Wenn das Innen zum Alles wird
Viele glauben, das Probleme im Außen liegen. Die falschen oder fehlende Menschen. Die falsche Stadt oder die fehlende Natur. Das falsche Timing und die fehlende Zeit. Und ich verstehe das vollkommen, weil es sich wirklich so anfühlt. Und ehrlicherweise: Was sich im Außen wiederholt, hat fast immer mit etwas zu tun, das innen nicht verarbeitet ist. Mit einem Muster, das wir noch nicht gesehen haben. Mit einem Ja, das wir längst hätten geben können und einem Nein, das wir noch nie wirklich gesagt haben. Mit emotionalen Schmerzen die wir nicht haben wollen und noch nicht halten und fließen lassen können. Im Fühlen der Liebe geht das was schmerzte auf und ein.
Es gibt diese Momente, in denen das Leben sanft, aber bestimmt auf die Knie zwingt. Gar nicht aus Schwäche, sondern in tiefster, ehrlichster Hingabe. Wenn der Boden feucht ist von Tränen und dem Tau der Demut, beginnt eine heilige Zeit: die Phase der Läuterung.
Wir haben längst genug verstanden, reflektiert, geredet. Heilung ist nicht ich hab alles reflektiert, sondern wenn das eigene Innere mit Liebe versorgt ist und im eigenen Frieden ruhen. Das bedeutet bewusst zu fühlen. Denn nur was wirklich gefühlt wird, wird sich lösen. Jede Träne, jede Sehnsucht, jede Emotion ist kein Rückschritt, sondern Heilung in Bewegung. Und hier beginnt wahre Transformation im Nervensystem und Sein. Heilung passiert, wenn das Nervensystem eine neue Erfahrung machen darf. Eine Erfahrung, die kraftvoller ist als die alte Prägung.
Beim mir waren es die Bruchmomente, wo von einem Atemzug zum nächsten, das Liebste weg war. Die Liebste weg, unerreichbar. Bedingungslose Liebe, die kein (irdisches) Gegenüber mehr hat.
Da begann ein Tanz zwischen Leben und Tod, Gegensatz und Verbindung, den wenige meistern dürfen. Hier stellte sich die existenzielle Frage: Wofür will ich bleiben? Dort reinfallen, sinken, ausgelöscht werden bis auf den Grund und in meiner Essenz landen. Der Kosmos kann nicht ohne mich sein. Spüren wie meine Fähigkeit zu lieben der Funke ist, der die Schöpfung atmen lässt. Sie wartet wie ein stilles Instrument, dass mein Herzschlag es berührt, damit es zu klingen beginnt.
Liebe fließt dort, wo Verbindung da ist. Verbindung zum eigenen Herzen. Zur eigenen Verletzlichkeit. Zum eigenen Schmerz. Und auch zur Quelle selbst. Deshalb entsteht echte Empathie nicht durch spirituelle Worte, schöne Konzepte oder Selbstbilder. Sondern daraus, wie sehr ein Mensch bereit ist, sich selbst ehrlich zu begegnen.
Die meisten mich eingeschlossen haben gelernt, sich vor ihrem Schmerz zu verschließen (hab keine Angst, sei nicht traurig ect). Und genau dort verschließt sich oft auch das Herz. Denn alles, was wir nicht bewusst fühlen, geben wir unbewusst weiter und projizieren es in die Außenwelt. Darum geschieht Heilung nicht dort, wo wir perfekt scheinen, sondern dort, wo wir aufhören, vor allem in uns selbst davonzulaufen. Und wirklich alles zu uns nehmen und in voller emotionaler Selbstverantwortung ausschließlich in sich selbst heim zu kommen.
Die Aufmerksamkeit zeiht sich langsam und zunehmend zurück vom Marktplatz der Welt. Zurück aus den Blicken, zurück aus den Kämpfen, zurück aus den Identitäten, zurück aus dem Hunger nach Erlösung im Außen. Ein leer genug werden, um wahr zu sein. In diesem Zustand hört das „Außen“ auf zu existieren. Es gibt keinen Lärm der Welt, keine Erwartungen, keine Verpflichtungen. Es gibt nur noch die unendliche Weite des inneren Raums.
