Prinzessinnen richten ihre Krone, Königinnen greifen zum Schwert, Göttinnen lieben was ist.

Ich starte mit der Frau im Spiegel.

Das Licht auf mich selber leuchten. Von mir gesehen werden und von innen fühlend aus und in mich selber schauen. Im Herzen und im Bauch, der Intuition und der Weisheit des Körpers, ist das beste Navi fortwährend hinweisend auf die eigene tiefste Wahrheit. Von innen auf Innen zu schauen ist das Herz. Es sieht sich und alles in Liebe und als Liebe. In mir seiend nach außen schauen ergänzt das von außen auf innen Schauen und macht vollständiger. Wenn ich wirklich im Herzen ankomme, erkenne ich den Schatz der ich bin unabhängig davon wie ich bin. Synchronisiert mit Gottes Herz ein ewiges Fließen und flutendes Sein. Mein Herz ist das Portal für alles. Ein pochender Punkt eine Quelle und darum Raum in Raum in Raum…

Bewusstsein ist der Grundbaustein für das Universum (nicht die Materie). Das erste was entsteht ist der Raum in dem etwas entsteht. Wenn das okay für den Raum entzogen wird, kollabiert der Raum und es wird eng. Deshalb ist es so wichtig dem was ist, dem Thema/Problem/Schmerz/Widerstand ein okay zu geben, um da sein zu dürfen und atmen zu können. Wahrnehmen … das Wahre nehmen. Komplett in meiner Wahrheit leben ist mein Anspruch und meine Sehnsucht. Darin bin ich geführt, auch wenn es scheinbar Verirrungen gibt.Wir können nur in den Bereichen verunsichert werden, in denen wir uns selbst nicht sicher sind. Wenn wir uns selbst sicher sind, fühlen wir keine Irritation bei Kritik. Man findest bei einem Gedanken keinen Ursprung. Es passiert immer wieder, dass Gedanken gar nicht von mir kommen und ich es überhaupt nicht bemerke.

Nach innen wenden wieder und wieder. Sich auf die Körperempfindungen einlassen . Der Körper erinnert sich an alles, er braucht Langsamkeit, Zuwendung, Raum und Zeit. Den Körper spüren, die Gefühle fühlen und den Zustand des Nervensystems mitzubekommen, weiter die Gedanken beobachten, Identifikationen und Introjekte erleben. Das Drama wie die Erkenntnis beginnt im Kopf und der ist schnell. Der Verstand erzittert beim Tauchgang durch das Herz. Unerreichbares aufgeben erleichtert. Kämpfen beenden entspannt. Seine Grenzen gewahrt wissen lässt Liebe erfahren. Nur Selbstverankertes trägt mich im bei mir bleiben. Ich bin das Licht in meinen Wunden. Niemand kann mir geben was ich nicht zulasse. Meine Lippen schmecken das Gift im Blut. Beschwerlichkeiten annehmen, die genervte Müdigkeit annehmen, das Gewordensein annehmen, die Verkrüppelungen annehmen, das Übersensibelsein annehmen, das Gefängnis der Ängste annehmen. Es tut weh und das ist gut. Alles was geträumt werden kann bin ich. Die die ich war bin ich nicht mehr und die die ich bin werde ich sein.

Meine Depression ist die Summe meiner Kindheit. Mich ruhig stellen (lassen) funktioniert nicht auf Dauer. Es ist ein Mittel um meiner eigenen Ohnmacht und Überforderung auszuweichen. Am Altar von Schuld und Scham liege ich mir einverlaibt. Isolation macht alles schlimmer. Ich kann mich nicht individuell befrieden. Das Beste was einem passieren kann ist ein anderer Mensch und das Schlimmste was einem passieren kann ist ein anderer Mensch!

