Liebe Menschenseele,
ich möchte in diesem Beitrag meine Erfahrung mit Introjekten spezielle mit Sexualintrojekten, Zurückholen von Projektionen, Ablösungsprozessen und dem Geschehen der Integration teilen. Introjektion und Projektion sind psychologische Basics. Alles weitere zu den Sexualintrojekten beschreiben eigene Erfahrungen. Und auch die Wortgeschenke zur Integration und Verkörperung drücken meine durchlebte Meinung aus. Es ist ein vielschichtiges Selbst- und Ganzwerden. Da ich selbst massiv Traumaheilung in meinem Weg habe, und wir immer noch in einer bindungstraumatisierten Gesellschaft leben, ist diese gemeinsam mit der Herzorientierung für mich zentral in der Verkörperung der Seele im Menschsein.
Introjektion bedeutet, dass etwas, das ursprünglich außerhalb von uns war, unbemerkt in unser Inneres wandert. Es sind Stimmen, Erwartungen, Haltungen oder Bewertungen, die wir meistens im Kindesalter übernommen haben – bevor wir unterscheiden konnten, was tatsächlich aus unserer eigenen Wahrheit stammt. Introjektion fühlt sich an wie ein innerer Flüsterton, der uns sagt, wie wir zu sein haben, was richtig ist und was falsch, wofür wir uns anstrengen sollten und wofür wir uns schämen müssten. Es sind Sätze, die nicht aus unserer eigenen Essenz geboren wurden, sondern aus der Welt unserer Eltern, unserer Ahnen, der Gesellschaft, der frühen Bindungserfahrungen. Dennoch tragen wir sie, als wären sie unsere eigene Überzeugung.
Auf der seelischen Ebene wirkt Introjektion wie eine feine Verzerrung der eigenen Frequenz. Ein fremdes Muster legt sich über das ursprüngliche Licht und verändert die Art, wie wir uns selbst fühlen, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns durch das Leben bewegen. Oft merken wir erst viel später, dass wir an etwas festhalten, das gar nicht zu uns gehört.
Besonders bei traumatischen Erfahrungen – wie sexuellem Missbrauch, emotionaler Vernachlässigung oder körperlicher Gewalt, tiefer Beschämung oder Situationen, in denen ein Mensch überwältigt und schutzlos war – entsteht eine besonders verletzliche Form der Introjektion. Das innere System übernimmt in solchen Momenten nicht nur fremde Stimmen, sondern beginnt, sich selbst in Anteile zu spalten, um das Unerträgliche überhaupt überleben zu können. Ein Teil trägt dann die Schuld, ein anderer erstarrt, ein weiterer versucht, zu funktionieren. Diese Spaltung ist kein Fehler, sondern ein Akt tiefster innerer Weisheit.
Zugleich, wo etwas Fremdes nach innen wandert, entsteht auch das Gegenstück. Projektion geschieht, wenn Eigenes nach außen gespiegelt wird. Während Introjektion Fremdes ins Innere holt, bewegt sich Projektion in die entgegengesetzte Richtung: Etwas, das in unserem Inneren liegt – ein Gefühl, ein Schatten, eine Angst, eine Erinnerung oder ein unbewusstes Muster – wird nach außen verlagert. Wir sehen dann im anderen, was wir in uns selbst noch nicht halten können. Projektion ist der Versuch des inneren Systems, etwas zu ordnen, das zu groß oder zu schmerzhaft ist, um es direkt zu fühlen. Wir spiegeln es nach außen, um es überhaupt wahrnehmen zu können.
Beide Bewegungen sind miteinander verbunden. Die Introjektion nimmt Fremdes in hinein und die Projektion sieht Eigenes im Außen. Beides entsteht dort, wo die innere Wahrheit noch keinen sicheren Raum hatte, um gehört, gefühlt und bezeugt zu werden. Heilung beginnt, wenn wir diese Mechanismen erkennen und fragen: Wem gehört das wirklich? Was in mir spricht da? Was projiziere ich nach außen, was in Wahrheit nach innen gehört? Welcher Teil von mir wartet darauf, wieder heimzukommen? Wenn ich alles mit Liebe und Bewusstsein ins Universum abgebe, was nicht zu mir gehört, was fühle und spüre ich dann?
