Schreibe, spreche, lebe nur für das Gefühl in dir!

Unsere Wahrnehmung ist das was uns bestimmt. Die Welt ist in mir. Ich bin der Raum in dem alles erscheint. Mit mir verbunden kann Einheit gelebt werden, nur bin ich zerrissen und überall verstreut ohne Wiederzusammensetzungsplan. Ich suche nicht die Stille, sondern die Wahrheit.

Das Gefühl nicht willkommen zu sein schmerzt und engt mein Erleben ein. Ich spalte mich dabei ab in dem ich meiner Geschichte der vergangenen Ablehnungen glaube und nicht die Realität wie sie jetzt ist erfahre. Ich habe für die Vergangenheit keine Verwendung mehr. Jetzt und hier kann ich mich willkommen fühlen und offen sein. Ich gebe Bedeutung in dem ich die Situation deute aus alten Mustern oder wahrhaftigem gegenwärtigen Dasein.

Ich brauche stille, offene, klare Menschen, die mich willkommen heißen, um mich zu erfüllen. Die im Alltag fehlende Erfüllung ist da, wenn ich ganz wahrnehme und wahrgenommen werde als multidimensionales Wesen. Rein- und rausschauen, filterlos, zeitlos, schlichtes offen sein. Tief berührt kann ich erfahren wie ich Raum bekomme, meine Wahrnehmung wertgeschätzt und mit Interesse wahr und ernst genommen wird. Darin entsteht der Mut mich mit meiner Not zuzumuten und ich bekomme die Erfahrung geschenkt mit der Not nicht mehr allein zu sein.

Die Stille ist unter den Gefühlen. Entspann dich ziellos. Wenn der Körper da ist und der Geist zur Ruhe kommt, öffnet sich der Seelenraum. Stress ist kurz gefasst von etwas zu viel und von etwas anderem zu wenig zu haben. Das macht Unruhe in dem auf Überleben ausgerichteten Organismus. Wenn wir kämpfen oder flüchten sind wir nicht mit Gefühlen beschäftigt. Im Schock ist der Organismus plötzlich in einem wehrlosen, sprachlosen, starren Zustand.

Die größte Gewalt ist es zu fordern „es sollte mir gut gehen“ und „mach dir einfach eine gute Zeit“. Was mir gut tut ist der Täter. Vergeblichkeit, immer wieder etwas versuchen und scheitern, Unentrinnbarkeit und Niedergang. Alles möchte resignieren. Kann ich vollständig kapitulieren? Alles so sein lassen wie es ist. Die Idee ich werde es schaffen in absoluter Finsternis das Licht hochzuhalten verdreht die Wahrnehmung. Wann kann ich vollständig aufgeben? Fallen in die Lebensmüdigkeit und beten um Aufnahme absoluter Wahrheit, innerer Wahrheit und wie sie sich entfaltet.

Was mache ich mit der ganzen Sehnsucht nach Liebe? Ich wünsche mir ein Streicheln von jemand der bedingungslos lieben kann. Die Liebe brennt in mir. Die Wucht mit der ich liebe killt und entgrenzt mich. Ich zerbreche in einem inneren Wahnsinn, eine Panikmatrix zeigt sich, eine innere multidimensionale Atomreaktion folgt und zerreißt mich in unendlich viele Stücke. Wo bin ich stabil oder sicher in mir in diesem Zerrissenen? Wer bin ich und wer kann das wissen? Ich habe keine Möglichkeit es/mich zu verbinden, ich kann nicht (persönlich) lieben. Ich bin nicht in der Falle, ich bin die Falle. Wo ist der Fehler in meinem funktionslosen System? Der Tag dümpelt mit mir durch innere Schattenfelder. Gott, wenn es dich gibt, gib mir die ganze Hölle, ich lasse sie durch mich durch. Nicht das Töten tötet, sondern das Lieben. Es bricht jede innere Instanz zwischen mir und dem Leben. Alles kollabiert bis nur mehr Bewusstwerdung bleibt.