Ich finde das lebendige Ego anzunehmen und klar zu bekommen viel schwieriger als das stille Selbst zu erfahren. In der Stille ist alles gut, in der Not nichts. Die Stille kann mitunter die Not nicht kontaktieren und in der Not fehlt der Zugang zum weiten stillen Raum. Das Wehren und Nichtwollen des Unangenehmen kostet viel Kraft. Dem Nichtgewollten ein okay geben und in der Not der Erstarrung den Kampf niederlegen. Aufgeben probieren und bewusstbleiben im Leid. Welche Qualität hat das Leiden? Ja ich bin es die den Widerstand erzeugt. Weniger Können ist ein Willensakt. Es ist okay auch im Rückzug, in der Enge, in der Dissoziation zu sein, wenn ich mir ein okay für das verloren und blockiert Sein gebe. Widerstände lassen versuchen. Wie wäre ich jetzt ohne Widerstand gegen das was ist? Dann stehe (oder leige) ich vor mir selbst so wie ich bin und nicht so wie ich ich sein will, auch wenn es sich scheiße anfühlt. Mich meiner selbst ergeben. An nichts festhalten, sondern Schwingen mit und zwischen Öffnung und Kontraktion. In beidem da sein. Wie Gezeiten in Ausdehnung/Liebe und Rückzug/Leere sein.

Alle wirklich alle Vorstellungen aufgeben wie es sein soll und offen sein für alles was ist. Wenn ich die Tiefe in mir spüre, kann ich auch die Höhe erlangen. Das göttliche Licht ist nicht (nur) außerhalb von uns, sondern in uns zu entdecken. Erweiterte Bewusstseinszustände eröffnen sich uns und der Körper braucht Zeit sich an diese zu gewöhnen diese Sensibilität zu halten. Es braucht Hingabe und ein eingebettet sein ins Größere (ich nenne es Gott). Im Still werden und sein lernen wir hinhören, der eigenen Wahrnehmung vertrauen lernen und dabei macht die geistige Welt sich hörbar. Es ist ein sich erlauben und öffnen lassen für den Raum des Unfassbaren. Worte sind dabei nicht ausreichend als Mittel der Abbildung. Kunst eröffnet sie Möglichkeit sich über das Unbegreifbare auszudrücken. Still sein meint, dass ich mein Bewusstsein auf Bewusstsein ausrichte. Meine besten Lehrer waren und sind jene die mich zu mir selbst zurückbringen.

In mir anwesend seiend annehmen was ist. Die Energie des Lebens folgt der Aumerksamkeit und auch der Unaufmerksamkeit. Das was geschehen soll geschieht. Ich bin da wo ich bin. Das Navi, das verorten kann wohin es geht, muss wissen wo es ist. Wenn ich außerhalb von mir bin, braucht es Einkehr und wenn ich in mir bin, braucht es ein rausgehen, um ganz zu werden. Wenn ich ganz da bin, kann ich Gott erfahren. Ich bin innere und äußere Wahrnehmung – ein Portal für alles. Das Fehlende ergänzen im Erfahren macht ganzer und damit göttlicher. Wem, was, welcher Erfahrung gebe ich den Namen Gott? Welche Wahrnehmungen entziehe ich den Status der Göttlichkeit? Gotteserfahrungen haben für mich die Qualitäten der Liebe und des Urvertrauens. Das innige Gefühl ist der Berührpunkt mit Gott.

Offen liebevoll dastehen wie Jesus ist menschenmöglich. Aufmachen und die Gnade rein lassen. Die Gnade, die ich mir selbst entgegenbringe, lässt meinen Verstand loslassen und erlaubt meinem Körper sich zu entspannen. In der größten Krise darauf vertrauen, dass ich bei mir bleibe ist die Herausforderung. Die Fähigkeit des Raumgebens basiert auf Liebe. Dem eigenen Erleben Raum geben befreit das Selbst aus dem Abgeschnittensein. Deshalb braucht es das meinem Selbst den Raum einnehmen erlauben, es einzuladen, offen zu sein und mir den Raum zu halten, vielleicht auch zu verteidigen. Ehrlichkeit mir selbst gegenüber ist die größte Freiheit, die ich habe. Das weiche Herz muss nicht geschützt werden. Es ist grenzenlos elastisch. Je mehr ich mit dem Unbewussten in Berührung komme, umso mehr fällt die Trennung weg. Das ist die Erlösung des Ganzerwerdens.

Wie wäre es, wenn ich mich voll und ganz akzeptieren und annehmen würde?

Vertrauen ist die stillste Art von Mut. Wenn ich mich Gott in allem unterordne ist es ein nüchterner Weg im Sinne von ernüchternd, desillusionierend, bereinigend. Hingabe und Stille sein. Ich kann nicht wählen ob ich Gott bin oder nicht, nur ob es mir auffällt oder nicht. Das ist keine einfache Wahl, es ist die Wahl des Lebens.

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