bin bereit zu sein und dabei zu bleiben, atmen und sinken, mir den Raum halten, mich halten. Bewusstsein dehnt den inneren Raum, der Körper wird weicher und fühlbarer, eine warme Herzensenergie breitet sich aus, die Erfahrung integriert sich. Das Nervensystem fährt runter und Raum entsteht für Bewusstheit. Ich kann loslassen, aufhören meine Gefühle zu managen, sein und mich halten. Vielleicht ist nichts falsch am Alleinsein, vielleicht kann ich es erfahren wie alles andere auch. Bin ich bei mir selbst vollständig willkommen? Ja endlich! Ich schaffe und halte Raum für mein unbekanntes  wahres Selbst, das macht Angst, genauer diese nervöse Unsicherheit vor den unbekannten Seiten. Und es verändert die Beziehung zu mir selbst. Meine Einstellung zu meinem Innenleben wandelt sich. Alles möchte innen wie außen gesehen und gefühlt werden. Und ja ich bin bedürftig und wie. Das darf sein und über der Punkt der Erfahrung wo nichts mehr geht mitten in der Ohnmacht vollständig aufgegeben in die Hingabe öffnet sich die älteste Wunde. Ein Urschmerz zieht nach innen hinein und wandelt sich in brennende Sehnsucht nach Wahrheit. Wenn die Kräfte weder zerstörerisch nach außen noch nach innen gerichtet werden, sondern im bitten um Wahrheit von der Illusion trennen entsteht ein Sog hinein in die Seele. In diesem ewigen Sein ist es so still, dass die existenzielle Wunde nicht mehr geheilt werden muss, weil sie nicht mehr existiert. Nichts wird gebraucht, weil alles ist. Dieses Sein zu erfahren lohnt nicht nur zu sterben, sondern auch dafür zu leben.

In der Welt mit anderen Menschen komme ich ins Strudeln, wenn ich mein reiches berührbares, weiches, schnell überwältigtes Selbst wirklich zulasse und sichtbar mache. Aber zumindest mir selbst gegenüber kann ich mich zulassen. Ich kann mich halten und voll erfahren lassen. Das Abtrennen loslassen ist möglich, ich kann mir selbst in aller Intimität begegnen. Nicht wissend was als nächstes passiert, gefühlt, erfahren und entdeckt wird. Der nächste Schritt auf meinem Weg der Wahrhaftigkeit ist dem Leben draußen damit zu begegnen. Voll selbstverantwortlich für meine Erfahrungen in Beziehungen zu sein. Und ja ich brauche heil(er)e und unterstützende Beziehungen, um zurückzukehren in eine tiefe Verbindung zu den Menschen.

Trauma ist ein Weg der Integration. Es zeigt wo ich noch gegen das Leben bin. Auch das darf sein, ich gebe mich dem Prozess hin. Ich übernehme die Verantwortung für meinen Rucksack der Traumata. Sie machen mich zu einem großen Teil aus und haben mich viele Gaben entwickeln lassen. Je tiefer ich ins Dunkle tauche, umso mehr Licht kommt hinein. Es transformiert und erweitert mich. Die zentralen Wunden werden zu heiligen Gaben. Wenn ich meinem Schmerz zugewandt bleibe entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl zu mir selbst und zur Welt! Traumata und schmerzhafte Erfahrungen verbinden uns als Menschheit.

Ich habe mein Leben lange Zeit so erschaffen, dass ich die Wunden nicht fühlen muss und weiter funktioniere. Jetzt lasse ich mich ein und stelle mich den auftauchenden Prozessen. Ich bringe mein total ängstliches, verzweifeltes jüngeres Selbst zu mir nach Hause. Da ist so viel Angst vor dem Leben wie es sich zeigt(e). Mein Kleine hat  Dämonen die voller Hass und Wut sind erschaffen, um zu verhindern mit ihr in Kontakt zu kommen und die mich ablenken. Sie halten mich fern und gleichzeitig gefangen. Sie zerstören mich damit mit Abhängigkeiten und Illusionen über die Welt. Dahinter bleiben die Geheimnisse meiner Kleinen weitgehend versteckt vor mir selbst. Nicht die Angst blockiert mich, ich blockiere die Angst automatisiert ohne Zugriffsrechte. Die Vergangenheit ist die Summe aller über gebliebenen Energien die feststecken und davon habe ich reichlich. Wie geht die unnötige Härte in mir weg? Ich brauche meine Kriegerin, um zu überleben, oder nicht? Mehr noch brauche ich Lebensenergie und Erholung, eine Ruhepause auch wenn ich dann feststeckend stehen bleibe.