Sexualintrojekte sind Introjekte aus dem Erleben von sexualisierter Gewalt. Frühkindliche sexuelle Gewalt fühlt sich an wie sterben und ohne Abspaltungen ist das auch nicht überlebbar. Da kommen nicht nur Glaubenssätze sondern auch Körperzustände ins Innere. Fremdenergie wird im Körper hinterlassen, weil Sexualität eigentlich dazu da ist, dass sich das Individuum über sich selbst erhebt und in etwas Größeres hineingibt. Also ein Hingeben bis Aufgeben der Individualität. Das ist eine energetische Besetzung, wenn es mit Gewalt erzwungen wird.
Sexualintrojekte zeigen wo wir energetisch verletzt wurden. Sie werden in den Strukturen des Beckens und Unterleibes gespeichert und kontrahieren verkrampfend das Zellsystem (und beeinflussen das Hormonsystem und die Verdauung). Oft so automatisch, dass sie als „normale“ Körperwahrnehmung erscheinen und doch sind sie ein fremdes Echo. Erst im Entladen wird es klar als fremde Frequenz erlebbar. Da ist ein unerklärliches Schamgefühl gepaart mit Angst vor Nähe, weil die eigene „Schlechtheit“ dann womöglich sichtbar und weitergegeben werden würde. Wie eine Schuld die innen existiert ohne wirklichen Grund, weil es ja im eigenen wahren Selbst auch keine gibt.
Sie wirken oft wie eine Vernebelung unter der die eigene Essenz kaum greifbar ist. Scham und Schuld sind ein Hinweis auf Fremdes und nicht die eigene Wahrheit. Meist ist die Scham der Wächter des Introjekts. Sie ist eine fremde Energie und im Bezeugen und Entkoppeln weicht sie aus der Körpererfahrung, womit dann auch die Schuldgedanken raus gehen.
Sexualintrojekte sind schwer auflösbare Muster, weil die Fremdenergien oft gar nicht erkannt, erspürt und schwer emotional erreicht werden. Was mir hilft, ist das eigene Licht im Körperraum zu entzünden und präsent zu bleiben, wo die Selbstwahrnehmung „weg will“. Der Körper darf und will wieder spüren, wenn ich ihm den Raum gebe und wähle selbst in mir zu wohnen. Das kann begleitet sein durch bewusstes Atmen und Selbstberührung. Das wichtigste ist die Botschaft aus dem Geist an den Körper: „Ich bin da. Ich bin hier. Ich wohne in meinem Spüren.“ die immer wieder alltäglich das Spüren einlädt.
Um diese Art von Gewalterfahrung zu integrieren, müssen wir sie kennenlernen. Erst wenn die Introjekte weg sind – (Selbst)Ekel ist da ein guter Wegweiser – also die Fremdenergie raus ist aus dem System, kommen die Erinnerungen. Dann kann man sich ihnen stellen und mit entsprechenden Kapazitäten integrieren was sich zeigt. Sonst bleibt das Grundstresslevel innen hoch und die körperlichen Zustände drängen in die Erfahrung. Alles was man nicht integriert wird wiederholt. Es muss aus dem Eigenleben der Unterdrückung ins Bewusstsein gehoben werden, um ganzheitlich zu heilen. Entspricht mein Verhalten (nicht Worte, nicht Absichten, nicht spirituelle Konzepte) dem wahren Sein, dann ist es Selbstliebe, entspricht es mir nicht, ist es Selbstablehnung. So klar, nüchtern, gnadenlos ehrlich. Tiefste Integrität unangepasst wahr.
Ehrliches Interesse jenseits von Abwertung und Ausweichen. Ein Erkennen, dass da etwas wirkt, das du entdecken möchtest. Ein alter (Schutz)Mechanismus, der kein Fehler ist. Der da ist, weil er behelfsmäßig für dich gesorgt hat/sorgt. Spirituelle Praxis ist genau dazu da. Uns an diese Punkte zu bringen, wo wir tiefer in unsere Räume schauen (müssen) und beengende Muster sich lösen können. Gewohnheiten ändern sich nicht, weil du das entscheidest. Sie ändern sich, wenn das System genügend Sicherheit empfindet und das Nervensystem die Kapazität entwickelt hat, Neues außerhalb der Komfortzone zuzulassen.
