Gott mehr als Heilung wollen.

Vielleicht bedeutet Heilung im Frieden sein mit mir und der Welt.

Es heilt nicht die Methode, sondern die Kraft, die durch die Methode ins Fließen kommt.

Neue Tiefen finden mich und inspirieren das bewusste Leben. Mein Selbstvergiftungsprogramm erzählt mir, dass ich anderen Aufmerksamkeit schulde, Selbstbezug eine Sünde sei, die Welt vor mir geschützt werden muss und ich vor ihr und ich die Anderen mehr brauche als sie mich. Brauchen ist verteufelt in mir und in die Isolation, den Rückzug geschoben. Hier liegen die Einsamkeitsgefühle meines beschämten Daseins.

Scham das unangenehmste Gefühl, das keines ist. Scham ist eingefrorene Todesangst vor Ausschluss und Vergeltung. Gefängniswärter und Wegweiser zum Himmel zugleich. Mitten im Minenfeld der Beschämungen überleben erfriert die Lebensenergie. Es zersetzt in einen körperlosen Zustand hinein begleitet von Nebel im Kopf. Vermeidend ins Innere verschwinden die wie ein kleines Gefängnis lähmenden giftigen Kapseln voll mit Vorstellungen vom Falschsein gefüllter Gedanken. Selbst vor ihnen auf der Hut seiend gibt es kein entkommen, zumindest wenn man lebendig sein möchte. Dokumente emotionalen Missbrauchs und kulturellen Schutzes. Scham zersetzt individuell, strukturell und kollektiv mit einer langen Haltbarkeit. Diesen heimlichen Schutz ablegen Schicht für Schicht in der offenen ehrlichen Begegnung. Die Tabus ansprechen schmilzt die eingefrorene Lebensenergie langsam wie ein massiver Gletscher. Es ist schwer bis unmöglich eine Abwesenheit zu fühlen bevor da jemand da war. Seelenkontakt von Abwesenheit bis Überwältigung in Kontakt bringen lässt mich oft hilflos da sein. Es ist ein offener Ausgang wahrhaftig ungeschützt einander Begegnen zu versuchen. Freiwillig ohne es zu müssen Macht- und Kontrollspiele offen legen. Weich und verbunden in meiner Beschämung stehen ermöglicht es Leben ins Überlebensprogramm zu bingen. Einen Dialog über schambehaftete Themen eröffnen legt die tiefen Wunden frei und dann kann der Eiter abfließen. Es lässt mich erleben im Falschsein existieren zu können. Entschämung ist wie aus einem Ganzkörperkondom auszusteigen. Es bring Wertschätzung in mein Inneres und lässt erfahren wie nicht nur in mir sondern auch in Kontakt (fast) alles sein darf. Dann lässt sich der Himmel erfahren, weil auch die tiefsten wundesten Punkte im Inneren in unserem Herzen geöffnet und in Kontakt gebracht wurden. Dann können wir offen sein ohne wahlweise Bedürftigkeit oder Härte/Verschlossenheit mitzubringen. Energien sind gleichwertig, erst meine Interpretationen der Energetik machen daraus ein furchtbares Monster der Verfolgung oder eine auf mich zukommende Wunderwelle. Beides bin ich, ich bin die Interpretation der Energie genauso wie die Energie selbst.

Mit Licht auf den Schatten reagieren! Schatten im Schatten erzeugt Schatten. Schatten gebiert im Licht durch Selbstzuwendung ein „ich darf da sein“. Wertschätzung schöpfen im eigenen Herzen und sie dem Schatten gönnen. Diese Wertschätzung dessen worunter gelitten wird fügt dem Schatten Licht hinzu. Dabei wird es nie schlimmer, es zeigt nur wie schlimm es wirklich ist. Moral ist ein Set an Verstandesvorstellungen. Oft führt Unmoralisches scheinbar Inhumanes mehr zur Wahrheit als Korrektheit. Läuterungsphasen sind wichtig, um mit Wahrheit und Macht umgehen zu können. Bei uns und in der Selbstbegegnung beginnt bedingungslose Liebe. Der Fokus gehört nach innen zu dir, zu deinem Schmerz, dort will deine Liebe ankommen. Im Selbstkontakt zu sein lässt lieben. Den Schmerz wertschätzen hilft, um zu sehen was gerade wichtig und nötig ist. Gönne ich mir was ich brauche auch den Schutz oder die Kontrolle, dann wird sie als Seelenpuzzleteil angenommen und ein ganzer Werden geschieht. Das was wir an negativ in uns bewerten aufzuwerten, erlaubt dem Aspekt aus der Schattenwelt aufzutauchen. Dabei ist eine Selbstintegrität, die zu dem was auftaucht und da ist (die Gefühle, Körperempfindungen, Gedanken, Energien, Erfahrungen) „ja du bist zu 100% richtig“ sagt, wobei das nicht unbedingt gut sein muss. Vertrauen hat mit uns selber zu tun, nicht mit dem Anderen, wir können es im Außen nicht finden. Wenn wir vertrauen wollen, gilt es die Wunde der Verunsicherung begegnen. Mein mangelndes Vertrauen kommt aus der Neigung mir selbst die Schuld zu geben und mich oft zu hinterfragen, dadurch bleibt die Wunde der Verunsicherung bezüglich meinem Empfinden, Wahrnehmen und Wert offen. Meinen Gefühlen und Körperempfindungen halt geben lernen sowie der eigenen Wahrnehmung und Intuition vertrauen zu schenken heilt.

