Das wichtigste Tor ist das zu meinem Herzen. Zuerst gilt es Heimat in meinem Herzen zu finden und danach im Herzen eines (jeden) Anderen.

(Meine) Portale zu Selbst:

Anerkennen deine Wahrheit

Meistere deine Gefühle

Respektiere deinen Körper

Heile deine Zugehörigkeit

Ich gebe die Schuldidee zurück. Meine Schuld basiert auf der Lüge „ich hätte es besser machen können“. Ich war eingeschlafen in der Illusion, dass ich schuldig bin einfach dadurch, dass ich am Leben war. Ich habe mich dadurch bestraft, dass ich mich (mir) verweigert habe, verbot Freude zu empfinden und Erfolge zu spüren, in Beziehungen ging die mich selbst nicht wirklich wertschätzten und jene Menschen die mich wirklich lieb(t)en von mir fern hielt. Ich bat und bitte mich von der falschen Schuld zu befreien vor allem mich selbst. Selbstbegnadigung! Ich möchte mir alle Schuldgefühle vergeben und in einem gefühlten „ich bin unschuldig“ stehen. Mit allen Maken pure Unschuld sein. Voller Fehler vollkommen sein erfahren. Kolossal verletzt unversehrt sein. Mein Mensch ist unvollkommen und darf sich vergeben, dass er sich von sich selbst abgewandt hat.

Ich kann nicht willentlich den Widerstand wegmachen. Erlaubnis ist das Wichtigste bei allem was da ist, um Entspannung einzuladen. Sie öffnet den Raum des absichtslosen Daseins. Der Welt erlauben nicht als meine Welt zu existieren. Der Instinkt der Zerstörung wirkt und gleichzeitig will ich für statt gegen das Leben sein. Die Suche nach einem sicheren Raum ist unendlich. Wenn etwas nicht wahrgenommen wird, kann des nicht überleben. Das gilt für Kinder, Interessen, Wollen, Brauchen, Gefühle, Gedanken. Alles lebt nur in der Wahrnehmung. Kann ich meine Aufmerksamkeit lenken? Nein! Ich kann nur wahrnehmen worauf meine Aufmerksamkeit gerade gerichtet ist.

Interesse ist da oder eben nicht. Niemand kann ein Interesse machen. Also ja zur Vergeblichkeit. Es geht nicht darum keinen Scheiß mehr zu machen, sondern erst mal überhaupt aus der Scheiße raus zu kommen. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Aber das Risiko vermeiden zu wollen andere und den eigenen Menschen zu verletzen, würde bedeuteten nicht leben zu dürfen. Ich fange bei mir an, in dem ich für mich Verantwortung übernehme. Ich kann mich in Gegenwart von Menschen kaum entspannen, weil ich permanent Angst habe der Mutter in mir zu begegnen. Ich projiziere aus dem Bindungszustand der Kindheit eine Gefahr auf Andere. Es ist in mir das Anspannen gegen und schützen vor ihr in meinem Erleben. Äußeres kann das antriggern, die Quelle der Gefühle liegt jedoch in mir. Im Kern ist da die tief verkörperte Idee, dass von anderen Menschen, wenn sie mir nahe kommen und bleiben, eine Gefahr ausgeht. Und gleichzeitig womöglich ich selbst eine Gefahr für Menschen zu sein mit dem was ich in mir trage und bin.

Ich möchte lernen alle Facetten des Selbst – Tier, Mensch, Mutter, Vater, Teufel, Gott – willkommen zu heißen, fühlen und auch wieder ziehen lassen zu können. Dafür benötige ich die Unterscheidungsfähigkeit des loslassen und loswerden Wollens. Weder die Hoffnung noch die Hoffnungslosigkeit festhalten. Ohne Hoffnung zu sein ist nicht schlimm, wenn ich ohne Hoffnung sein kann.

Am Boden der gemachten und gelebten Erfahrung der (spirituellen) Gemeinschaften verliert sich die Sehnsucht. Ich habe noch nie Nestwärme bekommen und Geborgenheit zulassen können. Wenn es nahe ist bin ich im brauchenden Kind bodenlos bedürftig und in Todesangst überwältigt zu werden. Wenn die Sehnsucht nach Zuneigung und Liebe verschlossen ist, dann ist sie zu erfahren lebensbedrohlich und bleibt deshalb unzugänglich. Echte Liebe kann bedingungslos sein und trotzdem eine Erwiderung der Liebe brauchen.