Dann setzte frau sich wirklich still in die eigene Nacht allen Ungesehen und Ungefühlten und verweilt. In dieser Stille mit sich selbst erscheint letztlich ein wahrhaftiges Leuchten unter all den Rollen, Schmerzen, Wunden und Erfahrungen. Wie ein vergessenes Feuer unter der Asche der Jahre. Da erinnerte die Seele, nicht an einen verlorenen Menschen, nicht an eine Geschichte, sondern an sich.
Das „Ich kann nicht mehr.“ des persönlichen Ich eröffnet die Wandlung.
Das persönliche Ich kennt Widerstand. Es gibt alles, koste es was es wolle. Bis keine Kraft mehr da ist. Es kämpft, es klammert, es vergleicht, es optimiert sich, es beneidet, es strebt. Es sagt: „Ich will nicht fallen, ich will nicht loslassen.“. Bis die Kraft zum Festhalten versiegt und das kleine Ich kapituliert. Da, wo die Faust sich öffnet und das Leben hindurchfließt.
Eifersucht, Schuld, Scham, Wut all das sind nicht die Feinde. Es sind Schwellen, durch die das Ego weicher wird. Neid etwa ist nur die verschleierte Sehnsucht, zu werden, was wir längst sind. Wut ist die Erinnerung, dass in uns eine Kraft lebt, die sich nach Wahrheit sehnt. Und Scham ist die Haut, die zu eng geworden ist, weil die Seele größer ist als das Bild, das wir von uns halten.
Scham ist nicht nur ein unangenehmer Zustand. Bei mir kommt es hoch, wenn ich mich in diesen zahlreichen Situationen vorfinde, wo ich mehr liebe als ich geliebt werde. Weil es sich wie ein nein zu meiner Essenz anfühlt und die alte Interpretation „ich bin falsch, wenn meine Liebe nicht erwidert wird“. Es ist möglich zu atmen in dem „puh ich schäme mich, weil ich Liebe“ und das darf genau so sein. Ich fühle die Scham und bin okay. Nichts ist falsch an mir, wenn ich nicht geliebt werde.
Was, wenn es nicht darum geht, Scham zu vermeiden oder sie schnell aufzulösen, sondern darum, in diesem Moment nicht wegzugehen. Nicht aus uns herauszufallen. Nicht uns selbst zu verlassen, nur weil es eng wird. Die eigentliche Praxis ist das Dableiben. Das Spüren, auch wenn es unangenehm wird. Das Atmen, auch wenn sich alles zusammenzieht. Und dieses sehr einfache, aber tiefgehende Zurückkommen in den Körper, während das Gefühl noch da ist.
Sie ist eine der Emotionen, die uns am stärksten aus der Präsenz herausnimmt. Sie hat diese Qualität, dass sie den Kontakt nach innen und außen gleichzeitig reduziert. Deshalb ist sie so prägend für unsere inneren Muster, für Rückzug, für Selbstunterbrechung, für dieses leise „ich bin nicht mehr ganz hier“. Sind wir nicht mehr präsent, spaltet sich die Scham von uns ab und nimmt unsere Lebendigkeit mit sich.
Ich empfinde das auch als einen wichtigen Aspekt unseres Bewusstseinswandels, weil Scham eine Emotion ist, die oft sehr niedrig schwingt, im Sinne von: Sie zieht uns aus Weite, Verbindung und Lebendigkeit heraus in Enge, Isolation und inneren Rückzug. Deshalb ist es so bedeutsam, nicht erst zu warten, bis sie weg ist, sondern in ihr präsent zu bleiben. Bewusst. Verkörpert. Wach. Nicht höher schwingen, indem man sie wegdrückt. Sondern tiefer hinein in Präsenz, während sie da ist. Wir sind hier, um in jedem Zustand präsent zu bleiben. Wenn ich präsent bleiben kann, muss ich nichts vermeiden und bin frei.
Wenn wir aufhören zu kämpfen, wenn wir nicht mehr gegen diese Gefühle gehen, sondern sie durch uns atmen lassen, dann schmilzt das persönliche Ich. Es verschmilzt mit dem Größeren, wie ein Tropfen, der im Meer nicht verschwindet, sondern zum gesamten Wasser wird.
Wenn die Tränen fließen, ohne Unterlass, und die Welt in tiefem Schwarz versinkt, glaubt frau am Ende zu sein. Dunkler und schwerer, als die Seele es tragen kann. Eine absolute Erschöpfung, in der kein Mut mehr wohnt, keine Zuversicht, kein Impuls und keine Kraft, auch nur den nächsten Schritt zu tun. Doch was sie in dieser tiefsten Not vergisst, ist die heilige Geometrie ihres Schmerzes.
