Schattenbewusstsein in der Heldenfestivalwelle – Irgendwann wird es hell!

Himmel und Hölle sind eins. Ich kann nichts mehr beantworten, es gibt keine Logik mehr. Das Herz ist offen dann verschließt es sich teilweise, öffnet sich wieder, ich spüre tiefer, der Augenblick der Umarmung ist ein Geschenk und wenn ich es nicht erkenne verschließt sich das Herz mir und der Welt wieder. Das passiert, ich kann es erfahren, aber nicht verstehen. Es ist jedes Mal anders,  unerwartet und immer wieder neu.

Mit Dunkelheit kann man nichts tun, nichts anfangen. Wenn du mit Dunkelheit etwas tun willst, musst du das Licht ausmachen. Indirekt kommst du an die Dunkelheit heran, aber nicht direkt. Nimm das Licht weg und es wird dunkel sein. Nimm die Zeit weg und die Ewigkeit ist da. Nimm den Ton weg und es wird still sein.

Nach dem dunkelsten Punkt erscheint ein Morgengrauen. Die Sonne geht auf und macht mich weit, das Leben berührt bis an den Punkt an dem ich mich einmische und eine Erwartung im Kopf will etwas. Deswegen Sonnenuntergang wieder einmal, da kommen sie wieder die alten Tränen in neuem Kleid. Aushalten macht müde und die Erschöpfung möchte anerkannt werden. Die Dunkelheit in das Streben nach Licht hineinnehmen. Was mache ich damit ich/es nicht okay ist? Es geht darum das was mir nicht passt und ich nicht mag reinzunehmen in mich. Es gibt alles immer auch in mir, das außen ist immer nur eine Erinnerung an etwas im Inneren. Wenn ich bewusst etwas ausdrücke und zulasse bzw. mache was ich nicht mag, dann entsteht etwas Neues.

Ich möchte mich Verbinden und dabei in der tiefe entspannen können, sprich Kontakt und Entspannung gemeinsam erleben anstelle von Kontakt mit Aktivierung und Shut down (Flucht, raus gehen äußerlich/innerlich müssen). Das ist mein Traum in Beziehung und in Entspannung sein, mich verbunden und sicher fühlen anstatt alleine oder unsicher. Es gibt für mich keine Lösung alleine und auch ein Ebenenwechsel in eine spirituelle Erfahrung hilft da nicht. Nur Kontakt kann heilen auch wenn es sich lebensbedrohlich anfühlt jemand anderem (und mir selbst) nahe zu kommen. Die Empfindung „Kontakt und Gefahr als Einheitsbrei“ ist in der Kindheit bei mir verschaltet worden. Wie bekomme ich da eine Realität rein, da ist ja gar nichts mehr was gefährlich ist, wie bekommt mein Körper die Botschaft rein das es jetzt okay ist neue Erfahrungen in Kontakt zu machen? Wie kann ich heil werden und über mein altes System hinauswachsen? Kontakt und Sicherheit im Körper (Nervensystem) erzeugt bei mir Glückseligkeit bzw. süße Stille.

Bewusstseinsausdehnung ist anstrengend! Bewusstheit braucht Sicherheit, um überhaupt achtsam und im Moment offen sein zu können. Wachheit ist anders, da ist unsicher sein aktivierend. Isolierte Traumaanteile hatten noch nie Kontakt zur Welt. Durch das ausdrücken was erfahren wurde und gefühlt wird in Verbindung zu einem Menschen (Augenkontakt, Stimmmodulation, Mitgefühl, Verständnis, Okay dafür bekommen) der einem damit wirklich hört, sieht, spürt und fühlt heile ich.

Wut ist ein psychisches Rohmaterial das man nutzen kann. Mein inneres Kind ist ein gesunder Anteil und der ist sehr wütend auf meine lieblose Erwachsene die sich so viel mit Selbstschutz und Rückzug beschäftigt. Kali ist eine Göttin, die alles vernichtet was nicht reine absolute Präsenz ist. Mein inneres Kind liebt Kali! Deshalb ist sie meine Göttin im Moment! Sie ist dunkle weibliche Energie, wild tanzende, unzähmbar, chaotisch, blutsaugende und -trinkende Energie (bei unrecht stürzt sie sich darauf beißt dem Unrecht den Kopf ab und saugt das Blut auf noch ehe es den Boden berührt, wow). Ruhe, so sagen es die alten yogischen Schriften, bedeutet im hohlen Zahn der lachenden Kali zu sitzen J.

Schmerz an sich ist natürlicherweise ein vorübergehender Zustand, der wie eine Welle kommt und wieder geht. Er wird nur dadurch zum Leid und Symptom, wenn wir seinen freien Fluss blockieren, unseren Atem anhalten, Gefühle unterdrücken, verleugnen und verstecken, und unser Herz in Angst verschließen. Dadurch erschaffen wir emotionale Dramaleichen in unserem Seelenkeller. Jedes Mal, wenn wir ein Gefühl nicht frei durch uns hindurchfließen lassen, kommt ein neues Bündel in die Kellerregale dazu, das einen konservierten Schmerz enthält. Und eine emotionale Bombe für das Feld unserer Beziehungen darstellt.