Mein Überlebensprinzip aus der Kindheit war „um mich zu „retten“ werde ich wie du mich haben willst“ du es ist mit mir erwachsen geworden. Ich habe über Jahrzehnte Gefühle in mich eingesaugt und alles Mögliche gefühlt, damit mein Umfeld nicht explodiert. Kommunizieren was gedacht gewollt wird, um akzeptiert bzw. geliebt zu werden. Gespräche so manipulieren zu versucht, dass kein Konflikt im Außen entsteht (dafür massive unbewusste in mir). Innerlich durchspielen was meine Aussagen an Antworten und Reaktionen ermöglicht und versuchend vorwegzunehmen und zu steuern wie auf mich reagiert wird. Ein äußeres und inneres Verstecken und mich nicht ehrlich zeigen, weil ich davon ausging, wenn ich mich zeige wie ich bin können mich die Menschen nicht annehmen.

Ein falsches Selbst orientiert sich gerne an einem anderen, möglichst mächtigeren falschen Selbst, das ebenfalls die eigene Wahrheit verleugnet und überspielt. Der „Deal“ lautet: Du übersiehst „meines“ und ich übersehe „deines“. Und vor lauter Lügen um mich herum, habe ich aufgehört mir selber zu vertrauen.

Loyalität ist Selbstentfremdung, da ich für einen vermeintlichen Erfolg und Frieden in einer Beziehung über meine Herzensbewegung hinweggehe und nicht aus dem reinen Herzen handle.

Jeder Konsens ist eine Selbstverletzung. Es wird ein Kompromiss gemacht nicht das eigene Wollen gelebt. Alles was man zurückhalten muss kostet Energie und Lebenskraft. Angst ist das was uns ablenken möchte von dem was dahinter liegt. Meine Ängste bestehen ausnahmslos aus Angst vor Kontakt wozu auch immer. Wenn ich mich in die Angst zurückziehe entsteht eine Isolation, eine Lücke aus Trennung. Dann sitze ich in meiner Scheiße innerlich verlassen und äußerlich aufgegeben. Verzweiflung, Ohnmacht und Frust stapeln sich im Bewusstsein unfühlbar anklopfend an den Wänden der Dissoziationsmauern. Ich bin mir selber gegenüber hilflos ausgeliefert und alleine im inneren Zerfall. Meine beschissene Flucht in die Leidkonstruktionen mündet darin, dass ich mich finde innen, unten, gebrochen, ganz hinten, im Dunklen, schweigend der Taubheit lauschend, berührt von dem was in mir da ist. Endlich von mir selbst berührt, von der warmen Hand am kalten Herz, kann ich dann weinen und Nichtfühlen weicht einem Fühlen. Am Boden dieser Gefühlwelle finde ich den inneren Konflikt mein Dasein ablehnend ängstlich fragend: Darf ich aufgeben, erschöpft sein, bedürftig und sichtbar damit sein, meinem Leer-Sein Raum geben?

Nein, es ist zu gefährlich gar nicht mehr zu funktionieren. Ich laufe weg vor mir, genauer vor dem Zustand der Hilflosigkeit und kompletten Erschöpfung in dem nichts mehr willentlich geht. In diesem Zustand ertrage ich mich nicht. Die kontinuierliche Überforderung kennzeichnet mein Leben, weil ich in meiner Kindheit chronisch überfordert war und es als Lebensprinzip ausgebildet habe.

Geburts-, Entwicklungs- und Bindungstrauma ist sichtbar, wenn man sich auch als Erwachsene bei der richtig/falsch Frage nach außen orientiert anstatt nach innen zu spüren und zu fühlen was für mich im Moment richtig/falsch ist. Es ist ein langer Prozess des nach innen Spüren Lernens und daraus Entscheidungen zu treffen.

Wenn man kein Selbstwertgefühl hat, fängt man an zu manipulieren. Und wenn man manipuliert zeigt man sich nicht in seiner Not, sagt nicht ich habe Angst und ich brauche dich gerade. Der Schmerz kommt, wenn ich mich wieder spüre. Der Schmerz über das ursprüngliche Nicht-genug-geliebt-Werden, Zurückgewiesen-Werden und um den Verrat am eigenen authentischen, fühlenden Selbst.

