Kurz vor der Dämmerung ist es immer am dunkelsten …

Die Nacht der Seele leben,

tauchen im Dunklen auf der Suche nach Licht,

immer tiefer und klarer nichts sehen.

Ich habe aufgegeben, um Hilfe gebetet, das Licht gerufen, meinem Herz zugehört und bin bei mir geblieben.

Im Außen sind die meisten auf Distanz gegangen von mir in diesem Sosein bzw. haben mit Sorgen (jetzt fühlst du noch mehr als früher, du weißt schon wie du da deine neuronalen Strukturen prägst wenn du jeden Tag heulst), Zuschreibungen (Depression, burn out …), Ratschlägen (wie wäre es mit einer Tageslichtlampe, bei mir helfen die Antidepressiva) und Wegschauen reagiert.

Im Inneren habe ich auch versucht dagegen zu wirken und mich mal wieder aus dem eigenen Sumpf zu holen mit konstruktiven und destruktiven Aktivitäten, die haben mich aber nur erschöpft und sonst nicht mehr gewirkt. Also halt annehmen. Nicht gerne aber doch mir den Wunsch, so angenommen zu werden wie ich bin, selber erfüllen. Ich nehme mich mit der Trauer, Schwere, Trägheit und Schwäche in den Arm. Nicht einmal, jeden Tag wieder und bemerke wie mein Verstand urteilend über meine Gefühle mich von der wahrhaftigen Wahrnehmung trennt. Doch dann nach einer Nacht deren Beschreibung ich nicht zustande bringe, wache ich auf mit dem Gedanken „ich bin mein Herz“.

Tage später in meiner Taufkirche bei einem Gospelkonzert mit Blick auf die über dem Altar thronende Mutter Gottes mit dem Kind im Arm dringen die Zeilen „home is where the heart is“ tief in mich ein und das Gefühl der Verbundenheit ist mit bewegender Wucht da: Mein Herz ist im Himmel, bei den Göttern, dem Universum überall nur nicht auf der Erde. Warum bin ich dann da in diesem Leben? Keine Antwort, nichts nur wieder dieser stechende Schmerz. Der Verstand will was wissen und hat keinen Plan. Der Verstand fühlt mich nicht, er ist rational, kalt und berechnend. Er stellt wenn-dann-Vermutungen auf, überblickt logisch und gleich einer Rechenmaschine, die das Für und Wider anführt, um dann ein Ergebnis zu erzielen. Ich habe entschieden mich keiner Logik hinzugeben, weil ich mein Leben nicht mehr der Logik opfern möchte. Also entscheidet mein Verstand meinem Herzen den Vortritt zu lassen. Schmerz hin oder her, ich lasse mich überraschen und nehme was kommt. Jedes Gefühl ist eingeladen und darf sein. Ja bedingungslos auch die runterziehenden mich beschwerende, belastenden Gefühle. Das ist Leben ohne Filter der Selbstmanipulation.

Von gestern auf heute hat eine Bewusstseinserweiterung in mir stattgefunden. Ich dachte zu wissen, dass Depression und Schwäche schlecht sind, und habe sie dementsprechend bisher so gut ich konnte abgewehrt. Zum ersten Mal habe ich die Trauer wertfrei fühlen können und erstaunt erfahren, dass sie gar nicht schlecht/böse/gegen mich ist, sondern einfach auch da sein und sich entleeren möchte. Ein weicher sanfter Fluss von Energie. Vielleicht ist es in dieser Welt ja sogar gesund traurig zu sein. Hallo Depression ich mag dich erfüllte mein Herz und das Licht der Dämmerung erhellte mein Inneres. Ja sie gehört zu mir und meiner Familie, meinen Vorfahren und ich darf damit sein, vielleicht ist das mein Weihnachtsgeschenk aus der geistigen Welt. Eine neue Einstellung und Erfahrung was für mich wirklich wahr ist und mein Verstandesgrenzen verschiebt. Danke dafür und für alle Führung in allen Zeiten!

Mein Manifest aus dem Herzen der Innenwelten für diesen Dezember:

Glaube nichts ungeprüft. Überprüfe woran du glaubst! Wissen ist nur wahr wenn es erfahren wird. Echtes Wissen ist erlebt worden.

JETZT im Moment darf ich mich an meinen Gefühlen orientieren!

Ich bin richtig und darf sein wie ich bin.

Ich vertraue meinen Gefühlen und traue mich alles zu fühlen.

Ich muss nichts verstehen, ich darf mich selbst erfahren und vertrauen.

Ich bin nicht da um vernünftig zu sein. Die Vernunft ist nicht vernünftig sie ist ängstlich.

Natürlich werde ich auf Widerstand stoßen. Ich bin bereit auf Widerstand zu stoßen.

Mein Gefängnis ist die Idee „ich bin nicht richtig“ und „ich darf nicht so handeln wie ich mich fühle“ und „so wie ich bin, bin ich nicht wertvoll für die Welt“. Diese Idee ist alt und sie ist nicht wahr!

Ich bin da in bedingungsloser Liebe zu meinem Selbst, genauso wie ich bin mit allem schrägen.

Ich nutze was jetzt da ist, fühle es und spiele mit den Blockaden (stimmt das wirklich oder ist es vielleicht sogar eine Hilfe um zu lernen).

Es ist wichtig das ich es erlebe und eine Chance bekomme eine andere Entscheidung zu treffen – von ich bin dagegen hin zu es ist okay oder sogar ich bin dafür. Ich will das jetzt auch wenn es die größte Scheiße ist.

Es gilt genau bei mir hinschauen, einfühlen und mich dafür NICHT zu verurteilen sondern mich so anzunehmen.

Ich nutz alles was jetzt da ist, weil es immer zu meinem Vorteil wirkt!

Es gibt nichts Schöneres als mich an mich selbst zu erinnern.

Ich darf aus meiner Quelle heraus wirken.

Das Leben meint es gut mit mir. Es sorgt für mich.

 

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