Aus Angst vor Schmerz und wirklichem Fühlen bauen wir Widerstand auf, der unüberwindbar scheint, und dann lassen wir es lieber bleiben, halten den lebendigen Fluss des Lebens an, verschließen unser Herz und sterben ein klein wenig. Mit jedem Mal ein bisschen mehr. Und meinen, damit wären wir sicher vor Schmerz. Genau dadurch wird er aber zu Leid und einem ständigen Begleiter, der durch Auslöser jederzeit reaktiviert werden kann. Dann können die Bomben jederzeit hochgehen, die wir im Keller eingelagert haben, und die böse Welt um uns herum ist schuld, dass es uns schlecht geht. Und so sterben dann mit der Zeit auch unsere Beziehungen, denn sie sind zu Minenfeldern geworden. Ist neben meiner Angst noch Kontakt möglich?

Trau niemandem, der dir rät, dich von deinem Schmerz abzulenken und Gras über eine Sache wachsen zu lassen. Sei mutig und vertrauensvoll und mach das Gegenteil: Tauch ein, fühl hin, lass deine Tränen fließen, und wenn es Ozeane sind. Mit der Zeit werden sie zu Strömen, Flüssen, Bächen und Rinnsalen, und irgendwann versiegen sie von allein. Umarme dich und deinen Schmerz, öffne dir und ihm dein Herz, lass zu, dass er dich ganzkörperlich erfasst, und vor allem: Vertrau ihm. Er will dich immer dorthin tragen, wo er sich nicht mehr zeigen muss. An die Orte, wo du hingehörst, um die zu sein, die du in Wahrheit bist. Verbunden und frei. Genau das durfte ich in der irgendwie anders Gemeinschaft in den letzten Wochen erfahren und bin zu tiefst dankbar dafür. Ich muss nicht mehr gefallen um geliebt zu werden. Ich kann sein, mit allem, beitragen und schaffen, halten und zerstören, lieben und Angst haben.  Mit allem immer wieder wählen will ich mich zurückziehen oder aufmachen, wähle ich den Selbstschutz oder stelle ich mich in die Lernzone. Der Wille wird das was er wählt! Ich habe die Liebe gewählt und möchte sie so gerne gemeinsam leben.

Ohne deine Wunde wo wäre deine Kraft? In der Wunde ist Würde! Unser Vertrauen, dass jenseits des Schmerzes und der Angst ein Schatz von Lebendigkeit wartet, und der Schmerz einen Sinn hat, wird reich entlohnt. Bomben werden entschärft, zerstörerische Muster in nährende gewandelt, Angst wird zu Freude, Misstrauen zu Zuversicht, Trennung zu Verbundenheit und Gegeneinander zu Miteinander. Innen wie außen.

Es gilt zu akzeptieren ohne zu bewerten oder zu unterscheiden: Manchmal fällt das Atmen schwer, manchmal geschieht es mühelos. Manchmal ist Kraft da und manchmal Schwäche. Manchmal ist es dunkel und manchmal hell. Manchmal hadere ich und manchmal kann ich zerspringen vor lauter Freude. Das zu verstehen und zu leben ist einfach und gleichzeitig richtig anspruchsvoll.

Die Liebe entwickelt sich immer weiter, es wird immer mehr integriert und die Umarmung der Welten wird immer weiter. Der Teppich unseres Lebens knüpft sich im Wachsen, Weiten und Heilen, wenn alles durch und in uns fließen kann. Nur in der Liebe werden unvereinbare Dinge aufgehoben. Unendliche Fürsorge, ich werde um Fürsorgerebell.

Ich habe eine Sehnsucht nach Verbindung von innen/außen und Transzendenz/Welt. Aus der Tiefe durch mich selbst durchscheinen und damit in Verbindungen gehen und auch wieder lösen wie ein natürlicher Fluss. Auf der einen Seite die tiefe unberührte Essenz sein und in Resonanz mit dem kleinen Ich treten und somit auf der andere Seite eine innere Verbindung der beiden zu halten. Ein Erwachen in die Transzendenz wo kein Körper, keine Psyche, kein ich mehr ist und anschließend wieder aus der Tiefe in den Körper, in die Psyche, in das ich in dieser Welt hinein erwachen. In Resonanz mit der Tiefe in der Welt sein und die Menschen (mich eingeschlossen) lieben ist mein größter Herzenswunsch. Bitte rufe und berühre mich in meinem wahren Kern, damit die Tore meines Herzens offen bleiben und ich in Kontakt und Verbindung sein kann. Das ist eine Einladung in mein Zentrum. Mein innerster Kern ist zugänglich und offen gelegt für dich, wenn du ihn berühren magst lass es mich wissen. In Liebe und Dankbarkeit für das Leben Barbara

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