Mein Körper sagt manchmal zu allem nein, weil da noch die Erstarrung ist. Die braucht unbedingt ein okay und damit sein. Im anwesend bleiben zeigt der Körper was gerade wichtig ist. Es geht darum wirklich dem Körper wie er IST zu vertrauen! Der Körper führt mich zu mir selbst. Die Phasen des „nichts wollen“ gehen vorbei. Irgendwann entsteht organisch im anwesend Bleiben ein subtiles weich werden, dann kommt langsam das in Fluss, was betäubt war. Klar ist Leiden (emotional erfroren, festgehalten, erstarrt leben) nicht super und es sind eben notwendige Prozesse durchzugehen. Manchmal gibt es lange keine Lösung. Öffnung geschieht nur als Möglichkeit. Loslassen ist nur eine Absicht, die nicht gemacht werden kann. Wenn der Schmerz oder die Taubheit da ist, ist das da und anzuerkennen anstatt druckvoll wegzumachen oder sich abzulenken. Hingabe an das was ist, ist die Lösung! Und das Schwierigste, weil damit das da ist, was Leidvoll ist.
Für mich bedeutet(e) das wahrzunehmen, wie es war (mitunter noch ist) körperlich eingefroren und emotional abgestellt zu leben. Im Grauen des emotional ausgelöscht Seins existieren zu müssen als gequälter Körper war meine Kindheit. Zutiefst verletzt sein und das nicht fühlen können über Jahrzehnte. Überall nur Abwendung für mein Fühlen und Empfinden bis ich das selber so gemacht und reinszeniert habe. Egal an wen ich mich gewandt und wen ich berührt habe, es war kalt. Emotionale Kälte, mentaler Druck, erfrorene Schmerzen. Absolut einsam empfindsames Dasein unter „Menschen“. Unsichtbar mit allen Gefühlen, Nöten, Bedürfnissen alleine klar kommen müssen. Weil niemand da war, war das der einzige Weg mir zu sagen „ich muss alles alleine können“.
Mich darin mitfühlend, sehend erleben und dieses alte Verpanzertsein in der erfrorenen isolierten Emotionalität mit meinen Tränen selbst berühren. Einfach präsent bleiben. In weichen Selbstkontakt Verbindung erlauben mit was war und sich jetzt zeigt, weil ich sicher genug bin. Übelkeit und Aufstoßen, innere Kälte im Dasein, Kälteschauer der Entladungen von Ekel. Die komplette Schutzlosigkeit meines offenen Herzens fühlen. Darin lebend nur abgelehnt und ignoriert, oder missbraucht und benutzt worden sein realisieren. Ja es wahr wirklich so schlimm.
Es ist tief traurig ohne Zuwendung zu sein und heute als Erwachsene kann ich das halten. Mir die Lebenstrauer erlauben, sie ausdrücken, ihr Aufmerksamkeit schenken und damit für mich spürbar sein. Lange tief traurig leben ist okay, unangenehm und wichtig. Die Trauer zeigt mir wie und was geschehen ist. Ich muss es nicht in den Griff bekommen, nur hören was sie zu sagen hat aus der Tiefe meines Seins. Meist spricht sie von Liebe, meiner zurückgehaltenen geheimen abgelehnten ungewollten Liebe.
Unser Leben ist unsere Projektion. Projektion ist Einladung, nicht Fehler. Wenn Introjektionen, Projektionen und alte Spaltungen sich lösen, entsteht ein neuer Raum. Raum für die eigene Wahrnehmung. Raum für eine Frequenz, die aus der Tiefe kommt und dem Leben antwortet anstatt fremde Muster weiterzuspielen. Das Gefühl der Selbstentfremdung löst sich durch die klare Unterscheidungskraft auf.
Es eröffnet den körperlichen Erkenntnisweg im Erforschen was meine eigene Frequenz ist und was übernommen wurde. Die Körperintelligenz ist wesentlich feiner als der Verstand und kann nur IM Körper erfahren werden. Die Rückkehr in den fühlenden Körper (statt vor dem Spüren zu fliehen) ist der innere Anker. Gefühle dürfen dann einfach Gefühle sein und müssen keine Bedrohung mehr darstellen, weil der erwachsene Körper jedes Gefühl halten kann. Dann wird es auch zunehmend sicher im eigenen Körper zu wohnen. Ich nehme meinen Raum wieder ein und das löst die Fremdenergien zunehmend. Den eigenen Raum energetisch zurückholen geschieht damit. Der Körper ist unser heiliges Instrument. Sexualintrojekte lösen sich, wenn der eigene Ausdruck wieder (kraftvoll) möglich ist.