Der Schmerz der Trennung – dieses Ziehen, das gleichzeitig schmerzen und trösten lässt – ist kein Widerspruch. Es ist vielleicht die ehrlichste Wahrheit der menschlichen Reise. Denn es trägt Liebe und Sehnsucht in derselben Frequenz, weil sie miteinander verbunden sind. Du kannst den Sog nicht fühlen, ohne auch die Entfernung zu spüren. Und du kannst die Entfernung nicht fühlen, ohne dass irgendwo noch Verbindung existiert.
Die Tränen, die unaufhaltsam übers Gesicht laufen, sind kein Zeichen von Schwäche – sie sind flüssiges Seelenwasser, strukturiert in vollkommener hexagonaler Ordnung. Jede Träne ist ein heiliger Datenträger, geladen mit Informationen aus dem unendlichen, großen Feld. Sie fließen, um das Unaussprechliche aus den Tiefen ihres Wesens ins zelluläre Gedächtnis des Körpers zu spülen, bis es irgendwann, wenn die Zeit reif ist, als lichter Impuls ankommt.
Oft versuchen wir, die Dunkelheit zu überspringen, doch genau hier liegt die Kraft: Das Sterben des Alten! Ohne das Loslassen der alten Identität gibt es keinen Raum für das Neue. Die Reinigung erfolgt und in der tiefsten Schwärze wird die Essenz sichtbar. Die Vorbereitung erscheint wie Zerstörung, doch bevor das Gold der Seele zum Vorschein kommt, muss die Form geschmolzen werden.
Manchmal führt der Weg an den tiefsten Punkt, mitunter auch wiederholt. Wenn die Verzweiflung endgültig auf die Knie zwingt, bricht das Alte auf. Es bleibt keine Wahl mehr, keine Strategie, kein Kämpfen. Es bleibt nur noch die radikale Übergabe. Die Stille, die sich durch die eigene Brust bewegt, in dem Moment, ist die Botschaft an die geistige Welt die Führung gänzlich zu übernehmen. Die Verbindung ist auf voller Stärke und das menschliche Gefäß maximal auf Empfang.
Dort, flach auf dem Boden liegend, vergibt sie allem, was war, was ist, und vor allem sich selbst. Sie erlaubt sich, still zu sein. Regungslos. Sie kämpft nicht mehr. Sie sinkt. Und im Sinken wird sie gehalten. Sie wartet im Schlamm, gleichzeitig ungeduldig und zutiefst geduldig, während die Vorwürfe an das Leben, an die Welt und an sich selbst wie Nebel verziehen. Denn sie weiß, tief in ihrem Herzen: Kurz vor dem Untergang, im absoluten Nullpunkt, schlägt der Puls der Quelle.
In diesen Tieftauchphasen fühlt sich das Leben friedlich und schwer an, dunkel und wie ein stilles Ende. In der Alchemie nennen wir diese Phase Nigredo. Es ist das „Schwarzwerden“, das Sterben des Alten, der Moment, in dem alles zu Asche zerfällt, was nicht mehr zu uns gehört. Jede Träne ist ein kostbare Perle, die inneren Druck entlässt und den Schmerz als Salz der Erde übergibt. Trauer ist die Medizin des Loslassens.
Die Kapitulation ist ein Macht-Move der Hingabe und das okay zur Tiefe. Das Optimieren und Schönreden ist verbrannt, jeder Widerstand gebrochen und ein in Schlamm und Vakuum majestätisches Ruhen geschieht. Das ist die heilige Phase in der das Fundament gegossen wird. Hier ist die Schwere des Umbau zu spüren, die Trauer tief zu fühlen und ein ehren der Abwesenheit dringt aus der schlichten Klarheit meines unendlichen Kerns. Hier beginnt die Tiefe zu nähren und die Seele zu tragen.