Kann ich den Prozess lieben auch wenn er stagniert, regrediert?

Wie kann ich aufhören weiterkommen zu wollen und mich anzutreiben heiler zu werden?

Selbstliebe hat viel mit sich (in Ruhe) lassen zu tun!

Wie kann ich erleben, dass ich richtig bin in meiner Andersartigkeit oder zumindest okay so wie ich bin?

Ich bin ein offenes System für die größeren Kräfte, da ist so ein unglaublicher Fluss an Potentialen, Möglichkeiten und Energien der manchmal durchrauscht durch mein System. Kann ich in diesen extatischen Zuständen auch (tiefen-)entspannen oder erfordert es dann wie bisher anschließend Zeit und Raum, um mich zu erholen? Wie kann ich die Energien am fließen halten und in der Welt sein? Kann das höhere Bewusstsein dauerhaft von mir Besitz ergreifen und ich nachwievor lebendig in der Welt und in Beziehungen sein? Darf und kann ich erschaffen jenseits von bisher er- und gelebten Mustern und Systemen? Wenn ich ins Leere steige entsteht dann ein neuer Weg?

Darf ich sein? Wie viel Entspannung kann ich mir erlauben? Kann ich sein wer ich bin? Hat das höhere Selbst eine Zukunft in der Welt? Kann ich vollständig da sein? Wo ist ein Raum für mich da draußen in dem mein super sensibles Nervensystem entspannt sein kann? Wie kann ich meine Sensibilität und mein reiches Innenleben in der Welt leben? Letztendlich ist es ein fulltime job mit mir selbst klar zu kommen.

Stärke ist für mich sehr viel zur selben Zeit wahrzunehmen. Es ermöglicht aus diesem umfassenderen Wahrnehmungsraum heraus Entscheidungen zu treffen. Gefühle sind Lebensenergie! Und dafür brauche ich etwas Stabiles in mir mit dem ich mich immer verbinden kann. Das sind mein Atem, mein Körper, der Herzschlag im Rhythmus des Lebens. Von hier aus mit diesen Ankern lerne ich mich mit den Welten zu verbinden und die Innenwelten zu erden, so dass es mich nicht wegspült. Dann habe ich die Kapazitäten mehr heran-, rein- und durch zulassen und dann muss die Erfahrung nicht weggehen sondern ich kann sie geschehen lassen. Ich werde zu einem größeren Container für all die Phänomene mit denen ich bin.

Ganz viel Liebe zu dir, und antworte mir gerne, wenn du möchtest. Ich höre und lese sie gerne, deine Stimme. Das was du zu sagen hast. Das was sich jetzt in dir bewegt. Egal was es ist. Es ist schön und gut wenn wir einander wieder hören lernen.

In Liebe Barbara

Operieren am offenen Bewusstsein!

Aufwachen ins Jetzt! Aufwachen in der Wirklichkeit. Wahrnehmen was jetzt dran ist und alles andere so gut es geht sein lassen.

Es gilt 100% Verantwortung für mich selbst zu übernehmen und mich als Schöpfer anzuerkennen. Erwachsen sein bedeutet eine Wahl (Freiheit) zu haben, Kinder sind abhängig.

Ich habe aufgehört auf eine bessere Vergangenheit zu hoffen. Das einzige was veränderbar ist, ist der Blick und die Folgen, niemals das Ereignis. Trauma kennt keine Zeit und ein Loswerden funktioniert nicht. Es geht nicht um das immer wieder erleben, sondern ums Neuerleben. Eine neue Komponente erleben und eine neue Erfahrung etablieren (da ist jetzt jemand da im außen und im inneren in Form der Erwachsenen, es ist vorbei). Die Selbstregulierungsfähigkeit wächst in Verbindung zu mir und zu anderen. Mit dem Schmerz und mit der Welt verbunden sein und bleiben fordert mich heraus!