Die Überempfindlichkeit ist bei traumatisierten Menschen wie mir normal. Ich lerne sie als Geschenk anzunehmen und achtsam mit allen meinen Räumen umzugehen. Leid generiert sich aus der Idee „ich sollte ohne Schutz leben können“. Ich darf Schutz brauchen. Schützen ist nicht nur okay, sondern gleichwertig mit öffnen. Als flexibles Kontinuum von Schützen zu Öffnen ist Lebendigkeit aufgespannt. Es ist okay einen intimen Raum haben zu wollen. Jeder darf seinen Raum haben. Ich heiße mich willkommen unter den Menschen die ihren (Frei)Raum brauchen. Die Kunst ist die Balance aus Schützen und Öffnen immer wieder neu in und um sich zu finden.

Ja zu mir. Das Tote lebendig machen ist die Auferstehung. Meiner Wahrheit gegenüber integer sein und die Erfahrungen umarmen. Im Moment finden was ich in der Ewigkeit suche.Das Wichtigste ist die Anbindung über das Herz an das Göttliche UND das Menschliche. Wenn die Liebe da ist, ist die Seele da. Wenn nicht verdecken Programm und Schleier die Essenz. All die schützenden Schleier trüben die Liebe, die ich – wie jede/r – sein kann und suchen darf. Sich daran erinnern, wer wir sind, ist ein sich ausdehnender Prozess, der zu weniger und mehr – mitunter auch zu Auflösung – führt.

Der Lebensfluss ist nicht kontrollierbar. Jede Form zerfällt und jedes Leben verlässt dich und mich früher oder später. Ich übe mich damit zu sein, manchmal ist es mehr ein abfinden. Wenn ich versuche zu kontrollieren, was ich nicht kontrollieren kann, bin ich krank. Es ist möglich die Richtung in der Strömung mitzubestimmen. Die Strömung selbst kann ich im besten Falle geschehen lassen werden. Ich kann die Mächtigen, Konzerne, Schulen, Arbeitsplätze, Produktion, Universitäten, Partner nicht ändern, aber ich kann jetzt liebevoll(er) mit mir selbst sein. Das wichtigste Tor ist das zu meinem Herzen. Zuerst gilt es Heimat in meinem Herzen zu finden und danach im Herzen eines (jeden) Anderen. Trotz und mit allem gehöre ich Gott. Ja ich darf von Gott einen Wunsch erbitten. Ohne Zweifel die Erfüllung erwarten und seinen geschehenden Willen annehmen. Genau sowenig wie ich etwas tun muss, muss Gott etwas tun um zu wirken.

Im Beten rufe ich Gott an und über die Intuition und Intention ruft Gott mich an. Wenn die Form zerfällt scheint in die entstandene Lücke für kurze Zeit das Licht Gottes. Die Katastrophe beherbergt mitunter den Keim der Gnade. Mut ist Angst die gebetet hat. Beten ist ein Sehnen der Seele. Das Feuer der Liebe kommt rein indem ich meine Wahrheit ausdrücke und wirklich echt da bin. Aus Liebe sprechen nicht „nur“ um der Wahrheit willen ist das Anliegen, das ich oft nur als Sehnsucht in mir trage.