Meine Wahrnehmung ist alles was ich habe. Es ist mir ein echtes Anliegen, dass es mir besser geht. Würdevoll anerkennend mit den bleibenden Wunden da sein. Mir zugewandt bleiben in den noch ungeheilten wie unheilbaren Selbstanteilen. Auch den Selbstschutz, den Rückzug und die Verneinungen bejahen. Mich lernen in meinen Neins zu lieben. Die Gewohnheit will mich fertig machen, den Zweifel an mir bemerken. Er hat die Macht, weil ich ihm die Aufmerksamkeit gebe. Dableiben im Irrsinn und mich nicht vom ihm ins Drama wegziehen lassen. Noch halte ich den Deckel fest, der im Heben mein Leben vielleicht vom erkämpften Leid erleichtern würde. Da ist ein doppelt schutzlos fühlen,für mein Erleben, wenn der Selbstschutz keinen Schutz erfährt. Dabei entziehe ich mir den bejahenden Raum und erlebe mich schutzlos und verurteile mein Schutzbedürfnis. Mich in der Schutzreaktion als Teil meiner Erfahrungswirkichkeit ernst nehmen. Ich kann Schmerzen nicht mit noch mehr Schmerz lindernd begegnen, sehr wohl aber mich in einen natürlichen Fluss bringen in dem ich annehme was ist. Die eigene Tragik anerkennen und mich in allem zu mir bekennen! Da sein ohne mich zu ermahnen fürs mir was holen wollen. Ja da ist ein riesen Nachholbedarf an Geborgenheit und Kindseinwollen. Ich möchte aus tiefstem Herzen Wohlwollen zu allem in mir entwickeln. Dafür immer wieder wahrnehmen: „Was ist jetzt, bin ich liebevoll mir mir?“. Ich gestehe ich möchte mich nah und innig verbunden und geliebt fühlen. Ja ich möchte mich wohl und gut fühlen. Echte liebevolle Nähe zu mir erfahren und heil sein. Ich bin mir endlich ein Anliegen und entwickle echtes Selbstinteresse. Das Maß an Interesse an mir bestimmt wie sehr ich mit mir in Kontakt bin, wie wach ich sein kann im Gefühlssturm, wie deutlich ich die Zweifel an mir anzweifeln kann. Mich um mich bemühen, darum mich zu bejahen und darin auch das größere Ja zur Schöpfung zu entwicklen. Erlaubnis und Forkus auf das „mir selbst wichtig Sein“. Bedingunslos mit mir sein, mich von mir halten lassen, mir Sicherheit und Vertrauen geben und für mich empfänglich sein. Die Möglichkeit eines liebenden Schöpfers mit einer auf Liebe basierten Schöpfung aufrechterhalten trotz all der Negativität und Destruktion. Gleichzeitig mir erlauben anzunehmen geliebt zu sein und mich dieser Liebe würdig erweisen. In Würde da sein und meiner Erfahrung den Segen geben. Ich selbst als Wahrnehmung bin wichtiger als das was in meiner Wahrnehmung auftaucht. Alles umhüllende Akzeptanz! Gelebte Liebe. Mir selbst in tiefen Frieden begegnen. Ich kann dem vertrauen von dem ich mich abwende. Mich mitkriegen ohne mich klein kriegen zu lassen. Ich muss nicht weg! Das ist ein Missverständnis. Selbstbeschäftigung mit wohlwollenden Augen, lässt mich einlassen auch wenn es mich ins Außen wegzieht. Zu mir hinsehen, reinschauen, reinfallen und für mich sichtbar werden. Auf mein Spektrum schauen und meine Antworten des Moments ausprobieren auf die Fragen: „Was ist das hier mein Wesen?“ und „Wie sehr will ich leben und herausfindenfinden was das heißt?“. Interesse an mir ist der Schlüssel und das Zauberwort.

Be- und Erkennen ich bin um meiner selbst Willen da. Ich nehme meine Aufmerksamkeit an und erhöre mein Flehen nach mir. Ich bin für mich da (auch wenn sich etwas dafür noch schämt), für meine Wahrnehmung als Wahrnehmung. Der Fokus auf mich heilt. Das Ich, das ich loswerden wollte, gibt es gar nicht. Das ist ein Abwehrmechanismus! Das was mich weniger machen bis auslöschen will ist das Ego. Ich bin nicht die Plage, sondern alles was das behauptet. Ich muss nicht auf mich sauer sein, wenn ich auf andere sauer bin. Die gewaltsame Selbstüberwindung und scheinheilige Selbstlosigkeit sind vorbei und als gelebte Lüge erkannt. Das Ungewollte wird mein Freund, die Kraft der Wut darf aufkommen, die Weisheit im Widerstand zeigt sich, die Liebe im Schmerz leuchtet auf, die Bedürfnisse in der Angst bekommen Raum und die Stille in der Trauer erweist sich als Lichthelfer. Ab jetzt erfülle ich mich selbst mit dem Licht meiner Wahrnehmung. Die Entscheidung für mich ist gefallen, zuerst für die Verbindung nach innen und dann fürs Einstehen für mich nach außen. Genießen, kann ich das genießen, kann ich mich genießen im mich Bemerken?

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