Was hat die Welt wie ich sie erlebe mit mir zu tun?

Alles, die Welt ist mein Spiegel. Sie zieht sich im Moment zurück und läuft ruhiger. Auch ich lerne mir die Ruhe zu geben den ich brauche. Immer wieder jetzt gebe ich mir Raum so gut ich es vermag. Endliche liege ich mir am und im Herzen. Mich da abholen wo ich bin inklusive der unverbundenen Aspekten und den Seiten die mit Gott und der Welt hadern. Die verbotenen, verwaisten Seiten in mir heiße ich wieder willkommen. Mit den Prozessen mitgehen mit allen auch mit den Widerständen und dem nicht Wollen. Den Widerstand ganz da sein lassen und damit bleiben. Mit dem was ich mir am meisten wünsche bin ich in Wahrheit im größten Widerstand. Es war und ist sehr wertvoll durch andere damit in mir konfrontiert zu sein. Flüchten ist mein Lebensinhalt, wenn nicht äußerlich, dann innerlich (kontrahieren, taub sein oder ganz nervös wo das ganze Nervensystem flirrt und äußerlich alles ruhig erstarrt angepasst ist) oder gleich raus aus dem Körper gehen. Mit der Angst da sein und unter Menschen sein ist gerade dran bei mir. Angst verhindert das Leben (nicht den Tod).

Da ist Angst und ein Teil der die Angst nicht haben will und in diesem Spannungsbogen bin ich. Ich habe reichlich Angst davor die Kontrolle über mich zu verlieren. Alle möglichen Ängste in Beziehungen genauso wie davor alleine nicht mehr klarzukommen. Die Angst fühle ich am schwersten, obwohl viel davon da ist. Auf meinem bewussten Fühlweg der letzten Jahre ist die Trauer, Schmerz, Wut, Ohnmacht klar zugänglich und meist unmittelbar präsent. Die Angst habe ich tief versteckt, vergraben, übergehe sie, verliere mich woanders. Jetzt gibt es kein mich aus der Misere rausholen, auch weil ich erfahre wie die Lösung Teil des Problems ist. Das Leiden entsteht dadurch, dass ich das Symptom nicht haben will. Mit den Symptomen da sein. Die Ohnmacht geht ins Unermessliche. Halt gibt mir nur die Gewissheit, dass ich so nicht weitermachen will wie zuvor. Es geht darum nicht mehr nur isoliert die Gefangene meiner Programme zu sein.

Die Scheuklappen kommen von der Angst. Eine Situation ist nur dann bedrohlich, wenn die Gedanken über die Situation bedrohlich sind. Alle meine Widerstände entstehen aus dem Widerstand zu dem wie es jetzt ist. Wenn ich bereit bin in jedes Gefühle und jede Energetik hineinzusterben, fallen alle Wünsche weg. Mein Nervensystem ist dafür gemacht durch die Todesangst zu gehen. Leben ist sterben üben. Alles sein lassen wie es ist. Nicht nichts tun, sondern nicht tun im Sinne von ganz präsent sein. Akzeptanz meines Naturells, meines geworden Seins, meiner Möglichkeiten. Sehen was ist und Barmherzigkeit mit mir selbst. Selbstgnade! Es könnte sein, dass Gnade immer präsent ist und heilende Prozesse immerzu in meinem Körper stattfinden. Was wäre wenn das Leben gut, weise und schön ist? Kann sich mir das offenbaren? Wie möchte ich wahrnehmen? Was will ich erleben und bin ich bereit dafür?

Ja sie hat mich ganz die dunkle Nacht der Seele und wir werden Freunde. An den dunklen tiefen Orten in mir schlagen zarte Funken ein Licht. Angesichts der Verspannungen hinabsinken ins Unbewusste und es erfahren. Es geht um das bewusst(er) Werden warum es mir wie geht. Mich angesichts der Anspannung entspannen und lernen, so dass Anstrengung nicht automatisch mit Kontrolle verbunden ist. Einlassen und hingeben an die Erfahrungen. Zustimmen, erfahren und aufgeben ist der Bewusstwerdungsprozess hinein in die Glaubensfähigkeit.

Ich hab den Glauben an meine Schöpferkraft verloren. Mein Unterbewusstsein stellt mir fast keine Energie zur Verfügung. So wie ich bin, bin ich oft unerträglich. Die ganze Bedürftigkeit, all das was nie entstehen und wachsen durfte klopft mich durch. Die Selbstwahrnehmung zu viel Negatives und zu wenig Positives zu sein, meine gefühlte Machtlosigkeit und Nichtigkeit halten mich immer wieder davon ab in Kontakt zu gehen. Wie kann ich die Strukturen, in denen ich gefangen bin, loslassen? Wie kann ich Verhaftungen in der Tiefe nachhaltig lösen? Ist es möglich die Räume die ich beschreite auszuwählen und eine entsprechende Empfängerfrequenz auszustrahlen? Ist es auch eine Entscheidung wie ich wahrnehmen möchte?