Mich zu mir lenken, mein Bewusstsein für mich interessieren. Wenn Interesse am Selbst da ist, geht es in erster Linie um Entspannung und Selbsterlaubnis, weil die notwendig sind, um alles was auftaucht in Ruhe lassen zu können. Stille bedeutet erlauben natürlich zu sein. Jetzt meint nicht das was im Moment an Körperempfindungen, Gefühlen, Seelenbewegungen, Geistesregungen geschieht, sondern den Raum in dem all das geschieht! Den Bewusstseinsraum der all das hält und allgegenwärtigist. Es geht nicht darum die Welt, Menschen oder mich zu verändern, sondern darum die Wahrnehmung zu verändern. Wenn man mich nicht beim Namen nennt und berührt, existiere ich nicht. Das Interesse an mir (von mir) ist wichtig, um in mir da zu sein und mich (er)leben zu lassen. Gleichzeitig darf ich in der Zuwendung zum Selbst jede Meinung darüber lassen. Alles was auftaucht ist da um irgendwann zu gehen. Der Körper hat von Natur aus keine Urteile. Mein Körper ist Liebe er (er)trägt alles. Als Raumbewusstsein ist da ein schlichtes „ich bin“ ohne Lob und Tadel. Dasein mit dem was ist in Bewusstheit mehr nicht. (Selbst)Akzeptanz ist die Grundlage für alles Wichtige wie Frieden und Liebe. Grundlos, mühelos, einfach so ist es okay zu sein. Nichts fehlt, ist zu viel oder gehört verwandelt. Ich bin Erde, ich bin Himmel, ich bin Herz. Ich bin gesegnet beim Eingang und beim Ausgang von je her geliebt. Das Dazwischen fühlt sich mitunter davon getrennt und sehnt sich nach Liebe.

Für das Dazwischen mir des körperlichen Daseins mit allen Bedrohungen und Bedrängnis ein von Größerem getragen sein erlauben die Disziplin. Es innerlich zulassen zu entspannen aus dem Ruhepol, der die Quellen und Ströme der Angst sieht. Das Herz nimmt Verbindung auf zum Bauch. Ich darf sein wie ich bin von lebender Hölle bis lebendigen Himmel. Darin kann sich meine Wahrheit erweitern und mein Leben vertiefen als im Sozialen sichtbar werdender Prozess.

Schutz hat nichts mit Härte zu tun, das ist eine Verwechslung. Verhärtung ist ein Mittel um Struktur zu bilden. Das ist legitim und völlig okay. Genauso okay ist anzuerkennen, wenn ich mich nicht mehr mit Selbstunterdrückung in diesen Strukturen aufhalten möchte. Weiblichkeit ist für mich das Gebärende, nicht das Materialisierende. Sicherheit kann weich fließend sein. Je näher ich mir komme, umso näher komme ich Allem. Das freie Sein einladen bis ich Berührung bin voller Hingabe an das Leben. Ich muss nicht anders oder gleich sein. Ich darf einfach ich selber sein (vielleicht als Versuch eine Facette von Gott auf die Erde zu bringen). Ich bin die Einladung zur Befreiung im Körper.

So lange man im Körper ist hat man immer Themen selbst die größten Meister. Da ist ein Frieden mit Führern am Entstehen im Erkennen, dass ich keine äußere Führung mehr brauche. Direkte, ehrliche, menschliche Begleitung auf Augenhöhe sehr wohl. Vollendung bedeutet letzten Endes nur „ich bin schon ganz bei mir eingezogen“ und das verhaftet in der Liebe Sein meiner Person ausreicht. Das echte Geliebtwerden ist unter allem Ungeliebten vergraben. Wenige mögen sich durch das Ungeliebte graben und dennoch ist es der Weg. Was wäre, wenn ich sein, tun und lassen kann was ich will und dabei geliebt werden würde? Dann wäre Vertrauenswürdigkeit meine innere Wahrheit. Wenn ich Vertrauenswürdiges in mir finde, brauche ich mich nicht mehr zu schützen.

Gott kann sein Wort nicht brechen. Er ist Ursache von allem und gleichzeitig ist er der, der alle Erfahrungen macht. Gott kann nicht lügen. Gott ist sich treu. Auch wenn wir untreu sind. Er bleibt treu, weil er weiß, dass der göttliche Funke in uns sich nicht ewig vergessen kann. In der Einheit sind wir eins auch mit dem größten Leid und der tiefsten Freude. Alle Engel und Teufel sind Mitarbeiter von Gott. Gott ist alles und um das (auszu)halten brauche ich Hingabe. Tiefere Hingabe darum geht es hier und jetzt bei mir. Schöpfung braucht einen Okayraum. Die ganze Schöpfung entspannt sich, wenn sie da sein darf wie sie ist. Vielleicht sogar unser Schöpfer und meine Geschöpfte.

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