2020 die Herzöffnerin

Mein altes Jahr endete mit einem Wochenende in einer schamanischen Zeremonie des Kakaorituals, die mein Herz wieder um einiges Schichten befreiter erst einmal in tiefe Erschöpfung versinken ließ. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte und kann ich entspannen ohne mich vorher zu erschöpfen. Ohne ein Retreat zu besuchen, ohne innere Arbeit zu tun, ohne meinen Körper zu verausgaben, ohne mir Wissen anzueignen, ohne emotionale Prozesse voranzuschalten, ohne mich zu überwinden in Kontakt zu gehen mit wem oder was auch immer. Das ist so ein unglaublich erleichtertes Lebensgefühl! Weich, gefühlsfließend, durchlässig, mit freudvollen verspielten Impulsen und einigen sich aus der Deckung trauenden Informationen aus dem Unterbewusstsein.

Es ist sehr anstrengend das Herz zu verschließen! Alle Trigger im Außen erinnern uns nur an unsere Herzverschlüsse. Der einzige Schmerz den es an der Wurzel gibt, ist der Herzverschluss. Die Erschöpfung der Jahrzehnte, wo wir unser Herz verschlossen und zugemacht haben, kommt beim Herzöffnen hoch.

Die Wahrnehmung hört nicht bei der Verletzung auf, die Wahrnehmung wird weiter, die Verletzung ist da und da ist noch mehr! Die Wahrnehmung zu verändern und das Herz zu öffnen (auch nur einen Spalt, auch nur einen Schritt des Hinbewegens sind wertvoll) sind die Hilfe, die wir brauchen, um die Kette der Weitergabe der Programme anzuhalten und das Leid nicht mehr weiterzutragen. Wenn das Herz offen ist, ist Frieden. Was wenn das Herz offen ist?

Die Wahrnehmung erweitern bedeutet ich erlaube mir den nächsten Schritt. Die Lebenskraft (wieder) zu bekommen gelingt nur, wenn wir selber das Herz wieder öffnen. Das kann niemand für uns tun. Menschen haben einen psychischen Selbstheilungsprozess den die Seele und das Leben für uns machen. Und gleichzeitig  gibt es etwas viel Größeres, dass uns trägt, unterstützt und initiiert. In den letzten Tagen des alten Jahres hatte ich einige Nächte in denen ich nicht so müde, im halbtoten Erschöpfungsschlaf wie zuvor verbrachte, sondern viele luzide Phasen hatte. Zusätzlich verbrachte ich bewusste Phasen in Zwischenwelten und merkte wie mein Herz unrhythmisch pochend wie von innen heraus umgeformt wurde und wird. So als würde etwas Größeres ins Herz greifen und eingreifen.

Nach einer verschlafenen Silvesternacht erwachte neues Leben: Der Körper wollte sich bewegen und genoss den Yogafluss, der verbundene Atem trug mich durch Wellen aus Schmerz und Ektase, ehe alles in einer langen tiefen Stille ausklang. Der Boden trägt, alles ist entspannt, ich bin allein und sicher geborgen. Was will ich? Nichts lange nichts bis sich der Gedanke an die Silvestermeditation von Romen (nach Mari Nil zur Seelenreise) formte und dieser Impuls zur Umsetzung kam. Erfahrungssplitter des unfassbaren Geschehens…

Die Absolutheit des Lichts ergreift mich,

Willenloser unkoordiniert zitternder Körper,

Wasserfallwellen aus Tränen die in Licht fließen,

All der Machtmissbrauch durch und mit mir, in diesem und allen Leben der Seele, brennen und alles fleht um Vergebung.

Bitten „bitte, bitte, bitte lass mich damit aufhören, jeden Missbrauch und mich missbrauchen lassen aufgeben und anstelle dessen ehrliche Verbundenheit (er-)leben“.

Der Geist fällt ins Herz, alles wird vom Herz absorbiert.

An mir geschieht Begnadigung … etwas greift mir ins Herz (Jesus?) …

Keuschheits-, Armuts- und Schweigegelübte fallen unter würgen.

Die Meister der Akashachronik schlagen den Plan meiner Leben auf.

Ich darf eine Frage stellen und stammle „wer bin ich?“

Du bist eine von uns, warst Meisterin, hast diese Macht missbraucht und bist raus gefallen.

Schauer, benommen die Orientierung verlieren, Schwindel und Nebel.

Erneut bitten „bitte, bitte, bitte löscht den Machtmissbrauch und erlaubt mir Verbindung“.

So sei es, ein Wisch und es geschieht.

Verbundenheit fühlbar hier in mir!

Tiefes Ausatmen, der Herzschlag beruhigt sich, das Zittern wird feiner und die getrockneten Tränen kleben überall.

Ein Sinken in Gottes Arme – Vertrauen, Hingabe, Dankbarkeit.

Diese Zeilen waren erst lange nach der Meditation verfassbar, die Erfahrung brauchte Zeit sich in das Bewusstsein jeder Zelle zu setzen und meine Feinkoordination verunmöglichte eine zielgerichtete Bewegung. Langsam klang das ab und mich überkam eine Lebensfreude unglaublichen Ausmaßes in der ich das visionboard für 2020 über ausgestaltete. Möge die Energie fließen, möge der Grund tragen, möge die gefühlte Verbindung bleiben, möge das Herz bedingungslos Lieben. Danke, danke, danke!

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