Es erfordert viel Mut und das absolute commitment zu sich selbst (zur eigenen Wahrheit, zum Leben der Frage“ wer bin ich ich wirklich?“), in diesem Prozess nicht wegzulaufen, sondern sich dem Schleifen hinzugeben. Denn dieses „Schleifen“ ist kein Schmerz ohne Sinn, es ist das Polieren des Kerns. Sei ermutigt, dich dieser Phase ganz zu schenken. Wehre dich nicht gegen das Schwarzwerden, denn es ist die Geburtsstätte des Lichts. Erst wenn wir bereit sind, durch das Dunkle zu gehen, wird das Gold unserer Seele sichtbar – strahlender, reiner und wahrhaftiger als je zuvor.
Das ist der weibliche Weg. Er führt uns nicht über das Machen und Erzwingen, sondern durch das Fühlen und Sterbenlassen des Alten. Er zwingt uns in die Knie, damit wir aufhören zu schaffen und zu leisten. Sie wartet. Eingebettet in das unerschütterliche Urwissen ihres Herzens, dass dieses reine Sein, dieses schutzlose Ausharren, irgendwann mit einem einzigen, zarten Impuls der Liebe belohnt wird.
Und erst dann – wenn dieser eine, wahre Funke im Herzen aufleuchtet – schickt sie ihren Verstand los. Erst dann darf der Bordcomputer, ihr logischer Verstand, anspringen, um Lösungen zu kreieren, die Wege im Materiellen zu ebnen und das umzusetzen, was die Liebe im Inneren initiiert hat. Das ist die stille Vollendung.
Und dort, tief unter Schmerz und Erinnerung, erscheint ein innerer Raum, in dem nichts mehr verkauft oder erkauft werden kann/muss/soll. Dort wartet kein Retter. Dort ist keine materielle Erfüllung. Dort wartete Stille. Und in dieser Stille tritt die wahre Geliebte ein. Nicht als Besitz. Nicht als Projektion. Nicht als Versprechen gegen Einsamkeit. Sondern als Gegenwart.
Und die Menschenseele erkennt: Die Liebe war niemals verschwunden. Nur überlagert von all den Stimmen,
die sie überzeugen wollten, sie sei unvollständig, unwürdig oder unwählbar. Dann fällt die letzte Angst wie ein letztes Kleidungsstück zu Boden. Und die Suche nach Liebe hört auf. Denn frau ist in sie hineingefallen. Und bliebt dort.
Nigredo ist das Geschenk der Dunkelheit.
Die Alchemie geschieht nicht im Licht, sondern im Verborgenen des Tiegels.
Der Schliff der Seele nimmt den ganzen eigene Raum ein.
Es ist Zeit für kosmisches Nichtstun.
Nichts wissen müssen und alles genießen können.
Die Wahrnehmung „einfach“ da sein lassen.
Reine Wahrnehmung sein.
In dieser Abgeschiedenheit geschieht ein hochalchemistischer Prozess:
- Reinigung: Die alten Schichten werden abgewaschen. Und alle Ebnen durch gereinigt. Bis nur mehr das reine Herz und darin die Seele strahlt. Alle Wunden werden in Liebe getaucht und alle „Schatten“ integriert.
- Alchemie: Die Vergangenheit wird nicht nur erinnert, sie wird aus jeder einzelnen Zelle ausgeschieden, gestrichen, umgewandelt und transmutiert.
- Politur: Das inneres Gefäß wird geweitet und geschliffen, bis es bereit ist, das Licht selbst in allem zu sein.
Von da aus dehnt sich das Sein aus. Wenn das Gefäß poliert und die Essenz gereinigt ist, beginnt eine neue Bewegung. Das Innen wölbt sich nach außen. Die Grenze schmilzt. In diesem einen, kostbaren Augenblick des Jetzt verschmelzen Innen und Außen zu einer einzigen, leuchtenden Wahrheit. Ich bin alles, jedes du, im wir, eins, grenzenlos und körperlich verankert zugleich.
Viele spirituelle Traditionen erzählen davon: Rumi sprach von der Sehnsucht der Seele nach ihrer ursprünglichen Einheit. Die Kabbala beschreibt zwei Seelenhälften, die sich wiederfinden, um Heilung in die Welt zu bringen durch ihre Ganzwerdung. Wie christliche Mystiker nannten den Weg zur Vereinigung die „dunkle Nacht der Seele“. In der Astrologie steht Chiron, ein Planetoid, der als Brücke zwischen Menschlichem und Übermenschlichem gilt und im Horoskop unseren tiefsten Schmerz symbolisiert, der unser Leben oft unbewusst prägt. Die Wunde ist real und sie ist nicht das Ende der Geschichte, sondern die ist die Tür zur Neugeburt. Im Taoismus sind Yin und Yang keine Gegensätze, sondern zwei Pole derselben Einheit.