Leben ist ein sich selber erkennender und erlebender Prozess, ein sich selbst erfahrender Lebensstrom. Meinen Schmerz annehmen, zu mir nehmen, fühlen, er ist ein Teil meines Selbst. Auflösen meint hinsehen, durchfühlen und bereinigen. Es braucht ein Trauern, um die Dinge in die Vergangenheit wandern zu lassen. Den Schmerz nicht abwehren, sondern immer wieder ehren und integrieren! Der Schatten will das Licht angreifen und dieser Angriff ist sein Untergang, weil dann Licht in den Schatten kommt. Sei ohne Schuld, Strafe, Opfermodus und Erwartungen! Lege die Intentionen offen. Radikale Ehrlichkeit ist meist für den Sender viel schlimmer als für den Empfänger! Das ehrlich sein meint die Gefühle und Körperwahrnehmungen im Moment da sein zu lassen und offen zu kommunizieren, es bezieht sich nicht auf die Geschichten im Kopf. Fehler sind Treppen zum Erfolg.

Das Schlechteste in uns zeigt sich dadurch, dass es sich verstecken will und das Beste in uns zeigt das Schlechteste in uns.

Hingabe an die Energetik des Augenblicks! Wenn ich das was ich immer tue NICHT tue kommt das weggesperrt Gefühl wieder. Die Energien auftauchen lassen, hinschauen und echt dafür gehen. Jede Art von Unehrlichkeit die du erträgst, macht dich weniger gelassen.

Das was ist von ganzem Herzen annehmen; auch das Allerschlimmste in Dankbarkeit. Danke für diese Erfahrung als Grundhaltung zu allem leben. Transformation ist das innere ja zu dem was ist! Und Atmen ist das innere ja im Körper zu dem was erscheint. Dann wird erfahren und erlebt was unterdrückt wurde und dadurch löst es sich Schicht für Schicht. Der fixe Widerstand weicht auf, die Gefühle fließen, Integration passiert. Ein Ankommen wo wir jetzt wirklich sind löst die fixierte Vergangenheit. Es gilt immer mehr erwachsen und erwachter im Sinne von bewusster zu werden.

Das Absolute der Urgrund des Lebens (Gott) ist oft nicht so interessant wie die Bewältigung des Relativen. Das Absolute kann nicht als relative Wahrheit auftauchen! Es offenbart sich widersprüchlich, paradox, konfliktreich mit reichlich Traumaenergie. Diese unangenehme Energetik zeigt auf das Absolute und erhebt unsere Natur. Alles was eng und schmerzhaft ist will sich befreien, es verschafft sich Möglichkeiten.  Trauma bedeutet, dass ein Teil der Seele nicht wirklich im Körper ist, wir wollten in den/m traumatisierenden Situationen diese menschliche Erfahrung nicht machen. Irgendwann später wird die kontrahierte Energie wieder frei, in den Körper zurück gebracht und die Erfahrung integriert. Die Traumaenergetik darf sein, sie wird gehalten bis die Informationen, die sich zeigen wollen durchs da seien dürfen, heilen. Trauma ist das Beste was es gibt. Es entsteht eine Niederwerfung vor mir selbst als Mysterium des sich verändernden Soseins.

Heilung bedeutet Vergebung und Vergebung meint mir und dir zu begegnen als wäre nie etwas passiert. Jede Geschichte sein lassen und jetzt da sein. Wirklich sehen und sein, mir und dir begegnen. Staunend das eigene und die umgebende Wunder erblicken. Voll Präsenz gegenwärtig sein.