Ich schäme mich für meine „Kellerkinder“. Sie sind nicht souverän, sie haben nichts im Griff und sind davon überzeugt, dass es nicht genügt einfach nur zu sein. Dabei bemerke ich, wie selbstverständlich ich sie wegdrücke oder in ein angenehmes lustiges Gewand kleide.

Das ist Lüge, Verrat an mir, gelebte Dunkelheit. Ein in der Lüge funktionieren, mir ist von mir selbst so übel, speiübel. Ich bin schuldig, habe getäuscht, mich versteckt und gelogen. Die eigene abgrundtiefe Schlechtigkeit ist da. Selbstzerstörung habe ich ausreichend gekostet, die schmeckt bitter. Ich spüre wie mich die Lügen verspannen und meine Wahrheit aussprechen freimacht. Ich bin ein verwundeter Mensch in einer verwundeten Kultur. Seelisch wächst man nur an den Problemen, der Rest ist ausruhen. Die Seele kann und will alles nehmen was sie kann. Nichts muss alles kann und da ist ganz viel Raum dazwischen.

Es war meine Wahl lieber die Abgründe menschlichen Daseins aufzuspüren, als in seichten Höhen zu schwelgen. Der scheinbare Abstieg ist mein Aufstieg! Ein Mensch der Ikarus-gleich immer wieder abstürzt und vor der Himmelstür stehend nicht die richtige Antwort geben kann. Eine spirituelle Sucherin, die ihr Ziel nicht erreicht auch weil sie es nicht (er)kennt.

Im Untergang und Abgrund liegt die ganze Kraft des Universums. Krisen bringen mich in einen Zustand großer Offenheit, wo wirklich Neues entstehen kann und sehr viel Altes stirbt.

Jetzt geht es um das innere mich (vom Übernommenen) Lösen und ein Leben ohne Ausreden mit 100% Verantwortung für mich. Ich bin verantwortlich für meinen Frust, meine Erwartungen an mich und den Widerstand gegen das Leben. Ich steige aus indem ich aufhöre auf mich draufzuhauen. Es ist viel mehr möglich, wenn das Kämpfen gegen mich wegfällt. Zustände wechseln und je tiefer die Erfahrungen gemacht werden, umso selbstverständlicher wird es. Man kann und ich lerne alles anzusprechen. Es ist erlösend mich vom Grund meiner Seele zu zeigen mit der Tiefe, dem Wahrheitssensor und der inneren Not.

Wir werden wütend, wenn etwas auf uns einwirkt, was uns nicht gut für uns ist. Wenn wir kommunizieren was nicht gut für uns ist UND das gehört wird, werden wir nicht wütend.

Wenn ich bei mir bleibe öffnet sich das Außen. Es geht um Öffnung weniger um Orientierung. Es gibt keine Sicherheit im Haben, doch es gibt diesen Augenblick im Sein. Er ist die wahre Sicherheit, wenn ich fühle, spüre und zulasse was ist. Hier bin ich zuhause ohne Haus, hilflos ohne Scham, schmerzerfüllt ohne zu leiden und akzeptiere es nie anzukommen.

Niemand hat es verdient geliebt zu werden, das geht gar nicht! Liebe kann nicht verdient werden. Die Liebe ist das Wollen des Feinstoffes, das ja ich will diesen feinstofflichen Aspekt. Das feinstoffliche Herz sucht nach der Liebe die will, aus diesem wollenden Element formt die Liebe die Ursubstanz der Anziehung.

Gott ist alles, er hat das Böse erschaffen, damit es uns ausbildet. Wir sind nicht schuld. Es war Gottes Plan. Wir wollten nur die Erfahrung machen. Vom Mensch bleibt nichts, keine Substanz, nur die Erfahrung. Wir sind da um in uns die Weltwerdung Gottes zu vollführen. Die Himmel brachen auf und sind nicht mehr zugegangen. Das zutiefst Gesehene wird zum tief Sehenden. Kein Mensch braucht Druck, Liebe reicht. Liebe findet ihren Weg durch das Annehmen des Unvollkommenen; das Vollkommene braucht keine Liebe. Im Kern der Anbetung ist nichts. Leben um der Erfahrung willen und nicht um etwas zu erreichen. Das höchste Ziel ist es die unzerstörbare Glaubensfähigkeit wieder zu finden.

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