Dieser Übergang vom unbewussten Tragen fremder Energien hin zum leuchtenden Erkennen der eigenen inneren Signatur ist ein langer Prozess des immer tiefer sich selbst Begegnens. Durch die Verbindung von Körper- und Atemarbeit, Wahrnehmungsschulung für Frequenzen, Seelenkommunikation und erschließen von Bewusstseinsräumen lösen sich verklebte Muster, verlorene Anteile kehren zurück und immer mehr wird die eigene Stimme hörbar und das Selbst spürt was wirklich ist. Es lohnt sich immer, sich selbst in diesem Wechselspiel zu beobachten, sich zu hinterfragen und sich wahrzunehmen.
Wahrheit ist das, was bleibt, wenn wir aufhören, uns zu schützen. Das klingt vielleicht im ersten Moment hart. Und ich denke ist es auch. Jedoch es ist ein ehrlicher Prüfstein. Schutz heißt oft nicht nur, uns vor anderen zu bewahren. Schutz heißt auch, uns selbst zu erklären, zu rechtfertigen, uns zusammenzureißen, uns kleiner zu machen oder uns hinter Rollen zu verstecken. Einfach weiterzumachen, obwohl wir innerlich längst etwas anderes wissen. Wenn wir das lassen, dann bleibt selten ein großer spiritueller Satz übrig. Meistens tauchen sehr einfache Wahrheiten auf.
Ich bin müde. Nicht nur körperlich. Müde vom Funktionieren. Vom Halten. Vom Starksein.
Ich habe Angst. Nicht unbedingt vor etwas Konkretem, sondern vor dem, was passiert, wenn ich ehrlich bin und dann alle wegbleiben.
Ich will das eigentlich nicht mehr. Ein Satz, der oft lange keinen Raum bekommt, weil an ihm Veränderung hängt. Und Abschied.
Ich will endlich mein eigenes Leben leben. Nicht das Erwartete von Anderen. Nicht das Vernünftige vom Selbstbild. Sondern das, was sich innerlich stimmig anfühlt im Moment.
Und manchmal ist der mutigste Schritt nicht, etwas zu verändern, sondern sich selbst zuzulassen. Die eigene Wahrheit. Einfach. Unverstellt. Aus den Tiefen meines eigenen Herzens. Ein ehrliches Zeugnis dessen, was in mir wirklich wahr ist. Wahrheit ist direkte Erfahrung.
Gehalten von meiner Anwesenheit. Einfach sein in meinem sicheren Raum. Einfach ein sicherer Raum sein. Einfach sicher sein. Einfach sein. Hier öffnet sich das Herz aus der eigenen Sicherheit und nicht mehr aus Mangel. Ich empfange aus meiner Wahrheit und nicht mehr aus den Wunden. Ausgeatmet, losgelassen, geleert, still gehalten in mir selbst.
Ich verankere mein Herz in Wahrheit, Liebe und Gottes Gnade in mir. Nichts kann die Seele meines Herzens berühren, außer der wahren Liebe. Danke für meine Liebeskraft. Meine Liebesfähigkeit ist das größte Geschenk. Es geht immer nur um die EIGENE Liebe und in der anzukommen und zu bleiben.
Integration meint, dass das Nervensystem lernt, das ich bleibe. Der Körper spürt zunehmend mein „ich bin da“. Das ist ein körperlicher Umbau in Wellen und mit widersprüchlichen und unbekannten Phänomenen. Da sind emotionale Schwankungen, weniger innere Bewegungen, das Suchen im Denken reduziert sich, oft ist Müdigkeit da, während die Sicherheit der eigenen Wahrnehmung wächst. Der Boden des „ich bin bei mir“ baut sich auf.
DAS NERVENSYSTEM SUCHT KEINEN ERSATZ ODER WEN ANDEREN.
Ich erlebe wie ich mit allen Gefühlen bei mir sein und bleiben kann. Immer mehr Zustände ein okay und Raum bekommen auch ohne Halt von irgendetwas (ein Konzept, Methoden, Strukturen) oder irgendjemand. Wenn keine Rettung oder Hilfe mehr im außen gesucht wird und alle alten Referenzpunkte weggefallen sind, sprich keine Verbindung mehr da ist, geschieht etwas leise und unspektakulär:
BINDUNGSORIENTIERUNG WIRD VERLERNT.