Ich bin ein tiefer langsamer Mensch der viel und gerne fühlt. Wie tief bin ich bereit in das Mysterium meines Lebens einzutauchen? Wie nackt kann ich mir mich selber zeigen? Vielleicht ist eine erwachte Beziehung mit mir selbst eine Mischung aus für mich offen sein, mich sein lassen, halten, versorgen, lauschen, mit den Energien tanzen und allem Leben erfahrend gegenüberzutreten. Der Anker und Halt ist das „ich bin“ diese Gewissheit immer zu sein, auch immer gewesen zu sein, Leben zu sein, das Erfahren des Gewahr seins in dem etwas geschieht oder auch nicht. Erwachen meint Annehmen, die Energien des Augenblicks halten, alles wird wahrgenommen und gefühlt, eine totale Hingabe, akzeptieren jeder Situation, losgelassen in reiner zeitloser Existenz sein.

Die Wahrnehmung findet statt und das was ich daraus mache sind Programme! Auch die Wahrnehmung ist nur ein Konstrukt wie der Körper (Materie existiert nicht, nur Schwingungen, selbst der Raum ist nicht wirklich), Emotionen (grenzenlos, ständig wandelnde Energien), Verstand (seltsamer unkontrollierbarer manchmal lenkbarer Strom von Gedanken von woher auch immer) und selbst der Beobachter ist wie das Ich ein Konstrukt erlernt aus Zuschreibungen, gespeichert als Set von Programmen und Wortdefinitionen, ein rein subjektiver Traum.

Am Morgen erwacht man in den Traum! Zwischen Anfang und Ende ist die Zeit, zwischen Ende und Anfang ist die Ewigkeit. Dann ist auch Trauma als überfordernde Wahrnehmung gar nicht real existent!!! Oder ist die Materialisierung eigentlich die Traumatisierung? In den Körper kommen auf jeden Fall als Begrenzung der Seele. Gibt es also ohne Traumatisierung keine Bewusstwerdung?

Die Durchlässigkeit in der Leere und mir Erlauben das Nichts zu sein lässt ein Licht erscheinen. Ich bin die Transzendenz, kein Erlebnis, keine Erfahrung, lediglich ein nichts als Sein. Ich bin der Raum dessen was wahrgenommen wird. Das Licht scheint durch die Ichidentitäten, die wie eine Serie von Biographiefilmen vor einem unendlichen Hintergrund ablaufen. Diese Ichidentitäten sind wie ein Konzert aus vielen Stimmen, ein Gewebe aus Beziehungen, ein Geflecht von Wirs.

Aufmerksamkeit bringt Information/Energie in Form. Wir sind ein Auftrage – nicht wir haben einen Seelenauftrag – in kosmischer Anbindung. Wenn wir ein höheres Bewusstsein anzapfen, zapfen wir alle das Selbe an. Es geht nicht darum etwas zu schaffen, es geht darum zu sein. Und dieses Sein ist so wie man wirklich ist. Echt mit sich verbunden. Alles wird gesehen, geachtet, gefühlt und bekommt Raum. Es geht nicht darum glücklich zu sein, sondern darum sich selbst genau so wie man ist zu akzeptieren! Die Sehnsucht nach dem Paradies – totales in Eintracht und Frieden sein – ist unerfüllbar weil jenseits der Erde. Das Paradies auf Erden ist ein in Frieden mit der Zwietracht sein und zustimmen zu dem was ist. Eine Haltung des sich zur Verfügung Stellens für die Erfahrungen mit den Konflikten und den dabei spontan entstehenden Gefühlen. Gott ist Energie und die Sprache Gottes sind die Gefühle. Ich entscheide mich für den himmlischen Weg und Dienst.

Wenn ich mein Herz spüre pocht pures Leben in allen Farben getragen von Gottes Gnaden. Wenn ich mein Herz spüre küsst Gott/Göttin der Liebe mein Leben. Wenn ich mein Herz spüre tanzen meine Zellen in Mitten der Schmerzwellen zauberhafte Bewegungen. Dieses Leben ist ein Faden meines Herzens im kosmischen Wollknäul mit dem Gottes Katze spielt. Wenn ich mein Herz spüre bin ich am Leben!

Da draußen sind Menschen, die kennen mich besser als meine Familie, weil sie denselben Geist einatmen. Zärtlich streichelt dieses Einatmen meinen Innenraum. Am liebsten möchte ich sie alle umarmen. Vielleicht kannst du meine Umarmung fühlen. In Liebe Barbara