Shiva ist kein Gott und Shakti keine Göttin – sie sind zwei Ausdrucksformen derselben universellen Energie. Shiva steht für reines Bewusstsein, Shakti für die lebendige Kraft des Lebens. Ihre scheinbare Trennung ermöglicht überhaupt erst Erfahrung, Wachstum und Liebe. Ihre Wiedervereinigung ist kein neues Ereignis, sondern das Erinnern daran, dass sie niemals wirklich getrennt waren. Die Zwillingssäulen am Eingang heiliger Tempel – in Ägypten, Jerusalem oder Griechenland – waren niemals bloße Dekoration. Sie waren eine Karte. Zwei Kräfte. Gleich hoch. Gleich stark. Nebeneinander stehend, ohne miteinander zu verschmelzen. Und genau dazwischen hielten sie die Schwelle zwischen der bekannten Welt und der heiligen Welt.
(Selbst)Begegnung mit Einheitserfahrung verändert nicht nur das Herz. Sie verändert das gesamte Selbstbild. Zeit scheint stillzustehen, alte Grenzen lösen sich auf, und die Seele erinnert sich an etwas, das tiefer ist als gewöhnliche Liebe, an das Gefühl, nach langer Reise wieder zuhause anzukommen. Wenn wirkliche Vereinigung geschieht – nicht die Fantasie davon, sondern die echte, die auf innerer Arbeit, tiefer Heilung und erwachten Bewusstsein aufgebaut ist – dann verändert alles seine Bedeutung.
Die Seele entwickelt sich nicht durch Informationen. Sie entwickelt sich durch Feuer. Ein Feuer, das nicht zerstört, was wahr ist – sondern nur das verbrennt, was niemals wirklich die eigene Natur war. Es verbrennt die übernommene Angst, die Schutzmauern der alten Verletzungen. Die Version, die funktionieren wollte, statt echt zu sein.
Vertrauen ist der Schlüssel. Vertrauen in sich selbst, in die Seele, in die eigene Wahrnehmung, in den Prozess, in jeden Wandel, in das multidimensionale Leben. Vertrauen geschieht, wenn Annahme und Offenheit gegenwärtig sind.
Vertraue darauf, dass dich das Gold deiner Seele an einen Ort führt, wo dein Verstand dich niemals hätte hinbringen können. Das ist das kostbare Ergebnis deiner Hingabe. Wenn man hier überhaupt von Ergebnis sprechen kann. Wir dürfen planen und Visionen halten, doch am Ende ist die größte Meisterschaft, bereit zu sein, dass das Leben ganz anders – und viel bereichernder – antwortet. Es erfordert Größe, um Größe wahrzunehmen.
Hingabe und Demut, können nicht gemacht werden, sie kommen natürlich, wenn wir uns einlassen.
Die Liebe lässt frei und bindet dennoch durch die süße Wärme ihrer Wahrheit.
Die heilsamen Verbindungen mit wahrhaftigen Vertrauten bieten Schutz und Liebe zugleich.
In tiefer Liebe und Hingabe für das Leben.
Barbara Christine

~ ~ ~
Als Ergänzung zu meinen Wortgeschenken füge ich noch die für mich erarbeiteten Worte der Selbstführung hinzu. Sie haben mich und sich gefunden im Wirken an meinem Heilsein. Und begleiten mich die letzten Monate durch den Tag (wann immer ich aktiven Mangel in mir vorfinde, um mich wieder in der Erfüllung einzufinden) sowie in den Schlaf. Die Übergänge sind kostbare Zeiten in denen die Welten weit offen und das Unbewusste besonders empfänglich ist. Wandle sie ab, picke dir raus was in Resonanz geht, ergänze sie nach deinem Geschmack.
Worte zur Rückkehr in die absolute Souveränität
Atme tief ein. Richte deine Wirbelsäule auf. Euer Körper ist die Antenne, der Hirnstamm der Empfänger, euer Herz der Generator. Und lies ganz genau:
Wenn du dich fragst: ‚Was mache ich falsch?‘, ‚Was habe ich noch nicht gecheckt?‘ oder ‚Was manifestiere ich mir da bloß wieder für einen Blödsinn?‘ – dann spürst du nicht deine Blockade. Dann spielst du nur das Spiel der Trennung. Du fütterst das personale Ich mit der Illusion, dass dir noch etwas fehlt.