Phasen wo sich alles neutral zeigt, es okay ist wie es ist. Es ist ruhig ohne glücklich, stabil ohne Freude, präsent ohne Richtung oder Motivation. Genau in diesem „sich leer ausdehnenden“ bin ich bisher oft retour zu Menschen, die mich vorher schon nicht mehr genährt und gewertschätzt haben, zu Praktiken die mich beschäftigen ohne zu erfüllen oder zu irgendwelchen womöglich neuen Inhalten. Dies nicht realisieren, sondern eben bleiben, ruhig in der Beziehung mit mir, lässt mich erfahren, dass außer mir nichts und niemand mehr dringend ist.
SICHERHEIT ENTSTEHT NICHT MEHR DURCH VERBINDUNG, SONDERN DURCH PRÄSENZ.
Das macht eine stille Freiheit, die unvergleichlich ist. Jede Abhängigkeit ist darin aufgelöst. Beziehung ist nicht mehr überlebenswichtig, sondern frei möglich bis gleichgültig. Dies erlebe ich zunehmend und das ist okay. Keine Hochgefühle, keine Besonderheit, schlicht einfach nur meine Natur (für sich und in sich da). Da ist keine Hoffnung und keine Befürchtung mehr. Die Erfahrung eines Gegenüber, das mich definiert, verletzt, bestätigt oder erniedrigt löst sich auf.
Ich musste mich zutiefst mit der totalen Unsicherheit meiner Kindheit konfrontieren. Im durch die schlimmsten Ängste (Ablehnung, Ohnmacht, Vernichtung meines Liebens, Näheverbot, Isolation, Verlorensein) gehen und präsent bleiben, hab ich die Chance immer mehr innere Sicherheit zu etablieren. Leben ohne äußere menschliche Zufuhr. Ich weiß wer ich bin auch wenn niemand da nach mir fragt oder mich beantwortet. Ich nehme meine Wünsche und Projektionen in die Unendlichkeit meines Herzens.
Es geht nicht mehr darum irgendeinen Verlust oder Sturm zu überleben, sondern aus dem „nichts als das eigene Sein“ zum Sturm zu werden, der die Ketten der Konditionierung, Anpassung, Zurückhaltung sprengt. Im Anerkennen der eigenen Ganzheit und der Echtheit diese zu leben, brennen die Illusionen nieder und der Diamant der gelebten Wahrheit erscheint (ohne Maske, ohne Kompromiss, ohne Alternative).
In diesen Momenten der nackten Wahrheit wo alles weggebrochen ist und niemand erreichbar, liegt die größte Kraft. Der einzige Anker der Sicherheit ist der Urgrund des eigenen Herzens. Dort wo der göttliche Funke und die ungezähmte Echtheit wohnen. Hier entsteht eine Unerschütterlichkeit, die keine Bestätigung mehr braucht. Wenn die eigene Wahrheit anerkannt ist und geliebt wird, verliert alles andere die Macht. In dem ich in mir selbst sicher bin, lebt tiefstes Vertrauen selbst im Einsamen. Was zu mir gehört findet mich und was nicht in meine Tiefe passt darf weg bleiben.
Nichts mehr hoffen, nicht mehr zu bitten, nichts mehr zu versuchen, nicht mehr beten. Sondern still wissen, wer ich bin – Liebe. Liebe schließt nichts aus. Liebe rennt nirgends hin und vor nichts davon. Liebe braucht keinen Spiegel. Liebe ist.
Reine Liebe führt. Strukturen folgen. Das ist kein Mythos und kein Machtanspruch. Das ist Ausrichtung. Alles andere geschieht von selbst. Die Liebe ist das Zentrum, das Herz, mein kleiner feiner göttlicher unauslöschbarer Funke, der immer wieder Liebe in mir entzündet und sich verbreitet in allem was ich bin. Die Liebe in mir ist das was in all dem Wandel, in all den unterschiedlichen Räumen, immer es selbst bleibt. Die Liebe ist unbesiegbar. Alles was jetzt zerbricht wahr nicht wahrhaftig.
Ich bin bereit über alles hinaus mein Herz offen zu halten und zu empfangen. Alles was mein Herz umfasst heilt (innen wie außen) und eingelassen erscheint die eigene Wahrheit.
Ich wirke durch die Präsenz in meinem Herzen. Hier ist mein Ursprung, Zentrum, Rückkehr, Einkehr. Mein Herz ist der sicherste Ort im ganzen Kosmos. Welch eine Gnade vollständig darin wohnen zu dürfen.