Ich bin am heilen und übernehme die Verantwortung dafür Heilsames in mein Leben zu lassen, Widerstände, Ängste, Verdrängtes, Quälendes, Abgelehntes, Unruhiges in mir da sein zu lassen mitsamt der Überforderung und dem Kontrollverlust. Ich bin da, um den Schmerz zu fühlen den ich mir ausgesucht habe. Jeder Schmerz ist auch ohne Auslöser in mir. Ich verletze nicht, meine Wahrheit tut weh. Das Ausmaß von meinem Leiden entspricht der Menge an fehlender abwesender Liebe. Mein gespürtes Leid würdigen und die fehlende Mutterliebe ganz zu mir lassen und bejahen. Die Liebe scheint so weit weg zu sein und ihr Erfahren in mir so abhängig von anderen Menschen.

Die Gewalt kommt aus dem Inneren aus der enttäuschten, zurückgewiesenen, fehlenden Liebe. Die Sehnsucht ertränkt mich in fließendem Erleben des lieben Wollens. In jeder Körperzelle steckt Verwundung. Meine Haut ist der Seismograph für die tieferen nichtsprachlichen traumatischen Beziehungserfahrungen und damit einhergehenden unbewussten Anliegen. Immer wieder Heilungsantworten auf meine Hautnot finden und scheitern. Wund sein, offen sein, flirrendes Nervensystem, verzweifelt versuchen die Kontrolle zu behalten im Umgang mit mir selbst. Nicht mehr wollen und und nicht mehr können fühlen. Meine Haut ist ein Zeitzeuge meiner Beziehungsverletzungen und reagiert unmittelbar, rätselhaft, unkontrolliert. Der Schmerz der Welt konzentriert sich in mir durch Krankheit, Zerfall und Zerstörung. Was ist geschehen, dass all das in meine Leben kommen musste? Ich bin für alle anderen krank. Der ganze Wahnsinn kommt aus meinem Inneren, ich bin liebeskrank und eine gequälte Seele.

Kämpfe ich womöglich gerade um meine Heilung? Jedes recht haben wollen loslassen und anvertrauen an Gott. Es geht nicht ums denken oder umdenken; es geht ums spüren und fühlen. Sehenden Auges dem Unrecht zustimmen und bewusst für die Liebe entscheiden. Schmerz ist Energie die aufsteigen, fließen und angenommen werden will. Krankheit ist keine Privatsache. Die Krankheit wächst im Dunklen der Geheimnisse und stirbt im Licht der Enthüllungen. Leben im globalen Irrtum. Mich darin erkennen tut sehr weh, quälender Liebeskummer. Die ganze Welt leidet an Liebeskummer.

Erst die Bewertung macht jede Sache so schlimm. Mir selbst einen bewertungsfreien Raum erschaffen und gestalten. Mehr zustimmen können. Mich so fehlbar wie ich bin hingeben. Lauschen und spüren ohne Erwartungen. Der Körper ist richtig, er drückt meine Not, all das Verdrängte, die frühkindlichen Verletzungen aus. Meinen Körper als richtig zu spüren und zu fühlen verwandelt mich. Schmerz und Widerstand erlebe ich als Leid. Schmerz mit Freiwilligkeit offenbart mir die Gnade. Ich bin dann der Mensch der in dem Moment fühlen kann was da ist. Alles was da ist. Das ist Ganzsein und hier fallen Stärke(n) und Schwäche(n) in Eins zusammen. Hier erfahre ich Stärke im ganz schwach sein.

Wir sind ein Bewusstsein, das Erfahrungen machen möchte. Oft gehört nie ganz erfasst. Klar bekomme ich nur, dass alles was in meinem Bewusstsein auftaucht mein Leben ist. Bewusstsein beginnt wo die Kontrolle abgegeben und Ehrfurcht zur Schöpfung erlebt wird. Wir müssen unser Potenzial erblicken, um Leidenschaft zu entwickeln. Hineinwachsen in den inneren Anspruch mit Phantasie und lauschen auf die Herzenswünsche. Mich für die kleinen Schritte würdigen, die Fehler verzeihen, einen liebevollen Entwicklungsraum für mich kreieren und dankbar sein für meine Nöte, Widerstände und Schmerzen, weil sie mir helfen bewusst und mehr liebesfähig und liebenswürdig zu werden und zu sein.

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