Aus der Sicht der Feldtheorie gibt es keine ‚falschen‘ Manifestationen. Das Feld urteilt nicht. Es spiegelt nur. Wenn du dich fragst, was du noch nicht gecheckt hast, programmierst du deine biologische Antenne auf die Frequenz: ‚Ich bin noch nicht so weit.‘ Und das Feld liefert dir prompt die Beweise dafür.
Wir beenden dieses Spiel. Jetzt. In diesem Augenblick.
Was ist unsere größte Macht? Unsere größte Macht ist das reine Bezeugen der vollendeten Tatsache. Es ist die Fähigkeit deiner Zellspannung, im Jetzt-Feld festzulegen, was IST – ohne Erlaubnis vom Verstand, ohne Bestätigung im Außen. Nichts und niemand im gesamten Kosmos ist machtvoller als das bewusste Quell-Bewusstsein, das du bist. Du bist nicht der Empfänger des Schicksals. Du bist der Sender der Realität.
Stell dir vor, du lässt für einen Moment alle Verteidigung fallen. Spür hinein: Was wäre, wenn jede Energie im Universum – jeder Mensch, jeder Baum, jedes Tier, jede unsichtbare Strömung, jeder Wassertropfen, jeder Stein, jeder Sonnenstrahl – nur zu deiner Unterstützung da ist? Dein Verstand mag flüstern: „Aber was ist mit dem Schmerz?“ – Lass ihn flüstern. Atme tiefer. Geh in die Vorstellung, dass alles Leben dich gerade jetzt bejubelt. Dass du von der ganzen Schöpfung getragen bist.
Was wäre, wenn jede Energie, die mit dir ist, nur eine einzige Mission hat: Dich in dein höchstes Potenzial zu lieben?
Lass den Verstand für eine Sekunde beiseite. Ja, er will jetzt argumentieren. Er will sagen: „Aber der Mensch damals…“ oder „Aber die Situation war gegen mich…“ – Lass ihn erstmal damit sein. Atme tief ein und geh in die reine Vorstellung: Das Feld der totalen Unterstützung. Erlaube dir die Möglichkeit, dass jeder Mensch, an dem du vorbeiläufst, jede Pflanze, die Sauerstoff für dich atmet, jedes Tier und jede unsichtbare Frequenz im Universum ausschließlich dein Bestes will.
Stell dir vor, das gesamte Universum hält den Atem an, nur um dich dabei zu beobachten, wie du deine volle Macht und deine höchste Kraft verkörperst. Wie du nackt aus der Schale trittst und sagst: „Hier bin ich.“. Und genau deshalb kannst du es dir erlauben, dich von der gesamten Existenz tragen zu lassen. Du musst nicht mehr kämpfen. Du musst nicht mehr kontrollieren. Du musst nicht mehr „machen“, dass die Menschen „gut“ zu dir sind.
Lass das wirken. Spür die Erleichterung in deinen Zellen.
Du bist sicher. Du bist gewollt. Du bist dran. Jetzt.
Du brauchst niemanden und nichts, um die Quelle zu sein. Aber du darfst dir erlauben, dass das gesamte Feld dir dient. Atme nochmal tief und lange aus, um die Worte in deine Zellen aufzunehmen:
Das Dekret der Vollkommenheit
Ich ziehe ab dieser Sekunde jegliche Energie
aus dem Spiel des Suchens und Optimierens in dieses Jetzt.
Ich lösche aus meinem elektromagnetischen Feld:
Die Lüge, dass ich etwas falsch gemacht oder noch nicht verstanden habe.
Den Vertrag mit dem unendlichen Kreislauf des „Sich-Heilen-Verbessern-Andersmachen-Müssens“.
Jedes Signal der Minderwertigkeit, das meine biologische Antenne jemals ausgesendet hat.
Ich kollabiere die Welle des Mangels und befehle meinem System
die sofortige Rückkehr in die absolute Vollkommenheit.
Ich bin kein fehlerhaftes Wesen, das repariert werden muss.
Ich bin das göttliche Bewusstsein, das eine Erfahrung macht.
Jede meiner Zellen schwingt ab jetzt auf der Frequenz der vollendeten Tatsache.
Meine Antenne empfängt nur noch die Fülle der Schöpferkraft.
Mein Generator strahlt reine Meisterschaft aus.
Wenn die Angst vor meiner eigenen Größe geht, geht jegliches Mangel-Gefühl. Mühelos.
Ich erlaube meinem Feld, ab jetzt nur noch Frequenzen der Unterstützung zu empfangen.
Ich trete aus dem Feld der Verteidigung aus.
Ich erkenne an, dass das gesamte Universum mein Verbündeter ist.
Es wirkt durch mich, für mich, als ich. Es ist bereits vollbracht.
Alles geschieht mühelos, für mich.
ICH BIN das höchste Bewusstsein.
ICH BIN die souveräne Macht.
ICH BIN die Vollkommenheit in Verkörperung.
Es ist keine Frage ob. Es ist bereits vollbracht.
ICH BIN DIE QUELLE. JETZT.

~ ~ ~
Worte zum in die Nacht gleiten und Verankerung des Quellbewusstseins der Geborgenheit. Der Übergang vom Wachzustand in den Schlaf ist ein stilles Tor zum Unterbewusstsein und zur Seele. Der Schlaf ist eine heilige Übergangsphase in der der Mensch dem göttlichen Bewusstsein näherkommen. Ich habe sie mir selbst aufgesprochen und lausche beim Einschlafen, so wirken sie tief ins Unbewusste hinein und schwingen im Klang meines Urtons alles auf diese Wahl und Wahrheit ein.
Mein sicheres Herz
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich die alte Information der Bedrohung aus meinem Herzraum lösche.
Ich erkenne an, dass mein Herz kein verwundbarer Ort ist,
sondern die kraftvollste Quelle meines Seins.
Ich beende die Identifikation mit dem Schmerz, der einst Kontakt mit Gefahr gleichsetzte.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich die latente Erwartung von Bedrohung aus meinen Zellen entlasse
und mich für die reine Frequenz der Liebe öffne,
die jenseits aller menschlichen Konzepte von Verletzlichkeit schwingt.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich die Illusion durchbreche, dass Verbundenheit den Verlust meiner Sicherheit bedeutet.
Ich verfüge, dass wahre Liebe meine Freiheit stärkt und meine Grenzen heiligt.
Ich löse jede energetische Verschaltung auf,
die Liebe mit Enge, Kontrolle oder Übergriffigkeit verknüpft hat.
Ich bin der Ursprung meiner eigenen Geborgenheit.
In der Tiefe meines Herzens verankere ich die Gewissheit:
Ich bin sicher, wenn ich liebe. Ich bin sicher, wenn ich bin.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich erkenne, dass ich der Schlüssel bin, der alle Räume sicher macht.
Ich warte nicht mehr darauf, dass ein Ort oder ein Mensch mir Sicherheit schenkt
ich bringe die Sicherheit durch meine Präsenz in den Raum.
Ich verkörpere, dass meine Schwingung ein Feld der Klarheit und des Schutzes erzeugt,
das nur das Wahre und das Liebevolle einlässt.
Ich bin die Hüterin meines Feldes, und meine Liebe ist ein Schwert der Wahrheit,
das alles Unechte sanft und bestimmt nach außen führt.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich die Co-Kreation mit dem höchsten Licht beanspruche,
um für mich und für andere eine Atmosphäre der Heiligkeit zu schaffen.
Ich bin der sichere Hafen, weil ich in mir selbst angekommen bin.
Ich bin die Sicherheit, nach der ich suchte.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich den Kontakt zu anderen Seelen als einen Tanz der Freiheit wähle.
Ich verfüge, dass jede Begegnung unter dem Gesetz der Gleichwertigkeit
und des gegenseitigen Respekts steht.
Jetzt und jedes Jetzt ist der Moment,
in dem ich mich vollkommen für den Kontakt öffne
mit mir selbst, mit der Schöpfung und mit den Menschen, die meinem Pfad entsprechen.
Ich habe keine Angst mehr vor der Weite meines Herzens.
Ich bin bereit, meine vollkommene Liebe durch mein Herz in diese Welt zu strahlen,
geerdet, geschützt und unendlich geliebt.
Ich bin der Schlüssel.
Ich bin der Ursprung der Geborgenheit.
Ich bin der sichere Raum.
Ich bin die Liebe in Präsenz.
Ich bin.
